27. February 2024

Blogger Relations Teil 1: Was versteht man unter Blogger Relations?

Blogger Relations (BR) ist ein Begriff, unter dem das gezielte Kommunikationsmanagement von Organisationen (Unternehmen, Verbände, Parteien etc.) mit den Bloggern, also den Betreibern von Blogs, zusammengefasst wird. Damit handelt es sich um ein Untergebiet der Public Relations bzw. Öffentlichkeitsarbeit, wo Blogger Relations wiederum als Untergebiet der Online PR bzw. der Digital Relations angesiedelt ist. In den meisten Fällen läuft Blogger Relations darauf hinaus, dass Blogger angesprochen werden und der Kontakt zu ihnen gepfegt wird, um negative Berichterstattung in den jeweiligen Blogs zu verhindern bzw. zu minimieren und um positive Blogposts über die eigenen Organisation zu generieren – eine Beziehungspflege, von der im Idealfall beide Seiten, also Blogger und die eigene Organisation, profitieren.

Was sind Blogger Relations und was sind die Schlüsselelemente der Blogger Relations?

„Blogger Relations“ bezieht sich auf die Pflege von Beziehungen zwischen Unternehmen und Bloggern. Es ist eine spezielle Form des Influencer-Marketings, bei der Unternehmen gezielt mit Bloggern zusammenarbeiten, um ihre Produkte, Dienstleistungen oder Marken zu fördern. Blogger Relations sind darauf ausgerichtet, eine authentische und gegenseitig vorteilhafte Partnerschaft zwischen dem Unternehmen und dem Blogger aufzubauen.

Unter „Blogger Relations“ versteht man also die gezielte Zusammenarbeit zwischen Unternehmen oder Marken und Bloggern. Diese Form der Zusammenarbeit zielt darauf ab, die Reichweite, Glaubwürdigkeit und Sichtbarkeit einer Marke durch Blogger zu erhöhen. Blogger Relations sind ein wichtiger Bestandteil des Influencer Marketings und des Content Marketings.

Hier sind einige Schlüsselelemente von Blogger Relations:

  1. Kooperationen: Unternehmen können mit Bloggern zusammenarbeiten, um Inhalte zu erstellen, die ihre Produkte oder Dienstleistungen in einem authentischen Kontext zeigen. Dies kann in Form von gesponserten Beiträgen, Produktbewertungen, Gastbeiträgen oder anderen kreativen Zusammenarbeitsformen geschehen.
  2. Produktbewertungen: Blogger haben oft eine engagierte Leserschaft und werden als vertrauenswürdige Quellen wahrgenommen. Durch Produktbewertungen oder Erfahrungsberichte können Unternehmen ihre Produkte einem breiteren Publikum vorstellen und potenzielle Kunden überzeugen.
  3. Veranstaltungen und Events: Unternehmen können Blogger zu Veranstaltungen oder Produktstarts einladen, um ihnen die Gelegenheit zu geben, das Produkt oder die Marke aus erster Hand zu erleben. Die Blogger können dann darüber berichten.
  4. Partnerschaft: Anders als traditionelle Werbung zielt Blogger Relations darauf ab, eine partnerschaftliche Beziehung aufzubauen. Unternehmen suchen Blogger, deren Zielgruppe mit ihrer eigenen Zielgruppe übereinstimmt, und schlagen Kooperationen vor.
  5. Authentizität: Blogger Relations setzen auf die Authentizität der Blogger. Unternehmen schätzen die Glaubwürdigkeit und die persönliche Verbindung, die Blogger zu ihrer Zielgruppe haben. Daher ist es wichtig, dass die Zusammenarbeit authentisch und für die Blogger sowie ihre Leser relevant ist.
  6. Inhaltliche Integration: Statt reiner Produktplatzierung ermutigen Blogger Relations dazu, dass Blogger Produkte oder Dienstleistungen in ihren regulären Inhalt integrieren. Dies könnte in Form von Produktbewertungen, gesponserten Beiträgen, Interviews oder anderen kreativen Formen geschehen.
  7. Langfristige Beziehungen: Blogger Relations sind nicht auf einmalige Transaktionen ausgerichtet. Unternehmen streben oft langfristige Beziehungen mit Bloggern an, um wiederholte Zusammenarbeit und eine kontinuierliche Präsenz in den sozialen Medien oder Blogs des Bloggers zu gewährleisten.
  8. Gegenseitiger Nutzen: Erfolgreiche Blogger Relations berücksichtigen den gegenseitigen Nutzen für beide Seiten. Während Unternehmen ihre Produkte oder Dienstleistungen bewerben möchten, erwarten Blogger oft Vergünstigungen, exklusiven Zugang zu Informationen oder sogar finanzielle Vergütungen.
  9. Transparenz und Offenheit: Transparenz ist entscheidend. Es wird erwartet, dass Blogger offenlegen, wenn sie für eine Zusammenarbeit bezahlt oder gesponsert werden. Diese Transparenz trägt zur Glaubwürdigkeit des Bloggers bei und sorgt dafür, dass die Leser die Natur der Beziehung verstehen.
  10. Social Media Promotion, Traffic und Backlinks für SEO: Blogger können durch Verlinkungen von ihrem Blog und/oder Social Media Accounts auf die Website des kooperierenden Unternehmens wertvolle Backlinks liefern und für Traffic sowie Social Signals sorgen.

Warum Blogger Relations?

