19. May 2024

Pressemappe: Online und Print (Teil 2)

In „Pressemappe: Online und Print (Teil 1)“ haben wir bereits gezeigt, warum eine Pressemappe ein wichtiges Instrument ist, um die Berichterstattung über das eigene Unternehmen positiv zu beeinflussen und positive Akzente in Public Relations (PR) und Suchmaschinenoptimierung (SEO) zu setzen. Im zweiten Teil wird aufgezeigt, was beim Erstellen einer Pressemappe – sowohl in der Print-, als auch in der Online-/Digital-Version – beachtet werden muss, damit diese auch tatsächlich von Journalisten, Interessenten und Stakeholdern gefunden und genutzt wird und die Kosten trotzdem in einem erträglichen Rahmen bleiben.

Die Basics in jeder Pressemappe

Neben den Hintergrundinformationen über das aktuelle Event gehört in jede Pressemappe eine möglichst präzise Selbstdarstellung des Unternehmens – von der Geschichte über die Produktpalette bis hin zu den aktuellen Mitarbeiterzahlen und Geschäftsentwicklungen. Hilfreich sind hierbei gut aufbereitete Statistiken, mit denen der Journalist möglichst mit einem Blick die wesentlichen Informationen erfassen kann. Natürlich sollte der Pressemappe auch beschriftetes (!) Bildmaterial beiligen, wobei die Bedeutung dadurch nachgelassen hat, dass die Redaktionen heutzutage fast ausschließlich digitales Bildmaterial verwenden – die Bilder sind also eher als Appetithäppchen zu verstehen, mit dem auf das Bildmaterial in der digitalen Pressemappe hingewiesen wird.

Sehr wichtig ist die Liste der Ansprechpartner, und zwar aus drei Gründen. Zum ersten hinterlässt es bei dem Journalisten einen guten Eindruck, wenn Sie ihm durch die Angabe der konkreten Personen ein Gesprächsangebot bieten, das ist ein Zeichen für Transparenz und Offenheit. Zum anderen haben viele Journalisten keine Lust oder Zeit, bei der Firmenzentrale anzurufen und sich dort erst zu dem Gesprächspartner durchzukämpfen. Hat er jedoch direkt den Ansprechpartner samt Durchwahl vor Augen, dann ist die Wahrscheinlichkeit deutlich höher, dass der Journalist „mal eben“ durchruft. Zuletzt ist es auch in Ihrem Interesse, wenn vom Journalisten die „richtigen“, und damit vorbereiteten, Personen anspricht, so lassen sich Kommunikationspannen mit unvorbereiteten Mitarbeitern vermeiden.

(Relevanter) Content ist auch bei der Pressemappe King

Eine professionelle Pressemappe sollte umfassende und gut strukturierte Informationen enthalten, die Journalisten, Redakteure und andere Interessenten und Stakeholder benötigen, um über ein Unternehmen, eine Organisation, ein Produkt, eine Dienstleistungen, eine Person oder ein Ereignis informiert zu sein und zu berichten. Typische Inhalte einer Pressemappe sind:

  1. Titelblatt und Inhaltsverzeichnis:
    • Beispiel: Das Titelblatt sollte den Firmennamen, das Logo und den Veranstaltungstitel (falls zutreffend) enthalten. Das Inhaltsverzeichnis gibt einen Überblick über die enthaltenen Dokumente, um die Navigation zu erleichtern.
  2. Begrüßungsschreiben oder Vorwort:
    • Beispiel: Ein persönliches Anschreiben des Unternehmensvorstands oder der PR-Verantwortlichen, das den Zweck der Pressemappe erläutert und den Leser willkommen heißt.
  3. Unternehmensprofil:
    • Beispiel: Eine kurze Vorstellung des Unternehmens, einschließlich Gründungsjahr, Mission, Vision, wichtigster Standorte und Schlüsselbotschaften.
  4. Pressemitteilungen:
    • Beispiel: Aktuelle Pressemitteilungen zu neuen Produkten, wichtigen Ereignissen, Partnerschaften oder anderen relevanten Unternehmensnachrichten.
  5. Produkt- oder Dienstleistungsunterlagen:
    • Beispiel: Broschüren, Datenblätter oder Infografiken, die detaillierte Informationen zu den angebotenen Produkten oder Dienstleistungen enthalten.
  6. Biografien und Fotos der Schlüsselpersonen:
    • Beispiel: Kurzbiografien und hochauflösende Bilder der Geschäftsführung, Schlüsselpersonen oder Experten im Unternehmen.
  7. Hintergrundinformationen und Geschichtschronik:
    • Beispiel: Eine Chronik der Unternehmensgeschichte, Meilensteine, Erfolge und andere relevante Hintergrundinformationen.
  8. Fallstudien oder Erfolgsgeschichten:
    • Beispiel: Berichte über erfolgreiche Projekte, Kundenreferenzen oder Fallstudien, die die Leistungsfähigkeit des Unternehmens verdeutlichen.
  9. Branchenberichte und Marktanalysen:
    • Beispiel: Zusammenfassungen von Marktforschungsberichten, Branchenanalysen oder relevanten Statistiken, die das Unternehmen und seine Positionierung im Markt kontextualisieren.
  10. Medienberichterstattung:
    • Beispiel: Ausschnitte oder Kopien von Presseberichten, Artikeln oder Interviews, die das Unternehmen in der Vergangenheit erhalten hat.
  11. Kontaktinformationen:
    • Beispiel: Klare Angaben zu Ansprechpartnern für Presseanfragen, inklusive Namen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen.
  12. Verfügbarkeit für Interviews und Veranstaltungen:
    • Beispiel: Informationen darüber, ob und wie Journalisten Interviews mit Unternehmensvertretern arrangieren können, sowie Hinweise auf kommende Veranstaltungen oder Pressekonferenzen.
  13. Social-Media-Links und Online-Ressourcen:
    • Beispiel: Links zu den offiziellen Social-Media-Profilen des Unternehmens, der Webseite, Blog-Posts oder anderen relevanten Online-Plattformen.
  14. Rechtliche Hinweise und Impressum:
    • Beispiel: Rechtliche Hinweise, Haftungsausschlüsse und das Impressum, um die rechtlichen Anforderungen zu erfüllen.
  15. Multimediale Elemente:
    • Beispiel: USB-Sticks oder QR-Codes, die auf hochwertige Bilder, Videos oder Präsentationen verweisen, um visuelles Material für Journalisten bereitzustellen.

Diese Inhalte bilden eine umfassende Grundlage für eine professionelle Pressemappe. Es ist wichtig, die Informationen klar und prägnant zu präsentieren, damit Journalisten schnell auf relevante Daten zugreifen können. Eine gut gestaltete Pressemappe stärkt nicht nur die Kommunikation mit den Medien, sondern unterstützt auch die Sichtbarkeit und Positionierung eines Unternehmens in der Öffentlichkeit.

Der Schreibstil: Ruhig, sachlich, informativ

Eine Pressemappe ist keine Dauerwerbeschleife. Damit Journalisten tatsächlich auf das Material zugreifen, was Sie ihnen in Ihrer Pressemappe anbieten, kommt es darauf an, dass das Material so aufbereitet ist, dass die Journalisten dies als nützliche Information für ihre Arbeit wahrnehmen. Das bedeutet zunächst einmal, dass die Informationen in der Pressemappe auch tatsächlich der Wahrheit entsprechen, denn Journalisten mögen es naturgemäß nicht, wenn man sie hinter das Licht führt – und am Ende sitzen Journalisten in der Kommunikation immer am längeren Hebel.

Fakten. Journalisten schauen nicht in Pressemappen, um „schön geschriebene“ Lyrik zu entdecken, sondern um Informationen über das Unternehmen bzw. die Produkte des Unternehmens zu finden. Entsprechend sollten möglichst viele harte Fakten in der Mappe zu finden sein. Der Sprachstil sollte dem angepasst sein, statt werbliche Adjektive aneinanderzureihen, sollte alle Texte ruhig, sachlich und informativ geschrieben sein. Großer Vorteil: In den Zeiten des Medienwandels gehen viele Journalisten aus Zeitgründen dazu über, ganze Texte auf Pressemappen (oder auch Pressemitteilungen) per Copy & Paste zu übernehmen – aber auch nur, wenn der Schreibstil angemessen, und das bedeutet vor allem sachlich, ist.

Eine Pressemappe muss keine Hochglanzbroschüre sein

Natürlich werden Werbeagenturen und Druckereien jeden (potenziellen) Kunden dazu raten, für den Druck der Print-Pressemappe richtig tief in die Tasche zu greifen, damit diese „auch was her macht“. Aber eine Pressemappe ist keine Hochglanz-Werbebroschüre, sondern primär ein Informationsangebot für Journalisten. Dementsprechend sollte diese zwar streng dem Corporate Design folgen, jedoch nicht teuer in der Produktion sein. Im Zweifel ist ein schlichtes Design immer vorzuziehen, es kommt schließlich auf die Inhalte, nicht auf die Verpackung an, und Journalisten ist es in der Regel vollkommen egal, auf was für einem Papier und mit was für einer Drucktechnik die Mappe erstellt wurde.

Die Online-Pressemappe: Links sind Trumpf

Viele Unternehmen machen den Fehler, dass sie bei den Online-Pressemappen „viel ist viel“ denken. Dank der digitalen Revolution ist Speicherplatz kein Problem mehr, deshalb packt man alles in die Online-Pressemappe, was man auch nur irgendwie als interessant erachtet. Wir von der PR-Agentur Görs Communications raten davon ab, stattdessen empfehlen wir, die Online-Pressemappe jeweils immer identisch zur Print-Ausgabe zu gestalten – mit zwei Ausnahmen. Zum einen bietet sich ein Online-Bereich bestens an, um kostenlosen Bildmaterial in verschiedenen Auflösungen und Formaten (in der Regel .jpg) anzubieten, das natürlich auch entsprechend beschriftet wird.

