17. April 2024

Pressemappe: Online und Print (Teil 2)

In „Pressemappe: Online und Print (Teil 1)“ haben wir bereits gezeigt, warum eine Pressemappe ein wichtiges Instrument ist, um die Berichterstattung über das eigene Unternehmen positiv zu beeinflussen und positive Akzente in Public Relations (PR) und Suchmaschinenoptimierung (SEO) zu setzen. Im zweiten Teil wird aufgezeigt, was beim Erstellen einer Pressemappe – sowohl in der Print-, als auch in der Online-/Digital-Version – beachtet werden muss, damit diese auch tatsächlich von Journalisten, Interessenten und Stakeholdern gefunden und genutzt wird und die Kosten trotzdem in einem erträglichen Rahmen bleiben.

Die Basics in jeder Pressemappe

Neben den Hintergrundinformationen über das aktuelle Event gehört in jede Pressemappe eine möglichst präzise Selbstdarstellung des Unternehmens – von der Geschichte über die Produktpalette bis hin zu den aktuellen Mitarbeiterzahlen und Geschäftsentwicklungen. Hilfreich sind hierbei gut aufbereitete Statistiken, mit denen der Journalist möglichst mit einem Blick die wesentlichen Informationen erfassen kann. Natürlich sollte der Pressemappe auch beschriftetes (!) Bildmaterial beiligen, wobei die Bedeutung dadurch nachgelassen hat, dass die Redaktionen heutzutage fast ausschließlich digitales Bildmaterial verwenden – die Bilder sind also eher als Appetithäppchen zu verstehen, mit dem auf das Bildmaterial in der digitalen Pressemappe hingewiesen wird.

Sehr wichtig ist die Liste der Ansprechpartner, und zwar aus drei Gründen. Zum ersten hinterlässt es bei dem Journalisten einen guten Eindruck, wenn Sie ihm durch die Angabe der konkreten Personen ein Gesprächsangebot bieten, das ist ein Zeichen für Transparenz und Offenheit. Zum anderen haben viele Journalisten keine Lust oder Zeit, bei der Firmenzentrale anzurufen und sich dort erst zu dem Gesprächspartner durchzukämpfen. Hat er jedoch direkt den Ansprechpartner samt Durchwahl vor Augen, dann ist die Wahrscheinlichkeit deutlich höher, dass der Journalist „mal eben“ durchruft. Zuletzt ist es auch in Ihrem Interesse, wenn vom Journalisten die „richtigen“, und damit vorbereiteten, Personen anspricht, so lassen sich Kommunikationspannen mit unvorbereiteten Mitarbeitern vermeiden.

(Relevanter) Content ist auch bei der Pressemappe King

Eine professionelle Pressemappe sollte umfassende und gut strukturierte Informationen enthalten, die Journalisten, Redakteure und andere Interessenten und Stakeholder benötigen, um über ein Unternehmen, eine Organisation, ein Produkt, eine Dienstleistungen, eine Person oder ein Ereignis informiert zu sein und zu berichten. Typische Inhalte einer Pressemappe sind:

  1. Titelblatt und Inhaltsverzeichnis:
    • Beispiel: Das Titelblatt sollte den Firmennamen, das Logo und den Veranstaltungstitel (falls zutreffend) enthalten. Das Inhaltsverzeichnis gibt einen Überblick über die enthaltenen Dokumente, um die Navigation zu erleichtern.
  2. Begrüßungsschreiben oder Vorwort:
    • Beispiel: Ein persönliches Anschreiben des Unternehmensvorstands oder der PR-Verantwortlichen, das den Zweck der Pressemappe erläutert und den Leser willkommen heißt.
  3. Unternehmensprofil:
    • Beispiel: Eine kurze Vorstellung des Unternehmens, einschließlich Gründungsjahr, Mission, Vision, wichtigster Standorte und Schlüsselbotschaften.
  4. Pressemitteilungen:
    • Beispiel: Aktuelle Pressemitteilungen zu neuen Produkten, wichtigen Ereignissen, Partnerschaften oder anderen relevanten Unternehmensnachrichten.
  5. Produkt- oder Dienstleistungsunterlagen:
    • Beispiel: Broschüren, Datenblätter oder Infografiken, die detaillierte Informationen zu den angebotenen Produkten oder Dienstleistungen enthalten.
  6. Biografien und Fotos der Schlüsselpersonen:
    • Beispiel: Kurzbiografien und hochauflösende Bilder der Geschäftsführung, Schlüsselpersonen oder Experten im Unternehmen.
  7. Hintergrundinformationen und Geschichtschronik:
    • Beispiel: Eine Chronik der Unternehmensgeschichte, Meilensteine, Erfolge und andere relevante Hintergrundinformationen.
  8. Fallstudien oder Erfolgsgeschichten:
    • Beispiel: Berichte über erfolgreiche Projekte, Kundenreferenzen oder Fallstudien, die die Leistungsfähigkeit des Unternehmens verdeutlichen.
  9. Branchenberichte und Marktanalysen:
    • Beispiel: Zusammenfassungen von Marktforschungsberichten, Branchenanalysen oder relevanten Statistiken, die das Unternehmen und seine Positionierung im Markt kontextualisieren.
  10. Medienberichterstattung:
    • Beispiel: Ausschnitte oder Kopien von Presseberichten, Artikeln oder Interviews, die das Unternehmen in der Vergangenheit erhalten hat.
  11. Kontaktinformationen:
    • Beispiel: Klare Angaben zu Ansprechpartnern für Presseanfragen, inklusive Namen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen.
  12. Verfügbarkeit für Interviews und Veranstaltungen:
    • Beispiel: Informationen darüber, ob und wie Journalisten Interviews mit Unternehmensvertretern arrangieren können, sowie Hinweise auf kommende Veranstaltungen oder Pressekonferenzen.
  13. Social-Media-Links und Online-Ressourcen:
    • Beispiel: Links zu den offiziellen Social-Media-Profilen des Unternehmens, der Webseite, Blog-Posts oder anderen relevanten Online-Plattformen.
  14. Rechtliche Hinweise und Impressum:
    • Beispiel: Rechtliche Hinweise, Haftungsausschlüsse und das Impressum, um die rechtlichen Anforderungen zu erfüllen.
  15. Multimediale Elemente:
    • Beispiel: USB-Sticks oder QR-Codes, die auf hochwertige Bilder, Videos oder Präsentationen verweisen, um visuelles Material für Journalisten bereitzustellen.

Diese Inhalte bilden eine umfassende Grundlage für eine professionelle Pressemappe. Es ist wichtig, die Informationen klar und prägnant zu präsentieren, damit Journalisten schnell auf relevante Daten zugreifen können. Eine gut gestaltete Pressemappe stärkt nicht nur die Kommunikation mit den Medien, sondern unterstützt auch die Sichtbarkeit und Positionierung eines Unternehmens in der Öffentlichkeit.

Der Schreibstil: Ruhig, sachlich, informativ

Eine Pressemappe ist keine Dauerwerbeschleife. Damit Journalisten tatsächlich auf das Material zugreifen, was Sie ihnen in Ihrer Pressemappe anbieten, kommt es darauf an, dass das Material so aufbereitet ist, dass die Journalisten dies als nützliche Information für ihre Arbeit wahrnehmen. Das bedeutet zunächst einmal, dass die Informationen in der Pressemappe auch tatsächlich der Wahrheit entsprechen, denn Journalisten mögen es naturgemäß nicht, wenn man sie hinter das Licht führt – und am Ende sitzen Journalisten in der Kommunikation immer am längeren Hebel.

Fakten. Journalisten schauen nicht in Pressemappen, um „schön geschriebene“ Lyrik zu entdecken, sondern um Informationen über das Unternehmen bzw. die Produkte des Unternehmens zu finden. Entsprechend sollten möglichst viele harte Fakten in der Mappe zu finden sein. Der Sprachstil sollte dem angepasst sein, statt werbliche Adjektive aneinanderzureihen, sollte alle Texte ruhig, sachlich und informativ geschrieben sein. Großer Vorteil: In den Zeiten des Medienwandels gehen viele Journalisten aus Zeitgründen dazu über, ganze Texte auf Pressemappen (oder auch Pressemitteilungen) per Copy & Paste zu übernehmen – aber auch nur, wenn der Schreibstil angemessen, und das bedeutet vor allem sachlich, ist.

