22/08/2019

Tool: Inaktive Twitter-User automatisch finden und entfolgen

Ein kleines, praktisches Tool für das Social Media-Management: Mit UnTweeps kann man sich automatisch alle Twitter-User anzeigen lassen, denen man zwar folgt, die aber in der letzten Zeit keinerlei Tweets mehr gesendet haben.

Wozu inaktive User entfolgen?

Normalerweise haben wir bei Görs Communications für die Twitter-Accounts – u.a. @PR_Hamburg, @immobilie und @Goers – einen sehr legeren Umgang mit dem Folgen von anderen Twitter-Usern. Jemand, der interessant sein könnte, wird gefolgt. Außerdem folgen wir in der Regel auch immer zurück – Sie können uns also gerne folgen, ohne Angst zu haben, dass wir Sie ignorieren. Aussortiert werden meist nur Spammer, die die Timeline mit schlechten Tweets überfluten, Porno- und Nazi-Accounts.

Dadurch sammeln sich im Laufe der Zeit ziemlich viele inaktive Accounts an, denen man zwar folgt, die aber längst zu einer Twitter-Karteileiche mutiert sind. Da diese einem nichts mehr mitzuteilen haben und nur die Follow-Ratio hochtreiben, haben sie keinen weiteren Nutzen mehr, nur die Identifizierung ist in der Regel arbeitsaufwendig, man müsste eigentlich sämtliche Accounts durchgehen, um diese User zu finden – und zu entfolgen.

UnTweeps nutzen

UnTweeps ist ein Tool, das in der – vollkommen ausreichenden – Basisversion kostenlos genutzt werden kann, um inaktive Twitter-User zu finden, denen man folgt. Dazu meldet man sich (“Sign in with Twitter”) einfach mit seinem Twitter-Account unter www.untweeps.com an:

untweeps

Daraufhin wird man von UnTweeps aufgefordert, die Zeitspanne zu wählen, in denen der Account nicht genutzt wurde. Standardmäßig werden 30 Tage vorgeschlagen, das ist aber etwas niedrig, da es sich dabei auch nur um einen Urlaub, Sommerauszeit etc. handeln kann. Deutlich besser ist ein Zeitraum von 90 Tagen, da man damit einigermaßen sicher sein kann, dass der Nutzer die Freude am Twittern verloren hat und wahrscheinlich auch nicht zurückkehrt:
untweeps2

Danach muss man nur noch die User ankreuzen, die automatisch entfolgt werden sollen, mit dem Klick auf “Unfollow Selected Tweeps” erledigt das Tool dann den Rest automatisch über die Twitter-API:

untweeps3

Insgesamt ein zwar sehr limitiertes Tool, aber ein äußerst praktisches, wenn man mehrere Accounts hat und nicht Stunden mit der manuellen Pflege verbringen will.

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

Twitter: Warum man entfolgt wird

Econsultancy hat in einer Umfrage ermittelt, was die häufigsten Gründe für das Entfolgen eines Twitteraccounts ist. Einige Gründe dürfte man auch so erahnt haben, andere überraschen – auf jeden Fall sollten die Fehler nicht wiederholt werden, so man nicht mit 0 Followern dastehen will.

  1. Ein Verhalten, das wohl immer als erstes genannt wird: 52% der Teilnehmer der Umfrage gaben an, dass zu viel Noise ein Grund für sie ist, um auf den Unfollow-Button zu drücken. Es nervt einfach ungemein, wenn die eigene Timeline von einem einzigen Account dominiert wird, der dazu auch noch ständig Belanglosenkeiten (“Mir ist noch immer langweilig”) postet. Weniger kann bekanntlich auch mehr sein, daher im Zweifel lieber die Zahl der Statusmeldungen reduzieren.
  2. Knapp dahinter (48%) folgt zu viel Eigenwerbung. Accounts, die sich selbst ständig in den Himmel loben, sind auf die Dauer einfach nur sehr schwer zu ertragen.
  3. Fast genauso viele (47%) Teilnehmer gaben an, dass Spam ein Grund zum Entfolgen ist. Niemand will schließlich mit Links bombardiert werden, die alle nur einen Sinn haben – etwas zu verkaufen. Davon findet man schon genug ungefragt im Email-Posteingang, das hat auf Twitter nichts verloren.
  4. Nicht interessant genug” ist für 43% ein Grund zum Entfolgen. Es gibt Abermillionen von Twitter-Accounts, warum sollte man da ausgerechnet denen folgen, die nichts spannendes mitzuteilen haben?
  5. Zu viele Wiederholungen lassen 29% auf den Unfollow-Button drücken. Es kann ja sein, dass ein Artikel/Bild/Video unheimlich toll ist, aber darauf gleich zehnmal hinweisen ist definitiv kontraproduktiv.
  6. Ebenfalls 29% schaltet bei zu vielen Automatisierungen ab. So mag es für viele praktisch erscheinen, wenn man den Facebook-Status automatisch auch in Twitter importiert – die Follower sehen das aber gänzlich anders.
  7. Unprofessionelles Verhalten tolerieren 28% nicht. Twitter ist kein Platz zum Pöbeln, sexistische Witze etc. kommen einfach nicht gut.
  8. Zu viele Betteltweets ist für 28% untolerierbar. Ein “Please RT” am Ende eines Tweetes kann man mal setzen, aber auch wirklich nur dann, wenn es wichtig ist.
  9. Das Gegenteil von “zu viel Noise” lässt 27% auf den Unfollow-Button drücken. Zu viel Stille nervt zwar nicht, aber halb verwaiste Accounts fliegen beim Aufräumen als erstes raus.
  10. Ein besonders unangenehme Automation: Zu viele Foursquare-Meldungen schrecken 22% ab. Niemand will wissen, ob man jetzt Mayor von einer x-beliebigen Pommesbude geworden ist.
  11. 21% werden abgeschreckt, wenn die Tweets keinerlei Konversationen enthalten. Es heißt schließlich Social Media, und so sollte man sich auch benehmen.
  12. 18% mögen keine “Crimes against grammar” – also auffällige Rechtschreibfehler.
  13. Knapp dahinter mit 17% folgen User, die einen Retweet nach dem anderen produzieren. Ohne eigene Gedanken geht es auch auf Twitter nicht.
  14. Ein Missbrauch der DM-Funktion stößt 16% auf. Die DMs (“direct message”) sind als Austausch für private Mitteilungen gedacht, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind, das ist keine Einladung, einen weiteren Vertriebskanal zu eröffnen!
  15. #Leute, #die #zu #viele #Hashtags #benutzen werden von 10% entfolgt. Zu viele Hashtags stören den Lesefluss, es sieht nicht schön aus und wirkt wie ein verzweifelter Schrei nach Aufmerksamkeit – eine hässliche Version des Betteltweets also.

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