Statt tausend verschiedenen Sachen – weil sie ja eventuell hilfreich sind – in die Online-Pressemappe zu tun, empfiehlt es sich, die Online-Pressemappe analog zur Print-Pressemappe zu gestalten, dafür aber mit Links zu sämtlichen weiterführenden Themen. Auf diese Weise behält der Journalist die Übersicht, die Online-Pressemappe ist schlicht, beeinhaltet aber dank der Links wertvolle Zusatzinformationen. Wichtig: Technische Spielereien wie Flash, YouTube-Filme oder gar animierte Gifs haben in einer Pressemappe nichts verloren, das schadet nicht nur der Seriosität, sondern behindert die Journalisten beim Copy & Paste. Immer daran denken: Journalisten stehen unter enormen Zeitdruck und werden täglich mit hunderten Informationen „bombardiert“ – daher muss eine (digitale) Pressemappe maximale Unterstützung im Redaktionsalltag bieten.

Online und Print: Aktualität ist ist Trumpf

Ein weiterer Grund, warum die Online-Pressemappe analog zur Online-Pressemappe gestaltet werden sollte, ist die starke Bedeutung der Aktualität. Kein Journalist möchte veraltete Informationen verwenden, außerdem macht eine verstaubte Pressemappe einen schlechten Eindruck. Deshalb sollte die Pressemappe regelmäßig – und erst recht vor wichtigen Messen, Pressekonferenzen etc. – angepasst werden. Die Zahlen und die Datumsangaben müssen überprüft und geändert werden, Fotomaterial eventuell erneuert und sämtliche Kontaktadressen ebenfalls einer Überprüfung unterzogen werden. Und da spart man sich auf die Dauer eine Menge Arbeit, wenn die Print- und die Onlineausgabe „in einem Abwasch“ erneuert werden können.

Wegen der ständigen Überarbeitung bietet es sich bei der Print-Ausgabe an, nicht „auf halde“ zu produzieren, sondern immer nur in geringer Stückzahl, und dann auch so, dass die einzelnen Blätter ausgetauscht werden können, damit nicht wegen einer einzigen Kontaktadresse sämtliche Pressemappen auf den Müll befördert werden müssen.

Pressestimmen

Viele Unternehmen machen es nicht, trotzdem raten wir von Görs Communications dazu, Pressestimmen in die Pressemappe zu legen. Pressestimmen verleihen immer eine gewisse Autorität, insbesondere, wenn sie von „angesehenen“ Zeitungen oder Zeitschriften stammen. Ein kleiner Nebeneffekt: Mit Pressestimmen macht eine Pressemappe auch bei potenziellen Kunden mehr Eindruck, wenn Interesse besteht, kann der Vertrieb die Pressemappe also auch „mitbenutzen“, auf diese Weise lässt sich das Kosten/Nutzen-Verhältnis der Pressemappe noch weiter steigern.

FAZIT

Der zweite Teil unseres Artikels rund um die Konzeption, Erstellung, Verbreitung und Suchmaschinenoptimierung von Pressemappen verdeutlicht die entscheidenden Aspekte bei der Erstellung von Online-/Digital-Versionen von Pressemappen. Hierbei liegt der Fokus darauf, wie eine digitale Pressemappe effektiv gefunden und genutzt werden kann, während die Kosten im vertretbaren Rahmen bleiben. Der Beitrag bietet eine umfassende Anleitung mit praxisnahen Beispielen für die Gestaltung und Optimierung digitaler Pressemappen.

Der Artikel hebt hervor, dass Content in der Pressemappe einen zentralen Stellenwert einnimmt. Durch die sorgfältige Zusammenstellung verschiedener Elemente, von Texten bis zu Multimedia-Inhalten, kann die Pressemappe als wirkungsvolles Kommunikationsmittel dienen.

Besonders wichtig ist die Betonung eines ruhigen, sachlichen und informativen Schreibstils, der auf Fakten basiert. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, Journalisten mit prägnanten Informationen zu versorgen, anstatt sie mit werblicher Sprache zu überladen.

Der Artikel gibt auch klare Hinweise für die Erstellung von Online-Pressemappe und betont, dass weniger manchmal mehr ist. Anstelle einer überladenen Online-Präsenz wird empfohlen, die digitale Version parallel zur Print-Ausgabe zu gestalten und durch Links zu relevanten Themen zu ergänzen.

Die Bedeutung von Aktualität wird betont, da veraltete Informationen das Vertrauen beeinträchtigen können. Die Möglichkeit, Online- und Print-Versionen gleichzeitig zu aktualisieren, wird als effizienter Ansatz präsentiert.

Die Integration von Pressestimmen wird als zusätzliches Mittel zur Steigerung der Glaubwürdigkeit und Autorität einer Pressemappe empfohlen. Der Beitrag schließt mit dem Appell, dass die Pressemappe nicht nur ein Werkzeug für Medienkontakte ist, sondern auch bei potenziellen Kunden positiven Eindruck hinterlassen kann.

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

Pressemappe: Online und Print (Teil 1)

Da man regelmäßig Sätze wie „Pressemappe? Ist das nicht ein bisschen antiquiert?“ oder „Der ganze Aufwand, und am Ende landet die Pressemappe doch im Müll“ hört, ein paar Sätze hier im Görs Communications Blog, warum wir unseren Kunden weiterhin empfehlen, Pressemappen zusammenzustellen – und das auch in doppelter Form, einmal als klassisches Print-Produkt, das man den Journalisten und sonstigen Interessenten und Stakeholdern in die Hand drücken kann, und dann natürlich auch als digitales Online-Angebot.

Kommunikation durch Pressemappen positiv beeinflussen

An den entscheidenden Gründen, warum eine Pressemappe sinnvoll ist, hat sich in den letzten Jahrzehnten nicht viel geändert – hinzu kommen nur noch die Bedingungen des Medienwandels, in dem der Redaktionsalltag immer hektischer wird und die Online-Recherche eine immer bedeutendere Stellung einnimmt. Generell ist eine Pressemappe so etwas wie ein Aushängeschild des Unternehmens bei Journalisten, eine professionelle Pressemappe zeugt von einer seriösen Informationspolitik, und lässt das Unternehmen daher bereits durch die eigene Existenz besser erscheinen. Die positiven SEO-Auswirkungen sind dabei nicht zu unterschätzen – digitale Pressemappen können von den Suchmaschinen wie Google & Co. gut und hoch gerankt werden.

Eine Pressemappe bietet einem Unternehmen die Möglichkeit, die Berichterstattung über das eigene Unternehmen positiv zu beeinflussen. Man kann wichtige Botschaften bereits im Vorfeld platzieren, und muss nicht im Nachhinein auf „schlechte“ oder „unwahre“ Presse reagieren. Ermöglicht wird dies dadurch, dass Journalisten trotz Google, Wikipedia & Co. noch immer gerne für ihre Recherche auf Pressemappen zurückgreifen – und das bei mehreren Szenarien. Grundsätzlich muss man davon ausgehen, dass Journalisten keine „Insider“ sind, wenn es um Ihr Unternehmen geht – sie kennen den Namen des Unternehmens, sie kennen vielleicht ein paar Produkte, wissen in etwa, wie groß das Unternehmen ist, dann hört es aber meist auch schon auf. Dass dem so ist, liegt in der Natur der Sache, denn Journalisten müssen sich in ihrem Berufsleben mit so vielen Institutionen auseinandersetzen, dass sie zwangsläufig immer nur über begrenztes Wissen verfügen.

Eine professionelle Pressemappe ist ein vielseitiges Instrument, das in verschiedenen Situationen eingesetzt werden kann, um Informationen über eine Organisation, eine / mehrere Person/en, ein Unternehmen, ein Produkt, eine Dienstleistung oder ein Ereignis bereitzustellen. Hier sind zehn häufige Einsatzgebiete mit Praxisbeispielen:

  1. Unternehmenspräsentation:
    • Beispiel: Ein neues Unternehmen erstellt eine Pressemappe, um Journalisten, potenziellen Investoren und anderen Interessengruppen grundlegende Informationen über das Unternehmen, seine Geschichte, Mission und Produkte/Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen.
  2. Produkt- oder Dienstleistungseinführung:
    • Beispiel: Ein Technologieunternehmen entwickelt eine Pressemappe, um bei der Markteinführung eines neuen Produkts detaillierte Informationen, technische Spezifikationen und Bilder bereitzustellen, um das Interesse der Medien zu wecken.
  3. Veranstaltungsankündigung:
    • Beispiel: Eine Organisation plant ein großes Event und erstellt eine Pressemappe, um Journalisten alle relevanten Details, wie Datum, Ort, Agenda und prominente Teilnehmer, zur Verfügung zu stellen.
  4. Firmenjubiläum oder Meilenstein:
    • Beispiel: Ein Unternehmen feiert sein 50-jähriges Bestehen und erstellt eine Pressemappe, um die Geschichte des Unternehmens, seine Erfolge und die Pläne für die Zukunft zu präsentieren.
  5. Krisenkommunikation:
    • Beispiel: Im Falle eines PR-Notfalls, wie einer Produktrückrufaktion, kann eine Pressemappe dazu dienen, umfassende Informationen zur Krise, den getroffenen Maßnahmen und den zukünftigen Schritten bereitzustellen.
  6. Finanzberichterstattung:
    • Beispiel: Ein börsennotiertes Unternehmen erstellt eine Pressemappe, um Journalisten bei der Analyse und Berichterstattung über finanzielle Ergebnisse, Quartalszahlen und Geschäftsberichte zu unterstützen.
  7. Personenprofil:
    • Beispiel: Ein öffentlicher Persönlichkeit, wie ein Künstler oder Sportler, erstellt eine Pressemappe, um Journalisten Zugang zu biografischen Informationen, Karriere-Highlights und aktuellen Projekten zu gewähren.
  8. Kooperationsankündigung:
    • Beispiel: Zwei Unternehmen schließen eine strategische Partnerschaft, und eine Pressemappe wird erstellt, um Medienvertretern Informationen über die Zusammenarbeit, die Ziele und die Vorteile für beide Parteien zu liefern.
  9. Forschungs- oder Innovationsprojekt:
    • Beispiel: Ein Forschungsinstitut präsentiert eine Pressemappe, um Journalisten Einblick in ein neues wissenschaftliches Projekt zu geben, dessen Zielsetzung, Methodik und potenziellen Auswirkungen.
  10. Branchenberichterstattung:
    • Beispiel: Eine Branche veröffentlicht eine Pressemappe, um Medienvertretern Informationen über aktuelle Trends, Herausforderungen und Entwicklungen in der Branche zur Verfügung zu stellen.