Eine Pressemappe muss keine Hochglanzbroschüre sein

Natürlich werden Werbeagenturen und Druckereien jeden (potenziellen) Kunden dazu raten, für den Druck der Print-Pressemappe richtig tief in die Tasche zu greifen, damit diese „auch was her macht“. Aber eine Pressemappe ist keine Hochglanz-Werbebroschüre, sondern primär ein Informationsangebot für Journalisten. Dementsprechend sollte diese zwar streng dem Corporate Design folgen, jedoch nicht teuer in der Produktion sein. Im Zweifel ist ein schlichtes Design immer vorzuziehen, es kommt schließlich auf die Inhalte, nicht auf die Verpackung an, und Journalisten ist es in der Regel vollkommen egal, auf was für einem Papier und mit was für einer Drucktechnik die Mappe erstellt wurde.

Die Online-Pressemappe: Links sind Trumpf

Viele Unternehmen machen den Fehler, dass sie bei den Online-Pressemappen „viel ist viel“ denken. Dank der digitalen Revolution ist Speicherplatz kein Problem mehr, deshalb packt man alles in die Online-Pressemappe, was man auch nur irgendwie als interessant erachtet. Wir von der PR-Agentur Görs Communications raten davon ab, stattdessen empfehlen wir, die Online-Pressemappe jeweils immer identisch zur Print-Ausgabe zu gestalten – mit zwei Ausnahmen. Zum einen bietet sich ein Online-Bereich bestens an, um kostenlosen Bildmaterial in verschiedenen Auflösungen und Formaten (in der Regel .jpg) anzubieten, das natürlich auch entsprechend beschriftet wird.

Statt tausend verschiedenen Sachen – weil sie ja eventuell hilfreich sind – in die Online-Pressemappe zu tun, empfiehlt es sich, die Online-Pressemappe analog zur Print-Pressemappe zu gestalten, dafür aber mit Links zu sämtlichen weiterführenden Themen. Auf diese Weise behält der Journalist die Übersicht, die Online-Pressemappe ist schlicht, beeinhaltet aber dank der Links wertvolle Zusatzinformationen. Wichtig: Technische Spielereien wie Flash, YouTube-Filme oder gar animierte Gifs haben in einer Pressemappe nichts verloren, das schadet nicht nur der Seriosität, sondern behindert die Journalisten beim Copy & Paste. Immer daran denken: Journalisten stehen unter enormen Zeitdruck und werden täglich mit hunderten Informationen „bombardiert“ – daher muss eine (digitale) Pressemappe maximale Unterstützung im Redaktionsalltag bieten.

Online und Print: Aktualität ist ist Trumpf

Ein weiterer Grund, warum die Online-Pressemappe analog zur Online-Pressemappe gestaltet werden sollte, ist die starke Bedeutung der Aktualität. Kein Journalist möchte veraltete Informationen verwenden, außerdem macht eine verstaubte Pressemappe einen schlechten Eindruck. Deshalb sollte die Pressemappe regelmäßig – und erst recht vor wichtigen Messen, Pressekonferenzen etc. – angepasst werden. Die Zahlen und die Datumsangaben müssen überprüft und geändert werden, Fotomaterial eventuell erneuert und sämtliche Kontaktadressen ebenfalls einer Überprüfung unterzogen werden. Und da spart man sich auf die Dauer eine Menge Arbeit, wenn die Print- und die Onlineausgabe „in einem Abwasch“ erneuert werden können.

Wegen der ständigen Überarbeitung bietet es sich bei der Print-Ausgabe an, nicht „auf halde“ zu produzieren, sondern immer nur in geringer Stückzahl, und dann auch so, dass die einzelnen Blätter ausgetauscht werden können, damit nicht wegen einer einzigen Kontaktadresse sämtliche Pressemappen auf den Müll befördert werden müssen.

Pressestimmen

Viele Unternehmen machen es nicht, trotzdem raten wir von Görs Communications dazu, Pressestimmen in die Pressemappe zu legen. Pressestimmen verleihen immer eine gewisse Autorität, insbesondere, wenn sie von „angesehenen“ Zeitungen oder Zeitschriften stammen. Ein kleiner Nebeneffekt: Mit Pressestimmen macht eine Pressemappe auch bei potenziellen Kunden mehr Eindruck, wenn Interesse besteht, kann der Vertrieb die Pressemappe also auch „mitbenutzen“, auf diese Weise lässt sich das Kosten/Nutzen-Verhältnis der Pressemappe noch weiter steigern.

FAZIT

Der zweite Teil unseres Artikels rund um die Konzeption, Erstellung, Verbreitung und Suchmaschinenoptimierung von Pressemappen verdeutlicht die entscheidenden Aspekte bei der Erstellung von Online-/Digital-Versionen von Pressemappen. Hierbei liegt der Fokus darauf, wie eine digitale Pressemappe effektiv gefunden und genutzt werden kann, während die Kosten im vertretbaren Rahmen bleiben. Der Beitrag bietet eine umfassende Anleitung mit praxisnahen Beispielen für die Gestaltung und Optimierung digitaler Pressemappen.

Der Artikel hebt hervor, dass Content in der Pressemappe einen zentralen Stellenwert einnimmt. Durch die sorgfältige Zusammenstellung verschiedener Elemente, von Texten bis zu Multimedia-Inhalten, kann die Pressemappe als wirkungsvolles Kommunikationsmittel dienen.

Besonders wichtig ist die Betonung eines ruhigen, sachlichen und informativen Schreibstils, der auf Fakten basiert. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, Journalisten mit prägnanten Informationen zu versorgen, anstatt sie mit werblicher Sprache zu überladen.

Der Artikel gibt auch klare Hinweise für die Erstellung von Online-Pressemappe und betont, dass weniger manchmal mehr ist. Anstelle einer überladenen Online-Präsenz wird empfohlen, die digitale Version parallel zur Print-Ausgabe zu gestalten und durch Links zu relevanten Themen zu ergänzen.

Die Bedeutung von Aktualität wird betont, da veraltete Informationen das Vertrauen beeinträchtigen können. Die Möglichkeit, Online- und Print-Versionen gleichzeitig zu aktualisieren, wird als effizienter Ansatz präsentiert.

Die Integration von Pressestimmen wird als zusätzliches Mittel zur Steigerung der Glaubwürdigkeit und Autorität einer Pressemappe empfohlen. Der Beitrag schließt mit dem Appell, dass die Pressemappe nicht nur ein Werkzeug für Medienkontakte ist, sondern auch bei potenziellen Kunden positiven Eindruck hinterlassen kann.

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

Pressemappe: Online und Print (Teil 1)

Da man regelmäßig Sätze wie „Pressemappe? Ist das nicht ein bisschen antiquiert?“ oder „Der ganze Aufwand, und am Ende landet die Pressemappe doch im Müll“ hört, ein paar Sätze hier im Görs Communications Blog, warum wir unseren Kunden weiterhin empfehlen, Pressemappen zusammenzustellen – und das auch in doppelter Form, einmal als klassisches Print-Produkt, das man den Journalisten und sonstigen Interessenten und Stakeholdern in die Hand drücken kann, und dann natürlich auch als digitales Online-Angebot.

Kommunikation durch Pressemappen positiv beeinflussen

An den entscheidenden Gründen, warum eine Pressemappe sinnvoll ist, hat sich in den letzten Jahrzehnten nicht viel geändert – hinzu kommen nur noch die Bedingungen des Medienwandels, in dem der Redaktionsalltag immer hektischer wird und die Online-Recherche eine immer bedeutendere Stellung einnimmt. Generell ist eine Pressemappe so etwas wie ein Aushängeschild des Unternehmens bei Journalisten, eine professionelle Pressemappe zeugt von einer seriösen Informationspolitik, und lässt das Unternehmen daher bereits durch die eigene Existenz besser erscheinen. Die positiven SEO-Auswirkungen sind dabei nicht zu unterschätzen – digitale Pressemappen können von den Suchmaschinen wie Google & Co. gut und hoch gerankt werden.

