08/12/2019

Webperlen: 61 Jahre BILD, 40 Jahre Internet und Catcontent ohne Ende

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • 61 Jahre BILD
  • 40 Jahre Internet
  • Infografik: Die Welt des Content Marketing
  • Was zeichnet eine gute PR-Beratung aus?
  • Preisübersicht: Dauerkarten 1. und 2. Fußball-Bundesliga 2013/2014
  • Leistungsschutzrecht: Einverständniserklärung zur weiteren Aufnahme in den Google News nötig
  • Leistungsschutzrecht für Verleger – Wohin geht die Reise?
  • Leistungsschutzrecht tritt in Kraft, ist bereits tot
  • Katzen befreien sich von der Idolatrie im Netz durch Selbstportraits
  • Google-Play-Geschenkkarten in Kürze bei Media Markt und Saturn
  • Kabel Deutschland – Vodafone vor Übernahme
  • Was sagen Sie zu den zwei Grimme Online Awards für den Postillon?

Die einen lieben sie, die anderen hassen sie, aber bei der Bedeutung für die deutsche Medienlandschaft sind sich vermutlich alle einig – die einen im positiven, die anderen im negativen Sinne: Heute vor 61 Jahren erschien die erste Bildzeitung, Wikipedia weiß mehr:

Die erste Ausgabe der Bild-Zeitung erschien am 24. Juni 1952 mit einer Gesamtauflage von 455 000 Exemplaren. Die erste Ausgabe hatte vier Seiten und wurde kostenlos verteilt, danach kostete das Blatt 10 Pfennig. Inhaltlich gab es auf der Titel- und Rückseite ausschließlich aktuelle Fotos des Weltgeschehens im Großformat, dazu längere Bildunterschriften und drei Comic-Strips.

NeulandTweet

Neuland und kein Ende: Das von Angela Merkel in die Welt gesetzte Meme dreht im Netz immer weiter seine Runden. Durchaus auch mit produktiven Ergebnissen, bei Kroker’s Look @ IT findet sich eine spannende Infografik:

Umso passender, dass der amerikanische Webhosting-Dienstleister WhoIsHostingThis ebenfalls in der vergangenen Woche eine Infografik veröffentlicht hat, in der die 40-jährige Geschichte des Internets übersichtlich zusammengefasst ist: Los geht’s im Jahre 1969 mit dem Arpanet (Advanced Research Projects Agency Network), dem ersten dezentralen Computer-Netzwerk zwischen vier US-Universitäten.

Und noch eine tolle Infografik, die Welt des Content Marketing:

Content Marketing – was ist das eigentlich? Viele Werbetreibende wollen bei dieser Marketing-Form dabei sein, wissen aber oft gar nicht, was dabei zu tun ist und wie das aussieht. Bei Wishpond hat man einige Daten zum Content Marketing zusammengetragen und präsentiert diese in einer Infografik.

Was zeichnet eine gute PR-Beratung in Hamburg und auch anderswo aus? Da wir es hier im Blog bisher noch nicht erwähnt haben, noch ein Hinweis auf die “10 Gebote”:

Wer die Wahl hat, hat die Qual: Unternehmen, die in Hamburg auf der Suche nach einer guten PR-Beratung sind, werden vom Angebot an Hamburger PR-Agenturen, PR-Beratern und Pressebüros regelrecht erschlagen. [...]
Doch was zeichnet eine PR-Beratung aus? Worauf sollten Unternehmen achten, die eine PR-Beratung in Hamburg suchen und was unterscheidet seriöse von unseriösen PR-Beratungen?

Da steckt steckt beileibe nicht nur für ein Blogeintrag viel Arbeit drin. Der “Übersteiger” hat sich die Mühe gemacht, sämtliche Eintrittspreise der ersten und zweiten Bundesliga sinnvoll aufzubereiten:

Da bin ich wieder, nach 2011/2012 und 2012/2013 geht der Versuch eines Preisvergleichs der Dauerkarten aus 1. und 2. Fußball-Bundesliga in eine dritte Runde, dieses Mal sogar mit einer Visualisierung (siehe unten). Die Regularien bleiben die gleichen, müssen aber auch hier wieder erwähnt werden. Es gibt drei Kategorien, alle für Vollzahler, ohne Ermäßigung oder Mitgliederrabatt.