Die oben genannten Beispiele verdeutlichen, wie eine Pressemappe in verschiedenen Kontexten als effektives Kommunikationsmittel eingesetzt werden kann, um Medienvertreter und andere Interessengruppen zu informieren und zu engagieren.

Szenario Pressekonferenz

Einfach mal als Szenario eine Pressekonferenz vorstellen. Ein Unternehmen stellt ein innovatives Produkt vor, durch geschickte PR-Arbeit ist es gelungen, 20 Journalisten der unterschiedlichen Fachzeitschriften für die Pressekonferenz zu gewinnen. Das Produkt hält, was es verspricht, die Präsentation verlief erfolgreich und alle Nachfragen konnten perfekt beantwortet werden – die Berichterstattung über das Produkt wird also aller Wahrscheinlichkeit positiv sein. Jetzt sitzen die Journalisten aber in Ihrer Redaktion vor dem Rechner und schreiben den Artikel und ihnen fällt dabei ein, dass ja noch zwei oder drei Absätze über das Unternehmen sinnvoll wären. Und für diese zwei oder drei Absätze brauchen sie Fakten, die sie nicht haben, um sich daran langzuhangeln. Haben Sie den Journalisten eine Pressemappe in die Hand gedrückt, werden diese aller Wahrscheinlichkeit nach dort zuerst reinschauen und Ihre Informationen übernehmen. Alternativ kann es natürlich auch sein, dass der Journalist die Online-Pressemappe verwendet und der Einfachkeit halber sogar ganze Sätze per Copy & Paste übernimmt.

Verfügen Sie hingegen nicht über eine Pressemappe, ist der Journalist gezwungen, seine Informationen sich anderswo zu besorgen, in der Regel per Online-Recherche. Und da kann es sein, dass er falschen Informationen aufsitzt, negative Berichte über Ihr Unternehmen liest oder aufgrund mangelnder Informationen ganz auf die zwei, drei Absätze über das Unternehmen verzichtet. Und das ist aus PR-Sicht bestenfalls eine vertane Chance, schlimmstenfalls sogar ein ziemliches Ärgernis, nämlich, wenn sich durch die Recherche negative Inhalte in den Artikel geschmuggelt haben.

Szenario Onlinerecherche

Oder stellen Sie sich als weiteres Szenario vor, dass ein Journalist bei der Recherche zu einem Artikel über ein Produkt von Ihnen oder über ihr Unternehmen stolpert. Aus irgendeinem Grund haben Sie das Interesse des Journalisten geweckt, der in der Redaktion vor seinem Rechner sitzt und noch eine Stunde hat, um den Artikel zu beenden.

Der Journalist wird sich sicher nicht die Mühe machen, umständlich Informationen über Ihr Unternehmen einzuholen, sondern er wird so vorgehen, wie er es gewohnt ist. Kurz auf die Webseite ihres Unternehmens schauen, dort auf den Pressebereich gehen und sich dort die relevanten Informationen übernehmen. Vielleicht sagen ihm sogar das Bildmaterial zu, dass Sie dort anbieten, und ein oder zwei Bilder schaffen es in den Artikel.

Bieten Sie ihm hingegen keine Informationen an, dann wird er, ähnlich wie im ersten Szenario, entweder seine Informationen von anderen Quellen im Internet beziehen, oder er wird den Teil über Ihr Unternehmen entweder ganz weglassen oder zusammenkürzen. Und damit hat Ihr Unternehmen nicht nur die Chance verpasst, es praktisch ganz nebenbei und ohne eigenes Zutun in eine Zeitschrift/Zeitung zu gelangen, es hat auch die Chance verpasst, die Berichterstattung durch eine gute Pressemappe in die richtigen Bahnen zu lenken.

Positive Auswirkungen von digitalen Pressemappen auf die Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Die Verwendung von professionellen digitalen Pressemappen kann positive Auswirkungen auf die Suchmaschinenoptimierung (SEO) haben:

  1. Keyword-Optimierung:
    • Praxisbeispiel: Durch die gezielte Platzierung relevanter Keywords in den digitalen Pressemappen, insbesondere in Titeln, Überschriften und Meta-Beschreibungen, können Unternehmen ihre Sichtbarkeit in den Suchergebnissen verbessern. Zum Beispiel könnte eine Pressemappe für ein neues Produkt wichtige Produkt- und Branchenbegriffe enthalten.
  2. Qualitativ hochwertige Inhalte:
    • Praxisbeispiel: Suchmaschinen bevorzugen qualitativ hochwertige Inhalte. Professionelle Pressemappen, die gut strukturiert, informativ und relevant sind, bieten Mehrwert für Benutzer. Ein Unternehmen, das eine umfassende Pressemappe zu einem Branchenbericht oder einem innovativen Produkt veröffentlicht, kann positiv von Suchalgorithmen bewertet werden.
  3. Backlinks und Verlinkungen:
    • Praxisbeispiel: Wenn Journalisten, Blogger oder andere Websites auf die digitale Pressemappe verlinken, um Informationen zu übernehmen, entstehen wertvolle Backlinks. Diese Backlinks können die Glaubwürdigkeit und Autorität einer Website erhöhen, was sich positiv auf das SEO-Ranking auswirken kann.
  4. Multimedia-Inhalte:
    • Praxisbeispiel: Digitale Pressemappen können Fotos, Videos und andere multimediale Elemente enthalten. Suchmaschinen berücksichtigen auch multimediale Inhalte bei der Bewertung von Webseiten. Ein Unternehmen, das hochwertige Bilder und Videos in seiner Pressemappe bereitstellt, kann von einer verbesserten Sichtbarkeit in den Suchergebnissen profitieren.
  5. Mobile Optimierung:
    • Praxisbeispiel: Da viele Nutzer heutzutage mobil auf Informationen zugreifen, ist die mobile Optimierung entscheidend. Professionelle digitale Pressemappen sollten für mobile Geräte optimiert sein, was nicht nur die Benutzerfreundlichkeit verbessert, sondern auch das SEO-Ranking positiv beeinflussen kann.
  6. Aktualität und Frische der Inhalte:
    • Praxisbeispiel: Suchmaschinen bevorzugen frische und aktuelle Inhalte. Unternehmen, die regelmäßig aktualisierte digitale Pressemappen mit aktuellen Informationen veröffentlichen, können von Suchalgorithmen als relevanter eingestuft werden.
  7. Social-Media-Integration:
    • Praxisbeispiel: Digitale Pressemappen können leicht über soziale Medien geteilt werden. Wenn Nutzer Inhalte über Plattformen wie Twitter, Facebook oder LinkedIn teilen, kann dies zu einer erhöhten Sichtbarkeit führen und positive Signale für die Suchmaschinen senden.

Positive SEO-Ranking-Auswirkungen: Die positiven SEO-Aspekte von professionellen digitalen Pressemappen können zu einer verbesserten Sichtbarkeit in den Suchergebnissen führen. Suchmaschinen-Algorithmen berücksichtigen Faktoren wie relevante Keywords, hochwertige Inhalte, Backlinks, Multimedia und die mobile Optimierung bei der Bewertung von Webseiten. Wenn diese Elemente effektiv in digitalen Pressemappen integriert werden, kann dies zu höheren Platzierungen in den Suchergebnissen und einer insgesamt stärkeren Online-Präsenz führen.

Warum Journalisten auf Pressemappen zurückgreifen

Viele  Unternehmen (und auch deren PR-Verantwortliche) machen den Fehler, dass sie eine gewisse „Bunkermentalität“ an den Tag legen, wenn es um Medien geht. Man erwartet eigentlich nur negative Berichte, ist überzeugt, dass Journalisten eher Schlechtes als Gutes über einen denken. Dabei gehen die meisten Journalisten – so Sie es sich nicht vorher mit ihnen verscherzt haben – meist ziemlich ergebnisoffen auf Unternehmen zu. Es wird eben nicht von vornherein „das Schlechteste“ gedacht, sondern man bringt Ihnen sogar ein gewisses Grundvertrauen entgegen.

Und das Grundvertrauen überträgt sich auch auf Ihre Pressemappe. Journalisten sind es gewöhnt, mit Pressemappen zu arbeiten, weil diese seit Jahrzehnten die Arbeit der Journalisten erleichtern. Sie arbeiten praktisch „aus Gewohnheit“ mit den Pressemappen und gehen angesichts Ihres Grundvertrauens auch davon aus, dass die Informationen, die in den Pressemappen stehen, auch der Wahrheit entsprechen.

Aber jeder Journalist hatte auch schon „schlechte“ Pressemappen in der Hand, die das anfängliche Vertrauen zerstört haben – sei es, weil die Form nicht den Standards entsprach, die Sprache in der Pressemappe einer einzigen Werbedauerschleife entsprach oder die Fakten schlichtweg falsch waren. Und das darf Ihnen auf keinen Fall passieren, weil dann das passiert, was bei der Bunkermentalität befürchtet wird, nämlich, dass die Journalisten eher Schlechtes als Gutes über das Unternehmen berichten.

FAZIT

Der Blogartikel von Görs Communications über die Bedeutung von Pressemappen, sowohl in gedruckter als auch digitaler Form, bietet einen fundierten Einblick in die nach wie vor relevante Rolle dieser Kommunikationsinstrumente. Angesichts von Skepsis und Fragen zur Aktualität von Pressemappen liefert der Artikel überzeugende Argumente und Praxisbeispiele für ihre Wirksamkeit.

Der Beitrag hebt hervor, dass die Gründe für die Sinnhaftigkeit von Pressemappen über die Jahre stabil geblieben sind. Sie dienen als Aushängeschild eines Unternehmens, signalisieren eine seriöse Informationspolitik und tragen dazu bei, die Berichterstattung positiv zu beeinflussen. Die SEO-Aspekte werden ebenso betont, insbesondere die Bedeutung von Keyword-Optimierung, hochwertigen Inhalten, Backlinks und der Integration von Multimedia.

Die praxisnahen Szenarien einer Pressekonferenz und Onlinerecherche verdeutlichen die Rolle von Pressemappen bei der Unterstützung von Journalisten und der gezielten Beeinflussung der Berichterstattung. Das Fehlen einer Pressemappe wird als Risiko für vertane Chancen und mögliche negative Berichterstattung herausgestellt.

Abschließend werden die positiven Auswirkungen von digitalen Pressemappen auf die SEO-Rankings beleuchtet. Die Integration von relevanten Keywords, qualitativ hochwertigen Inhalten, Backlinks und die mobile Optimierung tragen dazu bei, die Sichtbarkeit im Online-Bereich zu stärken.