Der Grund für Blogger Relations ist relativ simpel: Dadurch, dass das Internet immer mehr zum zentralen Kommunikationsmittel wird, bekommen die Meinungsführer und Multiplikatoren im Internet eine immer größere Bedeutung. Früher waren Zeitungen, Zeitschriften, Fernsehen und Hörfunk die primären Informationsquellen für die Bevölkerung, heute zersplittert dies immer weiter, zu den bereits genannten Medien kommen noch die Online-Plattformen der  klassischen Medien, Social Media, Foren, Videoplattformen und eben Blogs hinzu – und viele weitere Internetangebote. Dabei geht es nicht darum, dass Blogs irgendwann den klassischen Journalismus ablösen (wie manche Kulturpessimisten meinen bzw. wie es digitale Avantgardisten propagieren), sondern darum, dass die Blogs eine Ergänzung darstellen, die jedoch einen großen Einfluss ausüben.

Wordpress, seit Jahren die beliebteste Software- und Plattformlösung für Blogger.
WordPress, seit Jahren die beliebteste Software- und Plattformlösung für Blogger.

Im Vergleich zu den aktiven Facebook– und Twitter-Nutzern fällt die nackte Zahl der aktiven Blogger zwar gering aus, aber sie haben einen deutlich höheren Einfluss, da viele Blogs a) eine sehr hohe Stammleserschaft haben – manche Regionalzeitung kann da durchaus neidisch werden – und b) sehr stark in den sozialen Netzwerken verlinkt werden. Für ausführliche Auseinandersetzungen mit einem Thema (Politik, Unternehmen, Marke, Produkt…) eignen sich Facebook- und Twitter-Statusmeldungen nicht, hier sind Blogposts noch immer das Mittel der Wahl für mitteilungsbewusste „Netizens“. Reichweitenstarke Blogs kann man sich wie die Mitte eines Spinnennetzes vorstellen, bei dem die umliegenden Blogs und die verschiedenen sozialen Netzwerken mit ihren Links zum Blog in der Mitte das eigentliche Spinnennetz ausmachen. Damit sind Blogger im Netz so etwas wie Multiplikatoren par excellence, ein positiver oder negativer Blogpost über das eigene Unternehmen oder über ein bestimmtes Produkt des eigenen Unternehmens trägt in erheblichem Maße zur Meinungsbildung von mehreren tausend Menschen bei.

Hinzu kommt, dass Blogs im Gegensatz zu Facebook- oder Twittermeldungen von Google geliebt werden. Googelt jemand – etwa vor einer Kaufentscheidung – nach einer bestimmten Wortkombination, dann landet er deutlich eher auf einem Blog, als auf einer alten Meldung aus einem sozialen Netzwerk. Verschärfend kommt noch hinzu, dass Blogger als Idealisten wahrgenommen werden, die „objektiv“ berichten, weshalb sie relativ stark meinungsbildend wirken.

Blogger Relations als Fortsetzung der Pressearbeit mit anderen Mitteln?


Viele PR-Agenturen machen den Fehler, dass sie Blogger als Möchtegernjournalisten abtun, bei denen es für eine richtige Anstellung bei einer Zeitung oder Zeitschrift nicht gereicht hat. Neben der fehlenden Wertschätzung zieht die Einschätzung aber auch einen kolossalen Fehler nach sich. Blogger – selbst wenn es sich um Journalisten handelt, die in ihrer Freizeit einen Blog betreiben – „ticken“ anders als Journalisten und müssen entsprechend anders angesprochen und mit anderen Materialien versorgt werden.

Der Hauptgrund hierfür ist leicht erklärt: Journalisten arbeiten für Geld und sind ständig auf der Suche nach neuen Storys oder neuem Material, mit dem sie „ihre“ Medien füllen können. Sendezeiten und Zeitungsseiten müssen mit Inhalt gefüllt werden, auch wenn Sommerloch ist. Entsprechend gerne greifen Journalisten deshalb auch auf Pressemitteilungen oder Pressemappen zurück, und wenn sie nur als „Lückenfüller“ dienen.

Abgesehen von ein paar Profi-Bloggern und den Corporate Blogs handelt es sich aber bei den meisten deutschen Blogs um ein Hobby. Das heißt, die Blogger sind nicht „zwanghaft“ auf der Suche nach neuen Themen oder Material, stattdessen agieren sie in der Regel impulsgesteuert, d.h. sie bloggen, wenn ihnen etwas auf dem Herzen liegt bzw. wenn sie zu einem Thema Frust ablassen wollen. Außerdem zeichenen sich viele Blogs durch eine explizit gewollte subjektive Sicht aus, was zusammen dazu führt, dass etwa Pressemitteilungen in diesem Bereich vollkommen nutzlos sind – Blogger „müssen“ keine Seiten füllen, sie können auch ein paar Tage nichts schreiben, sie sind nicht auf Lückenfüller angewiesen.