War das ganze Theater um das Leistungsschutzrecht für die Katz? Google hat offensichtlich den Spieß umgedreht, und steigt bei Google News vom Opt-out-Verfahren auf’s Opt-in-Verfahren um. Das heißt, bei den Nachrichtenseiten ist zukünftig eine Einverständniserklärung zur weiteren Aufnahme in den Google News nötig:

Wer diese Einverständniserklärung nicht abgibt, dessen Inhalte werden ab dem 1.8.2013 nicht mehr in Google News angezeigt. Google sagt, dass sie nach eingehender Prüfung davon überzeugt sind, dass Google News das Leistungsschutzrecht nicht verletzt.

Damit sagt Google den Verlagen ganz klar: Wenn ihr wollt, nehmen wir euch wieder in den Traffic-Bringer Google News auf, wir werden dafür aber sich nicht einen einzigen Cent an euch zahlen. Damit fallen auch andere Lösungen, wie etwa sie etwa in Frankreich gefunden wurden, weg:

In Frankreich hatten sich die Verlage mit Google auf eine Pauschallösung verständigt. Diese sieht vor, dass Google mit 60 Millionen Euro einen Fond zur Förderung der digitalen Innovation der Verlage speist und darüber hinaus Hilfe bei der Vermarktung der Verlegerangebote mit Onlinewerbung leistet. Aber was sind einmalig 60 Millionen vor dem Hintergrund des Milliardengeschäfts, das im Internet gemacht wird?

Man kann es auch drastischer sagen, das Leistungsschutzrecht tritt in Kraft, ist aber bereits tot:

Oder um es brutaler zu formulieren: Google zahlt nicht und wer auf seinem LSR besteht, fliegt raus. Eine derartige Reaktion war zu erwarten, wir hatten eine vergleichbare Situation bereits in Belgien. Dort knickten die Verlage ein und etwas ähnliches scheint sich auch in Deutschland abzuzeichnen: Einige der großen Nachrichtenseiten haben bereits bestätigt, dass sie das Opt-in nutzen werden, etwa Zeit Online, die Süddeutsche, Heise oder Golem. Spiegel Online prüft und weitere haben auch bereits zugestimmt.

Apropos für die Katz: Irgendwer hat mal behauptet, dass das Internet zur Hälfte aus Erotik, zur anderen Hälfte aus Katzenbildern bestehen würde – es gibt keine Social-Media-Plattform, auf der nicht ständig #Catcontent eingestellt wird. Als wäre das noch nicht genug, gibt es jetzt auch eine App, mit der die Katzen selbst Bilder einstellen können:

Die Android App ermöglicht es Katzen selber Schnappschüsse von sich zu machen und diese dann automatisch auf dem eigenen Twitter, Facebook oder EyeEM Account zu posten. Wer für die Befreiung der eigenen Katze aus dem Internet-Terror der Fremdbeobachtung ist, braucht diese App.

Deutlich praktischer und sinnvoller ist dagegen die “Google-Play-Geschenkkarten in Kürze bei Media Markt und Saturn“-Ankündigung. Viele Smartphone-Nutzer haben aus Sicherheits- und Datenschutzgründen noch immer Bedenken, ihre Kreditkarte zu benutzen. Dagegen soll jetzt das neue Bezahlmodell helfen:

Denn die Guthabenkarten, die es bereits in den USA und einigen wenigen anderen Ländern gibt, kommen womöglich schon ab der nächsten Woche nach Deutschland. Unter anderem werden die beiden großen Elektronik-Ketten Saturn und Media Markt die Google-Play-Geschenkkarten im Angebot haben.

Ein Anbieter, der alles aus einer Hand liefern kann vs. Marktkonzentration: Wie DIE WELT berichtet, steht Vodafone kurz vor der Übernahme von Kabel Deutschland:

Die Kabel-Deutschland-Führungsspitze favorisiert eine Übernahme durch Vodafone, weil sie dann damit rechnen, dass die Transaktion relativ reibungslos über die Bühne geht. Vodafone könnte den deutschen Kunden mithilfe von Kabel Deutschland wettbewerbsfähigere Paketangebote für Fernsehen, schnelles Internet und Festnetz-Telefonate unterbreiten.