Eine Pressemappe bietet einem Unternehmen die Möglichkeit, die Berichterstattung über das eigene Unternehmen positiv zu beeinflussen. Man kann wichtige Botschaften bereits im Vorfeld platzieren, und muss nicht im Nachhinein auf „schlechte“ oder „unwahre“ Presse reagieren. Ermöglicht wird dies dadurch, dass Journalisten trotz Google, Wikipedia & Co. noch immer gerne für ihre Recherche auf Pressemappen zurückgreifen – und das bei mehreren Szenarien. Grundsätzlich muss man davon ausgehen, dass Journalisten keine „Insider“ sind, wenn es um Ihr Unternehmen geht – sie kennen den Namen des Unternehmens, sie kennen vielleicht ein paar Produkte, wissen in etwa, wie groß das Unternehmen ist, dann hört es aber meist auch schon auf. Dass dem so ist, liegt in der Natur der Sache, denn Journalisten müssen sich in ihrem Berufsleben mit so vielen Institutionen auseinandersetzen, dass sie zwangsläufig immer nur über begrenztes Wissen verfügen.

Eine professionelle Pressemappe ist ein vielseitiges Instrument, das in verschiedenen Situationen eingesetzt werden kann, um Informationen über eine Organisation, eine / mehrere Person/en, ein Unternehmen, ein Produkt, eine Dienstleistung oder ein Ereignis bereitzustellen. Hier sind zehn häufige Einsatzgebiete mit Praxisbeispielen:

  1. Unternehmenspräsentation:
    • Beispiel: Ein neues Unternehmen erstellt eine Pressemappe, um Journalisten, potenziellen Investoren und anderen Interessengruppen grundlegende Informationen über das Unternehmen, seine Geschichte, Mission und Produkte/Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen.
  2. Produkt- oder Dienstleistungseinführung:
    • Beispiel: Ein Technologieunternehmen entwickelt eine Pressemappe, um bei der Markteinführung eines neuen Produkts detaillierte Informationen, technische Spezifikationen und Bilder bereitzustellen, um das Interesse der Medien zu wecken.
  3. Veranstaltungsankündigung:
    • Beispiel: Eine Organisation plant ein großes Event und erstellt eine Pressemappe, um Journalisten alle relevanten Details, wie Datum, Ort, Agenda und prominente Teilnehmer, zur Verfügung zu stellen.
  4. Firmenjubiläum oder Meilenstein:
    • Beispiel: Ein Unternehmen feiert sein 50-jähriges Bestehen und erstellt eine Pressemappe, um die Geschichte des Unternehmens, seine Erfolge und die Pläne für die Zukunft zu präsentieren.
  5. Krisenkommunikation:
    • Beispiel: Im Falle eines PR-Notfalls, wie einer Produktrückrufaktion, kann eine Pressemappe dazu dienen, umfassende Informationen zur Krise, den getroffenen Maßnahmen und den zukünftigen Schritten bereitzustellen.
  6. Finanzberichterstattung:
    • Beispiel: Ein börsennotiertes Unternehmen erstellt eine Pressemappe, um Journalisten bei der Analyse und Berichterstattung über finanzielle Ergebnisse, Quartalszahlen und Geschäftsberichte zu unterstützen.
  7. Personenprofil:
    • Beispiel: Ein öffentlicher Persönlichkeit, wie ein Künstler oder Sportler, erstellt eine Pressemappe, um Journalisten Zugang zu biografischen Informationen, Karriere-Highlights und aktuellen Projekten zu gewähren.
  8. Kooperationsankündigung:
    • Beispiel: Zwei Unternehmen schließen eine strategische Partnerschaft, und eine Pressemappe wird erstellt, um Medienvertretern Informationen über die Zusammenarbeit, die Ziele und die Vorteile für beide Parteien zu liefern.
  9. Forschungs- oder Innovationsprojekt:
    • Beispiel: Ein Forschungsinstitut präsentiert eine Pressemappe, um Journalisten Einblick in ein neues wissenschaftliches Projekt zu geben, dessen Zielsetzung, Methodik und potenziellen Auswirkungen.
  10. Branchenberichterstattung:
    • Beispiel: Eine Branche veröffentlicht eine Pressemappe, um Medienvertretern Informationen über aktuelle Trends, Herausforderungen und Entwicklungen in der Branche zur Verfügung zu stellen.

Die oben genannten Beispiele verdeutlichen, wie eine Pressemappe in verschiedenen Kontexten als effektives Kommunikationsmittel eingesetzt werden kann, um Medienvertreter und andere Interessengruppen zu informieren und zu engagieren.

Szenario Pressekonferenz

Einfach mal als Szenario eine Pressekonferenz vorstellen. Ein Unternehmen stellt ein innovatives Produkt vor, durch geschickte PR-Arbeit ist es gelungen, 20 Journalisten der unterschiedlichen Fachzeitschriften für die Pressekonferenz zu gewinnen. Das Produkt hält, was es verspricht, die Präsentation verlief erfolgreich und alle Nachfragen konnten perfekt beantwortet werden – die Berichterstattung über das Produkt wird also aller Wahrscheinlichkeit positiv sein. Jetzt sitzen die Journalisten aber in Ihrer Redaktion vor dem Rechner und schreiben den Artikel und ihnen fällt dabei ein, dass ja noch zwei oder drei Absätze über das Unternehmen sinnvoll wären. Und für diese zwei oder drei Absätze brauchen sie Fakten, die sie nicht haben, um sich daran langzuhangeln. Haben Sie den Journalisten eine Pressemappe in die Hand gedrückt, werden diese aller Wahrscheinlichkeit nach dort zuerst reinschauen und Ihre Informationen übernehmen. Alternativ kann es natürlich auch sein, dass der Journalist die Online-Pressemappe verwendet und der Einfachkeit halber sogar ganze Sätze per Copy & Paste übernimmt.

Verfügen Sie hingegen nicht über eine Pressemappe, ist der Journalist gezwungen, seine Informationen sich anderswo zu besorgen, in der Regel per Online-Recherche. Und da kann es sein, dass er falschen Informationen aufsitzt, negative Berichte über Ihr Unternehmen liest oder aufgrund mangelnder Informationen ganz auf die zwei, drei Absätze über das Unternehmen verzichtet. Und das ist aus PR-Sicht bestenfalls eine vertane Chance, schlimmstenfalls sogar ein ziemliches Ärgernis, nämlich, wenn sich durch die Recherche negative Inhalte in den Artikel geschmuggelt haben.

Szenario Onlinerecherche

Oder stellen Sie sich als weiteres Szenario vor, dass ein Journalist bei der Recherche zu einem Artikel über ein Produkt von Ihnen oder über ihr Unternehmen stolpert. Aus irgendeinem Grund haben Sie das Interesse des Journalisten geweckt, der in der Redaktion vor seinem Rechner sitzt und noch eine Stunde hat, um den Artikel zu beenden.

Der Journalist wird sich sicher nicht die Mühe machen, umständlich Informationen über Ihr Unternehmen einzuholen, sondern er wird so vorgehen, wie er es gewohnt ist. Kurz auf die Webseite ihres Unternehmens schauen, dort auf den Pressebereich gehen und sich dort die relevanten Informationen übernehmen. Vielleicht sagen ihm sogar das Bildmaterial zu, dass Sie dort anbieten, und ein oder zwei Bilder schaffen es in den Artikel.

Bieten Sie ihm hingegen keine Informationen an, dann wird er, ähnlich wie im ersten Szenario, entweder seine Informationen von anderen Quellen im Internet beziehen, oder er wird den Teil über Ihr Unternehmen entweder ganz weglassen oder zusammenkürzen. Und damit hat Ihr Unternehmen nicht nur die Chance verpasst, es praktisch ganz nebenbei und ohne eigenes Zutun in eine Zeitschrift/Zeitung zu gelangen, es hat auch die Chance verpasst, die Berichterstattung durch eine gute Pressemappe in die richtigen Bahnen zu lenken.