Insgesamt bietet der Artikel von Görs Communications eine umfassende Perspektive auf die Bedeutung von Pressemappen in der modernen Kommunikationslandschaft, sowohl für den direkten Kontakt mit Journalisten als auch im Kontext der Suchmaschinenoptimierung.

Was Sie bei der Pressemappe beachten müssen, damit Journalisten und Interessenten keinen schlechten ersten Eindruck durch die Pressemappe erhalten, verraten wir im Blog Artikel Pressemappe: Online und Print (Teil 2).

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

Auf der Suche nach einer professionellen Public Relations (PR) Agentur – darauf sollte man achten

Wer die Wahl hat, hat die Qual: Unternehmen, die in Lübeck, Hamburg, Norddeutschland oder bundesweit auf der Suche nach einer guten Public Relations (PR) Agentur sind, werden vom Angebot an PR-Agenturen, PR-Beratungen, PR-Beratern, PR- und Pressebüros regelrecht erschlagen.

Doch was zeichnet eine gute PR-Agentur von der anderen aus? Worauf sollten Unternehmen achten, die eine PR-Agentur in der Metropolregion Hamburg suchen und was unterscheidet seriöse von unseriösen PR-Agenturen? Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung, Erfolg und Vernetzung in der Kommunikations- und PR-Beratung verfügt Daniel Görs über einen guten Überblick über die PR-Landschaft. Deshalb gibt er Unternehmen, Organisationen und Personen, die eine gute PR-Agentur beziehungsweise PR-Beratung suchen, folgende Tipps an die Hand:

1. Eine PR-Agentur muss das PR-Einmaleins beherrschen.

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, die aber nicht auf jede PR-Agentur zutrifft. „PR-Berater“ oder „PR-Agentur“ ist kein staatlich geschützter Begriff, viele Quereinsteiger scheitern bereits an der Frage, welche Form eine Pressemitteilung haben sollte, damit die Wahrscheinlichkeit am höchsten ist, dass sie auch aufgegriffen wird. Der Grund hierfür ist einfach, denn viele Journalisten wechseln in den PR-Bereich / die Öffentlichkeitsarbeit mit der Vorstellung, dass es ausreicht, über Kontakte zu verfügen; dabei ist das PR-Handwerkszeug ebenso wichtig.

 2. Eine PR-Agentur muss über persönliche Kontakte und gutes Networking verfügen.

Nicht jeder PR-Berater verfügt über die notwendigen Kontakte in die relevanten Medien. Dabei meint guter Kontakt nicht (nur), dass man sich nach Feierabend in einer Bar trifft oder auf sonst einer Veranstaltung, sondern dass ein Vertrauensverhältnis zwischen Journalist und PR-Berater besteht.

3. Die PR-Agentur muss sich das Vertrauen verdienen.

Der amerikanische Bundesrichter Potter Stewart hat einmal über die Definition von Pornographie “I know it when I see it” gesagt. Gleiches gilt auch für die PR-Agentur. Wenn jemand das Gefühl hat, dass es in manchen PR-Agenturen „halbseiden“ zugeht, dann sollte man die Finger von der jeweiligen PR-Beratung bzw. PR-Agentur lassen. Am Ende kann nichts den persönlichen Eindruck ersetzen – und ein hanseatisches Verständnis von Geschäftsbeziehungen, von denen immer beide Partner profitieren.

4. Aufschneider-Agenturen meiden.

Viele PR-Agenturen versprechen Neukunden erst einmal alles – von reichweitenstarken Auflagen in sämtlichen Regionalzeitungen über Fernsehbeiträge bis hin zu großen Storys im SPIEGEL. Und die TOP 1 Position bei Google nachtürlich gleich mit (SEO). Tipp: Vergessen Sie die Aufschneider, fragen Sie auch explizit, was die PR-Agentur nicht kann, denn langfristig zahlen sich Know-how, Ehrlichkeit und hartnäckige Arbeit aus, nicht leere, vollmundige Versprechen von vertriebsstarken Blendern.

5. Eine gute PR-Agentur bietet vernünftige Kostenstrukturen.

Natürlich macht es sehr viel her, wenn eine PR-Agentur nicht nur repräsentative Räume an einer der teuersten Straßen in Hamburg hat, sondern auch über den entsprechenden Fuhrpark verfügt. Nur – wer zahlt hierfür eigentlich letzten Endes die Rechnung? Eben. Der Kunde der PR-Agentur!

6. Eine gute PR-Agentur beherzigt die Verbindungen von alten und neuen Medien (Crossmedia)

Viele PR-Agenturen hängen noch der Sichtweise an, dass sich die klassische PR (Public Relations) und Digital Relations im Internet trennen lassen. Dabei ist die Grenze zwischen Print- und Onlinejournalismus längst aufgehoben, die Bereiche kann man gar nicht mehr getrennt voneinander „beackern“, viele Medien haben bereits crossmediale Newsrooms. Crossmedia schafft zudem erhebliche Kostenvorteile, die eine gute PR-Agentur an ihre Kunden weitergeben kann.

7. Die Größe der PR-Agentur berücksichtigen.

Natürlich wirkt eine PR-Agentur, die auch für die wirklich großen Markenartikler arbeitet (oder zumindest eine vermeintlich beeindruckende Referenzliste promotet), zunächst anziehender. Aber neben den „großen“ Kunden der PR-Beratung sind Sie dann (vor allem als klein- oder mittelständisches Unternehmen / KMU) eben auch nur ein weiterer, kleiner Kunde. Entsprechend (un)wichtig sind Sie der großen PR-Agentur dann auch nur. Unser Tipp: Suchen Sie sich eine PR-Agentur, die der Größe Ihres Unternehmens entspricht – und der Sie auch wirklich wichtig sind.

8. In einer PR-Agentur sollen Praktikanten etwas lernen, nicht erfahrene PR-Berater ersetzen.

Eine Unsitte in PR-Agenturen und das auch schon seit Jahren: Trotz teilweise happigen Stundensätzen von mehr als 150 Euro wird die eigentliche PR-Arbeit am Ende von Praktikanten geleistet, die mit wenig Geld abgespeist werden. Da jubeln natürlich die Buchhaltung und das Controlling, aber die Praktikanten und letztlich auch die Kunden sind die Leidtragenden. Bei einem Praktikum sollen die künftigen PR-Berater etwas lernen, nicht die Arbeit der gesamten PR-Agentur übernehmen.

9. Vertriebslastige PR-Agenturen meiden.

Manche PR-Agentur scheint ihre Marketing- und Kommunikationskünste vor allem dazu einzusetzen, den Kunden immer wieder neue, zusätzliche Leistungen aufzuschwatzen. Tipp: Verhandeln Sie ein Budget, und wenn das regelmäßig überzogen wird, dann sollten Sie sich überlegen, ob eine andere PR-Agentur nicht eine bessere, weil effizientere, Alternative darstellt.

10. Achten Sie auf eine inhabergeführte PR-Agentur.

Suchen Sie sich nicht nur eine PR-Agentur, die inhabergeführt ist, sondern in der der Chef Sie auch persönlich berät (zumindest regelmäßig), und nicht irgendein Mitarbeiter, der nicht nur weniger Erfahrung, sondern auch keine Entscheidungsmacht hat.

Weitere Auswahlkriterien bei der Suche nach einer professionellen PR-Agentur

Weitere Punkte, auf die Sie bei der Suche und Auswahl achten sollten, sind:

  1. Branchenkenntnisse:
    • Beispiel: Wenn Ihr Unternehmen in der Technologiebranche tätig ist, ist es wichtig, dass die PR-Agentur Erfahrung in dieser Branche hat, um die spezifischen Herausforderungen und Trends zu verstehen.
  2. Referenzen und Erfolgsbilanz:
    • Beispiel: Eine PR-Agentur sollte nachweisbare Erfolge vorweisen können, z. B. erfolgreiche Kampagnen, positive Medienberichterstattung und gesteigerte Markenbekanntheit.
  3. Zugang zu relevanten Medien:
    • Beispiel: Eine PR-Agentur mit bestehenden Beziehungen zu relevanten Medienvertretern kann effektiver dabei helfen, Ihre Botschaften zu platzieren und Medienpräsenz zu generieren.
  4. Strategieentwicklung:
    • Beispiel: Die PR-Agentur sollte in der Lage sein, eine maßgeschneiderte PR-Strategie zu entwickeln, die auf Ihren spezifischen Zielen basiert, sei es Produktlaunches, Markenbekanntheit oder Krisenmanagement.
  5. Kommunikationskompetenz:
    • Beispiel: Die Fähigkeit, klare und ansprechende Botschaften zu formulieren, ist entscheidend. Dies zeigt sich in der Qualität der Pressemitteilungen, Blogbeiträge und anderer PR-Materialien.
  6. Krisenmanagement:
    • Beispiel: Wie die PR-Agentur in der Vergangenheit mit Krisensituationen umgegangen ist, gibt Einblicke in ihre Fähigkeiten zur Schadensbegrenzung und Wahrung des Rufes.
  7. Digitalkompetenz:
    • Beispiel: In der heutigen digitalen Ära ist es wichtig, dass die PR-Agentur über Kenntnisse im Online-Bereich verfügt, sei es Social Media Management oder Online-Reputation-Management.
  8. Budget und Kosten:
    • Beispiel: Transparente Kostenstrukturen sind entscheidend. Eine gute PR-Agentur sollte in der Lage sein, realistische Budgetvorschläge zu unterbreiten, die auf den gewünschten Ergebnissen basieren.
  9. Messbare Ergebnisse:
    • Beispiel: Die PR-Agentur sollte klare KPIs (Key Performance Indicators) definieren und regelmäßig Berichte über den Erfolg der PR-Maßnahmen vorlegen, sei es in Bezug auf Medienabdeckung, Website-Traffic oder andere relevante Metriken.
  10. Blick über den Tellerrand:
    Beispiel: Die PR-Agentur sollte mehr als nur Pressearbeit betreiben. Also auch andere Kommunikationsdisziplinen abdecken, wie beispielsweise Suchmaschinenoptimierung (SEO).

Die Berücksichtigung dieser Punkte hilft Ihnen dabei, eine PR-Agentur zu finden, die gut zu den spezifischen Bedürfnissen und Zielen Ihres Unternehmens passt.

