21/04/2019

Stumbleupon Tutorial: Teil 2 – In neue Themengebiete eintauchen

Im ersten Teil unseres Stumbleupon-Tutorials konnte man sich bereits einen groben Überblick über den Suchmaschinen- / Social-Media-Dienst machen. Hier, im zweiten Teil zeigen wir, wie neue Themengebiete zu den Interessen hinzugefügt werden können und wie Stumbleupon in die eigene Content-Marketing-Strategie passt.

Wem die fünf, zu Anfang ausgewählten Themen nicht reichen, der kann natürlich auch weitere Kategorien hinzufügen. Das funktioniert ganz einfach über den Menüpunkt „follow more“, auf den man gelangt, indem man rechts neben seinem Nutzerbild auf den Pfeil klickt.

Stumbleupon_Anleitung_Follow_more

Interessante Themengebiete lassen sich entweder über beliebte-, („Popular“) oder von Stumbleupon vorgeschlagene Kategorien („Recommended“) finden. Wer mehr Zeit hat, kann sich auch durch die alphabetisch geordneten Themen („All“) klicken, hier ist für wirklich jeden was dabei.

Stumbleupon_Anleitung_Zu_Interessen_hinzufügen

 

Interessen teilen und zum Teil der Community werden
Nach und nach bekommt man von Stumbleupon immer weitere Möglichkeiten gezeigt, wie man mit der Stumble-Community in Kontakt treten, oder gefundene Seiten über Facebook, Twitter & Co. teilen kann. Auch die Möglichkeit Seiten, über die man gestolpert ist, zu kommentieren wird hier geboten.

Stumbleupon_Anleitung_Teilen_auf_Social_Networks
Damit man den Überblick über die vielen likes nicht verliert (die sammeln sich nämlich schneller an, als man anfangs glaubt), empfiehlt es sich verschiedene Listen zu erstellen. Über das „+“ oben links in der Ecke kann man die Seite, auf der man sich grade befindet, zu einer der Listen hinzufügen. Den selbsterstellten Listen können andere User folgen, ebenso ist es möglich fremden Listen zu folgen.

Stumbleupon_Anleitung_Listen_Folgen
Das ist nicht nur bei den Listen machbar. Neben Interessen, anderen Usern und Listen denen gefolgt werden kann, bietet Stumbleupon eine Reihe verschiedener Channels, z.B. von Marken, Webseiten oder Berühmtheiten.

Stumbleupon_Anleitung_Channels_folgen
Beim stumbeln selbst gibt es die Möglichkeit alle Themen zu durchsuchen, oder ein bestimmtes Thema auszuwählen. Außerdem können die am häufigsten genutzten Themengebiete weiter erkundet werden. Stumbleupon bietet darüber hinaus an Interessengebiete, die zur Zeit bei anderen Usern im Trend liegen, zu entdecken, oder ganz einfach Fotos und Videos zu durchsuchen.

Stumbleupon_Anleitung_Stumbels_Filtern

Hat man sich auf Stumbleupon einmal zurecht gefunden, ist es denkbar schwierig die Seite wieder zu verlassen, stößt man doch immer wieder auf neue und spannende Internetseiten, auf denen man sich ausgiebig umsehen möchte.

Stumbleupon als Traffic-Generator für eigene Inhalte nutzen
Zum Schluss sei noch zu erwähnen, dass es auch die Möglichkeit gibt, Links in eine dafür vorgesehene Maske einzufügen. Vielleicht stolpert so ja auch der Ein- oder Andere Stumbler über Ihre Webpräsenz. Die gilt es dann natürlich mit interessanten Inhalten zu füllen, damit der User möglichst lange darauf verweilt. 
Eine wunderbare Chance, um die eigenen Digital Relations zu pflegen und weiter auszubauen.

Stumbleupon_Anleitung_Eigene_Seite_hinzufügen
Einige Infografiken im Web behaupten sogar, dass Stumbleupon in den USA mehr Traffic auf Webseiten generiert, als es bei Facebook, oder Twitter der Fall ist (Stand: 2011). Auch bei der Lebensdauer eines Links ist Stumbleupon mit ca. 400 Stunden einer der Vorreiter. 
Die Link-Lebensdauer beschreibt, wie lange ein Link in sozialen Netzwerken aktuell bleibt, so dass er angeklickt oder verbreitet wird.

Klingt ja schön und gut, aber Ihnen fehlen noch spannende Inhalte auf der Website? Kein Problem, lassen Sie sich von uns über eine passende Content-Marketing-Strategie beraten, damit auch Ihr Online-Auftritt zu einem vollen Erfolg wird!

