17/07/2019

Webperlen: 61 Jahre BILD, 40 Jahre Internet und Catcontent ohne Ende

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • 61 Jahre BILD
  • 40 Jahre Internet
  • Infografik: Die Welt des Content Marketing
  • Was zeichnet eine gute PR-Beratung aus?
  • Preisübersicht: Dauerkarten 1. und 2. Fußball-Bundesliga 2013/2014
  • Leistungsschutzrecht: Einverständniserklärung zur weiteren Aufnahme in den Google News nötig
  • Leistungsschutzrecht für Verleger – Wohin geht die Reise?
  • Leistungsschutzrecht tritt in Kraft, ist bereits tot
  • Katzen befreien sich von der Idolatrie im Netz durch Selbstportraits
  • Google-Play-Geschenkkarten in Kürze bei Media Markt und Saturn
  • Kabel Deutschland – Vodafone vor Übernahme
  • Was sagen Sie zu den zwei Grimme Online Awards für den Postillon?

Die einen lieben sie, die anderen hassen sie, aber bei der Bedeutung für die deutsche Medienlandschaft sind sich vermutlich alle einig – die einen im positiven, die anderen im negativen Sinne: Heute vor 61 Jahren erschien die erste Bildzeitung, Wikipedia weiß mehr:

Die erste Ausgabe der Bild-Zeitung erschien am 24. Juni 1952 mit einer Gesamtauflage von 455 000 Exemplaren. Die erste Ausgabe hatte vier Seiten und wurde kostenlos verteilt, danach kostete das Blatt 10 Pfennig. Inhaltlich gab es auf der Titel- und Rückseite ausschließlich aktuelle Fotos des Weltgeschehens im Großformat, dazu längere Bildunterschriften und drei Comic-Strips.

NeulandTweet

Neuland und kein Ende: Das von Angela Merkel in die Welt gesetzte Meme dreht im Netz immer weiter seine Runden. Durchaus auch mit produktiven Ergebnissen, bei Kroker’s Look @ IT findet sich eine spannende Infografik:

Umso passender, dass der amerikanische Webhosting-Dienstleister WhoIsHostingThis ebenfalls in der vergangenen Woche eine Infografik veröffentlicht hat, in der die 40-jährige Geschichte des Internets übersichtlich zusammengefasst ist: Los geht’s im Jahre 1969 mit dem Arpanet (Advanced Research Projects Agency Network), dem ersten dezentralen Computer-Netzwerk zwischen vier US-Universitäten.

Und noch eine tolle Infografik, die Welt des Content Marketing:

Content Marketing – was ist das eigentlich? Viele Werbetreibende wollen bei dieser Marketing-Form dabei sein, wissen aber oft gar nicht, was dabei zu tun ist und wie das aussieht. Bei Wishpond hat man einige Daten zum Content Marketing zusammengetragen und präsentiert diese in einer Infografik.

Was zeichnet eine gute PR-Beratung in Hamburg und auch anderswo aus? Da wir es hier im Blog bisher noch nicht erwähnt haben, noch ein Hinweis auf die “10 Gebote”:

Wer die Wahl hat, hat die Qual: Unternehmen, die in Hamburg auf der Suche nach einer guten PR-Beratung sind, werden vom Angebot an Hamburger PR-Agenturen, PR-Beratern und Pressebüros regelrecht erschlagen. [...]
Doch was zeichnet eine PR-Beratung aus? Worauf sollten Unternehmen achten, die eine PR-Beratung in Hamburg suchen und was unterscheidet seriöse von unseriösen PR-Beratungen?

Da steckt steckt beileibe nicht nur für ein Blogeintrag viel Arbeit drin. Der “Übersteiger” hat sich die Mühe gemacht, sämtliche Eintrittspreise der ersten und zweiten Bundesliga sinnvoll aufzubereiten:

Da bin ich wieder, nach 2011/2012 und 2012/2013 geht der Versuch eines Preisvergleichs der Dauerkarten aus 1. und 2. Fußball-Bundesliga in eine dritte Runde, dieses Mal sogar mit einer Visualisierung (siehe unten). Die Regularien bleiben die gleichen, müssen aber auch hier wieder erwähnt werden. Es gibt drei Kategorien, alle für Vollzahler, ohne Ermäßigung oder Mitgliederrabatt.