Positive Auswirkungen von digitalen Pressemappen auf die Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Die Verwendung von professionellen digitalen Pressemappen kann positive Auswirkungen auf die Suchmaschinenoptimierung (SEO) haben:

  1. Keyword-Optimierung:
    • Praxisbeispiel: Durch die gezielte Platzierung relevanter Keywords in den digitalen Pressemappen, insbesondere in Titeln, Überschriften und Meta-Beschreibungen, können Unternehmen ihre Sichtbarkeit in den Suchergebnissen verbessern. Zum Beispiel könnte eine Pressemappe für ein neues Produkt wichtige Produkt- und Branchenbegriffe enthalten.
  2. Qualitativ hochwertige Inhalte:
    • Praxisbeispiel: Suchmaschinen bevorzugen qualitativ hochwertige Inhalte. Professionelle Pressemappen, die gut strukturiert, informativ und relevant sind, bieten Mehrwert für Benutzer. Ein Unternehmen, das eine umfassende Pressemappe zu einem Branchenbericht oder einem innovativen Produkt veröffentlicht, kann positiv von Suchalgorithmen bewertet werden.
  3. Backlinks und Verlinkungen:
    • Praxisbeispiel: Wenn Journalisten, Blogger oder andere Websites auf die digitale Pressemappe verlinken, um Informationen zu übernehmen, entstehen wertvolle Backlinks. Diese Backlinks können die Glaubwürdigkeit und Autorität einer Website erhöhen, was sich positiv auf das SEO-Ranking auswirken kann.
  4. Multimedia-Inhalte:
    • Praxisbeispiel: Digitale Pressemappen können Fotos, Videos und andere multimediale Elemente enthalten. Suchmaschinen berücksichtigen auch multimediale Inhalte bei der Bewertung von Webseiten. Ein Unternehmen, das hochwertige Bilder und Videos in seiner Pressemappe bereitstellt, kann von einer verbesserten Sichtbarkeit in den Suchergebnissen profitieren.
  5. Mobile Optimierung:
    • Praxisbeispiel: Da viele Nutzer heutzutage mobil auf Informationen zugreifen, ist die mobile Optimierung entscheidend. Professionelle digitale Pressemappen sollten für mobile Geräte optimiert sein, was nicht nur die Benutzerfreundlichkeit verbessert, sondern auch das SEO-Ranking positiv beeinflussen kann.
  6. Aktualität und Frische der Inhalte:
    • Praxisbeispiel: Suchmaschinen bevorzugen frische und aktuelle Inhalte. Unternehmen, die regelmäßig aktualisierte digitale Pressemappen mit aktuellen Informationen veröffentlichen, können von Suchalgorithmen als relevanter eingestuft werden.
  7. Social-Media-Integration:
    • Praxisbeispiel: Digitale Pressemappen können leicht über soziale Medien geteilt werden. Wenn Nutzer Inhalte über Plattformen wie Twitter, Facebook oder LinkedIn teilen, kann dies zu einer erhöhten Sichtbarkeit führen und positive Signale für die Suchmaschinen senden.

Positive SEO-Ranking-Auswirkungen: Die positiven SEO-Aspekte von professionellen digitalen Pressemappen können zu einer verbesserten Sichtbarkeit in den Suchergebnissen führen. Suchmaschinen-Algorithmen berücksichtigen Faktoren wie relevante Keywords, hochwertige Inhalte, Backlinks, Multimedia und die mobile Optimierung bei der Bewertung von Webseiten. Wenn diese Elemente effektiv in digitalen Pressemappen integriert werden, kann dies zu höheren Platzierungen in den Suchergebnissen und einer insgesamt stärkeren Online-Präsenz führen.

Warum Journalisten auf Pressemappen zurückgreifen

Viele  Unternehmen (und auch deren PR-Verantwortliche) machen den Fehler, dass sie eine gewisse „Bunkermentalität“ an den Tag legen, wenn es um Medien geht. Man erwartet eigentlich nur negative Berichte, ist überzeugt, dass Journalisten eher Schlechtes als Gutes über einen denken. Dabei gehen die meisten Journalisten – so Sie es sich nicht vorher mit ihnen verscherzt haben – meist ziemlich ergebnisoffen auf Unternehmen zu. Es wird eben nicht von vornherein „das Schlechteste“ gedacht, sondern man bringt Ihnen sogar ein gewisses Grundvertrauen entgegen.

Und das Grundvertrauen überträgt sich auch auf Ihre Pressemappe. Journalisten sind es gewöhnt, mit Pressemappen zu arbeiten, weil diese seit Jahrzehnten die Arbeit der Journalisten erleichtern. Sie arbeiten praktisch „aus Gewohnheit“ mit den Pressemappen und gehen angesichts Ihres Grundvertrauens auch davon aus, dass die Informationen, die in den Pressemappen stehen, auch der Wahrheit entsprechen.

Aber jeder Journalist hatte auch schon „schlechte“ Pressemappen in der Hand, die das anfängliche Vertrauen zerstört haben – sei es, weil die Form nicht den Standards entsprach, die Sprache in der Pressemappe einer einzigen Werbedauerschleife entsprach oder die Fakten schlichtweg falsch waren. Und das darf Ihnen auf keinen Fall passieren, weil dann das passiert, was bei der Bunkermentalität befürchtet wird, nämlich, dass die Journalisten eher Schlechtes als Gutes über das Unternehmen berichten.

FAZIT

Der Blogartikel von Görs Communications über die Bedeutung von Pressemappen, sowohl in gedruckter als auch digitaler Form, bietet einen fundierten Einblick in die nach wie vor relevante Rolle dieser Kommunikationsinstrumente. Angesichts von Skepsis und Fragen zur Aktualität von Pressemappen liefert der Artikel überzeugende Argumente und Praxisbeispiele für ihre Wirksamkeit.

Der Beitrag hebt hervor, dass die Gründe für die Sinnhaftigkeit von Pressemappen über die Jahre stabil geblieben sind. Sie dienen als Aushängeschild eines Unternehmens, signalisieren eine seriöse Informationspolitik und tragen dazu bei, die Berichterstattung positiv zu beeinflussen. Die SEO-Aspekte werden ebenso betont, insbesondere die Bedeutung von Keyword-Optimierung, hochwertigen Inhalten, Backlinks und der Integration von Multimedia.

Die praxisnahen Szenarien einer Pressekonferenz und Onlinerecherche verdeutlichen die Rolle von Pressemappen bei der Unterstützung von Journalisten und der gezielten Beeinflussung der Berichterstattung. Das Fehlen einer Pressemappe wird als Risiko für vertane Chancen und mögliche negative Berichterstattung herausgestellt.

Abschließend werden die positiven Auswirkungen von digitalen Pressemappen auf die SEO-Rankings beleuchtet. Die Integration von relevanten Keywords, qualitativ hochwertigen Inhalten, Backlinks und die mobile Optimierung tragen dazu bei, die Sichtbarkeit im Online-Bereich zu stärken.

Insgesamt bietet der Artikel von Görs Communications eine umfassende Perspektive auf die Bedeutung von Pressemappen in der modernen Kommunikationslandschaft, sowohl für den direkten Kontakt mit Journalisten als auch im Kontext der Suchmaschinenoptimierung.

Was Sie bei der Pressemappe beachten müssen, damit Journalisten und Interessenten keinen schlechten ersten Eindruck durch die Pressemappe erhalten, verraten wir im Blog Artikel Pressemappe: Online und Print (Teil 2).

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

Business-to-Business PR (B2B-PR)

Was ist Business-to-Business PR?

  1. Definition von „PRSA“ (Public Relations Society of America):
    • Die PRSA definiert B2B-PR als „die Verwaltung von Kommunikation und Beziehungen zwischen einem Unternehmen und anderen Geschäftsorganisationen.“ Diese Definition hebt die Bedeutung der Kommunikation und Beziehungspflege zwischen Unternehmen hervor.
    • Quelle: Public Relations Society of America
  2. Definition von „PRWeek“:
    • PRWeek beschreibt B2B-PR als „die Kunst und Wissenschaft der Schaffung, Pflege und Verbesserung von Beziehungen zwischen einem Unternehmen und anderen Organisationen.“ Diese Definition betont die strategische Natur von B2B-PR.
    • Quelle: PRWeek
  3. Definition von „Institute for Public Relations (IPR)“:
    • Das IPR hebt in seiner Definition von B2B-PR hervor, dass es sich um „die gezielte, planvolle und kontinuierliche Anwendung der Kommunikationstheorie, Forschung, strategischer Planung und -ausführung handelt, um das Verständnis und die Meinung in Zielmärkten zu beeinflussen.“ Hier liegt der Fokus auf der strategischen Anwendung von PR-Grundsätzen in einem B2B-Kontext.
    • Quelle: Institute for Public Relations

Diese Definitionen vermitteln einen Überblick über den Charakter von Business-to-Business Public Relations und betonen die Bedeutung der Beziehungen zwischen Unternehmen sowie die strategische Anwendung von Kommunikationsprinzipien in diesem Kontext.