Wenn Sie diese Tipps beherzigen, sollte Ihre Suche nach einer guten PR-Agentur erfolgreich verlaufen.

Über die Public Relations (PR) Agentur Görs Communications (Hamburg / Lübeck):

Sie sind auf der Suche nach einer konzeptionell-kreativen wie pro-aktiven und umsetzungsstarken PR Agentur in der Metropolregion Hamburg? Dann sind Sie bei Görs Communications (DPRG) goldrichtig!

Als schlagkräftige PR Agentur bieten wir Ihnen nicht nur die kreativen Ideen, sondern auch die effektiven und effizienten Kommunikationsmaßnahmen und PR-Aktionen, die Sie, Ihr Unternehmen und Ihre Marke ganz nach vorne bringen.

Einige der Services unserer PR Agentur:

  • Unternehmenskommunikation / Corporate Communications
  • Digital PR / Digital Relations
  • Produkt-PR
  • Marketing Kommunikation
  • Social Media
  • Crossmedia Kommunikation
  • Pressearbeit / Medienarbeit / Öffentlichkeitsarbeit
  • PR Beratung
  • Externes PR-Büro / externe Pressestelle

uvm.

Wie arbeitet unsere PR Agentur?

  • Görs Communications kombiniert klassische, digitale und individuelle Kommunikationsstrategien, -instrumente und -kampagnen.
  • Unsere PR Agentur betrachtet Public Relations stets in Verbindung mit Marketing und Vertrieb.
  • Wir verschaffen mit zeitgemäßer PR und Kommunikation unseren Kunden in Hamburg, der Metropolregion Hamburg und bei Bedarf auch deutschland- und weltweit kompetitive Wettbewerbsvorteile.
  • Görs Communications handelt für seine Kunden proaktiv, schnell und kreativ – vor allem in wettbewerbsintensiven und komplexen Marktumfeldern.
  • Unsere PR Agentur liefert verlässlich Informationen und initiiert Diskussionen, sorgt für Vertrauen, Bekanntheit und Aufmerksamkeit.
  • Görs Communications als seriöse wie partnerschaftliche PR Agentur versteht sich als Dienstleister ohne Wenn und Aber. Wir leben Dienstleistung jeden Tag aufs Neue gegenüber Kunden, Medien und sonstigen Stakeholdern.
  • Wir vermindern Komplexität in der Kommunikation und PR – das Team der PR Agentur Görs Communications versteht und vermittelt auch komplizierteste Themen (B2B und B2C).
  • Als PR Agentur mit Sitz in der Hansestadt Hamburg sind wir den hanseatischen Werten verpflichtet wie bspw. Weltläufigkeit, kaufmännisches Verständnis, Verlässlichkeit („Handschlag genügt“), Ehrlichkeit sowie der Fähigkeit zur Selbstironie.
  • Als Mitglied in der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG) e.V. (www.dprg.de) orientieren wir uns als PR Agentur am professionellem DPRG Wertekanon und dem Kommunikationskodex. Dieser enthält Ausführungen zu den zentralen Normen und Zielwerten, auf die sich Public Relations und Kommunikationsfachleute berufen: Transparenz, Integrität, Fairness, Wahrhaftigkeit, Loyalität und Professionalität.

Überzeugen Sie sich selbst und besuchen Sie unsere PR Agentur im Internet auf http://www.goers-communications.de oder googeln Sie uns. Bei Interesse kontaktieren Sie uns einfach und wir besprechen, was Görs Communications alles für Sie tun kann (und das ist eine Menge!).

Ob als Projektkunde “On Demand” oder als Vertragskunde unserer PR Agentur in Hamburg – wir machen Ihnen das Leben auf jeden Fall leichter und erfolgreicher. Treten Sie einfach mit uns in Kontakt und testen Sie uns!

Gerne erstellen wir Ihnen eine kurze Konzeptskizze und eine entsprechende Kalkulation für die effiziente und effektive Lösung Ihrer PR- und Kommunikationsaufgaben. Briefen Sie uns einfach telefonisch und/oder per E-Mail an: info [at] goers-communications [punkt] de. Oder rufen Sie uns kostenfrei an unter 0800-GOERSCOM (0800-46377266) 

Sie sehen: Die PR Agentur Görs Communications (Hamburg) ist Ihr vertrauensvoller und erfahrener Berater und Sparringspartner in allen Belangen der Public Relations (PR) / Pressearbeit / Öffentlichkeitsarbeit und Marketingkommunikation. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche und vertrauensvolle Zusammenarbeit!

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Anleitung: Medien-/Presseverteiler selbst erstellen (lassen)

Ein gut gepflegter Presseverteiler („Mediendatenbank“) ist für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit eines jeden Unternehmens von entscheidender Bedeutung. Trotzdem schrecken insbesondere die kleinen Firmen aufgrund des Kosten- und Arbeitsaufwandes vor der Erstellung eines Presseverteilers zurück, statt die eigenen Pressemitteilungen gezielt und mit hoher Reichweite zu versenden, geht die Pressemitteilung dann nur an die lokale Heimatzeitung und einem halben Dutzend Journalisten, mit denen man mal in einer anderen Sache in Kontakt war.

Dabei ist die Erstellung eines guten Presseverteilers keine hochkomplizierte Angelegenheit, für die man erst einen mehrmonatigen PR-Kurs besuchen muss, sondern eine relativ einfache Fleißarbeit. Wie auch kleine Unternehmen, die wenig Erfahrung in der PR-Arbeit haben, einen Presseverteiler ohne größeren Kostenaufwand zusammenstellen können, werden wir in der folgenden Anleitung über die Erstellung eines Presseverteilers in ein paar kurzen Absätzen darstellen.

Immer Step 1: Die Zielgruppe für den Presseverteiler definieren

Als allererstes sollte immer die Zielgruppe des Presseverteilers definiert werden. In was für Medien möchte man erscheinen? Welche Fach- und Publikumszeitschriften hält man für relevant, was für Fach- und Publikumszeitschriften lesen eigentlich die (potenziellen) Kunden und Geschäftspartner? Und was ist mit den Hörfunk- und Fernsehstationen sowie den reinen Onlinepublikationen?

Um hierbei den nötigen „Input“ zu kriegen, statt nur im luftleeren Raum ein Brainstorming zu veranstalten, bieten sich mehrere Vorgehensweisen an. Beispielsweise kann man einfach mal durch das Unternehmen gehen, und die Mitarbeiter nach „ihren“ relevanten Zeitschriften fragen. Zudem gibt es im Internet Überblicksseiten wie www.fachzeitungen.de, bei denen man die einzelnen Publikationen der Reihe nach durchgehen kann. Hilfreich kann auch der Besuch eines größeren Zeitschriftenladens sein, gerade der optische Eindruck bringt einen leichter auf Ideen. Auf keinen Fall sollte man die Medien vergessen, bei denen man schon mal Werbeschaltungen gebucht hat, da hiermit schon klar sein dürfte, dass es sich um die relevante Zielgruppe handelt (außerdem sind diese Medien meist auch „aufnahmebereiter“).

Top-Tipps zum Erstellen eines Presseverteilers bzw. einer Medienkontaktdatenbank

Das Erstellen eines Medienverteilers oder Presseverteilers ist entscheidend, um sicherzustellen, dass Ihre Pressemitteilungen und Informationen an die richtigen Journalisten, Redakteure und Medienvertreter gelangen. Hier sind einige wichtige Punkte, auf die Sie achten sollten:

1. Zielgruppenanalyse:

  • Identifizieren Sie Ihre Zielgruppen und erstellen Sie entsprechende Verteiler für verschiedene Arten von Medien (Print, Online, Rundfunk) und Themenbereiche.

2. Relevanz:

  • Stellen Sie sicher, dass Ihre Medienliste relevant für Ihr Thema oder Ihre Branche ist. Unnötige oder irreführende Informationen können die Glaubwürdigkeit Ihrer Nachricht beeinträchtigen.

3. Kontaktdaten aktualisieren:

  • Überprüfen Sie regelmäßig die Kontaktdaten der Journalisten und Medienvertreter. Adressen, E-Mail-Adressen und Telefonnummern sollten aktuell sein.

4. Segmentierung:

  • Unterteilen Sie Ihren Verteiler in verschiedene Segmente, um gezielt Informationen an spezifische Gruppen senden zu können.

5. Kontaktpersonen identifizieren:

  • Erkennen Sie die richtigen Ansprechpartner, sei es der Redakteur, der für Ihr Thema zuständig ist, oder der Journalist, der häufig über ähnliche Themen berichtet.

6. Einwilligung einholen:

  • Stellen Sie sicher, dass die auf Ihrem Verteiler aufgeführten Personen ihre Zustimmung zum Empfang von Pressemitteilungen gegeben haben, um rechtliche Probleme zu vermeiden.

7. Personalisierung:

  • Personalisieren Sie Ihre Anfragen. Journalisten schätzen es, wenn sie das Gefühl haben, dass Sie sich mit ihrer Arbeit auseinandergesetzt haben.

8. Kontinuierliche Aktualisierung:

  • Halten Sie Ihren Verteiler kontinuierlich auf dem neuesten Stand. Medienlandschaften verändern sich, und es ist wichtig, mit den aktuellen Kontakten und Themen Schritt zu halten.

9. Klare Betreffzeilen:

  • Verwenden Sie klare und prägnante Betreffzeilen, um sofort das Interesse der Empfänger zu wecken.

10. Multimediale Inhalte:

  • Berücksichtigen Sie die Integration von Multimedia-Elementen wie Bildern, Videos oder Infografiken in Ihren Pressemitteilungen, um die Attraktivität zu erhöhen.

11. Nachverfolgung:

  • Verfolgen Sie die Reaktionen und Rückmeldungen auf Ihre Pressemitteilungen. Dies hilft Ihnen, die Effektivität Ihres Verteilers zu beurteilen und mögliche Anpassungen vorzunehmen.

12. Verfügbarkeit für Rückfragen:

  • Stellen Sie sicher, dass Sie für Rückfragen seitens der Medienvertreter zur Verfügung stehen. Eine gute Kommunikation kann zu weiterer Berichterstattung führen.

Durch die Beachtung dieser Punkte können Sie sicherstellen, dass Ihr Medienverteiler effektiv und zielgerichtet ist, um Ihre Botschaft erfolgreich zu verbreiten.

