06/12/2019

DSGVO und Presseverteiler bzw. PR-Verteiler

Ein wichtiger Hinweis vorweg: Wir, die PR-Agentur Görs Communications betreiben keine Rechtsberatung und haften auch nicht für die Informationen zum Thema. Bestehen bei der Umsetzung der DSGVO Zweifel, sollte unbedingt ein Rechtsanwalt aufgesucht und befragt werden.

Die Datenschutz-Grundverordnung DSGVO (für: General Data Protection Regulation) hat bei vielen Unternehmen schon für enorme Unsicherheit und in vielen Fällen auch für erheblichen Arbeitsaufwand gesorgt. Davon ist die PR-Branche (bzw. die Kommunikationsabteilungen in den Unternehmen) natürlich nicht ausgenommen. Ganz im Gegenteil, gerade bei der Kommunikation werden unzählige Daten generiert, die für eine vernünftige PR- und Marketing-Arbeit häufig unverzichtbar sind, die die Verantwortlichen aber spätestens mit der Einführung der DSGVO aber vor datenschutzrechtliche Herausforderungen stellen. Dabei ist eines der größten Probleme der Graubereich, bei denen keine wirkliche Sicherheit darüber besteht, was erlaubt ist und was nicht. Und das zeigt sich exemplarisch an den Presseverteilern, wie wir hier in diesem neuen Beitrag im Blog von Görs Communications erläutern.

Presseverteiler sind unverzichtbar

Presseverteiler sind ein elementarer Bestandteil der Presse- und PR-Arbeit, ohne den praktisch keine PR-Agentur auskommt. Und das für mehrere Zwecke, zunächst einmal natürlich für das Versenden von Pressemitteilungen. Dann aber auch, um Einladungen für Pressekonferenzen oder Hintergrundgespräche zu verschicken; selbst für das Anbieten von exklusiven redaktionellen Inhalten benötigt man die Presseverteiler, um die richtigen Ansprechpartner ausfindig zu machen. Kurz, ohne gut gepflegte Presseverteiler wird die Arbeit von PR-Agenturen (aber auch die von den Kommunikationsabteilungen und -verantwortlichen der Unternehmen) enorm erschwert.

Aber ist es in den Zeiten der DSGVO noch legal, sich entsprechende Verteiler mit Redaktions- und Journalistenkontakten zusammenzustellen? Die Antwort lautet, wie so oft, es ist kompliziert. Ob ein Presseverteiler der DSGVO gerecht wird, hängt nämlich von mehreren Faktoren ab, darunter die Art der gesammelten Daten und den Einsatzgebieten des Verteilers.

Redaktionsadressen sind harmlos

Wo von vornherein Entwarnung gegeben werden kann, sind Redaktionsadressen wie redaktion@FachmagazinXY.de, newsdeck@FachmagazinXY.de oder info@FachmagazinXY.de, die von vielen Zeitungen oder Zeitungen als Kontaktadresse angegeben werden. Der Grund: Die DSGVO stellt im Kern Regeln zur Verarbeitung personenbezogener Daten auf, es sollen also natürliche Personen vor Datenmissbrauch geschützt werden, nicht ganze Unternehmen.

Presseverteiler, die ausschließlich aus Redaktionsadressen bestehen, können also auch im Zeitalter der DSGVO problemlos verwendet werden – gerade dann, wenn die Redaktionsadressen auch noch öffentlich von den Zeitschriften und Zeitungen publiziert werden. Einzige Ausnahme: Wenn eine Redaktion (etwa nach dem Versand einer Pressemitteilung) darum bittet, vom Verteiler genommen zu werden, dann sollte man das auch tun. Aber das gebietet eigentlich ja auch schon die Höflichkeit – und zu guter PR-Arbeit gehört schließlich ja auch immer, dass man keine Zeitungen oder Zeitschriften verärgert.