War das ganze Theater um das Leistungsschutzrecht für die Katz? Google hat offensichtlich den Spieß umgedreht, und steigt bei Google News vom Opt-out-Verfahren auf’s Opt-in-Verfahren um. Das heißt, bei den Nachrichtenseiten ist zukünftig eine Einverständniserklärung zur weiteren Aufnahme in den Google News nötig:

Wer diese Einverständniserklärung nicht abgibt, dessen Inhalte werden ab dem 1.8.2013 nicht mehr in Google News angezeigt. Google sagt, dass sie nach eingehender Prüfung davon überzeugt sind, dass Google News das Leistungsschutzrecht nicht verletzt.

Damit sagt Google den Verlagen ganz klar: Wenn ihr wollt, nehmen wir euch wieder in den Traffic-Bringer Google News auf, wir werden dafür aber sich nicht einen einzigen Cent an euch zahlen. Damit fallen auch andere Lösungen, wie etwa sie etwa in Frankreich gefunden wurden, weg:

In Frankreich hatten sich die Verlage mit Google auf eine Pauschallösung verständigt. Diese sieht vor, dass Google mit 60 Millionen Euro einen Fond zur Förderung der digitalen Innovation der Verlage speist und darüber hinaus Hilfe bei der Vermarktung der Verlegerangebote mit Onlinewerbung leistet. Aber was sind einmalig 60 Millionen vor dem Hintergrund des Milliardengeschäfts, das im Internet gemacht wird?

Man kann es auch drastischer sagen, das Leistungsschutzrecht tritt in Kraft, ist aber bereits tot:

Oder um es brutaler zu formulieren: Google zahlt nicht und wer auf seinem LSR besteht, fliegt raus. Eine derartige Reaktion war zu erwarten, wir hatten eine vergleichbare Situation bereits in Belgien. Dort knickten die Verlage ein und etwas ähnliches scheint sich auch in Deutschland abzuzeichnen: Einige der großen Nachrichtenseiten haben bereits bestätigt, dass sie das Opt-in nutzen werden, etwa Zeit Online, die Süddeutsche, Heise oder Golem. Spiegel Online prüft und weitere haben auch bereits zugestimmt.

Apropos für die Katz: Irgendwer hat mal behauptet, dass das Internet zur Hälfte aus Erotik, zur anderen Hälfte aus Katzenbildern bestehen würde – es gibt keine Social-Media-Plattform, auf der nicht ständig #Catcontent eingestellt wird. Als wäre das noch nicht genug, gibt es jetzt auch eine App, mit der die Katzen selbst Bilder einstellen können:

Die Android App ermöglicht es Katzen selber Schnappschüsse von sich zu machen und diese dann automatisch auf dem eigenen Twitter, Facebook oder EyeEM Account zu posten. Wer für die Befreiung der eigenen Katze aus dem Internet-Terror der Fremdbeobachtung ist, braucht diese App.

Deutlich praktischer und sinnvoller ist dagegen die “Google-Play-Geschenkkarten in Kürze bei Media Markt und Saturn“-Ankündigung. Viele Smartphone-Nutzer haben aus Sicherheits- und Datenschutzgründen noch immer Bedenken, ihre Kreditkarte zu benutzen. Dagegen soll jetzt das neue Bezahlmodell helfen:

Denn die Guthabenkarten, die es bereits in den USA und einigen wenigen anderen Ländern gibt, kommen womöglich schon ab der nächsten Woche nach Deutschland. Unter anderem werden die beiden großen Elektronik-Ketten Saturn und Media Markt die Google-Play-Geschenkkarten im Angebot haben.

Ein Anbieter, der alles aus einer Hand liefern kann vs. Marktkonzentration: Wie DIE WELT berichtet, steht Vodafone kurz vor der Übernahme von Kabel Deutschland:

Die Kabel-Deutschland-Führungsspitze favorisiert eine Übernahme durch Vodafone, weil sie dann damit rechnen, dass die Transaktion relativ reibungslos über die Bühne geht. Vodafone könnte den deutschen Kunden mithilfe von Kabel Deutschland wettbewerbsfähigere Paketangebote für Fernsehen, schnelles Internet und Festnetz-Telefonate unterbreiten.

Letzte Woche bekam die Satire-Seite Der Postillon gleich zwei Grimme-Preise verliehen….

Ein prominentes Beispiel für den virtuosen Umgang mit Worten ist die Website “Der Postillon”, die sowohl mit dem Jurypreis in der Kategorie Information, als auch mit dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde. Über die Satireseite, auf der Stefan Sichermann täglich aktuelle Nachrichten parodiert, schreibt die Jury: “Die Ironie ist in Gefahr, in der Informationsflut zu ertrinken. Aber ‚Der Postillon‘ hat ihr ein Rettungsboot geschickt.”

