5. February 2023

Werbung auf Twitter schalten

Absicht oder Versehen? Gestern hat Twitter die Analysefunktion „Twitter Analytics“ für alle User freigeschaltet, die bisher den Werbekunden von Twitter vorbehalten war. Und das auch nicht ohne Grund, das Analysetool ist primär auf die Auswertung der Follower und der Timeline-Aktivitäten inklusive Faves, Retweets und Replies ausgelegt, zudem kann man sich die Daten auch als CSV- oder XLS-Datei herunterladen.

Damit dürfte der Nutzen von Twitter Analytics für „normale“ Twitter-User eher gering sein, während Werbetreibende natürlich auf solche Informationen angewiesen sind, um handfeste Informationen über ihren Erfolg bzw. Misserfolg auf Twitter zu erhalten. Was jedoch erstaunte, war, dass Twitter sich selbst nicht zur Freischaltung von Twitter Analytics für alle User äußerte, sondern US-Medien (zuerst The Next Web und dann Mashable) darüber berichteten, dass das Analysetool allen Usern offensteht.

"Zur Zeit akzeptieren wir nur Werber, die auf Englisch tweeten und in den USA ansässig sind."

„Zur Zeit akzeptieren wir nur Werber, die auf Englisch tweeten und in den USA ansässig sind.“

Heute hat Twitter dann den Rückzug gemacht, das Analysetool ist für normale User nicht mehr zugänglich. Twitter selbst hüllt sich in Schweigen, auf dem Twitter-Blog findet sich nichts dazu. Über die Gründe hierfür kann nur spekuliert werden, entweder hatte Twitter erst gar nicht vorgehabt, die Funktion für Twitter-User nutzbar zu machen, oder Twitter hat den Rückzug angetreten, da sie es mit technischen Problemen zu tun bekommen haben. Sei es, wie es sei, das Tool steht jetzt nicht mehr allen Usern, sondern nur den Werbetreibenden offen.

Als Deutscher Werbung auf Twitter schalten

Will man also Zugriff auf Twitter Analytics bekommen, muss man erst Werbetreibender auf Twitter werden. Twitter selbst schreibt zwar „Zur Zeit akzeptieren wir nur Werber, die auf Englisch tweeten und in den USA ansässig sind“, was jedoch nur die halbe Wahrheit ist, da sich unter den Werbetreibenden auch mehrere deutsche Firmen befinden. Grundsätzlich hat Twitter jedoch damit zu kämpfen, dass das Unternehmen noch immer eine überschaubare Größe hat, weshalb es längst nicht mit den weltweiten Vertriebsstrukturen von Facebook mithalten kann. Deshalb beschränken sie die Schaltung von Werbung auf den amerikanischen Heimatmarkt und auf ausgewählte Kunden aus dem Ausland (und damit auch aus Deutschland).

Am einfachsten haben es hier natürlich deutsche Unternehmen, die auch in Amerika tätig sind. Die können sich über ihre amerikanische Dependancen anmelden, um auf diese Weise die Auslands-Regel zu umgehen. Alternativ kann man hierfür natürlich auch einen amerikanischen Marketing-Dienstleister in Anspruch nehmen, der für einen die Werbeschaltungen übernimmt.

Eine dritte Variante wäre es natürlich auch noch, Twitter vorzugaukeln, man sei ein Amerikaner, wovon wir von Görs Communications aber dringend abraten, da a) Twitter nicht dumm ist und b) ja auch Rechnungen zu bezahlen sind, die später beim Kunden und/oder dem Finanzamt vorgelegt werden müssen.

Außerdem kann man sich direkt bei Twitter melden und dort beantragen, zur Werbeschaltung zugelassen zu werden. Dazu muss man sich  zunächst unter https://business.twitter.com/start-advertising?link_region=nav mit seinem Twitter-Account anmelden. Dann wird von Twitter gefragt, aus welchem Land man kommt, ob das Werbebudget unterhalb oder oberhalb von 5.000 Dollar liegt, der Vor- und Nachname, die Emailadresse und weitere Daten:

Registrieren_Twitter

Und dann heißt es hoffen, dass Twitter einen akzeptiert.