Diese Redaktionsadressen sind übrigens in der Regel auch besser als ihr Ruf. Viele PR-Leute schwören auf persönliche Kontakte – die natürlich wichtig sind -, was aber nicht zwangsweise bedeutet, dass Redaktionsadressen wie redaktion@FachmagazinXY.de, newsdeck@FachmagazinXY.de oder info@FachmagazinXY.de wertlos sind. Und das liegt an der Arbeitsweise in den Redaktionen, die zunehmend von Newsrooms und Newsdesks geprägt werden, bei denen die eingehenden Pressemitteilungen zentral gesichtet und dann (wenn Relevanz in ihnen gesehen wird) den jeweiligen Journalisten je nach Themengebiet und Schicht weitergeleitet werden. Und deshalb kann eine Redaktionsadresse häufig sinnvoller als die Adresse von einem Journalisten sein, schließlich arbeitet dieser nicht 24 Stunden um die Uhr und ist womöglich auch schon mehr als genug mit anderen Themen beschäftigt.

Apropos persönlicher Kontakt: Angeblich gibt es immer noch PR-Berater, die einer versendeten Pressemitteilung hinterhertelefonieren, um mehr Veröffentlichungen zu erzielen. In Zeiten der Newsrooms ergibt das jedoch nicht nur wenig Sinn, sondern es fällt regelrecht negativ auf – diese PR-Berater stören die Journalisten schlichtweg bei der Arbeit. So kann man sich (und damit auch die Unternehmen, für die man arbeitet) richtig schön schlecht machen.

Grenzbereich ungefragte Journalisten

Was durchaus noch möglich ist, sich aber dem Grenzbereich annähert, sind Presseverteiler, auf denen ohne explizite Zustimmung einzelne Journalisten aufgeführt sind. Aber nur dann, wenn a) der Journalist die Daten (E-Mailadresse, Telefonnummer etc.) zum Zwecke der Kontaktaufnahme veröffentlicht hat – etwa auf der Autorenseite des Mediums, für das er schreibt. Und b) bei der Kontaktaufnahme (etwa dem Versenden einer Pressemitteilung) ein “berechtigtes Interesse” für beide Seiten besteht. Sprich, es gibt gute Gründe dafür, dass die Mitteilung für den Journalisten auch relevant ist. Wird das Zusenden hingegen als Werbung wahrgenommen, fällt das “berechtigte Interesse” weg, in dem Fall könnte man sich tatsächlich eine Klage einhandeln. Zudem c) sollten sich die Daten auf das notwendige Minimum beschränken. Geburtstage, Familienstand etc. haben in keiner Datenbank was verloren, selbst wenn es dafür vermeintlich gute Gründe (Geburtstagsanschreiben etc.) gibt. Zudem d) muss man der Bitte nach einer Löschung aus dem Verteiler unverzüglich nachkommen, zudem hat der erfasste Journalist das Recht, Auskunft über die Speicherart seiner Daten zu erfragen.

Was hingegen jenseits des Grenzbereichs ist, sind Journalistenadressen, die man sich selbst erschlichen hat. Viele Journalisten stellen ihre Kontaktdaten nicht ins Internet, mit etwas Geschick ist es aber immer in der Regel möglich, die Adressen zu kriegen. Etwa dadurch, dass man sich die Systematik der E-Mail-Adressen der Zeitungen anschaut und dann die jeweils gesuchte E-Mail-Adresse danach selbst zusammenbaut (häufig: Vorname.Name@ZeitungXY.de). Hat man sich so einen Presseverteiler zusammengestellt, wird es mit der DSGVO Zeit, den Presseverteiler zu löschen – und zwar überall, also auch auf alten Sicherungsfestplatten.

Explizite Zustimmung

Will man juristisch auf sauberem Gelände unterwegs sein, holt man sich von jedem Journalisten die Erlaubnis ein, seine Kontaktdaten zu speichern. Der Nachteil: Das Vorgehen ist arbeitsintensiv, zudem sind nicht wenige Journalisten bereits furchtbar genervt von den ganzen Anfragen. Aber dann ist man wenigstens rechtlich abgesichert, am besten, in denen man die Zustimmung auch noch protokolliert – was im Fall von E-Mails ja zum Glück mit einem überschaubaren Arbeitsumfang erledigt werden kann.