… diesen Sonntag hat der Macher sich für die Preise bedankt – auf sehr schöne, selbstironische Art und Weise:

Obwohl als letzte große deutsche Tageszeitung erst 2008 ans Netz gegangen, konnte der Postillon beim diesjährigen Grimme Online Award gleich zwei der sinnlos schweren Plexiglas-Trophäen ergattern. Dabei wäre dieser Erfolg ohne Sie, liebe Leserinnen und Leser, doch überhaupt nicht möglich gewesen, denn immerhin… blabla… schleim… Jedenfalls: Was Sie von diesem Ergebnis halten, will der Preisillon (unterstützt vom Meinungsforschungsinstitut Ogrimmion Control) heute von Ihnen wissen:

Die Meinung kann unter “Was sagen Sie zu den zwei Grimme Online Awards für den Postillon?” abgegeben werden.

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

Webperlen: German Angst, das Marktvolumen von Amazon und Microsofts Neugier

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • Anti-AdblockPlus-Kampagne ging nach hinten los
  • Die German Angst vor Dauerüberwachung ist wieder da
  • Datenbrillen finden schon vor Markteinführung Interesse
  • Soziale Netzwerke in Deutschland weiterhin unbeliebter als im Rest von Europa
  • Leistungsschutzrecht tritt am 01.08.2013 in Kraft
  • Google+ erhält ein neues Layout
  • Amazon kontrolliert drei Viertel des Online-Buchhandels
  • Microsoft liest bei Skype-Nachrichten mit

Zunächst ein Nachtrag zu unseren Blogbeiträgen über die Anti-Adblock-Kampagne der Verlage. Auf BASIC thinking findet sich unter der etwas irritierenden Überschrift “Anti-AdblockPlus-Kampagne ging nach hinten los” ein guter Artikel, der das Dilemma der Verlage ohne den sonst gerne üblichen Schaum vor’m Mund beleuchtet:

Allerdings könnte man darüber nachdenken, ob unter der Schirmherrschaft des Online-Vermarkterkreises im Bundesverband der Digitalen Wirtschaft bestimmte Werbeprofile definiert werden. Manche User wollen überhaupt keine Werbung, manche nur Text-Ads, andere können Display-Ads noch verschmerzen. Wenn der User bei der Installation von AdblockPlus gefragt wird, mit welchem Profil er surfen möchte, könnten alle davon profitieren. Eine Garantie darauf gibt es allerdings nicht.

Deutlich polemischer dagegen ist ein Artikel auf The European, der sich mit der hiesigen (Un)Sitte beschäftigt, erst einmal nur die Risiken, und nicht die Chancen zu sehen. Unter “Von wegen Glassholes: Die German Angst vor Dauerüberwachung ist wieder da” schreibt der Autor Gunnar Sohn:

Führte das Street-View-Projekt von Google zu höchst bizarren Abwehrkämpfen von Hausfassaden, Gartenzwergen im Vorgarten und Verpixelungs-Initiativen zur Unkenntlichmachung von Jägerzäunen, wird die Brillenvariante zu einem noch größeren Sturm der Empörung beitragen: Schlagzeilen wie „Stasi-Brille belästigt Otto Normalverbraucher“ oder „Spionage-Spielzeug für Stalker und Spanner“ sind vorprogrammiert.

Dabei besteht durchaus eine Nachfrage nach Google Glass, wie der Branchenverband BITKOM jetzt ermittelt hat, finden die Datenbrillen schon vor der Einführung hierzulande Interesse:

In einer repräsentativen Umfrage des Hightech-Verbands BITKOM äußert jeder fünfte Bundesbürger (20 Prozent) sein Interesse an einem solchen Gerät, das aktuelle Informationen wie E-Mails oder Navigationshinweise direkt ins Sichtfeld einblendet und erlaubt, Fotos und Videos aus dem Blickwinkel des Trägers aufzunehmen. Dabei sind sich knapp 7 Prozent schon jetzt sicher, dass sie eine Datenbrille nutzen werden, rund jeder achte Befragte (13 Prozent) kann es sich vorstellen. Jeder Dritte (35 Prozent) ist hingegen skeptisch und will eher keine Datenbrille tragen, ein weiteres Drittel der Befragten will um die neuen Geräte einen großen Bogen machen (37 Prozent).