Software? Excel reicht vollkommen aus

Für die Verwaltung des Presseverteilers reichen simple Tabellenkalkulationsprogramme meist schon aus, insbesondere bei kleineren Unternehmen bietet es sich an, einfach Programme wie Excel zu benutzen, die man so schon besitzt, als sich noch extra spezielle PR-Software zu kaufen. Einfach mehrere Spalten anlegen, in die man die einzelnen Daten einträgt, neben dem Dreh- und Angelpunkt der E-Mail-Adresse (Pressemitteilungen werden praktisch nur noch per E-Mail versendet), sollten dies der Name des Mediums, der Verlagsname, der Vor- und Nachname, der Titel, die Funktion, die Anschrift, die Telefon- und Faxnummer sowie ein Feld für Bemerkungen sein.

Zudem kann man, wenn der Bedarf besteht, noch die Filterfunktion nutzen, die jedes Tabellenkalkulationsprogramm bietet, und einzelne Segmente oder Medienarten markieren, um später gezielt innerhalb des Verteilers zu versenden. Außerdem bietet es sich an, auch gleich die Twitter-, Xing- und LinkedIn-Adresse aufzunehmen, aber dazu später mehr. Falls sich wer fragt, wozu man all die Daten aufnimmt, wobei doch eigentlich die E-Mail-Adresse der zentrale Angelpunkt ist, dem sei gesagt, dass es auf längerfristige Sicht einfach weniger Arbeit macht, alles aufzunehmen, als bei späteren Anlässen – etwa dem postalischen Versand einer persönlichen Einladung zu einem speziellen Event – erneut alle Daten zu googeln.

Kontaktdaten von Journalisten finden

Screenshot von DIE WELT
Screenshot von DIE WELT

Hat man die Liste der in Frage kommenden Medien erstellt, geht der eigentliche Arbeitsprozess los. Zunächst werden die bestehenden Kontakte übernommen (und gegebenenfalls um fehlende Daten ergänzt), dann arbeitet man die Zeitschriften/Radio- und Fernsehstationen/Onlineportale Stück für Stück ab. Erster Anlaufpunkt bei der Onlinerecherche ist dabei natürlich der jeweilige Onlineauftritt. Bei fast allen Medien findet man relativ schnell eine zentrale Emailadresse, die in der Regel info@zeitungXY oder redaktion@zeitungXY lautet. Diese sollte man durchaus aufnehmen, ist aber nicht wirklich befriedigend, da ja ein direkter Kontakt zu den relevanten Journalisten hergestellt werden soll.

Daher muss man weiter auf der Webseite suchen, um herauszufinden, welcher Journalist für einen der passende Kontakt ist. Bei einigen Onlineauftritten findet sich sogar eine eigene Seite zur Redaktion, in der sämtliche Journalisten mit den entsprechenden Ressorts aufgerührt werden, was einem die Suche natürlich ungemein erleichtert. In der Regel jedoch muss man sich die Kontaktdaten einzelnd zusammensuchen, etwa über die Reiter „Impressum“ oder „Kontakt“. Teilweise – etwa bei Axel Springers WELT – werden bei den Journalisten auch immer die Social-Media-Kontakte angegeben.

Viele Medien führen die einzelnen Journalisten auch gar nicht auf, da muss man sich dann schon einige Mühe machen, um die Kontakte doch noch herauszufinden. In der Regel reicht es, zu schauen, mit welchem Namen die Artikel aus dem entscheidenden Ressort gekennzeichnet sind, um anschließend per Google weitere Informationen über den Journalisten zu finden.

Tipp: Dass viele Journalisten nicht auf den Online-Plattformen aufgeführt werden, muss nicht bedeuten, dass sie „geheim“ bleiben wollen. Häufig reicht ein höflicher Anruf bei der Reaktion aus, und einem wird der zuständige Journalist mit seinen Kontaktdaten mitgeteilt. Die Mediadaten – also die Informationen, die Zeitschriften für potenzielle Werbekunden zusammenstellen – sind zudem häufig auch eine gute Fundgrube. Da die Medien natürlich bestrebt sind, so viele Werbeschaltungen wie möglich an den Mann zu bringen, stehen die Mediadaten eigentlich bei jeder Onlinepräsenz zum Download (meist als PDF) zur Verfügung, in den Mediadaten werden dann häufig alle Journalisten samt Kontaktdetails aufgeführt.

Mediadaten der Fachzeitschrift Process
Mediadaten der Fachzeitschrift Process

Und dann gibt es natürlich auch noch das „real life“. Wann immer einem ein potenziell interessanter Journalist (gerade auch die sogenannten „Freien“) begegnet, beispielsweise auf Messen, Pressekonferenzen oder selbst im Kegelclub), lässt man sich von ihm die Visitenkarte geben und pflegt die Daten anschließend ein. Vorteil: Kennt er Ihr Gesicht, dann bringt er der Pressemitteilung viel mehr Aufmerksamkeit entgegen, als wenn die Pressemitteilung von einem Anonymen kommt.

Die Pflege des Presseverteilers

Natürlich müssen Presseverteiler beständig gepflegt werden, da die Fluktuation im Journalismus recht hoch ist. E-Mail-Adressen ändern sich, Ressorts werden neu besetzt, Zeitungen ziehen um und außerdem gibt es ja auch immer wieder neue Kontakte, über die man stolpert. Unser Tipp: Den Presseverteiler lieber beständig – also vor jeder Versendung einer Pressemitteilung – pflegen. Wichtig: Bittet ein Journalist darum, vom Verteiler genommen zu werden, dann sollte dieses auch geschehen, da dies andernfalls ein sehr schlechtes Licht auf Ihr Unternehmen wirft.

Zimpel, Kroll, Stamm & Co.
Wem die eigenhändige Recherche zu aufwendig ist, der kann natürlich die Dienste von professionellen Anbietern von Redaktionskontakten annehmen. Zu nennen wären da etwa Zimpel, Stamm und Kroll, bei denen man die Kontakte nach Themenfeldern geordnet einkaufen kann. Angeboten werden die Kontakte zumeist in Buchform, als Datenträger oder mit einem Online-Zugang, wobei die Kosten hierbei stark variieren, Bücher haben zudem den Nachteil, dass man nicht mit Copy & Paste arbeiten kann.

Natürlich kann man  Zimpel, Stamm und Kroll zudem auch als Ergänzung und Abgleich verwenden, um den eigenen Verteiler zu optimieren.

Presseversand via pressrelations und news aktuell

Ist einem das Erstellen eines Presseverteilers zu aufwendig, oder fehlt einem die Zeit, weil eine dringende Pressemitteilung „raus muss“ (etwa bei der Krisenkommunikation), dann kann man auch die Dienste von pressrelations oder news aktuell in Anspruch nehmen, die für einen die Verteilung mit ihren Kontakten übernehmen.

Eine dauerhafte Lösung ist das jedoch nicht, da hierbei die Bindung zu den Journalisten verloren geht – und die Dienste auch nicht kostenlos sind. Aber ähnlich wie Zimpel & Co. können die beiden Dienste natürlich auch ergänzend in Anspruch genommen werden, wenn das Budget es zulässt. Sie versenden Ihre Pressemitteilung also weiterhin über Ihren Presseverteiler und schicken sie zusätzlich über pressrelations oder news aktuell raus, um einen möglichst großen Empfängerkreis zu erreichen.

Erstellung des Presseverteilers für Social Media nutzen

Das ist sicher kein Muss, aber sicher eine hilfreiche Ergänzung: Wenn Sie schon dabei sind, die Kontaktdaten der Journalisten zu sammeln, dann bietet es sich auch an, gleich den Kontakt zu den Journalisten auf den Social-Media-Kanälen herzustellen. Dabei lautet unser Rat, sich auf  Twitter, Xing und LinkedIn zu beschränken, Facebook wird häufig privat genutzt, da könnte ein Journalist eventuelle Freundschaftsanfragen als Eindringen in die Privatsphäre empfinden.

Der Vorteil, auch mit den Journalisten über Social Media verknüpft zu sein, dürfte eigentlich klar sein: Viele Journalisten nutzen die Dienste mittlerweile, um an Storys zu gelangen. Die Social-Media-Kanäle bieten Ihnen zudem die Möglichkeit, Ihre Pressemitteilung nochmals zu promoten. Es gibt sogar PR-Agenturen, die sämtliche Journalistenkontakte über Twitter-Direktnachrichten über neue Pressemitteilungen informieren, was in unseren Augen jedoch nicht zielführend ist, da diese Art der Direktnachrichten als Spam wahrgenommen wird. Wenn man dies schon machen will, dann sollte man es öffentlich über Twitter machen, also einfach den Nutzernamen des Journalisten an den Anfang eines Tweets setzen.

Görs Communications Agenturtipps: So recherchieren Sie Ihren Presseverteiler / Ihre Mediendatenbank

Die Recherche für einen Presseverteiler erfordert Sorgfalt und eine gründliche Analyse der Medienlandschaft in Bezug auf Ihr Unternehmen, Ihre Branche oder Ihr Thema. Hier sind einige Schritte und Beispiele, wie Sie einen Presseverteiler recherchieren können:

1. Branchenspezifische Medien:

  • Identifizieren Sie Medien, die sich auf Ihre Branche oder Ihr Thema spezialisiert haben. Dies können Branchenmagazine, Online-Plattformen oder Fachzeitschriften sein.

2. Online-Recherche:

  • Durchsuchen Sie Online-Suchmaschinen nach relevanten Artikeln, Blogs und Nachrichtenquellen. Suchen Sie nach Journalisten, die regelmäßig über ähnliche Themen berichten.

3. Branchenverzeichnisse:

  • Nutzen Sie branchenspezifische Verzeichnisse, um Medien und Journalisten zu finden, die sich auf Ihre Branche konzentrieren.

4. Social Media:

  • Überprüfen Sie Social-Media-Plattformen wie Twitter und LinkedIn, um Journalisten und Redakteure zu identifizieren, die in Ihrer Branche aktiv sind. Viele Journalisten teilen dort ihre Artikel und interessante Informationen.

5. Presseportale:

  • Schauen Sie auf Presseportalen nach, um zu sehen, welche Medien dort regelmäßig Informationen veröffentlichen. Oft können Sie auch Kontaktdaten von Journalisten finden.