Mit der expliziten Zustimmung ist man immer auf der sicheren Seite. Bei allen anderen geschilderten Möglichkeiten bleibt immer noch eine gewisse Unsicherheit, da viele DSGVO-Formulierungen schwammig sind. Wirkliche Sicherheit dürfte es erst geben, nachdem die ersten Agenturen oder Unternehmen wegen ihrem Presseverteiler verklagt wurden und der Streitfall vor Gericht landet. Und damit man selbst nicht zu diesem Präzedenzfall wird, besser vorsichtig mit den Daten agieren.

 

Ein wichtiger Hinweis zum Abschluss: Wir, die PR-Agentur Görs Communications betreiben keine Rechtsberatung und haften auch nicht für die Informationen zum Thema. Bestehen bei der Umsetzung der DSGVO Zweifel, sollte unbedingt ein Rechtsanwalt aufgesucht und befragt werden.

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

Mit Pressearbeit SEO-Maßnahmen flankieren

Viele Unternehmen nutzen Pressemitteilungen auch 2017 noch so, wie es in den Achtzigern und Neunzigern gang und gäbe war. Die Pressemitteilungen werden verfasst, um die Öffentlichkeit über den Umweg der Zeitungen und Zeitschriften über Veränderungen im Unternehmen zu informieren. Dass – insbesondere, wenn gute Nachrichten verkündet werden können – damit die Bekanntheit des Unternehmens zunimmt, ist ein angenehmer Nebennutzen. Ein Nebennutzen, den man dadurch unterstützt, dass viel Arbeit in die Pflege des Presseverteilers steckt, schließlich sollen ja möglichst viele Zeitungen und Zeitschriften mit der Pressemitteilung erreicht werden. Und natürlich zuallererst die, die von der eigenen Zielgruppe konsumiert werden.

Verschwendung von Ressourcen

Ein Vorgehen, an dem eigentlich nichts auszusetzen ist. Außer, dass Ressourcen verschwendet werden. Und das Verschwenden von Ressourcen ist genau das, was jedes Unternehmen eigentlich vermeiden sollte.

Mit guter Pressearbeit lässt sich schließlich deutlich mehr erreichen, als nur bei guten Nachrichten die Bekanntheit und das Image des Unternehmens zu verbessern. Um es an einem Bespiel zu zeigen, Pressemitteilungen können auch wunderbar genutzt werden, um in der Suchmaschinenoptimierung (SEO = Search Engine Optimization) signifikante Erfolge zu erzielen.

PR Hamburg

Google-Suche nach PR Hamburg

Pressemitteilungen bieten sich aus mehreren Gründen als SEO-Maßnahme an. Dieses klassische Mittel der PR bzw. der Öffentlichkeitsarbeit bringt zudem den großen Vorteil mit, dass der SEO-Nutzen praktisch “nebenbei” anfällt.

Zum einen kann man weiterhin die klassischen Medien ansprechen, das mittlerweile auch über digitale Verteiler wie die PRtargeting-Technologie, wodurch die Zahl der potenziellen Veröffentlichungen spürbar ansteigt.

Ist die Pressemitteilung jedoch erst erstellt, lässt sie sich wunderbar auch für Online-Zwecke benutzen – was sich natürlich spürbar im Budget niederschlägt. Stichwort Ressourcenverschwendung, der Arbeitsaufwand ist nur geringfügig höher, der Erfolg aber deutlich größer.

Mittlerweile gibt es weit mehr als 100 Online-Presseportale, in die man die Pressemitteilung einpflegen kann, die Kosten variieren dabei je nach Portal. Unsere PR-Agentur Görs Communications hat etwa für die meisten Portale eine sogenannte Flatrate, pro Pressemitteilung fallen in dem Fall also keine mehr an.

Diese haben neben ihrer eigentlichen Funktion – dass Journalisten die Portale lesen und sich dort bei den Inhalten der Pressemitteilung bedienen – die Möglichkeit, Links innerhalb der Pressemitteilung zu setzen. Es ist also nicht nur möglich, zur Hauptseite zu verlinken, sondern auch gezielt zu den Unterseiten oder Landingpages, die gepusht werden sollen.