Gezielte und adäquate Blogger Relations statt plumper Werbung – so gehts

Blogger Relations sind Maßnahmen, die Unternehmen ergreifen, um eine positive Beziehung zu Bloggern aufzubauen und sie dazu zu ermutigen, über das Unternehmen, seine Produkte oder Dienstleistungen zu berichten. Dies kann eine effektive PR-Strategie sein, um die Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit eines Unternehmens in der Online-Welt zu steigern. Hier sind 20 Maßnahmen, um PR für Blogger zu gestalten und Blogger adäquat anzusprechen:

  1. Blogger-Listen erstellen: Identifiziere relevante Blogger in deiner Branche und stelle eine Liste mit ihren Kontaktdaten und Themenschwerpunkten zusammen.
  2. Individuelle Ansprache: Gehe auf die persönlichen Interessen und die bisherigen Beiträge eines Bloggers ein, wenn du ihn kontaktierst.
  3. Gastbeiträge anbieten: Biete Bloggern an, Gastbeiträge auf deinem Unternehmensblog zu veröffentlichen, um ihre Reichweite zu erhöhen.
  4. Produktmuster bereitstellen: Sende Bloggern kostenlose Produktmuster oder Testversionen deiner Dienstleistungen, damit sie sie ausprobieren und darüber schreiben können.
  5. Blogger-Events veranstalten: Organisiere Veranstaltungen oder Workshops, zu denen Blogger eingeladen werden, um dein Unternehmen oder deine Produkte persönlich kennenzulernen.
  6. Blogger-Preise und -Anerkennung: Erstelle jährliche oder regelmäßige Auszeichnungen für Blogger, um ihre Leistungen zu würdigen und sie stärker an dein Unternehmen zu binden.
  7. Exklusive Interviews: Biete exklusive Interviews mit führenden Persönlichkeiten deines Unternehmens an, die für Blogger interessant sein könnten.
  8. Blogger-Reisen und -Touren: Lade Blogger zu Unternehmensbesuchen oder Veranstaltungen ein, um ihnen einzigartige Einblicke zu gewähren.
  9. Influencer-Marketing: Identifiziere einflussreiche Blogger in deiner Nische und arbeite mit ihnen zusammen, um ihre Reichweite zu nutzen.
  10. Affiliate-Programme: Biete Bloggern die Möglichkeit, als Partner deines Unternehmens Einnahmen zu erzielen, wenn sie auf deine Produkte verlinken und Verkäufe generieren.
  11. Pressemitteilungen: Sende relevante und gut aufbereitete Pressemitteilungen an Blogger, um sie über Neuigkeiten und Entwicklungen in deinem Unternehmen zu informieren.
  12. Social Media Interaktion: Verfolge Blogger in sozialen Medien und interagiere mit ihren Inhalten, um eine Beziehung aufzubauen.
  13. Themenrelevante Events: Lade Blogger zu Veranstaltungen oder Konferenzen ein, die für ihre Interessen relevant sind.
  14. Blogger exklusive Rabatte: Biete Bloggern spezielle Rabatte oder Angebote für ihre Leser an, um ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen.
  15. Bloggereignisse sponsern: Unterstütze Blogger bei der Organisation von Bloggerevents oder Meet-ups, um deine Präsenz zu erhöhen.
  16. Blogger-Fokusgruppen: Führe regelmäßige Gespräche mit Bloggern, um Feedback zu Produkten oder Kampagnen einzuholen.
  17. Netzwerken auf Blogger-Konferenzen: Besuche Blogger-Konferenzen und knüpfe persönliche Kontakte zu Bloggern.
  18. Markenbotschafter-Programm: Etabliere ein Markenbotschafter-Programm, bei dem du ausgewählte Blogger langfristig unterstützt.
  19. Infografiken und visuelle Inhalte: Biete Bloggern visuell ansprechende Inhalte und Infografiken an, die sie in ihren Beiträgen verwenden können.
  20. Langfristige Zusammenarbeit: Plane langfristige Kooperationen mit Bloggern, um eine nachhaltige Beziehung aufzubauen und die Glaubwürdigkeit zu stärken.

Fazit Blogger Relations:

Bei all diesen Maßnahmen ist es wichtig, dass die Ansprache authentisch, respektvoll und auf die Interessen der Blogger zugeschnitten ist. Blogger Relations erfordern Geduld und Pflege, um langfristige Beziehungen aufzubauen und von den Bloggern positiv wahrgenommen zu werden.

Blogger Relations sind ein effektives Mittel, um eine breite Zielgruppe über authentische Kanäle anzusprechen und Vertrauen aufzubauen. Durch eine kluge Auswahl von Bloggern und eine sorgfältige Gestaltung der Zusammenarbeit können Unternehmen von den bereits etablierten Gemeinschaften und Glaubwürdigkeiten der Blogger profitieren.

Mit den Mitteln der klassischen Medienarbeit kommt man bei Bloggern nicht weit, weshalb PR-Agenturen, PR- und Marketingverantwortliche und andere Kommunikationsprofis schließlich Blogger Relations als einen eigenständigen Teilbereich der Öffentlichkeitsarbeit definiert haben, der zwar mit der klassischen PR verwand ist, aber seinen eigenen Regeln folgt.

Was man dabei beachten sollte, werden wir hier in dem Blog von Görs Communications in den nächsten Teilen der Serie über Blogger Relations erklären.

Weiter zu Blogger Relations Teil 2: Welche Fallstricke lauern im Umgang mit Bloggern?

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Social Media-Management: Im Haus, aber mit externem Backup und Support?