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

Görs Communications unterstützt Alfa Laval Mid Europe bei der Crossmedia-Kommunikation

Alfa Laval Mid Europe, einer der weltweit führenden Anbieter von industriellen Produkten und kundenspezifischen Verfahrenslösungen, betraut die Hamburger Agentur Görs Communications mit crossmedialer Mediaplanung und -schaltung, Public Relations und Suchmaschinenmarketing

Logo Alfa LavalHamburg / Glinde 18. Februar 2013 – Crossmedia-Kommunikation im B2B-Bereich: Die Hamburger Agentur Görs Communications steht ab sofort Alfa Laval Mid Europe (www.alfalaval.de) mit medienübergreifendem Business-to-Business Marketing zur Seite. „Durch die enge Verzahnung von klassischer PR / Öffentlichkeitsarbeit und Marketing mit Onlinemarketing und Suchmaschinenoptimierung setzt Alfa Laval Mid Europe auch im B2B-Geschäft auf integrierte Kommunikationsmaßnahmen. Unter den Unternehmen der Prozessindustrie und der Verfahrenstechnik gilt Alfa Laval bereits als besonders innovativ, eine Eigenschaft, die sich in Zukunft noch stärker in allen Formen der Außendarstellung widerspiegeln wird“, sagt Daniel Görs, Inhaber der PR- und Werbeagentur Görs Communications (www.goers-communications.de).

„Dank der großen Innovationskraft und dem für Alfa Laval hohen Qualitätsstandard ist das Unternehmen bestens für die Zukunft aufgestellt“, sagt Claudia Berg, Local Communications Manager Alfa Laval Mid Europe, „diese hohen Ansprüche spiegelt auch unsere integrierte Crossmedia-Kommunikation wider.“ Unter dem Dach von Alfa Laval Mid Europe hat das börsennotierte Unternehmen Alfa Laval, das weltweit in mehr als 100 Ländern vertreten ist, die Vertriebs-, Service- und Marketingaktivitäten für Deutschland, Österreich und die Schweiz konzentriert. Insgesamt beschäftigt Alfa Laval Mid Europe rund 300 Mitarbeiter am Unternehmenssitz im schleswig-holsteinischen Glinde, im Wiener Neudorf und in Dietlikon in der Nähe von Zürich.

„Alfa Laval hat den Sprung in das digitale Zeitalter frühzeitig und erfolgreich gemeistert. Eine starke Basis, auf der wir gemeinsam aufbauen, um die Bekanntheit und die Medienpräsenz in den nächsten Jahren kontinuierlich zu steigern. Vor allem im Internet, ohne aber die klassischen Kommunikationswege zu vernachlässigen“, betont Agenturchef Daniel Görs.

Alfa Laval in Kurzform:
Alfa Laval ist ein führender Anbieter von Produkten und kundenspezifischen Verfahrenslösungen. Unsere Komponenten, Anlagen, Systeme und unser Service tragen zur Optimierung der Prozesse unserer Kunden bei, immer und immer wieder.
Wir helfen, wenn es um Wärmeübertragung, mechanische Separation oder den Transport verschiedenster Medien geht, wie zum Beispiel Öl, Wasser, Chemikalien, Getränke, Lebensmittel, Stärke und pharmazeutische Produkte. Als globales Unternehmen sind wir in mehr als 100 Ländern vertreten.

Wie nehme ich Kontakt zu Alfa Laval auf?
Kontaktpersonen und -adressen weltweit werden auf unserer Website gepflegt. Bei Interesse besuchen Sie gerne die Homepage www.alfalaval.de

Medienkontakt:
Claudia Berg – Local Communication Manager,
Alfa Laval Mid Europe GmbH
Telefon: +49 40 7274 2200
Mobile: +49 151 234 74239
E-Mail: claudia.berg-pawellek [at] alfalaval.com
Presseportal: http://local.alfalaval.com/de-de/about-us/presse/pages/default.aspx
Kontakt: http://local.alfalaval.com/de-de/kontakt/pages/default.aspx

Über Görs Communications:
Görs Communications bietet professionelle Public Relations / Öffentlichkeitsarbeit, Werbung / Marketing und Kommunikation für Unternehmen, die im Wettbewerb ganz vorne sein wollen. Unter dem Motto „Bekanntheit. Aufmerksamkeit. Umsatz.“ bietet Görs Communications (Hamburg / Lübeck) Ideen und Umsetzung für den crossmedialen Erfolg: PR Beratung und Werbeberatung, die sich für Kunden direkt auszahlt.