Ein weiterer Vorteil von Pressemitteilungen besteht aus SEO-Sicht darin, dass die Links aus einem guten Text-Umfeld stammen. Einem Textumfeld, in dem sich mit dem richtigen Thema auseinandergesetzt wird. Es ist also dank der Pressemitteilung und den Presseportalen relativ leicht möglich, an viele Links zu kommen, die der eigenen Seite wirklich helfen.

Außerdem werden die Links in den Pressemitteilungen häufig auch von den Nachrichtenseiten übernommen, die die ganze Pressemitteilung oder Teile der Pressemitteilung übernehmen – was sich wirklich spürbar für die Suchmaschinenoptimierung (SEO) auszahlt. Und diese Möglichkeit wollen Sie sich doch nicht entgehen lassen, oder?

Görs Communications verwendet die PRtargeting-Technologie für Presseverteiler und PR-Distribution der nächsten Generation

Neben dem Aufbau und der Pflege enger Medienkontakte und den umfangreichen Verteilern der Agentur setzt Görs Communications jetzt auch zusätzlich die Technologie von PRtargeting (http://de.prtargeting.com) für Presseverteiler und PR-Distribution der nächsten Generation ein. Der Vorteil für die Kunden der Agentur mit Sitz in Hamburg und Schleswig-Holstein liegt auf der Hand, Pressemitteilungen und Presseeinladungen erreichen deutlich mehr Journalisten – und das bei geringen Streuverlusten und ohne zusätzlichen Arbeitsbedarf etwa bei den Freigabeprozessen auf Kundenseite.

pr-targeting-logoHierfür ist Görs Communications eine Agenturpartnerschaft eingegangen, die der Hamburger PR- und Content-Marketing-Agentur den Zugriff auf einen speziellen kontextbezogenen Verteilerdienst (PRTargeting) ermöglicht. Neben der Distribution über Online-Portale, die vor allem auch aus SEO-Sicht interessant ist, den Verteilern und den persönlichen Medienkontakten der Agentur ist dies ein weiterer Weg, um Pressetexte effizient zu verbreiten. Und das ohne vermeintlichen Spam, da die in dieser Form einmalige Targeting-Technologien nur die Journalisten erfasst, die sich mit den speziellen Themen des Pressetextes befassen. Der Arbeitsaufwand beim Erstellen einer Pressemitteilung bleibt gleich, der Empfängerkreis vergrößert sich.

Die Vorteile der PRtargeting-Technolgie

Die PRtargeting-Technologie setzt auf eine globale Presse-Analyse und wertet dabei die weltweite Medien-Berichterstattung aus – und das sowohl im “klassischen” Print-Bereich, aber auch aus dem Online-Bereich. Die Auswertung umfasst selbstverständlich auch die Fachpublikationen, die für die B2B-PR von besonderer Bedeutung sind. Das Unternehmen geht dabei so vor, dass sämtliche Veröffentlichungen mit einem sogenannten “Keyword-Fingerprint” verschlagwortet werden, der dann jeweils dem Journalisten zugeordnet wird, der für den Artikel verantwortlich ist.

Was folgt ist ein Journalisten-Profiling. Aus den vorher erstellten Fingerprints der Publikationen generiert die PRtargeting-Technologie zu jedem Journalisten, der in der Datenbank erfasst ist.  Dadurch wird ein genaues Profil erstellt, aus dem klar ersichtlich ist, welcher Journalist welche Themen bearbeitet – und welche nicht.

Durch den Abgleich der Themen der (neuen) Pressemitteilung mit den Profilen der Journalisten werden die Journalisten ermittelt, die sich gegenwärtig mit den jeweiligen Themen beschäftigen – Streuverluste werden auf diese Weise effizient unterbunden. Der Presseverteiler wird jeweils beim Versand einer Pressemitteilung “live” generiert, was den großen Vorteil hat, dass er stets aktuell und passgenau ist - jede Verbreitung ist zudem einzigartig.