Business-to-Business-PR ist vielfältiger und komplexer als gedacht (vor allem von KMU)

Business-to-Business PR (B2B PR) ist weitaus mehr, als einfach nur zur Produkteinführung Pressemitteilungen an die relevanten Fachmedien zu verschicken. Vielmehr bedarf es ein Bündel an Kommunikationsmaßnahmen, die eng aufeinander abgestimmt sind – vom B2B-Marketing über kontinuierliche Public Relations (PR) und Pressearbeit und Messepräsenz über Newsletter und Whitepaper bis hin zu eigenen Seminaren, Webwaren und Schulungen.

Der Grund hierfür liegt zum einen in der spitzen Zielgruppe, zum anderen im deutlich höheren Informationsbedarf auf Kundenseite. Während „normale“ Konsumenten im B2C-Bereich ihre Kaufentscheidungen häufig aus dem Bauch heraus tätigen – weshalb Image und Marke gerade bei Konsumgütern so unheimlich wichtig sind – sind beim Kauf von Industrie- und Investitionsgütern in der Regel mehrere Personen beteiligt, die einen deutlich höheren Informationsbedarf haben, um ihre komplexe Kaufentscheidung so rational wie möglich zu fällen. In diesem Artikel besprechen wir die Vorteile von B2B-PR für Ihre Marke und wie sie funktioniert. Wir werden auch einige praktische Tipps geben, wie Sie B2B-PR effektiv in Ihrer Marketingstrategie einsetzen können.

Trotz der Informationslastigkeit bei B2B PR spielen Markenbekanntheit und Image jedoch auch eine nicht zu unterschätzende Rolle – den Marketing- und PR-Verantwortlichen muss also ein Spagat gelingen, bei dem sowohl der Informationsbedarf auf Käuferseite gestillt wird, als auch das Image und die Markenbekanntheit verbessert wird. Und das alles unter den Bedingungen eines zunehmend verfasernden (Medien-)Marktes, einer spitzen Zielgruppe, eines begrenzten Budgets und das alles am besten mit einem begrenzten Zeit- und Arbeitsaufwand und direkt messbaren Ergebnissen.

Wie kann B2B-PR Ihrem Unternehmen helfen?

Business-to-Business-PR (B2B-PR) ist ein wesentlicher Bestandteil der Marketingstrategie eines jeden Unternehmens. Es hilft Ihrem Unternehmen, potenzielle Kunden zu erreichen und Beziehungen zu ihnen aufzubauen. B2B-PR kann Ihnen helfen, Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit zu schaffen, die Markenbekanntheit zu steigern, die Aufmerksamkeit auf Ihre Produkte oder Dienstleistungen zu lenken und Leads zu generieren.

Indem Sie sich auf die Bedürfnisse Ihrer Geschäftskunden konzentrieren, kann B2B-PR verwendet werden, um bestimmte Zielgruppen anzusprechen und Beziehungen zu ihnen aufzubauen. Mit den richtigen Strategien können Sie mit B2B-PR sicherstellen, dass Ihre Botschaft die richtigen Personen zur richtigen Zeit erreicht. Dies wird Ihnen helfen, mehr qualifizierte Leads zu erhalten und letztlich den Umsatz für Ihr Unternehmen zu steigern.

Beispiele für erfolgreiche Business-to-Business-PR

Business-to-Business (B2B) Public Relations (PR) ist ein wichtiger Bestandteil jeder erfolgreichen Geschäftsstrategie. Es geht darum, Beziehungen zu wichtigen Stakeholdern aufzubauen, Vertrauen aufzubauen und einen positiven Eindruck von Ihrem Unternehmen in den Augen potenzieller Kunden zu schaffen. Zu den bewährten Best Practices für B2B-PR gehören die Entwicklung einer klaren und konsistenten Botschaft, die Teilnahme an Öffentlichkeitsarbeit, das Betreiben und die Pflege eines eigenen Blogs, die Nutzung von Medienbeziehungen und die Nutzung sozialer Medien, um neue Zielgruppen zu erreichen. Beispiele für erfolgreiche Business-to-Business-PR-Kampagnen sind die „Smarter Planet“-Kampagne von IBM und die „Think Different“-Kampagne von Apple. Beide Kampagnen wurden entwickelt, um eine starke emotionale Bindung zu ihrer Zielgruppe herzustellen und die Bekanntheit ihrer jeweiligen Marke zu steigern.

20 bewährte BtB-PR-Maßnahmen

Business-to-Business Public Relations (BtB-PR) umfassen eine Vielzahl von Maßnahmen, die darauf abzielen, die Kommunikation zwischen Unternehmen zu fördern und das Image sowie die Beziehungen zu Geschäftspartnern zu stärken. Görs Communications skizziert im Folgenden 20 bewährte BtB-PR-Maßnahmen mit praktischen Beispielen:

  1. Pressemitteilungen:
    • Maßnahme: Veröffentlichung von Pressemitteilungen über bedeutende Unternehmensereignisse.
    • Beispiel: Eine B2B-Firma gibt eine Pressemitteilung heraus, um die Einführung eines innovativen Produkts für Geschäftskunden zu verkünden.
  2. Fallstudien:
    • Maßnahme: Erstellung von Fallstudien über erfolgreiche Anwendungen von Produkten oder Dienstleistungen.
    • Beispiel: Ein B2B-Unternehmen präsentiert eine Fallstudie über die Implementierung seiner Softwarelösung, die die Effizienz eines Kundenunternehmens erheblich gesteigert hat.
  3. Branchenanalysen:
    • Maßnahme: Veröffentlichung von Analysen zu Trends und Entwicklungen in der Branche.
    • Beispiel: Ein Technologieunternehmen veröffentlicht eine Branchenanalyse, die die Auswirkungen neuer Technologien auf Unternehmen in einer bestimmten Branche untersucht.
  4. Fachartikel:
    • Maßnahme: Verfassen und Veröffentlichen von Fachartikeln in relevanten Branchenmagazinen oder Online-Plattformen.
    • Beispiel: Der CEO eines B2B-Unternehmens schreibt einen Artikel über die Zukunft von erneuerbaren Energien in einer Fachzeitschrift für Energie.
  5. Messen und Veranstaltungen:
    • Maßnahme: Teilnahme an branchenspezifischen Messen und Veranstaltungen.
    • Beispiel: Ein B2B-Unternehmen für Maschinenbau präsentiert seine neuesten Produkte auf einer internationalen Fachmesse.
  6. Webinare und Schulungen:
    • Maßnahme: Durchführung von Online-Schulungen und Webinaren zu relevanten Themen.
    • Beispiel: Ein B2B-Softwareanbieter veranstaltet ein Webinar zur Optimierung von Geschäftsprozessen durch den Einsatz ihrer Softwarelösungen.
  7. Kundenreferenzen:
    • Maßnahme: Sammeln und Präsentieren von positiven Kundenreferenzen.
    • Beispiel: Ein B2B-Dienstleistungsunternehmen veröffentlicht Kundenreferenzen auf seiner Website, die die Zufriedenheit und den Mehrwert seiner Dienstleistungen zeigen.
  8. Podcasts:
    • Maßnahme: Erstellung und Veröffentlichung von Podcasts zu branchenspezifischen Themen.
    • Beispiel: Eine B2B-Marketingagentur startet einen Podcast, der Experteninterviews und Diskussionen über aktuelle Marketingtrends bietet.
  9. Social Media-Engagement:
    • Maßnahme: Aktive Teilnahme und Interaktion in sozialen Netzwerken.
    • Beispiel: Ein B2B-Unternehmen für IT-Dienstleistungen nutzt LinkedIn, um Branchenbeiträge zu teilen, Diskussionen zu führen und sein Fachwissen zu präsentieren.
  10. Thought Leadership:
    • Maßnahme: Positionierung von Führungskräften als Meinungsführer in der Branche.
    • Beispiel: Der CEO eines B2B-Unternehmens veröffentlicht regelmäßig Artikel und gibt Interviews, um als Experte in seinem Bereich wahrgenommen zu werden.
  11. Influencer-Marketing:
    • Maßnahme: Zusammenarbeit mit Brancheninfluencern, um die Reichweite und Glaubwürdigkeit zu erhöhen.
    • Beispiel: Ein B2B-Marketingsoftwareanbieter arbeitet mit einem bekannten Marketingexperten zusammen, um gemeinsame Webinare zu veranstalten und Inhalte zu teilen.
  12. Kundenveranstaltungen:
    • Maßnahme: Organisation von exklusiven Veranstaltungen für bestehende Kunden.
    • Beispiel: Ein B2B-Logistikunternehmen lädt bestehende Kunden zu einer Networking-Veranstaltung ein, um Beziehungen zu vertiefen und Feedback zu sammeln.
  13. Newsletter:
    • Maßnahme: Regelmäßiger Versand von Newslettern mit relevanten Brancheninformationen.
    • Beispiel: Ein B2B-Unternehmen im Finanzbereich verschickt monatliche Newsletter mit Marktanalysen, Gesetzgebungsupdates und Unternehmensneuigkeiten.
  14. Online-PR:
    • Maßnahme: Optimierung von Online-Präsenz durch Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Online-Reputation-Management.
    • Beispiel: Ein B2B-Technologieunternehmen implementiert SEO-Strategien, um in den Suchergebnissen besser gefunden zu werden und die Sichtbarkeit zu erhöhen.
  15. Partnerschaften und Kooperationen:
    • Maßnahme: Eingehen von strategischen Partnerschaften mit anderen Unternehmen.
    • Beispiel: Ein B2B-Softwareanbieter bildet eine strategische Partnerschaft mit einem Cloud-Service-Anbieter, um gemeinsame Lösungen anzubieten.
  16. CSR-Initiativen (Corporate Social Responsibility):
    • Maßnahme: Teilnahme an sozialen und umweltbezogenen Initiativen.
    • Beispiel: Ein B2B-Unternehmen startet eine CSR-Initiative, indem es sich für umweltfreundliche Praktiken in der Produktion einsetzt und Spendenaktionen für wohltätige Zwecke durchführt.
  17. Testimonials und Experteninterviews:
    • Maßnahme: Veröffentlichen von Kunden-Testimonials und Interviews mit brancheninternen Experten.
    • Beispiel: Ein B2B-Unternehmen für Marketingsoftware veröffentlicht ein Video-Interview mit einem Kunden, der die positiven Auswirkungen der Software auf sein Unternehmen erläutert.
  18. Online-Bewertungen und -Bewertungsmanagement:
    • Maßnahme: Aktive Verwaltung von Online-Bewertungen und Feedback.
    • Beispiel: Ein B2B-Dienstleistungsunternehmen reagiert proaktiv auf Kundenbewertungen, dankt für positives Feedback und adressiert konstruktive Kritik.
  19. Gezielte E-Mail-Kampagnen:
    • Maßnahme: Durchführung von gezielten E-Mail-Marketing-Kampagnen.
    • Beispiel: Ein B2B-Unternehmen für Softwarelösungen sendet personalisierte E-Mails an potenzielle Kunden, die deren spezifische Anforderungen und Herausforderungen ansprechen.
  20. Exklusive Marktforschung:
    • Maßnahme: Durchführung von exklusiven Marktforschungsstudien und Veröffentlichung der Ergebnisse.
    • Beispiel: Ein B2B-Unternehmen im Bereich Finanzen führt eine Studie durch, die Einblicke in die aktuellen Markttrends und -praktiken bietet und die Ergebnisse öffentlich teilt.

Diese Maßnahmen zeigen die Vielfalt der B2B-PR-Strategien, die Unternehmen einsetzen können, um ihre Kommunikation zu stärken, das Image zu verbessern und langfristige Beziehungen mit Geschäftspartnern aufzubauen.

Die B2B-PR-Hausaufgaben

Mediadaten Fachzeitschriften für B2B PR
Mediadaten Fachzeitschriften für B2B PR

Es ist alles andere als prickelnd, aber ohne eine intensive Beobachtung der Fachmedien-Landschaft kann auch 2024 keine sinnvolle B2B PR betrieben werden – das Wälzen der Fachmagazine (und ihrer Mediadaten) gehört auch weiterhin zu den elementaren Hausaufgaben eines jeden PR- und Marketing-Verantwortlichen im B2B-Bereich. Und das beileibe nicht nur bei der Anzeigen-Schaltung; eine intensive Kenntnis der Medienlandschaft ist bei BtB PR unabdingbar.

Gleiches gilt für die Journalisten-Kontakte. Ein gutes Vertrauensverhältnis und der persönliche Kontakt sind schlichtweg Gold wert – und da genügt es eben nicht, einen guten und gepflegten Verteiler zu haben und regelmäßig Presseinformationen zu versenden. Vielmehr müssen die Journalisten das Gefühl (und das Wissen) haben, dass sie sich jederzeit an Sie wenden können, wenn sie Fragen haben – und dabei auch jederzeit ehrliche und informative Antworten bekommen.

Das wiederum setzt aber voraus, dass die Marketing- und PR-Verantwortlichen sich nicht nur mit Kommunikationsfragen, sondern auch mit der inhaltlichen Materie auskennen. Ein PR-Berater ist in der Regel zwar kein Diplom-Ingenieur, aber er sollte zumindest so tief im Thema stecken, dass er genügend Fachexpertise besitzt, um tatsächlich auch als relevanter Ansprechpartner wahrgenommen zu werden. Aus diesem Grund setzten Unternehmen in der Regel auch auf eine Marketing- und PR-Agentur, die die notwendigen Erfahrungen und Kontakte im B2B-Bereich vorzuweisen hat – ein guter PR-Berater für Mode ist schließlich nicht auch ein guter PR-Berater für den Maschinenbau.

Da Informationen und Fachwissen bei der B2B PR eine entscheidende Funktion haben, ist der Kommunikationsfluß innerhalb des Unternehmens enorm wichtig. In jedem Unternehmen finden sich Spezialisten für ihr Thema – sei es in der Entwicklung, im Service, in der Wartung oder auch im Vertrieb. Und das Spezialwissen ist in der Kommunikation ein entscheidender Faktor in der Kundenansprache. Gute Kommunikationsverantwortliche sollten sich dessen immer bewusst sein – und ein gutes und vertrauensvolles Verhältnis nach innen und außen pflegen und einen steten Informationsfluß sicherstellen. Getreu dem „Live together, die alone“-Motto.

Überhaupt kommt der Verzahnung der einzelnen Kommunikationsmaßnahmen eine große Bedeutung zu. Mit einem Messeauftritt allein ist wenig gewonnen, vielmehr muss er gezielt vor, während und nach der Messe kommuniziert werden. Und das so, dass der Messeauftritt nicht als Selbstzweck („Besuchen Sie uns auf der….“) bei den PR-Maßnahmen rüberkommt, sondern mit den entscheidenden Stärken des Unternehmens und der Produkte verknüpft ist. Gleiches gilt für Newsletter. Newsletter sind ein gutes und bewährtes Mittel, um den Kontakt mit den Kunden und anderen Stakeholdern zu halten. Sie sind aber eben nur ein (!) Mittel, das zudem noch beworben werden will – ohne neue Leser steht der Aufwand irgendwann in keinem Verhältnis mehr zum Ertrag. Corporate Publishing ergibt schließlich nur dann Sinn, wenn das Ergebnis am Ende auch tatsächlich gelesen wird und nicht gleich in den (virtuellen) Mülleimer geschmissen wird.

Alles Fragen, die neben der Kommunikationsstärke enorme Erfahrung im spzifischen Markt voraussetzen. Erfahrung, die durchaus viele PR- und Marketing-Verantwortliche haben, schließlich haben wir bisher nur über die „klassische“ Business-to-Business PR (B2B PR) geschrieben. Was jedoch für viele Neuland ist, ist Business-to-Business Content Marketing (B2B Contentmarketing). Also das digitale Pendant zur klassischen (inhaltsgetriebenen) PR. Ein Thema, das so viele Chancen wie Fallstricke bietet, dass wir es hier im PR- und Marketing-Blog  im Blogeintrag „Business-to-Business Content Marketing (B2B Contentmarketing)“ näher betrachten.