Und eine weitere Studie zur Nutzung von Twitter, Facebook & Co. Laut dem Marktforschungshaus eMarketer sind soziale Netzwerke in Deutschland weiterhin unbeliebter als im Rest von Europa:

Demnach loggten sich im vergangenen Jahr nur knapp 36 Prozent aller Online-Nutzer mindestens einmal pro Monat bei sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter ein.

Dagegen ist in Ländern wie den Niederlanden oder Norwegen ist die entsprechende Rate mit 65 Prozent beinahe doppelt so hoch.

Vor Monaten war das Leistungsschutzrecht noch das große Thema im Netz, jetzt interessiert es kaum noch einen, obwohl das Leistungsschutzrecht am 01.08.2013 in Kraft tritt:

Das Urheberrechtsänderungsgesetz durch das ein Leistungsschutzrecht für Presserzeugnisse eingeführt wird, wurde gestern im Bundesgesetzblatt verkündet und tritt am 1. August in Kraft.

Eine Reaktion auf die verhaltene Nutzung? Google+ erhält ein neues Layout:

Google wird auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz I/O am heutigen Mittwoch ein umfangreiches Update fuer sein soziales Netzwerk Google+ vorstellen, welches nicht nur das Layout optimiert, sondern auch eine verbesserte Usability erzeugen soll. Der Hangout Messenger wird dazu noch mit einer neuen Groupchat-Funktion versehen.

Eine beängstigende Marktmacht, laut dem Verband der Versandbuchhändler kontrolliert Amazon drei Viertel des Online-Buchhandels:

Anknüpfend an die buchreport-Schätzung (hier mehr) taxiert der Verband den Buchumsatz von Amazon im vergangenen Jahr auf 1,6 Mrd Euro (Gesamtumsatz von amazon.de: 6,5 Mrd Euro). Dies ergibt laut Verband einen Anteil am gesamten Online-Buchhandel von 74%.

Auch ein anderer Branchenriese macht Schlagzeilen, wenn auch negative. Laut dem Focus liest Microsoft bei Skype-Nachrichten mit:

Wer das Programm Skype von Microsoft zum Chatten nutzt, muss sein Einverständnis geben, dass Microsoft alles lesen darf. Ein Sicherheitsportal hat nun Hinweise, dass der Computerriese diese Erlaubnis auch tatsächlich nutzt.

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Webperlen: dapd, SEO, Leistungsschutzrecht und doppelte Fotos

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • Nach dem Insolvenzantrag: Wie sich die Nachrichtenagentur dapd ändern muss
  • Wie Googles Suche funktioniert – zzgl. interessanter Einblicke
  • Onlinedienste und Startups reagieren auf “irrsinniges Gesetz”
  • Weltgrößte Computermesse startet in Hannover
  • Was eine Zwölfjährige im Netz kaufen kann
  • Mac-Software: Doppelte Fotos in iPhoto suchen und entfernen

Für die dapd wird es eng, bis morgen muss der Sanierungsplan stehen – und überzeugen. newsroom.de weiß zu berichten:

Insolvenzrechtlerin Petra Hilgers hat eine einzige Chance, die Entscheider in der Arbeitsagentur zu überzeugen. Denn nur wenn das Konzept passt, wird es einen Vorschuss geben, also Insolvenzgeld noch vor der eigentlichen Insolvenzeröffnung, um den Mitarbeitern endlich die ausstehenden Löhne zu bezahlen. Sollte die Arbeitsagentur keine Zusage erteilen, wäre dieser Entscheid das faktische Aus der Nachrichtenagentur.

Außerdem wurden sich Gedanken gemacht, was passieren muss, damit die dapd eine Zukunft hat. Mehr unter: Nach dem Insolvenzantrag: Wie sich die Nachrichtenagentur dapd ändern muss.

googleworks

Hört sich vom Titel etwas nach “Google für Dummys” an, ist aber aus SEO-Sicht ziemlich interessant: Martin Mißfeldt hat unter der Überschrift “Wie Googles Suche funktioniert – zzgl. interessanter Einblicke” Googles “Inside-Search” näher betrachtet und einige wichtige Details herausgearbeitet:

Eine interaktive Infografik ist das jüngste Produkt aus einer ganzen Serie, die die Funktionsweise der Google Suche thematisiert. Interessant scheint mir an der neuen Übersichtsseite, die sich während des Scrollens interaktiv erweitert, vor allem das, was sich hinter einigen Icons versteckt: interessante Detailinformationen, die vor allem auch für die Seo-Szene relevant sind.