Betrachtet man den Umgang und die Nutzung von Unternehmen mit Social Media (bzw. dem Web 2.0), dann fällt auf, dass sich Einiges getan hat. Die Nutzung von Xing, Twitter, Facebook und Co. gehört für die meisten Unternehmen bereits wie selbstverständlich zur Kommunikations- bzw. Human-Resources-Strategie. Dabei kann man verschiedene Phasen der Social-Media-Nutzung in Unternehmen unterscheiden, die häufig in folgender Reihenfolge ablaufen:

1. Abwarten

Für die Verantwortlichen im Unternehmen ist Social Media ein Thema, aber man schreckt doch noch vor der Nutzung zurück. Die Gründe hiefür sind vielfältig. Man scheut den Ressourcenaufwand, hat Angst, Fehler zu machen, weiß nicht, wie man die Zielgruppe über soziale Medien erreichen soll, sieht sich in der klassischen Werbung bzw. der klassischen PR besser aufgestellt oder man schiebt die Entscheidung einfach immer weiter auf. Aufgrund der Kosten-Nutzen-Analyse sind Unternehmen, die Konsumgüter (oder entsprechende Dienstleistungen) verkaufen in der Regel deutlich früher in den sozialen Netzwerken präsent als Unternehmen, die im B2B-Bereich tätig sind.

2. Die Stunde der Social Media-Berater

Das Unternehmen entschließt sich, Social Media zu nutzen. Während Xing recht früh von den Personalern (und später auch vom Vertrieb) im Betrieb genutzt wurde, greifen viele Unternehmen bei ihren ersten Schritten im Web 2.0 häufig auf Externe zurück. Beauftragt werden je nach Budget Freie oder ganze Agenturen, die für das Unternehmen die ersten Schritte bei Facebook & Co. machen. Meist beschränkt man sich dabei auch auf ein oder zwei relevante Plattformen, alle anderen werden zunächst außer Acht gelassen.

3. Das können wir selbst

Bei der dritten Phase, bei der die Social Media-Aktivitäten zurück in das eigene Haus geholt werden, laufen zwei Entwicklungen zusammen: Zum einen steigt die Bedeutung von Social Media innerhalb der gesamten Unternehmenskommunikation, zum anderen ist die erste Scheu überwunden, Social Media kommt einem nicht mehr wie Rocket Science vor. Wahlweise wird die Aufgabe von der Marketing- oder der PR-Abteilung übernommen, nicht wenige Unternehmen stellen zudem für diesen Zweck Social Media-Berater ein, die sich ausschließlich um die sozialen Netzwerke kümmern können/sollen.

4. Von der Masse erschlagen

Der Grund für die Masse an Social Media-Kanälen ist neben dem Acting in Concert leicht erklärt: Zum einen erreicht man mehr Leute, zum anderen ist Social Media ein schnelllebiges Geschäft. Nicht wenige Unternehmen haben sehr viel Aufwand in die StudiVZ-Netzwerke oder MySpace gesteckt und dort auch jede Menge Follower akquiriert, die jedoch jetzt nur noch den Wert von Karteileichen haben. Niemand kann heute sagen, welches Netzwerk in fünf Jahren noch bedeutend ist, deshalb versucht man, überall präsent zu sein – und den Kontakt mit dem Zielpublikum auf möglichst vielen Plattformen zu halten. Außerdem baut sich ein Netzwerk auch deutlich schneller auf, wenn man schon mehrere tausend Follower auf Twitter hat.

Vielen Unternehmen reicht es nicht, „nur“ auf ausgewählten Social Media-Plattformen präsent zu sein, man will möglichst viele Plattformen bespielen. LinkedIn, Tumblr, YouTube, Instagram, Pinterest lassen grüßen. Und ein eigenes Blog soll natürlich auch noch her. Im Idealfall schafft man es sogar, dass alle Kanäle gut orchestriert agieren, man verlinkt von einer Plattform auf die andere, bindet die Elemente untereinander ein und nutzt die Stärken und Schwächen individuell aus.

Systematisches Social-Media-Management

Social Media Management bezieht sich auf die Verwaltung und Organisation von Aktivitäten in sozialen Medien, um die Präsenz einer Marke oder Person zu stärken, die Interaktion mit der Zielgruppe zu fördern und letztendlich geschäftliche Ziele zu erreichen. Folgende zehn Schritte gehören zum Social Media Management:

  1. Festlegung von Zielen und Strategien:
    • Zielsetzung: Definieren Sie klare, messbare Ziele, z.B. Steigerung der Markenbekanntheit, Lead-Generierung oder Kundenbindung.
    • Beispiel: Eine E-Commerce-Marke setzt sich das Ziel, den Online-Verkauf um 20% in den nächsten sechs Monaten zu steigern.
  2. Zielgruppenanalyse:
    • Zielgruppe verstehen: Identifizieren Sie die demografischen Merkmale, Interessen und Verhaltensweisen Ihrer Zielgruppe.
    • Beispiel: Ein Fitnessstudio richtet seine Inhalte auf sozialen Medien an Personen im Alter von 18-35 Jahren, die sich für Fitness und einen gesunden Lebensstil interessieren.
  3. Plattformauswahl:
    • Auswahl der relevanten Plattformen: Konzentrieren Sie sich auf die sozialen Medien, die am besten zu Ihrer Zielgruppe und Ihrem Geschäft passen.
    • Beispiel: Ein visuell orientiertes Unternehmen könnte Instagram und Pinterest nutzen.
  4. Content-Planung und -Erstellung:
    • Erstellung ansprechender Inhalte: Entwickeln Sie vielfältige Inhalte, die auf die Bedürfnisse und Vorlieben Ihrer Zielgruppe zugeschnitten sind.
    • Beispiel: Ein Reiseunternehmen teilt inspirierende Reisefotos, -geschichten und -tipps, um die Follower zu begeistern.
  5. Zeitplanung:
    • Festlegung von Veröffentlichungszeiten: Identifizieren Sie die besten Zeiten für die Veröffentlichung von Inhalten, um die höchste Reichweite zu erzielen.
    • Beispiel: Ein Restaurant teilt Menü-Updates und Sonderangebote kurz vor den Hauptmahlzeiten, um die Aufmerksamkeit der hungrigen Zielgruppe zu gewinnen.
  6. Community-Engagement:
    • Aktive Teilnahme: Reagieren Sie auf Kommentare, Fragen und Nachrichten, um eine positive Interaktion mit der Community zu fördern.
    • Beispiel: Ein Technologieunternehmen antwortet auf Kundenanfragen in den Kommentaren und nimmt an branchenspezifischen Diskussionen teil.
  7. Monitoring und Analyse:
    • Überwachung der Leistung: Nutzen Sie Analysetools, um den Erfolg Ihrer Social-Media-Aktivitäten zu messen und Anpassungen vorzunehmen.
    • Beispiel: Eine Marketingagentur analysiert regelmäßig Kennzahlen wie Reichweite, Engagement und Konversionsraten, um die Effektivität ihrer Kampagnen zu bewerten.
  8. Wettbewerbsanalyse:
    • Beobachtung der Mitbewerber: Analysieren Sie die Social-Media-Aktivitäten Ihrer Konkurrenten, um von erfolgreichen Ansätzen zu lernen.
    • Beispiel: Ein Modelabel beobachtet, welche Arten von Inhalten bei ähnlichen Marken gut funktionieren, um ihre eigene Strategie zu optimieren.
  9. Anpassung der Strategie:
    • Flexibilität: Passen Sie Ihre Strategie basierend auf den Ergebnissen und dem Feedback der Community kontinuierlich an.
    • Beispiel: Ein Softwareunternehmen erkennt durch Analysen, dass Video-Tutorials besser funktionieren als schriftliche Anleitungen und passt daher seine Content-Strategie an.
  10. Berichterstattung und Erfolgsmessung:
    • Erstellung von Berichten: Dokumentieren Sie regelmäßig den Fortschritt und die Erfolge Ihrer Social-Media-Aktivitäten.
    • Beispiel: Ein Non-Profit-Organisation berichtet über den Erfolg ihrer Spendenkampagnen über soziale Medien und teilt Geschichten über die Auswirkungen der Spenden auf ihre Mission.

Diese zehn Schritte bieten eine umfassende Grundlage für ein effektives Social Media Management. Es ist wichtig zu beachten, dass die genauen Schritte je nach Branche, Zielgruppe und spezifischen Geschäftszielen variieren können. Professionelle PR-Beratungen wie Görs Communications unterstützen und beraten beim Social-Media-Management.

Social Media Management: Inhouse, aber mit externem Support und Backup?

Die Social Media-Kanäle im Unternehmen („inhouse“), statt von Externen betreuen zu lassen, hat einen großen Vorteil: Man ist schlichtweg näher dran. Man weiß, was für Themen gerade heiß laufen, Abstimmungsprozesse lassen sich auf dem kurzen Dienstweg erledigen. Als Nachteil wird dagegen häufig dreierlei genannt: Zum Ersten ist man vom Arbeitsaufwand überrascht. Nicht wenige denken, dass „ein, zwei Facebookposts doch nebenher“ gemacht sind – was aber nur stimmt, wenn man an private Einträge („Das Eis schmeckt hier voll lecker, einself!“) denkt. Müssen aber mehrere Kanäle (sinnvoll!) bespielt werden, dann summiert sich der Aufwand unter’m Strich aber doch ganz schön, statt es „nebenher“ zu erledigen, ist es eine Vollzeitbeschäftigung geworden, die wahlweise von einem Mitarbeiter der PR- oder der Marketingabteilung erledigt wird.

Zum Zweiten steigt natürlich die Betriebsblindheit, ein gewisser Tunnelblick stellt sich ein. Unternehmen stellen deutlich schneller auf Autopilot als Agenturen, der Blick von außen fehlt. Dabei sollten Social Media Berater eigentlich beraten, und nicht zu einer bestimmten Phase sämtliche Social Media-Aktivitäten übernehmen. Dazu kommt, drittens, dass die Social Media-Aktivitäten im Unternehmen (Konzerne ausgenommen) häufig auf einer Schulter ruhen. Ist der Mitarbeiter krank, fällt die Aktivität aus. Ist er im Urlaub, gibt es Post, die vorher terminiert wurden, Interaktivität findet also nicht mehr statt. Gehen dem Mitarbeiter die Ideen aus, bleibt der Social Media-Auftritt entsprechend blass.

Fazit

Angesichts der jeweiligen Vor- und Nachteile von internen und externen Lösungen dürfte eine Kombination von Inhouse-Lösungen plus Social-Media-Beratung und Social-Media-Support durch Externe wie die PR-Beratung Görs Communication beim Social Media Management in den meisten Fällen am sinnvollsten sein. Die Social Media-Aktivitäten finden primär im Unternehmen statt, aber mit Unterstützung von außen. Zum einen als Support und Backup, falls es an Ressourcen mangelt oder der zuständige Mitarbeiter oder die zuständigen Mitarbeiter ausfallen, zum anderen aber auch als Ideen-Lieferant und „Sparringspartner“. Der Social Media Berater wäre dann wieder das, was seine „Berufsbezeichnung“ eigentlich aussagt, er berät und greift unterstützend ein.

Nehmen Sie jetzt Kontakt auf, um Ihr Projekt und Ihr Unternehmen durch professionelles Social Media Management mit Görs Communications ganz nach vorne zu bringen. Telefonisch 0800-GOERSCOM (0800-46377266) oder per E-Mail an info (at) goers-communications (Punkt) de

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

Blogger Relations Teil 2: Welche Fallstricke lauern im Umgang mit Bloggern?