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

Stumbleupon Tutorial: Teil 1 – bitte nicht stolpern

Stumbleupon bietet die Möglichkeit neue Webseiten auf Basis der eigenen Interessen zu entdecken. Wir zeigen, wie Sie bei der Benutzung des Dienstes nicht „ins Stolpern“ geraten.

Stumbleupon ist einer jener Social-Bookmarking-Dienste, der bisher alles richtig gemacht hat. Was mit einer Toolbar als Browser-Extension begann, entwickelte sich mit der Zeit zu einem eigenständigen Sozialen Netzwerk. Stumbleupon schafft die Möglichkeit neue, interessante Webseiten (größtenteils englischsprachig) zu finden, und zwar, ohne überhaupt suchen zu müssen. Wie das geht und welcher Nutzen für erfolgreiches Content-Marketing daraus gezogen werden kann, erklärt das Team von Görs Communications im folgenden Text Schritt für Schritt.

Was ist Stumbleupon?
Sinngemäß übersetzt bedeutet Stumbleupon „drüber stolpern“, was den Sinn und Zweck der Seite sehr treffend beschreibt, denn durch das Betätigen des „Stumble“ Buttons stolpert man immer wieder über bisher unentdeckte Webperlen, die auf Grundlage der eigenen Interessen vorgeschlagen werden.

Stumbleupon_Anleitung_Startseite

Der User gibt einfach seine Interessen an, woraufhin Stumbleupon passende Webseiten zu den jeweiligen Themengebieten zum Besten gibt. Der Inhalt kann von Texten über Videos und Fotos bis hin zur Musik reichen. In schier unendlich vielen Themengebieten gibt es einiges zu entdecken. So macht es einem die Seite leicht, neue Webseiten zu finden, auf die man ohne Stumbleupons Hilfe nicht gekommen wäre. Durch Feedback in Form von „likes“ oder „dislikes“ gibt man Stumbleupon auch direkt zu verstehen, was man von der jeweiligen Webseite hält und bekommt so noch besser personalisierte Vorschläge.

Wie kann ich Stumbleupon nutzen?

Stumbleupon_Anleitung_Anmeldung
Nach der Anmeldung, die wahlweise über Facebook oder per E-Mail statt findet, muss zunächst die Entscheidung für mindestens 5 aus insgesamt 60 Anfangs-Kategorien getroffen werden, um die sogenannten „Stumbles“ zu personalisieren. Wir haben uns für die Kategorien Coffee, Design, Facebook, Photography und Writing entschieden.

Stumbleupon_Anleitung_Erste_Themen_Auswahl

Speichert man die auserwählten Interessen, bekommt man direkt einen Seitenvorschlag zu einem Thema. Dazu gibt Stumbelupon einen kurzen Überblick über die wichtigsten Funktionen.

Stumbleupon_Anleitung_Like_Funktion

Die erste Seite, über die wir „stolpern“ stammt aus dem Themengebiet Coffee – wie passend! Nun gibt es mehrere Möglichkeiten, um Stumbleupon ein Feedback zu der vorgeschlagenen Seite zu geben: Wir können auf den nach unten zeigenden Daumen klicken, um verstehen zu geben, dass uns die Seite nicht gefällt. Das stellt dann ein sogenanntes „dislike“ dar. Das Pendant dazu ist der nach oben gestreckte Daumen auf der rechten Seite. Damit gibt man der Seite ein „like“.

Eine dritte Möglichkeit ist, die Seite weder positiv, noch negativ zu bewerten, sondern einfach auf den Stumble-Button in der Mitte zu drücken, um zum nächsten Seitenvorschlag zu gelangen.

Stumbleupon_Tutorial_Stumble_Leiste

Wie Sie noch mehr Themengebiete entdecken und wie Stumbleupon in Ihre persönliche Content-Marketing-Strategie passt, erklären wir im 2. Teil des Stumbleupon-Tutorials.

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

Werbung auf Twitter schalten

Absicht oder Versehen? Gestern hat Twitter die Analysefunktion “Twitter Analytics” für alle User freigeschaltet, die bisher den Werbekunden von Twitter vorbehalten war. Und das auch nicht ohne Grund, das Analysetool ist primär auf die Auswertung der Follower und der Timeline-Aktivitäten inklusive Faves, Retweets und Replies ausgelegt, zudem kann man sich die Daten auch als CSV- oder XLS-Datei herunterladen.