Letzte Woche bekam die Satire-Seite Der Postillon gleich zwei Grimme-Preise verliehen….

Ein prominentes Beispiel für den virtuosen Umgang mit Worten ist die Website “Der Postillon”, die sowohl mit dem Jurypreis in der Kategorie Information, als auch mit dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde. Über die Satireseite, auf der Stefan Sichermann täglich aktuelle Nachrichten parodiert, schreibt die Jury: “Die Ironie ist in Gefahr, in der Informationsflut zu ertrinken. Aber ‚Der Postillon‘ hat ihr ein Rettungsboot geschickt.”

… diesen Sonntag hat der Macher sich für die Preise bedankt – auf sehr schöne, selbstironische Art und Weise:

Obwohl als letzte große deutsche Tageszeitung erst 2008 ans Netz gegangen, konnte der Postillon beim diesjährigen Grimme Online Award gleich zwei der sinnlos schweren Plexiglas-Trophäen ergattern. Dabei wäre dieser Erfolg ohne Sie, liebe Leserinnen und Leser, doch überhaupt nicht möglich gewesen, denn immerhin… blabla… schleim… Jedenfalls: Was Sie von diesem Ergebnis halten, will der Preisillon (unterstützt vom Meinungsforschungsinstitut Ogrimmion Control) heute von Ihnen wissen:

Die Meinung kann unter “Was sagen Sie zu den zwei Grimme Online Awards für den Postillon?” abgegeben werden.

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

Webperlen: Der Postillon, Monitoring-Tools, Flickr mit Hashtags und ein Smartphone im Kochtopf

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • Der Postillon über das Ende vom Google Reader
  • Kostenlose Social-Media-Monitoring-Tools
  • Profilbild-Vorlagen für alle wichtigen sozialen Netzwerke
  • Twitter als Nachrichteninstrument: Deutschland ist Schlusslicht
  • Flickr führt Hashtags ein
  • Google Keep: Evernote-Konkurrent von Google zeigt sich
  • Legacy Media – analoger Wein in digitalen Schläuchen
  • Exklusive Qatar-Dream-Football-League-Geschichte war exklusiv erfunden
  • Sony Xperia Z überlebt auch den Kochtopf (Video)

Jetzt greift auch die Satire-Seite Der Postillon das Ende vom Google Reader auf, unter “Google stellt Suchmaschine zum 1. Juli 2013 ein” heißt es:

Mountain View (dpo) – Das Unternehmen Google hat angekündigt, zum 1. Juli 2013 die inzwischen nur noch stiefmütterlich geführte Suchmaschine gleichen Namens abzuschalten. Im Zuge des jährlichen Frühjahrsputzes (“spring cleaning”) kündigte der Konzern in einem offiziellen Blog-Beitrag an, sich künftig auf wichtigere Produkte wie nerdige Brillen, selbstlenkende Autos, ein kaum genutztes soziales Netzwerk und sprechende Schuhe konzentrieren zu wollen.

Eine ziemlich Fleißarbeit, von der aber alle profitieren können, die sich professionell mit dem Thema Social Media beschäftigen. Onlinemarketing Praxis hat eine Aufstellung von allen praktischen und kostenlosen Diensten gemacht, die einem beim Social-Media-Monitoring nützlich sein könnten. Neben bekannten Diensten wie Topsy, Klout und hootsuite sind in dem Beitrag “Kostenlose Social-Media-Monitoring-Tools” auch etliche Tools genannt, die einem wenig sagen, die man aber trotzdem – oder gerade deshalb – ruhig mal ausprobieren sollte:

Beim Social-Media-Monitoring werden soziale Medien nach Informationen und Nutzerprofilen durchsucht, die für ein Unternehmen relevant sind. Zum Einstieg ins Social-Media-Monitoring bieten sich kostenlose Social-Media-Monitoring-Tools an. Markus Mattscheck hat hier eine Auswahl an Tools für unterschiedliche soziale Medien und für verschiedene Einsatzzwecke zusammgengestellt.

Wo wir schon bei praktischen Diensten für Social Media sind: t3n stellt den Social Media Image Maker vor, ein kostenloser Webdienst, der das Erstellen von Pfofilbildern deutlich erleichtert:

Er bietet Vorlagen für alle wichtigen sozialen Netzwerke – darunter Facebook, Google+ und YouTube. Unterstützt werden auch weniger oft benutzte Portale wie Gravatar, Slideshare und About.me. Nutzer können das Bild nach Belieben beschneiden und drehen, mit 14 Filtern den passenden Look verleihen und Details wie Schärfe und Rauschen bestimmen.