Im ersten Teil der Blogger Relations-Serie haben wir bereits auf einen der zentralen Unterschiede zwischen Bloggern und Journalisten hingewiesen: Journalisten gehen ihrer Tätigkeit primär nach, um Geld zu verdienen, Blogger bloggen in der Regel, weil es ihnen Spaß macht. Blogger müssen nicht jeden Tag „Seiten füllen“, sie bloggen im Normalfall dann, wenn ihnen ein Thema interessant vorkommt. Natürlich ist bei Journalisten auch immer etwas Idealismus im Spiel, und manch Blogger ist in der Lage, sich durch Werbeschaltung oder Affiliate-Programme etwas Geld hinzuzuverdienen, aber grundsätzlich sehen Journalisten ihre Tätigkeit als Arbeit an, Blogger hingegen als Hobby.

Dies hat zur Folge, dass viele Vorgehensweisen aus der klassischen Medienarbeit nicht auf die Blogger Relations übertragen werden können, selbst wenn die PR-Agentur damit jahrelang bei unterschiedlichen Zeitungen und Zeitschriften einen (verdienten) Erfolg – also Veröffentlichungen im Sinne der Kunden – erzielen konnte. Blogger Relations werden vollkommen zu Recht als eigenständiges Gebiet der Digital Relations angesehen, es sind also nicht nur andere Herangehensweisen gefragt, sondern es lauern auch Fallstricke, in die so manch unerfahrener „Kommunikationsexperte“ tappen kann. Um das zu verhindern, haben wir von Görs Communications ein paar typische Fehler im Umgang mit Bloggern zusammengestellt.

Ein Modeblogger ist kein Politikblogger

Der erste Fehler ist uns bereits selbst in den ersten beiden Absätzen unterlaufen: Man sollte Blogger niemals über einen Kamm scheren. Es gibt nicht nur unzählige unterschiedliche „Blogger-Welten“, von den Politik-Blogs über Tech-Blogs und Science-Blogs bis hin zu Fashion- und Reiseblogs, sondern die meisten Blogger verstehen sich als Individualisten. Neben den Pressemitteilungen sollte man deshalb auch auf alle anderen Arten von Massenaussendungen verzichten – manch Blogger reagiert auf unverlangt eingesendete Mail derart allergisch, dass er über den „PR-Spam“ einen Blogartikel verfasst, man kreiert also unfreiwillig Negativ-PR. Besser: Nicht nur individualisierte Anschreiben verschicken, sondern vorher auch das Blog lesen, damit man einen guten Eindruck vom Blogger bekommt und die Anschreiben entsprechend anpassen kann.

Jo, Alter, was geht ;)

„When in Rome, do as the Romans do“ ist generell immer ein guter Ratschlag, aber man sollte es damit nicht übertreiben. In den Augen vieler PR-Berater muss es sich bei Bloggern immer um Jugendliche handeln, und entsprechend flapsig wird dann auch formuliert, was mehr als kontraproduktiv ist. Ältere Blogger fühlen sich – verständlicherweise – durch so eine Sprache herabgesetzt, jugendliche Blogger empfinden dies als Anbiederung, man kann also nur verlieren. Besser: Einfach ganz normales Deutsch verwenden, also den Mittelweg zwischen Beamtendeutsch und Szeneslang finden.

Ich bin seit Jahren Fan von deinem Blog!

Im Umgang mit Bloggern ist Ehrlichkeit und Authentizität gefragt. Niemand wird gerne hinter das Licht geführt, deshalb sollte man immer ganz klar und ehrlich sagen, wofür man arbeitet und was man will. Auch sollte man niemals etwas versprechen, was man später nicht einhalten kann. In dem Moment, in dem der Blogger sich „verarscht“ vorkommt, verliert man schließlich nicht nur einen Kontakt in die Blogosphäre, man muss auch mit äußerst negativen Blogposts über sich, seine Agentur, den kunden oder das Produkt des Kunden rechnen.

Zu gewinnen gibt es eine Heizdecke!

Ein weiterer beliebter Fehler ist die Annahme, dass es sich bei Bloggern um arme Schlucker handelt, die für den letzten Mist so ziemlich alles machen. Wer sagt einem eigentlich, dass der Blogger, der abends und nachts über Mode bloggt, tagsüber nicht ein erfolgreicher Geschäftsmann ist? Und wie würden sie als erfolgreicher Geschäftsmann reagieren, wenn ihnen eine PR-Agentur oder ein Unternehmen ganz großzügig den letzten Nippes für einen positiven Blogpost anbietet? Deshalb sollte man sich genau überlegen, was man bei passender Gelegenheit – etwa einem Gewinnspiel – anbietet, im Zweifel sollte man auf ramschig wirkende Incentives lieber ganz verzichten.

Dauerwerbeschleifen

Bei diesem Punkt gibt es noch die größten Schnittmengen mit der klassischen PR-Arbeit: Dauerwerbeschleifen, in denen das Unternehmen und/oder die Produkte des Unternehmens über den Klee gelobt werden, wirken sowohl auf Journalisten, wie auch auf Blogger abschreckend. Natürlich soll gute PR die Marke, das Unternehmen oder die produkte immer in einem möglichst guten Licht erscheinen lassen, aber weniger kann dort auch immer mehr (Veröffentlichungen!) bedeuten – und Blogger winken sehr schnell ab, sobald sie mit „Werbequatsch“ belästigt werden.