6. Presseveröffentlichungen der Konkurrenz:

  • Analysieren Sie Pressemitteilungen von Wettbewerbern, um herauszufinden, welche Medien diese abdecken. Dies kann Ihnen helfen, relevante Kontakte zu identifizieren.

7. Journalistische Datenbanken:

  • Nutzen Sie journalistische Datenbanken und Tools wie Cision, Vocus, oder ähnliche Plattformen, um umfassende Informationen über Journalisten und Medien zu erhalten.

8. Veranstaltungen und Konferenzen:

  • Teilnahme an Branchenveranstaltungen und Konferenzen, um persönliche Kontakte zu Journalisten zu knüpfen und Informationen über relevante Medien zu sammeln.

9. Verbände und Organisationen:

  • Überprüfen Sie Verbände und Organisationen, die mit Ihrer Branche verbunden sind. Diese veröffentlichen oft Informationen über relevante Medienpartner.

10. Lokale Medien:

  • Berücksichtigen Sie lokale Medien, wenn Ihre Nachrichten lokal relevant sind. Dies könnte lokale Zeitungen, Radiosender oder Online-Plattformen umfassen.

11. Podcaster und Blogger:

  • Identifizieren Sie Influencer, Podcaster und Blogger, die in Ihrer Branche aktiv sind. Diese können ebenfalls wichtige Multiplikatoren für Ihre Botschaft sein.

12. Fachgruppen und Foren:

  • Suchen Sie nach Fachgruppen und Foren in Ihrer Branche, um potenzielle Medienkontakte zu finden und sich mit anderen Fachleuten auszutauschen.

Indem Sie diese Recherchemethoden kombinieren, können Sie einen umfassenden und zielgerichteten Presseverteiler erstellen, der Ihre Zielgruppe effektiv erreicht.

Fazit Presseverteiler / Mediendatenbank

Die Erstellung und Pflege eines gut gepflegten Presseverteilers ist von entscheidender Bedeutung für die erfolgreiche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit eines Unternehmens. Insbesondere kleinere Firmen scheuen jedoch oft den vermeintlichen Kosten- und Arbeitsaufwand, wodurch ihre Pressemitteilungen nicht die gewünschte Reichweite erzielen. Dabei ist die Erstellung eines effektiven Presseverteilers keine hochkomplizierte Angelegenheit, sondern erfordert vor allem Fleißarbeit und strategische Überlegungen.

Die Zielgruppenanalyse steht dabei an erster Stelle, um die relevanten Medien und Journalisten zu identifizieren. Dabei spielen Fach- und Publikumszeitschriften, Onlineportale, Radio- und Fernsehstationen eine entscheidende Rolle. Praktische Tipps für die Erstellung und Pflege des Presseverteilers umfassen die Nutzung von vorhandenen Programmen wie Excel, die regelmäßige Aktualisierung der Kontaktdaten, die Segmentierung nach Zielgruppen sowie die Identifizierung der richtigen Ansprechpartner.

Während die Recherche nach Journalistenkontakten durch verschiedene Quellen wie Internetrecherche, Branchenverzeichnisse, Social Media und persönliche Kontakte erfolgt, ist eine kontinuierliche Pflege des Presseverteilers entscheidend. Auch die Integration von Social-Media-Kontakten bietet zusätzliche Möglichkeiten zur Vernetzung und Promotion von Pressemitteilungen.

Für Unternehmen, denen der Aufbau und die Pflege des Presseverteilers zu aufwendig erscheint, besteht die Möglichkeit, auf professionelle Dienstleister wie Zimpel, Stamm, Kroll, pressrelations oder news aktuell zurückzugreifen. Dennoch sollte die direkte Bindung zu den Journalisten nicht vernachlässigt werden, um langfristige Beziehungen aufzubauen.

Insgesamt ist ein gut gepflegter Presseverteiler ein wesentliches Instrument, um sicherzustellen, dass Pressemitteilungen an die richtigen Journalisten gelangen und somit eine erfolgreiche Kommunikation mit der Zielgruppe ermöglichen.

„Selber machen lassen“: Eine PR-Agentur wie Görs Communications für die Erstellung und Pflege des Presseverteilers beauftragen

Falls Ihnen der Aufwand für die Erstellung des Presseverteilers zu hoch ist, dann können Sie sich natürlich auch an eine PR-Agentur wenden, für die dieses zum täglichen Geschäft gehört. Als schlagkräftige PR-Agentur mit Sitz in Hamburg bieten wir Ihnen von Görs Communications neben der Erstellung und Pflege des Presseverteilers nicht nur die kreativen Ideen für ihre Pressearbeit, sondern auch die effektiven und effizienten Kommunikationsmaßnahmen und PR-Aktionen, die Sie, Ihr Unternehmen und Ihre Marke ganz nach vorne bringen.

Nehmen Sie jetzt Kontakt auf, um Ihr Projekt, Ihre Marke, Ihre Organisation oder Ihr Unternehmen durch spezifische Presseverteiler und gezielte PR-Distribution ganz nach vorne zu bringen. Telefonisch 0800-GOERSCOM (0800-46377266) oder per E-Mail an info (at) goers-communications (Punkt) de

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

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Blogger Relations Teil 1: Was versteht man unter Blogger Relations?

Blogger Relations (BR) ist ein Begriff, unter dem das gezielte Kommunikationsmanagement von Organisationen (Unternehmen, Verbände, Parteien etc.) mit den Bloggern, also den Betreibern von Blogs, zusammengefasst wird. Damit handelt es sich um ein Untergebiet der Public Relations bzw. Öffentlichkeitsarbeit, wo Blogger Relations wiederum als Untergebiet der Online PR bzw. der Digital Relations angesiedelt ist. In den meisten Fällen läuft Blogger Relations darauf hinaus, dass Blogger angesprochen werden und der Kontakt zu ihnen gepfegt wird, um negative Berichterstattung in den jeweiligen Blogs zu verhindern bzw. zu minimieren und um positive Blogposts über die eigenen Organisation zu generieren – eine Beziehungspflege, von der im Idealfall beide Seiten, also Blogger und die eigene Organisation, profitieren.

Was sind Blogger Relations und was sind die Schlüsselelemente der Blogger Relations?

„Blogger Relations“ bezieht sich auf die Pflege von Beziehungen zwischen Unternehmen und Bloggern. Es ist eine spezielle Form des Influencer-Marketings, bei der Unternehmen gezielt mit Bloggern zusammenarbeiten, um ihre Produkte, Dienstleistungen oder Marken zu fördern. Blogger Relations sind darauf ausgerichtet, eine authentische und gegenseitig vorteilhafte Partnerschaft zwischen dem Unternehmen und dem Blogger aufzubauen.

Unter „Blogger Relations“ versteht man also die gezielte Zusammenarbeit zwischen Unternehmen oder Marken und Bloggern. Diese Form der Zusammenarbeit zielt darauf ab, die Reichweite, Glaubwürdigkeit und Sichtbarkeit einer Marke durch Blogger zu erhöhen. Blogger Relations sind ein wichtiger Bestandteil des Influencer Marketings und des Content Marketings.

Hier sind einige Schlüsselelemente von Blogger Relations:

  1. Kooperationen: Unternehmen können mit Bloggern zusammenarbeiten, um Inhalte zu erstellen, die ihre Produkte oder Dienstleistungen in einem authentischen Kontext zeigen. Dies kann in Form von gesponserten Beiträgen, Produktbewertungen, Gastbeiträgen oder anderen kreativen Zusammenarbeitsformen geschehen.
  2. Produktbewertungen: Blogger haben oft eine engagierte Leserschaft und werden als vertrauenswürdige Quellen wahrgenommen. Durch Produktbewertungen oder Erfahrungsberichte können Unternehmen ihre Produkte einem breiteren Publikum vorstellen und potenzielle Kunden überzeugen.
  3. Veranstaltungen und Events: Unternehmen können Blogger zu Veranstaltungen oder Produktstarts einladen, um ihnen die Gelegenheit zu geben, das Produkt oder die Marke aus erster Hand zu erleben. Die Blogger können dann darüber berichten.
  4. Partnerschaft: Anders als traditionelle Werbung zielt Blogger Relations darauf ab, eine partnerschaftliche Beziehung aufzubauen. Unternehmen suchen Blogger, deren Zielgruppe mit ihrer eigenen Zielgruppe übereinstimmt, und schlagen Kooperationen vor.
  5. Authentizität: Blogger Relations setzen auf die Authentizität der Blogger. Unternehmen schätzen die Glaubwürdigkeit und die persönliche Verbindung, die Blogger zu ihrer Zielgruppe haben. Daher ist es wichtig, dass die Zusammenarbeit authentisch und für die Blogger sowie ihre Leser relevant ist.
  6. Inhaltliche Integration: Statt reiner Produktplatzierung ermutigen Blogger Relations dazu, dass Blogger Produkte oder Dienstleistungen in ihren regulären Inhalt integrieren. Dies könnte in Form von Produktbewertungen, gesponserten Beiträgen, Interviews oder anderen kreativen Formen geschehen.
  7. Langfristige Beziehungen: Blogger Relations sind nicht auf einmalige Transaktionen ausgerichtet. Unternehmen streben oft langfristige Beziehungen mit Bloggern an, um wiederholte Zusammenarbeit und eine kontinuierliche Präsenz in den sozialen Medien oder Blogs des Bloggers zu gewährleisten.
  8. Gegenseitiger Nutzen: Erfolgreiche Blogger Relations berücksichtigen den gegenseitigen Nutzen für beide Seiten. Während Unternehmen ihre Produkte oder Dienstleistungen bewerben möchten, erwarten Blogger oft Vergünstigungen, exklusiven Zugang zu Informationen oder sogar finanzielle Vergütungen.
  9. Transparenz und Offenheit: Transparenz ist entscheidend. Es wird erwartet, dass Blogger offenlegen, wenn sie für eine Zusammenarbeit bezahlt oder gesponsert werden. Diese Transparenz trägt zur Glaubwürdigkeit des Bloggers bei und sorgt dafür, dass die Leser die Natur der Beziehung verstehen.
  10. Social Media Promotion, Traffic und Backlinks für SEO: Blogger können durch Verlinkungen von ihrem Blog und/oder Social Media Accounts auf die Website des kooperierenden Unternehmens wertvolle Backlinks liefern und für Traffic sowie Social Signals sorgen.