Kontakt:
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Königstraße 1
22767 Hamburg
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Zeitungskrise: Onliner sehen Print nicht kurz vor dem Aussterben

Surfer geben der klassischen Zeitung eine Zukunft – aber in gewissen Grenzen: Das Spectos-Institut hat insgesamt 1.728 Internet-User über ihr Verhältnis zu Zeitungen, Nachrichten und der Mediennutzung befragt. Das Ergebnis ist eher durchwachsen, insgesamt fielen die Antworten folgendermaßen aus:

  • Auf die Frage „Denken Sie persönlich, dass gedruckte Zeitungen in Zukunft aussterben werden?“ antworteten 26,4 Prozent mit Ja, 73,6 Prozent mit Nein. Knapp drei Viertel aller User gehen also davon aus, dass Print eine Zukunft hat – angesichts der im Netz gängigen Beschimpfung des „Totholzes“ doch ein eher hoher Wert.
  • Die Qualität von Zeitungen wurde sehr hoch eingeschätzt, auf die Frage „Wie zufrieden sind Sie mit der Qualität der erhältlichen gedruckten Zeitungen?“ erhielten die Blätter auf einer Skala von 1 bis 5 einen Punktedurchschnitt von 3,8.
  • Die Gründe für das Zeitungssterben werden hauptsächlich in den Kosten gesehen, auf die Frage „Viele Menschen haben heutzutage kein Abonnement mehr für gedruckte Zeitungen, Zeitschriften oder Magazine. Was denken Sie, was ist der Hauptgrund?“ gaben 38.95 Prozent an, dass die Informationen kostenlos im Internet verfügbar sind, 31.29 Prozent, dass die Abos zu teuer sind, 25.1 Prozent monierten die fehlende Zeit zum regelmäßigen Lesen und 4,66 Prozent machten ein Desinteresse an Nachrichten aus. Bedenkt man, dass „kostenlose Informationen im Internet“ und „teure Abos“ zusammenhängen, dann ist der Kostenblock für 70 Prozent entscheidend.
  • Gefragt, ob die Surfer selbst noch ein Abo („In der Vergangenheit war immer wieder vom „Zeitungssterben“ zu hören. Besitzen Sie noch ein Zeitungs-Abonnement für gedruckte Zeitungen, Zeitschriften oder Magazine?“) besitzen, bejahten 65,9 Prozent die Frage, 34,1 Prozent verneinten sie.
  • Das Ergebnis zur bevorzugten Nachrichtenquelle überrascht auch, die Frage „Es gibt verschiedene Wege, sich über aktuelle Nachrichten zu informieren. Welche Möglichkeit nutzen Sie am liebsten?“ wurde zu 45,5 Prozent mit Fernsehen, 37,5 Prozent mit der gedruckten Zeitung, 12,3 Prozent mit Online-Zeitungen und mageren 2,2 Prozent mit mobilen Zeitungen (Apps) beantwortet.

Insgesamt fällt auf, wie gut die Bewertungen der klassischen Print-Zeitung in der Umfage ausfällt. Dass die Abozahlen gleichzeitig seit Jahren rückläufig sind – und damit auch die Werbeeinnahmen; Görs Communications berichtete hier im Blog – lässt sich nur sehr schwer aus der Umfrage herleiten. Am ehesten trifft noch die Redewendung aus dem Matthäus-Evangelium zu: „Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach“ zu. Im Prinzip schätzt man Zeitungen, man ist aber gleichzeitig nicht bereit, dafür auch zu zahlen.