Damit dürfte der Nutzen von Twitter Analytics für “normale” Twitter-User eher gering sein, während Werbetreibende natürlich auf solche Informationen angewiesen sind, um handfeste Informationen über ihren Erfolg bzw. Misserfolg auf Twitter zu erhalten. Was jedoch erstaunte, war, dass Twitter sich selbst nicht zur Freischaltung von Twitter Analytics für alle User äußerte, sondern US-Medien (zuerst The Next Web und dann Mashable) darüber berichteten, dass das Analysetool allen Usern offensteht.

"Zur Zeit akzeptieren wir nur Werber, die auf Englisch tweeten und in den USA ansässig sind."

“Zur Zeit akzeptieren wir nur Werber, die auf Englisch tweeten und in den USA ansässig sind.”

Heute hat Twitter dann den Rückzug gemacht, das Analysetool ist für normale User nicht mehr zugänglich. Twitter selbst hüllt sich in Schweigen, auf dem Twitter-Blog findet sich nichts dazu. Über die Gründe hierfür kann nur spekuliert werden, entweder hatte Twitter erst gar nicht vorgehabt, die Funktion für Twitter-User nutzbar zu machen, oder Twitter hat den Rückzug angetreten, da sie es mit technischen Problemen zu tun bekommen haben. Sei es, wie es sei, das Tool steht jetzt nicht mehr allen Usern, sondern nur den Werbetreibenden offen.

Als Deutscher Werbung auf Twitter schalten

Will man also Zugriff auf Twitter Analytics bekommen, muss man erst Werbetreibender auf Twitter werden. Twitter selbst schreibt zwar “Zur Zeit akzeptieren wir nur Werber, die auf Englisch tweeten und in den USA ansässig sind”, was jedoch nur die halbe Wahrheit ist, da sich unter den Werbetreibenden auch mehrere deutsche Firmen befinden. Grundsätzlich hat Twitter jedoch damit zu kämpfen, dass das Unternehmen noch immer eine überschaubare Größe hat, weshalb es längst nicht mit den weltweiten Vertriebsstrukturen von Facebook mithalten kann. Deshalb beschränken sie die Schaltung von Werbung auf den amerikanischen Heimatmarkt und auf ausgewählte Kunden aus dem Ausland (und damit auch aus Deutschland).

Am einfachsten haben es hier natürlich deutsche Unternehmen, die auch in Amerika tätig sind. Die können sich über ihre amerikanische Dependancen anmelden, um auf diese Weise die Auslands-Regel zu umgehen. Alternativ kann man hierfür natürlich auch einen amerikanischen Marketing-Dienstleister in Anspruch nehmen, der für einen die Werbeschaltungen übernimmt.

Eine dritte Variante wäre es natürlich auch noch, Twitter vorzugaukeln, man sei ein Amerikaner, wovon wir von Görs Communications aber dringend abraten, da a) Twitter nicht dumm ist und b) ja auch Rechnungen zu bezahlen sind, die später beim Kunden und/oder dem Finanzamt vorgelegt werden müssen.

Außerdem kann man sich direkt bei Twitter melden und dort beantragen, zur Werbeschaltung zugelassen zu werden. Dazu muss man sich  zunächst unter https://business.twitter.com/start-advertising?link_region=nav mit seinem Twitter-Account anmelden. Dann wird von Twitter gefragt, aus welchem Land man kommt, ob das Werbebudget unterhalb oder oberhalb von 5.000 Dollar liegt, der Vor- und Nachname, die Emailadresse und weitere Daten:

Registrieren_Twitter

Und dann heißt es hoffen, dass Twitter einen akzeptiert.

 

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Studie: Online-Werbemarkt übertrifft Zeitungen

Nachdem Nielsen bereits im Januar die Zahlen für den deutschen Werbemarkt 2012 vorgestellt hat, zieht nun der Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. nach. Auch wenn die komplette Studie erst Mitte März erscheint, hat der Vermarkterkreis die interessantesten Studienergebnisse jetzt schon in einer Pressemitteilung veröffentlicht.

Laut der PM, die unter dem Titel “Online-Werbemarkt durchbricht 6-Milliarden-Euro-Grenze in 2012” erschienen ist, ist der Werbemarkt im Internet um rund 13 Prozent auf 6,47 Milliarden Euro gewachsen. Ein durchaus bemerkenswerter Zuwachs, wenn man sich das geringe Wirtschaftswachstum des vergangenen Jahres vergegenwärtigt.