Zu enge Vorgaben

Viele Blogger lieben ihre Unabhängigkeit. Und genau die wird untergraben, wenn der Blogger das Gefühl hat, er müsste enge „Vorgaben“ erfüllen. Und das gilt sowohl für inhaltliche Sachen, als auch für Links. Natürlich ist das Interesse an Links immer hoch, aber Blogger winken in der Regel ab, wenn man ihnen sagen will, wo und wie die Links gesetzt werden sollen. Besser: Den Blogger darum BITTEN, doch einen Link zu der eigenen Webseite zu setzen, und eben nicht die exakte Beschriftung der Permalinks einfordern.

… aber die Deadline!

Blogger interessieren sich in der Regel nicht dafür, welche Deadline ein PR-Berater oder eine PR-Agentur sich gesetzt haben. Deshalb ist es alles andere als förderlich, wenn man Druck auf die Blogger ausübt, doch bitte sofort etwas zu schreiben. Häufig liegt der Fehler sogar tiefer: Bei Blogger Relations sollte es eigentlich darum gehen, langfristige Beziehungen zu Bloggern aufzubauen. Stattdessen baut man kurzfristige Beziehungen auf, weil ein bestimmtes Event oder ein Produktlaunch anstehen – mit entsprechendem Misserfolg.

Blogger Relations sollten als eine langfristige Aufgabe angesehen werden, bei denen sich Blogger und Kommunikations-Verantwortliche auf Augenhöhe begegnen – und zwar so, dass nicht nur beide Seite profitieren, sondern der Umgang auch ehrlich und transparent ist.

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

Zur Home der PR- und SEO-Beratung Görs Communications: https://www.goers-communications.de

Erfolgreich durch fragenbasiertes Blogging und Contentmarketing

Die PR- und Marketingberatung Görs Communications erklärt, wie durch Blogs und Content-Marketing gerade auch in Krisenzeiten erfolgreich kommuniziert und Onlinemarketing betrieben werden kann.

Die Zentrale Ihres (Content)Marketings bilden nach wir vor Ihre Website und Ihr Blog!

„Trotz Krisenzeiten, Influencer- und Social-Media-Hype: Nur auf Ihren eigenen Websites / Internetauftritten und in Ihren Blogs haben und behalten Sie die volle Kontrolle“, betont der erfahrene Marketing- und Digitalberater Daniel Görs. „Fangen Sie an zu bloggen!“ lautet daher sein dringlicher Rat an Unternehmer, Digital- und Marketingverantwortliche. Wie Unternehmen, Entscheider und Kommunikatoren geeignete Themen finden, über die dann im Blog und auf der Website lesenswerte (Fach-)Artikel geschrieben, verbreitet und promotet / geteilt werden können? Eine sehr geeignete (Content)Quelle sind Fragen. Fragen, die Ihre Zielgruppen bewegen.

Was sind die Top 10 der wichtigsten Fragen, die Ihre Kunden Ihnen stellen? Daraus können Sie schon einmal 10 Blogartikel machen – und damit sind die ersten 10 oder 20 Wochen gesichert, je nach Ihrer Blogging-Frequenz.

Danach fragen Sie Ihre Mitarbeiter / Kollegen, was denen an Fragen auf den Tisch kommt – meist via E-Mail oder Telefon, vielleicht auch über die sozialen Medien / Social Media / Social Networks. Was sind deren Ideen für Ihre Branche, Ihre Produkte und Services / Dienstleistungen? So bekommen Sie weitere Themen für Ihr Contentmarketing und Ihren Blog, vielleicht auch für Ihre Öffentlichkeitsarbeit / PR (Public Relations). Auch Interviews mit Kunden und Kollegen sind sehr gute Content-Quellen.

Eine gute weitere Content- und Inspirationsquelle sind Events und Messen – aber diese sind in den aktuellen Corona-Krisenzeiten natürlich sehr eingeschränkt. Dennoch sollten Sie darüber nachdenken, wie Sie Online-Events und Online-Messen (oft werden diese aktuell auch hybrid durchgeführt) für Ihre Kommunikation und Ihr (Content)Marketing nutzen können. Flankierende digitale Kommunikation und Werbung sollten dabei selbstverständlich sein – beispielsweise über Social Media, Online-PR und Suchmaschinenmarketing (SEM) wie Google Ads Kampagnen für Messen und Events.

Wo verfügen Sie über Themen- und Meinungsführerschaft und Know-how-/Wissensvorsprung?

Wo haben Sie mehr Wissen als Ihre Kundschaft und Konkurrenz, was macht Sie zum Fachmann? Lassen Sie Ihre Kunden an diesem Wissen teilhaben, indem Sie lokale / regionale Daten und Erfahrungswerte liefern, einen guten Überblick erstellen, z.B. über branchentypische Situationen und Zustände. Und geben Sie ruhig regelmäßig Markt-, Themen-, Branchenkommentare und -einschätzungen ab. Es bietet sich an, wenn Sie ein- bis zweimal im Monat einen Wissensartikel zu einem dieser Themen schreiben und auf Ihrer Webseite, im Blog und via Public Relations (PR) veröffentlichen.

Hybride Kunden lesen Blogs und wollen starken Content mit Mehrwert

Das Informations-, Mediennutzungs- und Kundenverhalten hatte sich bereits vor der Corona-Krise massiv verändert. Aber die Digitalisierung wirkt als Katalysator in den aktuellen Krisenzeiten während der Corona-/Covid-19-Pandemie. Digitale Medien sind heute die klare Nummer Eins der Mediennutzung. Und zwar für alle Generationen, nicht nur für „Digital Natives“ und die viel beschriebenen und umworbenen Generationen Y und Z.