Kein Mehraufwand auf Kunden-Seite

Für die Kunden der Görs Communications bedeutet dies alles keinen Mehraufwand – schließlich wickelt die Agentur den Versand der Pressemitteilung ab. Sie erreichen mit ihrer Pressemitteilung nur deutlich mehr Journalisten, was am Ende mehr Aufmerksamkeit, mehr Bekanntheit und damit auch mehr Umsatz bedeutet.

Anleitung: Presseverteiler selbst erstellen

Ein gut gepflegter Presseverteiler ist für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit eines jeden Unternehmens von entscheidender Bedeutung. Trotzdem schrecken insbesondere die kleinen Firmen aufgrund des Kosten- und Arbeitsaufwandes vor der Erstellung eines Presseverteilers zurück, statt die eigenen Pressemitteilungen gezielt und mit hoher Reichweite zu versenden, geht die Pressemitteilung dann nur an die lokale Heimatzeitung und einem halben Dutzend Journalisten, mit denen man mal in einer anderen Sache in Kontakt war.

Dabei ist die Erstellung eines guten Presseverteilers keine hochkomplizierte Angelegenheit, für die man erst einen mehrmonatigen PR-Kurs besuchen muss, sondern eine relativ einfache Fleißarbeit. Wie auch kleine Unternehmen, die wenig Erfahrung in der PR-Arbeit haben, einen Presseverteiler ohne größeren Kostenaufwand zusammenstellen können, werden wir in der folgenden Anleitung über die Erstellung eines Presseverteilers in ein paar kurzen Absätzen darstellen.

Die Zielgruppe für den Presseverteiler definieren

Als allererstes sollte immer die Zielgruppe des Presseverteilers definiert werden. In was für Medien möchte man erscheinen? Welche Fach- und Publikumszeitschriften hält man für relevant, was für Fach- und Publikumszeitschriften lesen eigentlich die (potenziellen) Kunden und Geschäftspartner? Und was ist mit den Hörfunk- und Fernsehstationen sowie den reinen Onlinepublikationen?

Um hierbei den nötigen “Input” zu kriegen, statt nur im luftleeren Raum ein Brainstorming zu veranstalten, bieten sich mehrere Vorgehensweisen an. Beispielsweise kann man einfach mal durch das Unternehmen gehen, und die Mitarbeiter nach “ihren” relevanten Zeitschriften fragen. Zudem gibt es im Internet Überblicksseiten wie www.fachzeitungen.de, bei denen man die einzelnen Publikationen der Reihe nach durchgehen kann. Hilfreich kann auch der Besuch eines größeren Zeitschriftenladens sein, gerade der optische Eindruck bringt einen leichter auf Ideen. Auf keinen Fall sollte man die Medien vergessen, bei denen man schon mal Werbeschaltungen gebucht hat, da hiermit schon klar sein dürfte, dass es sich um die relevante Zielgruppe handelt (außerdem sind diese Medien meist auch “aufnahmebereiter”).

Excel reicht vollkommen aus

Für die Verwaltung des Presseverteilers reichen simple Tabellenkalkulationsprogramme meist schon aus, insbesondere bei kleineren Unternehmen bietet es sich an, einfach Programme wie Excel zu benutzen, die man so schon besitzt, als sich noch extra spezielle PR-Software zu kaufen. Einfach mehrere Spalten anlegen, in die man die einzelnen Daten einträgt, neben dem Dreh- und Angelpunkt der E-Mail-Adresse (Pressemitteilungen werden praktisch nur noch per E-Mail versendet), sollten dies der Name des Mediums, der Verlagsname, der Vor- und Nachname, der Titel, die Funktion, die Anschrift, die Telefon- und Faxnummer sowie ein Feld für Bemerkungen sein.

Zudem kann man, wenn der Bedarf besteht, noch die Filterfunktion nutzen, die jedes Tabellenkalkulationsprogramm bietet, und einzelne Segmente oder Medienarten markieren, um später gezielt innerhalb des Verteilers zu versenden. Außerdem bietet es sich an, auch gleich die Twitter-, Xing- und LinkedIn-Adresse aufzunehmen, aber dazu später mehr. Falls sich wer fragt, wozu man all die Daten aufnimmt, wobei doch eigentlich die E-Mail-Adresse der zentrale Angelpunkt ist, dem sei gesagt, dass es auf längerfristige Sicht einfach weniger Arbeit macht, alles aufzunehmen, als bei späteren Anlässen – etwa dem postalischen Versand einer persönlichen Einladung zu einem speziellen Event – erneut alle Daten zu googeln.