Insgesamt würden die Ausgaben für die Online-Werbung damit 21,8 Prozent des gesamten Werbemarktes ausmachen, eine Steigerung von 2,2 Prozentpunkte gegenüber 2011. Laut OVK ist das Internet damit das zweitstärkstes Werbemedium nach der Fernsehwerbung; eine Platzierung, die jedoch mit Vorsicht genossen werden sollte, da der OVK die Erlöse für den Zeitungs- und Zeitschriftenwerbemarkt getrennt erhebt. Die  Zeitungen kommen demnach auf 17,0 Prozent, die Zeitschriften auf 12,0 Prozent, der gesamte Printbereich würde zusammen also auf 29 Prozent kommen und damit noch (!) vor dem Online-Werbemarkt liegen. Da der Werbemarkt für Zeitungen und Zeitschriften jedoch rückläufig ist, dürfte der Online-Markt jedoch längerfristig den gesamten Printbereich überholen. Selbst der erste Platz, den das Fernsehen traditionell innehat, dürfte langfristig wackeln, noch sichert sich das Medium 38,2 Prozent der Werbeeinnahmen, der Abstand ist aber von 18,4 Prozentpunkte auf 16,4 Prozentpunkte gefallen.

Verteilung innerhalb des Online-Werbemarktes

Aufgeschlüsselt wurde die Online-Werbung vom OVK in klassische Online-Werbung, Suchwortvermarktung und Affiliate-Netzwerke. Am stärksten konnte die klassische Online-Werbung (also Bannerschaltungen etc.) zulegen, der Zuwachs betrug satte 15 Prozent. Suchwortvermarktung und Affiliate-Netzwerke hingegen legten “nur” um 10 Prozent zu. Insgesamt entfallen 3,78 Milliarden Euro auf die klassische Online-Werbung, 2,28 Milliarden Euro auf die Suchwortvermarktung und 411 Millionen Euro auf Affiliate-Netzwerke.

Studienergebnisse OVK. Quelle: www.bvdw.org

Studienergebnisse OVK. Quelle: www.bvdw.org

Die Prognosen des OVK fallen vergleichsweise verhalten aus, für das laufende Jahr wird mit einem Zuwachs des Online-Werbemarktes von rund 11 Prozent gerechnet. Eine Einschätzung, die nach Meinung von Görs Communications vermutlich eher über- als unterschritten werden dürfte. Selbst bei kleinen und mittleren Unternehmen setzt sich mittlerweile die Einschätzung durch, dass Online-Werbung effektiver als  Branchenbucheinträge und Schweinebauchwerbung ist, außerdem sorgt das Zeitungssterben nicht gerade für Vertrauen in den Printbereich.

Die gesamte Studie des OVK soll Mitte März vorgestellt werden, sobald dies geschehen ist, werden wir Blog weiter berichten.

 

 

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Lesenswertes: Web-Journalismus, Facebook-Bashing und Vine

Das t3n Magazin hat ein längeres Interview mit dem Süddeutsche.de-Chef Stefan Plöchinger über Web-Journalismus, den Medienwandel und seinen persönlichen Arbeitsalltag geführt.

Bemerkenswert ist seine persönliche Mediennutzung und seine ausgeprägte Technikaffinität, so antwortet er auf die Frage, wie er in der digitalen Nachrichtenflut Ordnung hält, mit folgenden Sätzen (Hervorhebung durch Görs Communications):

Ich nutze RSS-Feeds, um alle Branchennews zu scannen. Ansonsten lese ich viel auf dem iPad, vor allem die digitale Version unserer gedruckten Zeitung. Zudem besuche ich drei bis vier mal am Tag die Websites der großen deutschen Nachrichtenseiten. Das sind Süddeutsche.de, Spiegel Online, Zeit Online, manchmal noch FAZ.net, im internationalen Kontext Guardian und New York Times. Also da, wo mich die Medienmarken interessieren, konsumiere ich sie direkt, rufe die entsprechenden Websites auf. Und bei Blogs und anderen Geschichten nutze ich RSS-Reader und Twitter.Ich selbst reise zudem sehr viel und habe deshalb auch keinen festen Bürorechner mehr, sondern ein MacBook Air. Im Büro nutze ich ein Thunderbolt-Display als Dockingstation. Simpel zu bedienende, gut miteinander synchronisierende Arbeitsgeräte – namentlich iPhone, iPad und MacBook – sind immens wichtig für mich.