Ein kleiner Nachschlag zu den Stimmen zum Leistungsschutzrecht, Netzwertig.com berichtet über Startups, die direkt betroffen sind:

Eine Gruppe, die ganz besonders unter der neuen Rechtslage leiden wird, sind junge Internetdienste, die sich direkt oder indirekt mit der automatisierten Aufbereitung von Onlineinhalten befassen und dabei zumindest gelegentlich auch Verlagscontent berücksichtigen. Die ersten Reaktionen diverser Startups und Webdienste illustrieren die Probleme, die nun auf die hiesige Onlinebranche zukommen.

Mehr unter “Onlinedienste und Startups reagieren auf “irrsinniges Gesetz””, zudem werden die Folgen aus Sicht von Suchmaschinenbetreibern hier geschildert.

Es ist doch etwas ruhiger um die Messe geworden. Vor Jahren noch das Thema schlechthin, findet die CeBIT im Vorfeld fast nur noch bei den Technik-Medien statt. Heise berichtet unter “Weltgrößte Computermesse startet in Hannover“:

Die CeBIT – für das Publikum von Dienstag bis Samstag geöffnet – steht in diesem Jahr unter dem Motto “Shareconomy” im Zeichen des Teilens im Internet. Die Veranstalter greifen damit ein Trend-Thema auf: Das Teilen von Wissen, Ressourcen, Gegenständen und Erfahrungen mit Hilfe des Internet. Es kann dabei um Wohnungen, Autos oder Rasenmäher gehen – aber auch im kooperative Arbeitsmodelle, bei denen das Netz die Entfernung überbrücken kann, und um Cloud-Anwendungen.

Was Kinder mit ihren Computern so alles im Internet machen (können), hat Martin Lutz für die “Welt am Sonntag” getestet. Und das ist durchaus erschreckend, selbst Zwölfjährige können sich mit Alkohol, Tabak und Softair-Pistolen eindecken:

Die “Welt am Sonntag” wollte es genauer wissen. Sie machte in den vergangenen Wochen selbst Testkäufe: Die Redaktion legte bei Web.de einen E-Mail-Account mit einer Privatadresse an, tippte das Geburtsdatum 9. April 2000 ein und begab sich als Zwölfjährige mit eigenem Konto auf Einkaufstour. Und auch dieses Mal war es kein Problem, Alkohol, Zigaretten und andere Artikel mit Altersbeschränkung zu erhalten.

Den ganzen Bericht kann man unter “Was eine Zwölfjährige im Netz kaufen kann” lesen.

Zum Abschluss noch ein praktischer Hinweis von den Machern des Blogs: Auf Mac-Software: Doppelte Fotos in iPhoto suchen und entfernen wird erklärt, wie man mit einer einfachen App das eigene Bildarchiv von Dubletten reinigt.

 

 

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Stimmen zum Leistungsschutzrecht

Nach dem ganzen Hin und Her hat der Bundestag am heutigen Freitag über das Leistungsschutzrecht für Presseverleger abgestimmt – und zwar wie angekündigt mit den erst jüngst eingebrachten Änderungen der Regierungskoalition. Trotz einigen Abweichlern aus den eigenen Reihen hat der Bundestag mit 293 zu 243 Stimmen (und drei Enthaltungen) dem Gesetzentwurf zugestimmt.

Als eine der wenigen Bundestgsdebatten überhaupt schaffte es das #lsr sogar in die Trending Topics bei Twitter, nicht wenige Politiker nutzten den Kurznachrichtendienst, um ihre Meinung zum Leistungsschutzrecht unter’s (potenzielle) Wahlvolk zu bringen, einzelne Politiker twitterten sogar ihre Stimmabgabe:

Twitternde Politiker

Vollkommen durch ist das Gesetz jedoch trotz der Zustimmung des Bundestages noch nicht, offen ist, ob der Bundesrat noch Einspruch erheben wird. Die Einschätzungen zum Leistungsschutzrecht gehen naturgemäß auseinander, während Vertreter der Regierungsparteien aus dem Gesetz eine Stärkung der deutschen Presselandschaft ableiten, hagelt es von der Opposition Kritik – bis hin zu dem Vorwurf, dass die Meinungsfreiheit im Internet künftig massiv eingeschränkt wird.