Kontaktdaten für Journalisten finden

Screenshot von DIE WELT

Screenshot von DIE WELT

Hat man die Liste der in Frage kommenden Medien erstellt, geht der eigentliche Arbeitsprozess los. Zunächst werden die bestehenden Kontakte übernommen (und gegebenenfalls um fehlende Daten ergänzt), dann arbeitet man die Zeitschriften/Radio- und Fernsehstationen/Onlineportale Stück für Stück ab. Erster Anlaufpunkt bei der Onlinerecherche ist dabei natürlich der jeweilige Onlineauftritt. Bei fast allen Medien findet man relativ schnell eine zentrale Emailadresse, die in der Regel info@zeitungXY oder redaktion@zeitungXY lautet. Diese sollte man durchaus aufnehmen, ist aber nicht wirklich befriedigend, da ja ein direkter Kontakt zu den relevanten Journalisten hergestellt werden soll.

Daher muss man weiter auf der Webseite suchen, um herauszufinden, welcher Journalist für einen der passende Kontakt ist. Bei einigen Onlineauftritten findet sich sogar eine eigene Seite zur Redaktion, in der sämtliche Journalisten mit den entsprechenden Ressorts aufgerührt werden, was einem die Suche natürlich ungemein erleichtert. In der Regel jedoch muss man sich die Kontaktdaten einzelnd zusammensuchen, etwa über die Reiter “Impressum” oder “Kontakt”. Teilweise – etwa bei Axel Springers WELT – werden bei den Journalisten auch immer die Social-Media-Kontakte angegeben.

Viele Medien führen die einzelnen Journalisten auch gar nicht auf, da muss man sich dann schon einige Mühe machen, um die Kontakte doch noch herauszufinden. In der Regel reicht es, zu schauen, mit welchem Namen die Artikel aus dem entscheidenden Ressort gekennzeichnet sind, um anschließend per Google weitere Informationen über den Journalisten zu finden.

Tipp: Dass viele Journalisten nicht auf den Online-Plattformen aufgeführt werden, muss nicht bedeuten, dass sie “geheim” bleiben wollen. Häufig reicht ein höflicher Anruf bei der Reaktion aus, und einem wird der zuständige Journalist mit seinen Kontaktdaten mitgeteilt. Die Mediadaten – also die Informationen, die Zeitschriften für potenzielle Werbekunden zusammenstellen – sind zudem häufig auch eine gute Fundgrube. Da die Medien natürlich bestrebt sind, so viele Werbeschaltungen wie möglich an den Mann zu bringen, stehen die Mediadaten eigentlich bei jeder Onlinepräsenz zum Download (meist als PDF) zur Verfügung, in den Mediadaten werden dann häufig alle Journalisten samt Kontaktdetails aufgeführt.

Mediadaten der Fachzeitschrift Process

Mediadaten der Fachzeitschrift Process

Und dann gibt es natürlich auch noch das “real life”. Wann immer einem ein potenziell interessanter Journalist (gerade auch die sogenannten “Freien”) begegnet, beispielsweise auf Messen, Pressekonferenzen oder selbst im Kegelclub), lässt man sich von ihm die Visitenkarte geben und pflegt die Daten anschließend ein. Vorteil: Kennt er Ihr Gesicht, dann bringt er der Pressemitteilung viel mehr Aufmerksamkeit entgegen, als wenn die Pressemitteilung von einem Anonymen kommt.

Die Pflege des Presseverteilers
Natürlich müssen Presseverteiler beständig gepflegt werden, da die Fluktuation im Journalismus recht hoch ist. E-Mail-Adressen ändern sich, Ressorts werden neu besetzt, Zeitungen ziehen um und außerdem gibt es ja auch immer wieder neue Kontakte, über die man stolpert. Unser Tipp: Den Presseverteiler lieber beständig – also vor jeder Versendung einer Pressemitteilung – pflegen. Wichtig: Bittet ein Journalist darum, vom Verteiler genommen zu werden, dann sollte dieses auch geschehen, da dies andernfalls ein sehr schlechtes Licht auf Ihr Unternehmen wirft.