Warum Blogger Relations?

Der Grund für Blogger Relations ist relativ simpel: Dadurch, dass das Internet immer mehr zum zentralen Kommunikationsmittel wird, bekommen die Meinungsführer und Multiplikatoren im Internet eine immer größere Bedeutung. Früher waren Zeitungen, Zeitschriften, Fernsehen und Hörfunk die primären Informationsquellen für die Bevölkerung, heute zersplittert dies immer weiter, zu den bereits genannten Medien kommen noch die Online-Plattformen der  klassischen Medien, Social Media, Foren, Videoplattformen und eben Blogs hinzu – und viele weitere Internetangebote. Dabei geht es nicht darum, dass Blogs irgendwann den klassischen Journalismus ablösen (wie manche Kulturpessimisten meinen bzw. wie es digitale Avantgardisten propagieren), sondern darum, dass die Blogs eine Ergänzung darstellen, die jedoch einen großen Einfluss ausüben.

Wordpress, seit Jahren die beliebteste Software- und Plattformlösung für Blogger.
WordPress, seit Jahren die beliebteste Software- und Plattformlösung für Blogger.

Im Vergleich zu den aktiven Facebook– und Twitter-Nutzern fällt die nackte Zahl der aktiven Blogger zwar gering aus, aber sie haben einen deutlich höheren Einfluss, da viele Blogs a) eine sehr hohe Stammleserschaft haben – manche Regionalzeitung kann da durchaus neidisch werden – und b) sehr stark in den sozialen Netzwerken verlinkt werden. Für ausführliche Auseinandersetzungen mit einem Thema (Politik, Unternehmen, Marke, Produkt…) eignen sich Facebook- und Twitter-Statusmeldungen nicht, hier sind Blogposts noch immer das Mittel der Wahl für mitteilungsbewusste „Netizens“. Reichweitenstarke Blogs kann man sich wie die Mitte eines Spinnennetzes vorstellen, bei dem die umliegenden Blogs und die verschiedenen sozialen Netzwerken mit ihren Links zum Blog in der Mitte das eigentliche Spinnennetz ausmachen. Damit sind Blogger im Netz so etwas wie Multiplikatoren par excellence, ein positiver oder negativer Blogpost über das eigene Unternehmen oder über ein bestimmtes Produkt des eigenen Unternehmens trägt in erheblichem Maße zur Meinungsbildung von mehreren tausend Menschen bei.

Hinzu kommt, dass Blogs im Gegensatz zu Facebook- oder Twittermeldungen von Google geliebt werden. Googelt jemand – etwa vor einer Kaufentscheidung – nach einer bestimmten Wortkombination, dann landet er deutlich eher auf einem Blog, als auf einer alten Meldung aus einem sozialen Netzwerk. Verschärfend kommt noch hinzu, dass Blogger als Idealisten wahrgenommen werden, die „objektiv“ berichten, weshalb sie relativ stark meinungsbildend wirken.

Blogger Relations als Fortsetzung der Pressearbeit mit anderen Mitteln?


Viele PR-Agenturen machen den Fehler, dass sie Blogger als Möchtegernjournalisten abtun, bei denen es für eine richtige Anstellung bei einer Zeitung oder Zeitschrift nicht gereicht hat. Neben der fehlenden Wertschätzung zieht die Einschätzung aber auch einen kolossalen Fehler nach sich. Blogger – selbst wenn es sich um Journalisten handelt, die in ihrer Freizeit einen Blog betreiben – „ticken“ anders als Journalisten und müssen entsprechend anders angesprochen und mit anderen Materialien versorgt werden.

Der Hauptgrund hierfür ist leicht erklärt: Journalisten arbeiten für Geld und sind ständig auf der Suche nach neuen Storys oder neuem Material, mit dem sie „ihre“ Medien füllen können. Sendezeiten und Zeitungsseiten müssen mit Inhalt gefüllt werden, auch wenn Sommerloch ist. Entsprechend gerne greifen Journalisten deshalb auch auf Pressemitteilungen oder Pressemappen zurück, und wenn sie nur als „Lückenfüller“ dienen.

Abgesehen von ein paar Profi-Bloggern und den Corporate Blogs handelt es sich aber bei den meisten deutschen Blogs um ein Hobby. Das heißt, die Blogger sind nicht „zwanghaft“ auf der Suche nach neuen Themen oder Material, stattdessen agieren sie in der Regel impulsgesteuert, d.h. sie bloggen, wenn ihnen etwas auf dem Herzen liegt bzw. wenn sie zu einem Thema Frust ablassen wollen. Außerdem zeichenen sich viele Blogs durch eine explizit gewollte subjektive Sicht aus, was zusammen dazu führt, dass etwa Pressemitteilungen in diesem Bereich vollkommen nutzlos sind – Blogger „müssen“ keine Seiten füllen, sie können auch ein paar Tage nichts schreiben, sie sind nicht auf Lückenfüller angewiesen.

Gezielte und adäquate Blogger Relations statt plumper Werbung – so gehts

Blogger Relations sind Maßnahmen, die Unternehmen ergreifen, um eine positive Beziehung zu Bloggern aufzubauen und sie dazu zu ermutigen, über das Unternehmen, seine Produkte oder Dienstleistungen zu berichten. Dies kann eine effektive PR-Strategie sein, um die Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit eines Unternehmens in der Online-Welt zu steigern. Hier sind 20 Maßnahmen, um PR für Blogger zu gestalten und Blogger adäquat anzusprechen:

  1. Blogger-Listen erstellen: Identifiziere relevante Blogger in deiner Branche und stelle eine Liste mit ihren Kontaktdaten und Themenschwerpunkten zusammen.
  2. Individuelle Ansprache: Gehe auf die persönlichen Interessen und die bisherigen Beiträge eines Bloggers ein, wenn du ihn kontaktierst.
  3. Gastbeiträge anbieten: Biete Bloggern an, Gastbeiträge auf deinem Unternehmensblog zu veröffentlichen, um ihre Reichweite zu erhöhen.
  4. Produktmuster bereitstellen: Sende Bloggern kostenlose Produktmuster oder Testversionen deiner Dienstleistungen, damit sie sie ausprobieren und darüber schreiben können.
  5. Blogger-Events veranstalten: Organisiere Veranstaltungen oder Workshops, zu denen Blogger eingeladen werden, um dein Unternehmen oder deine Produkte persönlich kennenzulernen.
  6. Blogger-Preise und -Anerkennung: Erstelle jährliche oder regelmäßige Auszeichnungen für Blogger, um ihre Leistungen zu würdigen und sie stärker an dein Unternehmen zu binden.
  7. Exklusive Interviews: Biete exklusive Interviews mit führenden Persönlichkeiten deines Unternehmens an, die für Blogger interessant sein könnten.
  8. Blogger-Reisen und -Touren: Lade Blogger zu Unternehmensbesuchen oder Veranstaltungen ein, um ihnen einzigartige Einblicke zu gewähren.
  9. Influencer-Marketing: Identifiziere einflussreiche Blogger in deiner Nische und arbeite mit ihnen zusammen, um ihre Reichweite zu nutzen.
  10. Affiliate-Programme: Biete Bloggern die Möglichkeit, als Partner deines Unternehmens Einnahmen zu erzielen, wenn sie auf deine Produkte verlinken und Verkäufe generieren.
  11. Pressemitteilungen: Sende relevante und gut aufbereitete Pressemitteilungen an Blogger, um sie über Neuigkeiten und Entwicklungen in deinem Unternehmen zu informieren.
  12. Social Media Interaktion: Verfolge Blogger in sozialen Medien und interagiere mit ihren Inhalten, um eine Beziehung aufzubauen.
  13. Themenrelevante Events: Lade Blogger zu Veranstaltungen oder Konferenzen ein, die für ihre Interessen relevant sind.
  14. Blogger exklusive Rabatte: Biete Bloggern spezielle Rabatte oder Angebote für ihre Leser an, um ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen.
  15. Bloggereignisse sponsern: Unterstütze Blogger bei der Organisation von Bloggerevents oder Meet-ups, um deine Präsenz zu erhöhen.
  16. Blogger-Fokusgruppen: Führe regelmäßige Gespräche mit Bloggern, um Feedback zu Produkten oder Kampagnen einzuholen.
  17. Netzwerken auf Blogger-Konferenzen: Besuche Blogger-Konferenzen und knüpfe persönliche Kontakte zu Bloggern.
  18. Markenbotschafter-Programm: Etabliere ein Markenbotschafter-Programm, bei dem du ausgewählte Blogger langfristig unterstützt.
  19. Infografiken und visuelle Inhalte: Biete Bloggern visuell ansprechende Inhalte und Infografiken an, die sie in ihren Beiträgen verwenden können.
  20. Langfristige Zusammenarbeit: Plane langfristige Kooperationen mit Bloggern, um eine nachhaltige Beziehung aufzubauen und die Glaubwürdigkeit zu stärken.

Fazit Blogger Relations:

Bei all diesen Maßnahmen ist es wichtig, dass die Ansprache authentisch, respektvoll und auf die Interessen der Blogger zugeschnitten ist. Blogger Relations erfordern Geduld und Pflege, um langfristige Beziehungen aufzubauen und von den Bloggern positiv wahrgenommen zu werden.

Blogger Relations sind ein effektives Mittel, um eine breite Zielgruppe über authentische Kanäle anzusprechen und Vertrauen aufzubauen. Durch eine kluge Auswahl von Bloggern und eine sorgfältige Gestaltung der Zusammenarbeit können Unternehmen von den bereits etablierten Gemeinschaften und Glaubwürdigkeiten der Blogger profitieren.

Mit den Mitteln der klassischen Medienarbeit kommt man bei Bloggern nicht weit, weshalb PR-Agenturen, PR- und Marketingverantwortliche und andere Kommunikationsprofis schließlich Blogger Relations als einen eigenständigen Teilbereich der Öffentlichkeitsarbeit definiert haben, der zwar mit der klassischen PR verwand ist, aber seinen eigenen Regeln folgt.

Was man dabei beachten sollte, werden wir hier in dem Blog von Görs Communications in den nächsten Teilen der Serie über Blogger Relations erklären.

Weiter zu Blogger Relations Teil 2: Welche Fallstricke lauern im Umgang mit Bloggern?

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

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