Natürlich ist er insofern ein Sonderfall, da er erst 36 Jahre alt ist und Chef eines Online-Mediums ist, aber zumindest bei jüngeren Journalisten dürfte der Arbeitsalltag nicht viel anders aussehen – und die älteren Journalisten müssen sich über kurz oder lang anpassen. Gefragt, warum der deutsche Medienmarkt den Entwicklungen in Amerika hinterherhinkt, nennt Plöchinger zunächst die unterschiedliche Marktstruktur mit den Platzhirschen Bild und Spiegel, verweist aber auch auf die unterschiedliche digitale Kultur:

Der zweite Grund für dieses Hinterherhinken in Deutschland: Der digitale Medienbruch hat im angelsächsischen Raum schon früher eingesetzt. Die Verbreitung von Smartphones und Tablets, gerade in den Innovationszentren dieser Länder, ist einfach schon länger viel größer. Die deutsche Bevölkerung hat die neuen Medien noch nicht so stark angenommen und akzeptiert, deswegen gibt es auch einfach weniger Handlungsdruck seitens der Verlage bezüglich neuer Geschäftsmodelle im Internet.

Eine Feststellung, die sich auch schon in der Nutzung von Twitter als Wahlkampfplattform gezeigt hat. Das vollständige Interview mit Stefan Plöchinger findet man hier auf t3n.

Thomas Hutter setzt sich zudem in einem äußerst lesenswerten Blogbeitrag mit dem derzeit so beliebten Facebook-Gebashe auseinander, als Aufhänger dient ihm ein Blogpost von Daniel Mack, Sprecher für Netzpolitik und Sport bei den Grünen in Hessen. Besonders stoßen ihm die Verallgemeinerungen beim allseits beliebten Thema Datenschutz und die permanente Kritik an den Werbeschaltungen auf:

Welche Daten über eine App freigegeben werden, bestimmt bereits heute der Benutzer bei der Autorisierung einer Applikation, der Nutzer wird in keinem Fall gezwungen die Daten freizugeben, bzw. erhalten Applikationen keine Daten automatisch von Facebook [...]. Ebenfalls bestimmt der Nutzer transparent, welche Daten Freunde von ihm über eine Applikation freigeben kann [...]. Warum eine Datenfreigabe für individualisierte Werbung notwendig sein soll, entzieht sich meiner Phantasie. Ist es nicht vielmehr so, dass viele der gängigen Internetplattformen auf Grund meines Nutzerverhaltens individualisierte Werbung ausliefert? Google beispielsweise liefert mir Werbung anhand meines Standortes, meines Internetzugangs (Mobile vs Desktop), ja, sogar auf Grund meiner Suchanfrage direkt auf den Bildschirm. Remarketing ist bei vielen Plattformen aktiviert. Webseiten erkennen anhand von Cookies, ob ich bereits eine Werbeanzeige geklickt habe, und falls nicht und die Anzeige wurde schon mehrmals gezeigt, ändert sich plötzlich das Sujet… Was ist daran schlimm? Wo liegt das Problem, dass ich Werbung angezeigt bekomme, die mit meinen Interessen möglicherweise korrespondiert? Willkommen im Internet! Willkommen im Jahr 2013!

Auch wenn die Absätze teilweise sehr polemisch geschrieben sind, geht Hutter auf die vielen Vorwürfe sehr detailliert und sachlich ein, man wünschte sich, die notorischen Facebook-Kritiker würden ähnlich differenziert argumentieren. Zu dem Beitrag geht es hier.

Die TAZ hat sich gut eine Woche nach dem Start mit Twitters neuem Videodienst Vine auseinandergesetzt, bei dem die User Videos mit einer Gesamtlänge von sechs Sekunden hochladen können – also in etwa der Aufmerksamkeitsspanne, die man schon von den 140-Zeichen-Tweets kennt. Probleme bereitet Twitter dabei vor allem das leidige Thema Pornographie, wie so oft sind die Vertreter dieser Branche die Early Adopter und legen dabei auch noch eine unangenehme Aggressivität an den Tag:

Schnell zu erkennen ist aber auch, dass es mittels Vine inzwischen auch allerlei Freizügiges auf Twitter zu sehen gibt. Unter entsprechenden Tags, die man über die Vine-App aufrufen kann, fand sich schon nach wenigen Tagen Pornographisches. Peinlicherweise schaffte es einer der Hardcore-Clips sogar am Montag in die „Von der Redaktion empfohlen“-Rubrik, die jeder Neunutzer als erstes vorgesetzt bekommt. „Menschliches Versagen“ sei das gewesen, kommentierte ein Twitter-Sprecher.

Den Artikel mit der bezeichnenden Überschrift “Zu viel #porn bei Vine” findet man im Online-Angebot der TAZ hier.

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

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