Zimpel, Kroll, Stamm & Co.
Wem die eigenhändige Recherche zu aufwendig ist, der kann natürlich die Dienste von professionellen Anbietern von Redaktionskontakten annehmen. Zu nennen wären da etwa Zimpel, Stamm und Kroll, bei denen man die Kontakte nach Themenfeldern geordnet einkaufen kann. Angeboten werden die Kontakte zumeist in Buchform, als Datenträger oder mit einem Online-Zugang, wobei die Kosten hierbei stark variieren, Bücher haben zudem den Nachteil, dass man nicht mit Copy & Paste arbeiten kann.

Natürlich kann man  Zimpel, Stamm und Kroll zudem auch als Ergänzung und Abgleich verwenden, um den eigenen Verteiler zu optimieren.

Presseversand via pressrelations und news aktuell

Ist einem das Erstellen eines Presseverteilers zu aufwendig, oder fehlt einem die Zeit, weil eine dringende Pressemitteilung “raus muss” (etwa bei der Krisenkommunikation), dann kann man auch die Dienste von pressrelations oder news aktuell in Anspruch nehmen, die für einen die Verteilung mit ihren Kontakten übernehmen.

Eine dauerhafte Lösung ist das jedoch nicht, da hierbei die Bindung zu den Journalisten verloren geht – und die Dienste auch nicht kostenlos sind. Aber ähnlich wie Zimpel & Co. können die beiden Dienste natürlich auch ergänzend in Anspruch genommen werden, wenn das Budget es zulässt. Sie versenden Ihre Pressemitteilung also weiterhin über Ihren Presseverteiler und schicken sie zusätzlich über pressrelations oder news aktuell raus, um einen möglichst großen Empfängerkreis zu erreichen.

Erstellung des Presseverteilers für Social Media nutzen

Das ist sicher kein Muss, aber sicher eine hilfreiche Ergänzung: Wenn Sie schon dabei sind, die Kontaktdaten der Journalisten zu sammeln, dann bietet es sich auch an, gleich den Kontakt zu den Journalisten auf den Social-Media-Kanälen herzustellen. Dabei lautet unser Rat, sich auf  Twitter, Xing und LinkedIn zu beschränken, Facebook wird häufig privat genutzt, da könnte ein Journalist eventuelle Freundschaftsanfragen als Eindringen in die Privatsphäre empfinden.

Der Vorteil, auch mit den Journalisten über Social Media verknüpft zu sein, dürfte eigentlich klar sein: Viele Journalisten nutzen die Dienste mittlerweile, um an Storys zu gelangen. Die Social-Media-Kanäle bieten Ihnen zudem die Möglichkeit, Ihre Pressemitteilung nochmals zu promoten. Es gibt sogar PR-Agenturen, die sämtliche Journalistenkontakte über Twitter-Direktnachrichten über neue Pressemitteilungen informieren, was in unseren Augen jedoch nicht zielführend ist, da diese Art der Direktnachrichten als Spam wahrgenommen wird. Wenn man dies schon machen will, dann sollte man es öffentlich über Twitter machen, also einfach den Nutzernamen des Journalisten an den Anfang eines Tweets setzen.

Eine PR-Agentur für die Erstellung und Pflege des Presseverteilers beauftragen

Falls Ihnen der Aufwand für die Erstellung des Presseverteilers zu hoch ist, dann können Sie sich natürlich auch an eine PR-Agentur wenden, für die dieses zum täglichen Geschäft gehört. Als schlagkräftige PR-Agentur mit Sitz in Hamburg bieten wir Ihnen von Görs Communications neben der Erstellung und Pflege des Presseverteilers nicht nur die kreativen Ideen für ihre Pressearbeit, sondern auch die effektiven und effizienten Kommunikationsmaßnahmen und PR-Aktionen, die Sie, Ihr Unternehmen und Ihre Marke ganz nach vorne bringen.

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

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