Stimmen zum Leistungsschutzrecht:
Da die Debatte um das Gesetz äußerst kontrovers geführt wird und selbst Formulierungen wie “einzelne Wörter oder Textausschnitte” unterschiedlich interpretiert werden, haben wir hier im Blog von Görs Communications Einschätzungen und Urteile von Politikern, Medien und Bloggern gesammelt:

Tatsächlich wird dieses Gesetz am Ende des Tages dazu führen, dass die großen Verlage gestärkt werden, die kleinen geschwächt.

Konstantin von Notz, netzpolitische Sprecher der Grünen

Ein Leistungsschutzrecht wird installiert, das Verlagen die Möglichkeit gibt, für die Verwendung ihrer Texte im Internet Lizenzgebühren zu verlangen. Es ist ein Verwertungsrecht, wie man es aus der Musikbranche kennt. Es wurde von Verlagen massiv gefordert, zugleich aber massiv bekämpft von einer breiten Lobby von Verbänden und Unternehmen. Dabei hat sich vor allem der Internetkonzern Google hervorgetan [...]. Aus der „Lex Google“ ist eine „Lex Garnix“ geworden, das darf sich die PR-Abteilung des Konzerns durchaus als Erfolg anrechnen.

FAZ

Wir stehen dazu, dass ein freies Internet einen verbindlichen Rechtsrahmen braucht.

Unionsfraktionsvize Günter Krings

Unabhängige Rechtsexperten vertraten nach der Anpassung des Gesetzentwurfs und dem Ausschkluss “kleinster Textausschnitte” bereits die Ansicht, dass mit dem neuen Text des Gesetzesentwurfs Google für seine Snippets keine Lizenz von den Presseverlagen mehr erwerben müsse. Grundsätzlich bleibt es nebulös, was nach den Anpassungen mit dem Gesetz zum Leistungsschutzrecht überhaupt noch erreicht werden soll: Denn die Übernahme ganzer Texte etwa oder beispielsweise der Umfang von Zitaten werden bereits durch das Urheberrecht geregelt.

heise online

Unklar ist damit, ob Googles Angebote von dem Gesetz überhaupt erfasst wären.

golem.de

First rule in any democracy: Respect and protect the Parliament, its members and its decisions, whether you like them or not.

Wolfgang Blau, Chefredakteur Zeit.de

Mit dem Beschluss zum Leistungsschutzrecht für Presseverlage hat der Deutsche Bundestag heute eine Rechtslücke geschlossen. Auch wenn der verabschiedete Text nicht alle Vorstellungen der Verleger berücksichtigt, ist das neue Leistungsschutzrecht für Presseverlage ein wichtiges Element eines fairen Rechtsrahmens für die digitale Welt.

BDZV: Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger e.V.

Allerdings, eine Hoffnung gibt es noch: Am 3. Mai wird der Gesetzentwurf im Bundesrat verhandelt, wie Union und FDP am Donnerstag sagten. Dort könnte er dann noch immer sterben.

Zeit.de

Das Gesetz lässt sich meiner Auffassung nach nicht begründen. Frei erreichbare Inhalte müssen auch weiterhin im Internet frei verlinkbar sein, auch mit einer kurzen Beschreibung. Ein Restaurantführer zahlt auch nicht dafür, dass er Restaurants empfehlen darf. Es ist nicht Aufgabe des Gesetzgebers überkommene Geschäftsmodelle staatlich zu schützen, oder gar neue zu entwickeln. Es ist vielmehr Aufgabe in einem solchen Fall die Möglichkeit für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle zu eröffnen. Das wird mit diesem Gesetz nicht erreicht.

Jimmy Schulz

Jetzt ist es also passiert. CDU, CSU und FDP haben in willfähriger Hörigkeit gegenüber den Lobbyisten der Verlagsindustrie ein rechtliches Monster namens Leistungsschutzrecht beschlossen, dass für jeden, der Texte im Internet veröffentlicht eine rechtliche Gefahr bedeutet.

Thomas Knüwer

Die schwarz-gelbe Mehrheit hat im Bundestag das entkernte Leistungsschutzrecht beschlossen. Doch es bleibt unverständlich, warum die Regierung dieses Gesetz trotz seiner offensichtlichen Schwächen durchgesetzt hat.

SZ

Bis zum Dienstag zur Fassung aus dem Rechtsausschuss hatte ich noch befürchtet, ein weiteres meiner sieben digitalen Leben stünde auf dem Spiel oder dass gar all die sechs Jahre Arbeit für die Katz gewesen sein könnten. Mit dem heute vom Bundestag verabschiedeten Gesetzestext jedoch werde ich wohl leben können resp. müssen.