Was erwartet der Kunde von Business-to-Business PR?

Ein weiterer häufiger Fehler bei der B2B-Kommunikation besteht darin, dass zwar laufend Inhalte („Content“) vermittelt werden und diese auch den Empfänger – also den (potenziellen) Kunden – erreichen, dieser aber mit den Informationen wenig oder gar nichts anfangen kann. Natürlich ist jeder gute PR-Verantwortliche bestrebt, „sein“ Unternehmen in ein gutes Licht zu stellen, aber das allein reicht nicht aus, um am Ende die Produkte an den Mann zu bringen – schließlich ist Image zwar wichtig, aber die Kaufentscheidungen im BtB-Bereich werden in der Regel äußerst rational und mit mehreren Entscheidern getroffen.

Gute und erfahrene PR-Verantwortliche haben daher ein Gespür für das, was die potenziellen Kunden wissen (!) wollen. Mit welchen Problemen haben die Kunden zu kämpfen, welche Lösungen werden dafür angeboten? Welche Produkteigenschaft ist aus Kundensicht kriegsentscheidend, welche Eigenschaft ist „nice to have“? Welche harten Fakten überzeugen die Kunden, bei welchen Inhalten stellen die Entscheider auf Durchzug („Marketinggedöns“)? Das Gespür ist unheimlich wichtig, nicht nur was die Inhalte, sondern auch die Form betrifft. Wann überzeugt man mit einem Fachartikel in einer Fachzeitschrift, wann mit einem White Paper?

Die Vorteile von BtB-PR für Ihre Marke / Ihr Unternehmen / Ihre Organisation verstehen

B2B-Öffentlichkeitsarbeit (PR) ist ein wichtiger Bestandteil der Marketingstrategie jeder Marke. Es hilft, Beziehungen zu potenziellen Kunden aufzubauen, Vertrauen aufzubauen und ein positives Markenimage zu schaffen. B2B-PR kann auch dazu beitragen, die Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit Ihres Unternehmens zu erhöhen, was zu höheren Umsätzen und Einnahmen führen kann.

Durch strategische B2B-PR-Kampagnen können Unternehmen ihre Zielgruppe effektiver erreichen als mit traditionellen Werbe- oder Marketingkampagnen. Es hilft auch, Inhalte zu erstellen, die bei der Zielgruppe ankommen und Beziehungen zu den Medien aufbauen.

Fazit Business-to-Business-PR

Die Bedeutung von Business-to-Business Public Relations (B2B-PR) ist nicht zu unterschätzen, sondern ist als wesentlichen Bestandteil erfolgreicher Marketingstrategien zu begreifen. „B2B-PR kann als die Verwaltung von Kommunikation und Beziehungen zwischen Unternehmen aufgefasst werden. Wichtig ist die strategische Natur dieser Kommunikationsform. Die Vielfalt und Komplexität von B2B-PR dürfen nicht unterschätzt werden, insbesondere in Bezug auf die spezifischen Bedürfnisse einer spitzen Zielgruppe (BtB) und den höheren Informationsbedarf der Business-Kunden“, erklärt PR- und Marketingexperte Daniel Görs.

Es wurde im Blogartikel dargestellt, wie B2B-PR über einfache Pressemitteilungen hinausgeht und ein breites Spektrum von Kommunikationsmaßnahmen erfordert, darunter Messen, Webinare, Schulungen, Newsletter und vieles mehr. Beispiele erfolgreicher B2B-PR-Kampagnen wie die „Smarter Planet“-Kampagne von IBM und die „Think Different“-Kampagne von Apple unterstreichen die Relevanz von B2B-PR für den Aufbau von Beziehungen, Vertrauen und Markenimage.

Die 20 bewährten BtB-PR-Maßnahmen bieten konkrete Handlungsansätze, um die Kommunikation zwischen Unternehmen zu fördern und positive Beziehungen zu Geschäftspartnern aufzubauen. Der Blog-Beitrag betont auch die Bedeutung von Medienbeobachtung, Journalistenkontakten, Fachexpertise und internem Kommunikationsfluss für eine effektive B2B-PR.

Schließlich hebt der Artikel hervor, dass B2B-PR nicht nur auf Image fokussiert sein sollte, sondern auch den rationalen Entscheidungsprozess der B2B-Kunden berücksichtigen muss. Ein Gespür für die Bedürfnisse der Kunden und die Auswahl der richtigen Form und Inhalte sind entscheidend. Insgesamt verdeutlicht der Artikel die Vorteile von B2B-PR für Marken, Unternehmen und Organisationen, einschließlich erhöhter Sichtbarkeit, Glaubwürdigkeit und letztlich höherer Umsätze und Einnahmen.

Nehmen Sie jetzt Kontakt auf, um Ihr Projekt / Ihr Unternehmen / Ihre Organisation / Ihre Marke mit professioneller Business-to-Business-PR ganz nach vorne zu bringen. Telefonisch 0800-GOERSCOM (0800-46377266) oder per E-Mail an info (at) goers-communications (Punkt) de

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/category/blog/

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Was für Pressemitteilungen wünschen sich Journalisten?

Was für Pressemitteilungen wünschen sich Journalisten? Eine Umfrage hat für einen kleinen Wirbel in der PR-Branche gesorgt. Und zwar wurden Journalisten darüber befragt, was sie für Presseinformationen und Presseeinladungen erwarten. Die PR- und SEO-Beratung Görs Communications geht in Blog Artikel „Was für Pressemitteilungen wünschen sich Journalisten?“ der Frage nach, wie die ideale Presseinformation aussieht und worauf man bei Pressemitteilungen achten soll.

Vor einiger Zeit hat eine Umfrage des Agenturnetzwerkes „Ecco“ für einen kleinen Wirbel in der PR-Branche gesorgt. Und zwar wurden Journalisten darüber befragt, was sie für Presseinformationen und Presseeinladungen erwarten – und was eben nicht. Beteiligt haben sich insgesamt 450 Journalisten, das Ergebnis bot abgesehen von einem Punkt wenig, was groß überraschen würde. Für Aufmerksamkeit sorgte hingegen der Befund, dass gerade einmal 0,3 Prozent der Journalisten es bevorzugen, an einen Pressetermin per Telefonanruf erinnert zu werden. Und das stand (und steht noch immer) im krassen Widerspruch zur alten PR-Leier, dass Journalisten „es lieben würden“, wenn man sie bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit anruft.

Dabei müsste einem schon der gesunde Menschenverstand – bzw. die eigene Erfahrung im PR-Beruf – sagen, dass kein Journalist scharf auf Anrufe wie „wir schicken Ihnen gleich eine Pressemitteilung“ oder „haben Sie unsere Pressemitteilung schon erhalten?“ sind. Es dürfte wahrscheinlich relativ gleichgültig sein, in welchem Beruf man tätig ist, jeder Anruf frisst Zeit. Selbst wenn der eigentliche Anruf nur kurz ist, wird man aus seiner Tätigkeit gerissen und muss sich anschließend neu konzentrieren. Und besonders unangenehm macht sich dies bemerkbar, wenn gerade an einem längeren Artikel geschrieben wird, der volle Konzentration benötigt, und dann ein vollkommen überflüssiger Anruf zu einer doch eher unwichtigen Pressemitteilung kommt.

Gute Public Relations (PR) verärgern keinen Journalisten

Dabei sollte gute Public Relations / Öffentlichkeitsarbeit zunächst einmal eines nicht machen, und zwar die Journalisten zu verärgern. Eine gute erfahrene PR-Agentur ist kein Callcenter. PR-Berater telefonieren zwar häufig mit Journalisten, aber auch nur dann, wenn man etwas mitzuteilen hat, was die Journalisten (bzw. die persönlichen Kontakte unter den Journalisten) auch wirklich interessiert. Ein Anruf sollte immer dem Informationsaustausch, und eben nicht als Abverkauf von Pressemitteilungen dienen. Zumindest handhaben wir das so bei Görs Communications – wenn andere PR-Agenturen es sich leisten können, Journalisten durch nervige Anrufe gegen sich aufzubringen, dann ist das ihre Sache.