Mehr auf t3n unter “Profilbild-Vorlagen für alle wichtigen sozialen Netzwerke“.

Jede Menge #Catcontent und anderer witziger Kram, aber kaum Verweise auf Nachrichtenseiten. Laut einer Studie sind deutsche Nachrichtenseiten bei Twitter massiv unterrepräsentiert, was aber auch mit der stiefmütterlichen Behandlung des Kurznachrichtendienstes durch eben jene Nachrichtenseiten zu tun haben könnte:

Eine Spitzenposition hat Deutschland nur in einem Kriterium: dem Einsatz automatisierter News Feeds wie Twitterfeed, die keine oder nur eine geringe Interaktion mit dem User erfordern. Diese automatisierten Linkschleudern sind sonst nur noch in Brasilien so beliebt. Einen deutlichen geringeren Wert weist Deutschland im Einsatz mobiler Twitter-Anwendungen auf.

Mehr in dem Focus-Artikel “Twitter als Nachrichteninstrument: Deutschland ist Schlusslicht“.

Wie sehr die verschiedenen Social Media-Plattformen voneinander abschauen, wird mal wieder unter Beweis gestellt. Flickr, ehemals der Platzhirsch bei den Bilder-Diensten, übernimmt jetzt auch Hashtags, eine “Innovation”, die bei Instagram und Twitter abgeschaut wurde:

Die neue Version 2.11.820 von Flickrs iOS-App für das iPhone führt nun auch Hashtags überall dort ein, wo Text eingegeben werden darf, also zum Beispiel im Titel. Diese speziellen Schlagwörter mit der Raute am Anfang (zum Beispiel #berlin) führen beim Anklicken eine systemweite Suche bei Flickr aus, was besonders bei mobilen Anwendungen den Vorteil hat, dass der Anwender keine Texte mehr eintippen muss, um gleichartig verschlagwortete Inhalte zu finden.

golem.de titelt dementsprechend auch gleich “Instagram als Vorbild: Flickr führt Hashtags ein“. Außerdem hat Google offenbar eine Antwort auf Evernote gefunden, erste Screenshots sieht man unter “Google Keep: Evernote-Konkurrent von Google zeigt sich“.

Ein weiterer guter Artikel zur Zukunft des Journalismus im digitalen Zeitalter: Im Artikel “Legacy Media – analoger Wein in digitalen Schläuchen” wird sich mit der Frage auseinandergesetzt, ob es ausreicht, den (alten) Printjournlaismus einfach nur ins Netz zu übertragen. Die Antwort lautet, kaum verwunderlich, nein:

Wir optimieren die Verbreitungswege, kümmern uns aber nicht genug um die Inhalte. Vieles von dem, was wir (jetzt über Dutzende Kanäle) aussenden, ist lieblos aus irgendwelchen Agenturen zusammenkopiert und mit einem 0815-Schmuckbild versehen. Solche Inhalte versenden sich in der Regel – ob im Fernsehen oder bei Facebook, spielt am Ende keine Rolle. Analoger Wein in digitalen Schläuchen.

Hoax

Wie man es auf keinen Fall machen soll, hat jetzt die doch altehrwürdige The Times vorgemacht. Das bitische Blatt hat einen vermeintlichen Scoop gebracht, der sich kurze Zeit später als absolute Luftnummer entpuppte:

Vier Tage hat es gedauert. Es brauchte einen kleinen Shitstorm auf Twitter und wenige hartnäckige Blogger, um die vermeintliche Exklusivgeschichte der Londoner Times als das zu entlarven, was sie ist:
Bullshit.

Die Chronologie und die unterirdische Krisenkommunikation kann auf “The Times: Exklusive Qatar-Dream-Football-League-Geschichte war exklusiv erfunden” nachgelesen werden.

Es klappt, aber trotzdem sollte man es nach Meinung vom Görs Communications Blog tunlichst nicht selbst ausprobieren. Das neue Smartphone von Sony im Stresstest (via):

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

Impressum und Datenschutzerklärung .