 

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Studie: Deutscher Werbemarkt 2012

Gestern hat das Informations- und Medienunternehmen Nielsen die Zahlen für den deutschen Werbemarkt 2012 vorgestellt. Insgesamt gibt es wenig Überraschungen, wobei man erwartet hätte, dass einzelne Kennziffern wegen der veränderten Mediennutzung deutlich stärker ausfallen würden. Laut Nielsen hat sich der Werbemarkt in Deutschland im vergangenen Jahr folgendermaßen entwickelt:

  • Der Bruttowerbemarkt in Deutschland ist 2012 insgesamt um 0,9 Prozent auf 26,2 Milliarden Euro gestiegen. Wenn man berücksichtigt, dass die Wirtschaft im gleichen Zeitraum nur um 0,7 Prozent gestiegen ist, dann ist der Zuwachs um 0,9 Prozent weder ein Grund zum Jubeln, noch ein Grund, das Ende der Werbewirtschaft herbeizureden – weshalb Nielsen den Werbemarkt insgesamt auch als „stabil“ bezeichnet.
  • Am stärksten fiel das Wachstum im ersten Quartal 2012 aus, am schwächsten im dritten Quartal. Erfreulich: Die Werbeausgaben mit Bezug zu Weihnachten stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat im Dezember um 14,9 Prozent.
  • Wachstumsmotor war wie schon in den Vorjahren der Online-Werbemarkt, der mit einem zweistelligen Plus von 17,3 Prozent auf jetzt insgesamt 2,9 Milliarden Euro gewachsen ist. Zuwächse von 17,3 Prozent sind sicherlich beachtlich, aber wenn man berücksichtigt, welche Bedeutung das Internet mittlerweile in der Mediennutzung der Deutschen einnimmt, dann sind 2,9 Milliarden vom Gesamtkuchen 26,2 Milliarden doch eher wenig. Angesichts des Nachholbedarfs hätte man durchaus auch höhere Zuwächse erwarten können.
  • Für Smartphone-Werbung wurden nur 55,8 Millionen Euro ausgegeben. Da die Smartphone-Dichte in den letzten Jahren rasant gewachsen ist – 2012 machten die Smartphones in Deutschland rund 50 Prozent aller Mobiltelefone aus, Tendenz steigend – und die mobilen Alleskönner kaum noch aus dem Alltag wegzudenken sind, ist die Summe von 55,8 Millionen mehr als enttäuschend.
  • Das Sorgenkind bleiben die Printmedien, die einen Rückgang der Einnahmen von 5,4 Prozent hinnehmen mussten. Am stärksten wurden die Zeitungen mit einem Minus von 6,6 Prozent getroffen, die Publikumszeitschriften verloren 4,3 Prozent und am stabilsten zeigten sich noch die Fachzeitschriften, bei denen das Minus bei 0,7 Prozent lag. Da das Thema Zeitungssterben 2012 ständig in den Medien präsent war, hätte man durchaus noch schlimmere Zahlen erwartet.
  • Fernsehen und Radio konnten trotz des Internets noch Zuwächse (2,0 und 6,1 Prozent) erzielen, mit 11,3 Milliarden Euro sicherte sich das Fernsehen auch traditionell wieder das größte Stück vom Werbekuchen.
  • Totgesagte leben länger: Die Kinowirtschaft konnte die Bruttowerbeerlöse um satte 10,5 Prozent steigern.

Da die Bundesregierung die Wachstumsprognose für 2013 auf 0,5 Prozent gekürzt hat, dürften die Werbeumsätze 2013 aller Wahrscheinlichkeit nach auf dem Niveau von 2012 verharren. Die Frage wird auf jeden Fall sein, ob die knappen Budgets dazu führen werden, dass massiv ins Internet umgeschichtet werden, und ob die Rückgänge im Printgeschäft 2013 auch die Fachzeitschriften – also das klassische B2B-Geschäft – erfassen werden. Ein Thema, mit dem Görs Communications sich auch in den kommenden Monaten hier auf dem Blog beschäftigen wird.

 

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