Rivva und das Leistungsschutzrecht

 

 

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Webperlen: Leistungsschutzrecht, Zukunft des Journalismus und ein Social Media Watchblog

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • Leistungsschutzrecht: Freie Fahrt für Google!
  • Leistungsschutzrecht: Ein Grauen für alle, die ins Netz schreiben
  • Leistungsschutzrecht: Google gewinnt, freie Journalisten verlieren
  • Mediatopia: Ein Projekt entsteht
  • Zeitungssterben: Die FAZ greift zu
  • Springer übernimmt TunedIn
  • Grabber sichern sich Domains von Versicherungen
  • Social Media Watchblog – ein neues Watchblog für Social Media und Big Data
  • US-Botschaft nutzt Storify

Das Netzthema der Woche ist definitiv das Leistungsschutzrecht, das am Freitag durch den Bundestag gehen soll – in welcher Form, ist noch immer offen, da das Gesetz offenbar mt so heißer Nadel gestrickt wurde, dass Änderungen noch in letzter Minute (“Streit über Leistungsschutzrecht bis zum Schluss“) eingebracht werden. Außerdem formiert sich nicht nur von den obligatorischen “Netzaktivisten” Widerstand, sondern auch von potenziell betroffenen Berufsgruppen wie etwa dem Berufsverband freier Journalistinnen und Journalisten.

Von der letzten Änderung dürfte vor allem Google profitieren, die Regierungskoalition hat folgenden Änderungsantrag eingebracht, der für glückliche Gesichter beim Suchmaschinenkonzern sorgen wird:

(1) Der Hersteller eines Presseerzeugnisses (Presseverleger) hat das ausschließliche Recht, das Presseerzeugnis oder Teile hiervon zu gewerblichen Zwecken öffentlich zugänglich zu machen, es sei denn, es handelt sich um einzelne Wörter oder kleinste Textausschnitte. Ist das Presseerzeugnis in einem Unternehmen hergestellt worden, so gilt der Inhaber des Unternehmens als Hersteller.

Warum der erste Satz so einen großen Unterschied für Google gegenüber der Ursprungsfassung sein wird, wird beim Telemedicus erklärt: Freie Fahrt für Google! Im Gegensatz zum Suchmaschinenkonzern ist damit aber für “normale” Internetnutzer die Kuh noch nicht vom Eis, Udo Vetter sieht in “Ein Grauen für alle, die ins Netz schreiben” Tor und Tür für eine neue Abmahnwelle geöffnet:

Alle Hinweise in den Gesetzesentwürfen, dass die Regeln nicht für Menschen gelten sollen, die privat ins Internet schreiben, werden bald vergessen sein. Oder schon von Anfang an keinen interessieren. Die Abmahnungen, welche Anwälte im Auftrag der Verlage wegen angeblicher Copyright-Verletzungen verfassen, werden jedenfalls ebenso überzeugend und bedrohlich klingen wie Post von Filesharing-Kanzleien.

Der Berufsverband freier Journalistinnen und Journalisten wirft hingegen die Frage auf, wer überhaupt von dem Gesetz profitieren wird, die freien Journalistinnen und Journalisten (also die eigentlichen Urheber) jedenfalls nicht, unter “Google gewinnt, freie Journalisten verlieren” ruft der Verband dazu auf, das Gesetz in der derzeitigen Form nicht zu verabschieden:

“Wir haben schon zu viele Rechte an unserer Arbeit verloren.” Freischreiber e. V. – Berufsverband der freie Journalistinnen und Journalisten fordert die Mitgllieder des Deutschen Bundestags auf, gegen das Leistungschutzrecht zu stimmen.

Apropos Journalisten: Mit dem E-Book-Projekt “Mediatopia” wollen die Medialab-Stipendiaten Philipp Löwe und Mark Heywinkel nichts weniger erreichen, als den “Journalismus von morgen zu beschreiben”:

Mit unserem Projekt “Mediatopia” wollen wir, die Medialab-Stipendiaten Philipp Löwe und Mark Heywinkel, eine neue Anlaufstelle und Informationsquelle für Journalisten von morgen schaffen. In dem multimedialen E-Book sollen Berufsbilder und Einstiegsmöglichkeiten in die Branche aus einer jungen Perspektive lebens- und praxisnah geschildert werden.

Das E-Book soll aus etwa zwanzig Porträts bestehen, in denen wir junge Köpfe aus dem Journalismus vorstellen, die mit einem innovativen Zugang die journalistische Berichterstattung neu definieren.