„Hybride Kunden“ sind heutzutage über alles informiert und werden vom klassischen Marketing mit dessen „Unterbrecherwerbung“ (Push-Marketing) kaum mehr angezogen, geschweige denn angesprochen. Denn sie wollen Inhalte (Content), Wissen und Lösungen für ihre eigenen Probleme und Fragen. Daher sollten sich Unternehmen und Organisationen sowie deren Geschäftsführer, PR- und Marketingverantwortliche fragen: „Was sind die häufigste Fragen meiner Zielgruppe?“ und diese in Form von Blogbeiträgen und „Frequently Asked Questions“ (FAQ) sowie „Questions & Answers“ (Q&A) proaktiv beantworten und kommunizieren.

Denn es sind meist immer wieder die gleichen Fragen, die immer wieder an Sie gestellt werden. Fragen zeigen, dass ein bestimmter (Informations-, Beratungs-, Kommunikations-)Bedarf bei Ihrer Zielgruppe vorhanden ist. Diese Informations-, Beratungs-, Kommunikations- und sonstigen Defizite und Bedürfnisse sollten mithilfe mehrwerthaltiger Informationen und Content-Formate behoben beziehungsweise erfüllt werden. Warum stellen Sie also nicht die Fragen, die Ihnen am häufigsten gestellt werden, in einem zentralen PDF-Dokument zusammen und geben dort Ihre besten professionellen Antworten aufgrund Ihrer Erfahrung und Expertise? Sie können aus den Antworten heraus dann auch auf Ihre weiterführenden (Blog-)Artikel und Services verweisen und verlinken (interne Verlinkungen sind wichtig für die Google-Indizierung und Google-Rankings – Stichwort Onpage-Suchmaschinenoptimierung SEO und interne Links).

Durch die Sichtung und Analyse und das proaktive Aufgreifen häufiger Fragen / Fragestellungen schaffen es Unternehmen und Unternehmer, dass sich Informationssuchende, Interessenten und potenzielle Kunden, aber auch sonstige Stakeholder wie Journalisten / Medien oder Investoren intensiver mit Ihnen, Ihren Themen und Dienstleistungen und Produkten beschäftigen. Das Resultat durch fragenbasiertes Bloggen und Contentmarketing ist ein schnellerer und intensiver Beziehungsaufbau. Also: Was sind die häufigsten Fragen, Fehler, Missverständnisse und Informationsdefizite in Bezug auf Ihr Thema, Ihre Dienstleistungen und Produkte?

Die neuen, hybriden Kunden (insbesondere der jungen Generationen Y und Z) gewinnen Unternehmen und Organisationen daher vor allem mit eindeutigem Nutzen, informativen und unterhaltsamen Angeboten sowie Erlebnissen und Emotionen.

Bei relevanten Inhalte führt kein Weg an Content-Marketing und Blogs / Bloggen / Blogging vorbei. Doch das benötigt eine neue Denkweise. Denn Content muss im richtigen Format erstellt (Content Creation) und auf den passenden Plattformen eingesetzt und verbreitet werden (Content Distribution). Dabei stets im Zentrum: die eigene Website mit dem eigenen Weblog / Blog.

Es geht aber nicht nur um die Themen, also das „was“, sondern auch um eine gut geplante Contentmarketing- und Blog-Strategie, also das „wie“, das „wann“ und das „wo“ Inhalte / Content veröffentlicht, promotet und geteilt werden.

Content-Marketing und Blogging bringen außerdem einen langfristigen Nutzen – im Gegensatz zur traditionellen Kurzzeit-Werbung in TV, Radio und gedruckten Zeitungen und Fachzeitschriften. Ein guter Blogbeitrag und ein geeignetes Contentmarketing-Format wie Artikel, Whitepapers, E-Books, Infografiken oder Listen können auch noch Jahre später dafür sorgen, dass neue Interessenten generiert werden. Contentmarketing und Blogging sorgen darüber hinaus langfristig für gutes Google-Ranking, wertvolle Suchtreffer in den Suchergebnislisten (SEL) der Suchmaschinen wie Google und Bing (SEO) und damit für langfristig gut wirksame und erfolgreiche Customer Touch Points im Internet. Mit Contentmarketing und Blogging werden in den digitalen Kanälen die Angeln für neue Interessenten und Kunden erfolgreich, effizient und langfristig wirksam ausgeworfen. Ein TV-/Fernseh- oder Radiospot, der heute gesendet wird, aber danach nie wieder, wird solch einen langfristigen Effekt niemals erreichen können. Deshalb ist Content-Marketing auch ein relativ kostengünstiges Marketing. Wenn es denn richtig, dauerhaft, strategisch und professionell betrieben wird!

Aber Qualität kostet. Daher müssen Unternehmen und Entscheider Zeit und Geld in ihre Inhalte / ihren Content investieren. Doch der langfristige Nutzen guter Beiträge übersteigt diese Kosten bei weitem – vor allem auch in Krisenzeiten wie aktuell. Eine erfahrene professionelle Digital- und Marketingagentur wie Görs Communications steht Ihnen auch in Krisenzeiten immer zur Seite. Wir beraten Sie zum strategischen Contentmarketing und Ihrer Digitalstrategie und setzen diese auch gerne für Sie um.

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