Was für Pressemitteilungen wünschen sich denn nun Journalisten?

PDF
Die Pressemitteilung sollte am besten als Plain Text in die Mail und zudem noch als PDF im Anhang verschickt werden.

Außerdem wurde in der Studie gefragt, in welcher Form sich die Journalisten die Pressemitteilung bzw. den Pressetext wünschen. Dabei haben sich die Journalisten mit 43,2 Prozent für eine E-Mail ausgesprochen, die den Text der Pressemitteilung als Plain Text in der Mail und dem Gesamttext als Attachment enthält, 17,7 Prozent wünschen sich Presseinformationen als eine E-Mail mit formatiertem Plain Text in der Mail, aber ohne Anhang. 17,5 Prozent eine E-Mail mit unformatiertem Plain Text in der E-Mail und ohne Anhang, 13,9 Prozent eine E-Mail, die den Text der Pressemitteilung im Anhang hat und ihn nur kurz im Plain Text anteasert, 5,6 Prozent bevorzugen eine HTML-E-Mail und gerade 2 Prozent eine Pressemitteilung, die noch auf Papier erstellt wurde.

Bei der Frage nach dem idealen Versand der Pressebilder sind die Journalisten gespalten. 51,3 Prozent wünschen sich einen Direktlink in der E-Mail zum Download der Bilder, 42,7 Prozent das Bildmaterial im Anhang der E-Mail und nur 3 Prozent erst auf Anfrage. Bei der Auflösung gilt die Grundregel je höher, desto besser, 73,2 Prozent bevorzugen 300 dpi, 19,5 Prozent 150 dpi und 7,3 Prozent 72 dpi. Dabei sollte die Gesamtgröße der E-Mail nach Ansicht von 33 Prozent der Journalisten 5 Megabyte nicht überschreiten, 27,9 Prozent bevorzugen maximal 2 Megabyte, 13,2 Prozent 10 Megabyte und 25,6 Prozent der befragten Journalisten ist die Größe des Anhangs egal.

Damit dürfte die ideale Pressemitteilung folgendermaßen aussehen: „Der Text der Pressemitteilung findet sich als Plain Text in der Mail und zudem noch als PDF-Dokument im Anhang der E-Mail. Das Bild-/Fotomaterial hat eine Auflösung von mindestens 300 dpi und befindet sich, wenn es nicht größer als 2 Megabyte ist, im Anhang der E-Mail. Ist es größer, stellt man das Fotomaterial als Direktlink zur Verfügung. Und man unterlässt es tunlichst, Journalisten mit Anrufen zu belästigen, die diese als vollkommen überflüssig empfinden“, fasst der erfahrene PR-Berater, Kommunikations- und Marketing-Manager Daniel Görs zusammen.

Journalisten wünschen sich Pressemitteilungen, die relevant, gut strukturiert und leicht verständlich sind.

Hier sind 15 Kriterien für gute Pressemitteilungen, die Journalisten nutzen:

  1. Aktualität: Die Pressemitteilung sollte relevante und aktuelle Informationen enthalten, die für die Zielgruppe des Journalisten von Interesse sind. Beispiel: „Neues Produkt XYZ revolutioniert die Industrie mit innovativer Technologie.“
  2. Klarer Nachrichtenwert: Die Pressemitteilung sollte eine klare und interessante Nachricht oder Story vermitteln, die Journalisten dazu motiviert, darüber zu berichten. Beispiel: „Studie belegt: 80% der Verbraucher bevorzugen nachhaltige Produkte.“
  3. Prägnante Überschrift: Die Überschrift sollte knapp und aussagekräftig sein, um das Interesse des Journalisten zu wecken. Beispiel: „XYZ Inc. erzielt Rekordumsatz im ersten Quartal 2023.“
  4. Strukturierter Aufbau: Die Pressemitteilung sollte in klar definierte Abschnitte unterteilt sein, z. B. eine Einleitung, den Hauptteil und eine Zusammenfassung. Beispiel: Einleitung mit der Hervorhebung der wichtigsten Information, gefolgt von Details und abschließend einer Zusammenfassung der Kernpunkte.
  5. Konkrete Fakten und Zahlen: Die Pressemitteilung sollte mit konkreten Fakten, Zahlen und Statistiken angereichert sein, um Glaubwürdigkeit und Relevanz zu erhöhen. Beispiel: „XYZ Inc. verzeichnet einen Umsatzanstieg um 25% im Vergleich zum Vorjahr.“
  6. Zitate: Echte und aussagekräftige Zitate von Unternehmensvertretern oder Experten können die Pressemitteilung aufwerten und zusätzliche Perspektiven bieten. Beispiel: „Laut John Doe, CEO von XYZ Inc., ist dieser Meilenstein ein Beweis für unsere Innovationskraft und das Engagement unseres Teams.“
  7. Kompakte Länge: Die Pressemitteilung sollte prägnant und auf den Punkt formuliert sein, idealerweise nicht mehr als eine Seite umfassen. Beispiel: Eine kurze, aber informative Pressemitteilung mit den wichtigsten Informationen.
  8. Klare Kontaktinformationen: Die Pressemitteilung sollte deutlich sichtbare und aktuelle Kontaktdaten des Ansprechpartners enthalten, um Rückfragen zu erleichtern. Beispiel: Name, Position, Telefonnummer und E-Mail-Adresse des PR-Verantwortlichen.
  9. Relevante Hintergrundinformationen: Zusätzlich zur Pressemitteilung können relevante Hintergrundinformationen, wie Unternehmensprofile oder Produktbeschreibungen, bereitgestellt werden. Beispiel: Eine kurze Beschreibung des Unternehmens, seiner Geschichte und seiner Produkte/Dienstleistungen.
  10. Klare und verständliche Sprache: Die Pressemitteilung sollte in klarer und verständlicher Sprache verfasst sein, ohne übermäßigen Fachjargon oder komplizierte Formulierungen. Beispiel: Vermeidung von technischen Fachbegriffen oder Abkürzungen, die für Außenstehende schwer zu verstehen sind.
  11. Einbindung von Multimedia: Bei Bedarf können Medieninhalte wie hochauflösende Bilder, Videos oder Infografiken angeboten werden, um die Story visuell zu unterstützen. Beispiel: Eine Pressemitteilung über ein neues Produkt kann Bilder des Produkts in Aktion oder Produktvideos enthalten.
  12. Lokaler Bezug: Wenn möglich, kann die Pressemitteilung lokale Bezüge herstellen, um das Interesse regionaler Journalisten zu wecken. Beispiel: „XYZ Inc. eröffnet neuen Standort in [Stadtname] und schafft 100 Arbeitsplätze vor Ort.“
  13. Exklusivität oder Vorabzugang: Ein exklusives Angebot oder Vorabzugang zu Informationen für Journalisten kann das Interesse steigern und eine bevorzugte Berichterstattung fördern. Beispiel: Die Möglichkeit, Journalisten vor der Veröffentlichung der Pressemitteilung exklusiv mit Informationen zu versorgen.
  14. Überprüfung der Fakten: Die Pressemitteilung sollte vor dem Versand gründlich auf sachliche Richtigkeit und Relevanz überprüft werden, um Journalisten genaue Informationen zu liefern. Beispiel: Überprüfung von Zahlen, Daten, Fakten und Quellen, um sicherzustellen, dass sie korrekt sind.
  15. Personalisierung: Eine individuelle Ansprache des Journalisten kann helfen, eine persönlichere Beziehung aufzubauen und das Interesse an der Pressemitteilung zu steigern. Beispiel: Einleitender Satz, der Bezug auf frühere Berichterstattung des Journalisten nimmt oder die Relevanz der Pressemitteilung für das jeweilige Medium hervorhebt.

Diese Kriterien können dazu beitragen, dass Pressemitteilungen für Journalisten ansprechend und nützlich sind, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass über das Unternehmen oder die Organisation berichtet wird.

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Suchmaschinenoptimierung (SEO), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Blog von Görs Communications auf https://www.goers-communications.de/category/blog/ 

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