Mehr über das doch sehr ambitionierte Vorhaben erfährt man unter: “Mediatopia: Ein Projekt entsteht“. Das derzeit prominenteste Opfer des Zeitungssterbens ist die Frankfurter Rundschau (FR), die zukünftig in extrem abgespeckter Form bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) unterkommen wird. In der taz weist man im Kommentar “Die FAZ greift zu” darauf hin, dass der Niedergang der FR mehrere Gründe hat, vor allem aber, dass man den Wandel verschlafen und an der Qualität gespart hat:

Immer mehr Leser sparen sich deshalb ihre gedruckte Zeitung. Nur zögerlich und sehr spät begannen die Verlage nach neuen Erlösmodellen im Digitalen zu forschen. Entschlossenheit zeigen sie nur beim Sparen an redaktionellen Inhalten. Dass die Auflagenverluste nicht nur mit dem bösen Internet und den dummen jungen Leuten zutun haben könnten, sondern auch mit rapide gesunkener Qualität und Vielfalt, wird in der Branche gerne verdrängt.

Den veränderten Medienkonsum hat Springer durchaus auf dem Schirm, wie deutsche startups unter “Springer übernimmt TunedIn” berichtet, übernimmt der Verlag jetzt auch einen Second Screen-Spezialisten:

Schon wieder Springer! Das Medienhaus Springer, zuletzt als Großinvestor von Project A, als Geldgeber der noch jungen Start-up Eventreihe hy! Berlin und mit dem Start des Axel Springer Plug and Play Accelerators im Gespräch, übernimmt das junge Berliner Start-up TunedIn (www.gettuned.in) und steigt damit im großen Stil in den Second Screen-Markt ein.

Die URL-Grabber haben mal wieder zugschlagen, unter den Opfern befinden sich prominente deutsche Versicherungskonzerne, auf Heise (“Grabber sichern sich Domains von Versicherungen“) erfährt man:

Am heutigen Mittwoch gelang es Grabbern, sich gleich mehrere de-Domains von großen deutschen Versicherungen unter den Nagel zu reißen. So sind die Unternehmens-Domains provinzial.de, vbk.de, urv.de und ukv.de nun auf den Namen Alexander Schubert registriert, der laut DeNIC-Whois im lettischen Riga wohnt. Schubert hat ein größeres Portfolio attraktiver Domain-Namen, bei denen keine Inhalte hinterlegt sind.

Außerdem gibt es eine weiteres Watchblog, diesmal zum Thema Social Media. Über Sinn und Unsinn dieses Projekts geben die Urheber Auskunft (via):

Das Blog beschäftigt sich streng monothematisch mit Big Data und Social Media Unternehmen wie Facebook, Twitter, Instagram und Co. Das Blog guckt sich aber auch genau an, wie es um Unternehmen und Parteien bestellt ist, die Social Media für sich nutzen. Welche Fans sind echt, welche gekauft? Das Blog soll definitiv kein Marketing-Geschmäckle haben wie andere Portale, die zwar gern die neuesten Datenschutzeinstellungen benennen, aber sie auch gleichzeitig bejubeln, weil sie als Dienstleister damit Geld verdienen, Facebook-Kampagnen und Co. zu kreieren.

Mehr unter: Social Media Watchblog – ein neues Watchblog für Social Media und Big Data.

Außenminister Kerry und Bundeskanzlerin Merkel. Von der US-Botschaft (usabotschaftberlin) unter Creative Commons auf Flickr eingestellt.

Außenminister Kerry und Bundeskanzlerin Merkel. Von der US-Botschaft (usabotschaftberlin) unter Creative Commons auf Flickr eingestellt.

Das obige Bild von John Kerry und Angela Merkel wurde von der amerikanischen Botschaft in Berlin unter der Benutzung der Creative Commons-Lizenz auf Flickr eingestellt. Durchaus bemerkenswert, dass eine Botschaft Flickr zur Verbreitung des Bildmaterials nutzt, aber bekanntlich ist Amerika Deutschland ja in so manchen (Internet-)Dingen immer etwas voraus.

Aber interessant ist nicht nur die Nutzung von Flickr, sondern von Storify: Die Botschaft hat zum Kerry-Antrittsbesuch auf Storify ein Story angelegt, auf der die Bilder, Tweets und YouTube-Videos sinnvoll zusammmengeführt werden: >Klick<

 

 

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