25. November 2020

Networking 2.0 und Digital Relations in der Immobilienwirtschaft: Nach der Expo Real ist vor der Expo Real (Teil 2)

Social Networks, Communitys und Immobilien Branchenportale: Daten und Vernetzungsmöglichkeiten ohne Ende?

 

Networking 2.0 und Digital Relations in der Immobilienwirtschaft – Nach der Expo Real ist vor der Expo Real, Teil 2:

Social Networks, Communitys und Immobilien Branchenportale: Daten und Vernetzungsmöglichkeiten ohne Ende?

Die bekanntesten sozialen Netzwerke (englisch „Social Networks“) wie die (im freien Fall befindlichen) VZ-Portale, Facebook und Twitter mit ihren zig Millionen Mitgliedern sind zwar reichweitenstark, aber von der Nutzerstruktur her überwiegend privat geprägt und daher für Business wenig geeignet. XING und LinkedIn sind Business- und Karriere-orientiert, aber ohne fachliche Spezifika. Am fokussiertesten sind spezielle Branchen-Networks wie bspw. das B2B-Netzwerkportal der Immobilienbranche kon-ii. Das Web 2.0 bietet durch neu entstandene Kanäle auch neue Kommunikationsmöglichkeiten. Viele Unternehmen experimentieren mit Social Media oder nutzen bereits die Möglichkeit einer virtuellen zielgruppenspezifischen Ansprache.

Doch insbesondere Unternehmen mit erklärungsbedürftigen Dienstleistungen und mit „wenig sexy“ Produkten (wie Gewerbeimmobilien) stellen meist fest, dass der erhoffte passiv-virale Marketingeffekt nicht so stark wirkt wie erhofft. Es fällt nun einmal den meisten leichter, sich als Fan von Apple zu bekennen als von Jones Lang Lasalle, Hochtief, der Kautionskasse oder der Aareal Bank. Die erwarteten Interaktionen wie Verlinkungen, Kommentare, Empfehlungen, selbst hochgeladene Fotos und Videos der Fans, sowie sonstiger „User generatet Content“, bleiben aber meist überschaubar. Immobilienprofis und -unternehmen haben daher in den reichweitenstarken „General Interest Social Networks“ einen schweren Stand. Darauf verzichten sollte dennoch niemand, denn Facebook & Co. bieten viele Informations- und Positionierungschancen eigener „Customer Touch Points“. Die Chancen stehen gut, dass beispielsweise bei den mehr als 20 Millionen Facebooknutzern allein in Deutschland auch der eine oder andere hilfreiche Businesskontakt mit dabei ist.

Tipp: Solange einzelne Social Media Networks noch kostenfreie Services anbieten – warum nicht für Networking und/oder Marketing nutzen? Facebook hat bereits in den USA mit dem Test von „Promoted Postings“ begonnen. Dabei wird die Google-Systematik beherzigt: Wer bezahlt, wird besser gerankt bzw. besser positioniert. Viele andere Social Media Dienste haben bereits kostenpflichtige Premiummodelle, bei denen die besten Funktionalitäten nur gegen Geld zu nutzen sind. Worauf warten Sie noch?

 

Gießkannen- vs. Scharfschützenprinzip im Web 2.0

Der Aufwand, der beim Social Networking betrieben werden soll, muss natürlich abgeschätzt werden. Anstatt ungeplant loszulegen, müssen Unternehmen Zeit investieren. Denn auch die Social Media Aktivitäten sollten in die generelle Unternehmenskommunikation eingebunden sein. Entscheider sollten sich hinsetzen, ihre PR-, Vertriebs- und Marketingkonzepte durchsehen und ihre „Digital Relations“ gezielt ausrichten. Dabei sollte man systematisch und regelmäßig vorgehen, man kann entweder Informationen herausgeben oder den Dialog suchen. Viele Unternehmen (aber weniger in der Immobilien- oder Finanzbranche) haben bereits Social Media Manager eingestellt und/oder bilden diese intern und mithilfe von Beratern aus bzw. weiter.
Im Business-Netzwerk XING, das sich an Mitglieder aller Branchen richtet und besonders in den deutschsprachigen Ländern weit verbreitet ist, können sogenannte „Gruppen“ zu allen denkbaren Themen für den Dialog und das Netzwerken gegründet werden. Auch im Immobilienbereich gibt es bereits viele Gruppen. Doch bei näherer Betrachtung fällt auch bei Xing die Zersplitterung der Informationen und die Unübersichtlichkeit im digitalen Themen- und Networkdschungel ins Auge. Wer hier alle immobilienrelevanten Belange im Auge behalten will, stößt schnell an seine Grenzen, denn jede dezentrale Gruppe hat ihre eigenen Spielregeln und Systematik. Eine thematische Differenzierung in der Kommunikation und die gleichzeitige Spezialisierung auf die Abbildung notwendiger branchenspezifischer Geschäftsprozesse in der Immobilienwirtschaft können allgemeine Business-Netzwerke trotz des Bedarfs nicht leisten.
Ein Beispiel für ein „Soziales Netzwerk“, das sich ausschließlich an Immobilienprofis und deren Neuigkeiten, Projekte und Objekte richtet, ist die Plattform kon-ii. Sie ermöglicht gezieltes E-Business, Internetmarkting und Online-Networking für Immobilienunternehmen. Über kon-ii kann bspw. strategisch nach potenziellen Kunden beziehungsweise Projektpartnern gesucht werden – auch unter Verwendung der eigenen herkömmlichen Visitenkartensammlung. “kon-ii ist Kommunikations-, Akquise-, Präsentations- und Marketingtool zugleich und natürlich ein Marktplatz für gute Ideen und Angebote”, ist auf der Website von Heiko Danz und Martin Partenheimer, den Gründern und Geschäftsführern des Unternehmens, zu lesen. Hier können sich Makler, Immobilienexperten und Immobilien Unternehmen mit Steckbrief, Projekten, Angeboten und Gesuchen, HR / Stellenanzeigen, Marketing, Pressemeldungen und Terminen präsentieren und mit anderen in der Immobilienbranche in Kontakt treten. So kann der „gute Ruf im Internet“, die so genannte „Online Reputation“ durch aktuelle, suchmaschinenrelevante Verlinkungen gezielt gesteigert werden.

Nach der Expo Real ist vor der Expo Real, Networking 2.0 und Digital Relations in der Immobilienwirtschaft: Weiter zu Teil 3 => Do’s & Dont’s beim Networking 2.0 – nicht nur in der Immobilienbranche

 

 

 

 

Trackbacks

  1. […] zu Teil 2 “Nach der Expo Real ist vor der Expo Real: Networking 2.0 und Digital Relations in der… Filed Under: Blog Mehr Bekannheit,Aufmerksamkeit,Umsatz: Kontaktieren Sie uns Görs […]

Impressum und Datenschutzerklärung .