07/12/2019

Facebook Home


Ob das die passende Antwort auf die schwache Entwicklung der Nutzerzahlen bei Facebook ist? Gestern hat Mark Zuckerberg das lange angekündigte Facebook-Handy präsentiert – und nach Meinung von Görs Communications ist eine gehörige Portion Skepsis angebracht.

Derzeit hat Facebook mit mehreren gravierenden Problemen zu kämpfen. Zum einen wird der Nutzerkreis des sozialen Netzwerkes zunehmend älter, was per se kein Nachteil sein muss. Nicht wenige Jugendliche, die in der Regel die Trends im Internet vorgeben, finden es alles andere als “cool”, wenn sogar die eigene Großmutter einen Facebook-Account hat und ziehen deshalb lieber zu Konkurrenten wie Twitter oder Tumblr weiter. Kurzfristig schadet das dem Unternehmen kaum, langfristig könnte der Schwund an jugendlichen Nutzern jedoch das Facebook-Image nachhaltiger lädieren, als jede Datenschutzdebatte.

Zum anderen wachsen die generellen Nutzerzahlen kaum noch, es scheint, als hätte das zuvor wachstumsverwöhnte Facebook sowohl in Deutschland als auch weltweit die gläserne Decke erreicht. Schlimmer noch: Die Nutzer verbringen immer weniger Zeit auf Facebook, die Interaktion lässt nach. Entweder, weil immer mehr Nutzer bewusst die Hände von dem “Zeitfresser Facebook” lassen, zum anderen sind mehr und mehr Nutzer von dem Dienst schlichtweg gelangweilt.

Zudem bereitet der Siegeszug der Smartphones Facebook Probleme. Eigentlich müsste es das Unternehmen zwar begrüßen, wenn die Nutzer dank mobilem Internet jederzeit auf Facebook zugreifen können, wenn da nicht das Problem mit der Werbung wäre, über die sich der gesamte Spaß finanziert. Und da probiert Facebook zwar einiges aus, hat aber bis heute keinen Weg gefunden, wie auf dem Smartphone Werbung so platziert werden kann, dass adäquate Einnahmen erzielt werden können – also genau das, was die gebeutelten Aktionäre des Unternehmens seit langem erwarten.

Neue Heimat Facebook Home?

FacebookHomeDass das Facebook-Handy den Namen “Home” verpasst bekommen hat, ist durchaus als Ansage zu verstehen. Abgesehen von netten Marketing-Sprüchen (“Putting People First“) möchte Facebook primär, dass die Nutzer mit dem Smartphone praktisch ständig bei Facebook zu Hause sind. Hat das Internet-Unternehmen damit Erfolg, dann würde die Nutzerbindung des sozialen Netzwerkes deutlich stärker als zuvor sein, was den Nutzerschwund vergessen machen dürfte. Außerdem – nicht gerade unwichtig – erschließen sich für Facebook ganz neue Möglichkeiten der mobilen Werbung, wenn das Unternehmen uneingeschränkten Zugriff auf die Anpassung des Smartphones hat.

Und “Anpassung” trifft das Facebook-Handy ziemlich genau: Statt ein eigenes Gerät oder ein eigenes Betriebssystem zu entwickeln, kommt Facebook Home Huckepack auf dem Android-System von Google daher. Der Nutzer hat zukünftig wahlweise die Möglichkeit, sich ein Smartphone mit vorinstalliertem Facebook Home-Softwarepaket zu kaufen (wie etwa das vorgestellte HTC First zum Preis von knapp 100 Dollar), oder sich das Softwarepaket herunterzuladen, um aus seinem “normalen” Android-Smartphone eine Facebook-Handy zu machen. Unterstützt wird zunächst nur eine kleinere Auswahl (HTC One, HTC One X, HTC One X+, Samsung Galaxy S3, Samsung Galaxy S4 und Samsung Galaxy Note 2), die aber vermutlich sukzessive ausgeweitet wird.

Dabei handelt es sich nicht nur – wie man es kennt – um eine einfache App, sondern um einen massiven Eingriff in das Android-System, das so aufgebohrt wurde, dass man praktisch ständig mit den Diensten von Facebook konfrontiert wird, wie DIE ZEIT treffend bemerkte:

Bei Home ist der Name Programm. Ist die kostenlose Software installiert, zeigt der Homescreen der Geräte keine Apps und Werkzeuge mehr, er zeigt nur noch einen ständigen Strom von Facebook-Botschaften. Die sind dann bereits auf dem sogenannten Lockscreen zu sehen, also bevor das Gerät entsperrt wurde und der eigentliche Schreibtisch erscheint. Und sie können bedient werden; ein Doppelklick auf das Bild erzeugt sofort einen Like. Auch Kommentare sind in dieser Ebene bereits möglich.

Setzt sich Facebook Home durch?
Wie schon zu Beginn des Blogposts geschrieben, dürfte eine gewisse Skepsis angebracht sein, was den Erfolg betrifft. Die Lösung ist zwar sehr billig, aber es gibt keine Killerapplikation, die Facebook Home attraktiv macht, bei netzwertig.com heißt es etwa etwas zurückhaltend “Inwieweit Home über den Neuigkeitseffekt hinaus tatsächlich einen Mehrwert besitzt, der aus Anwendersicht eine derartig tiefgehende Integration mit dem Betriebssystem rechtfertigt, lässt sich aus der Ferne nur schwer beurteilen.” Abgesehen von der extrem Facebook-affinen Zielgruppe dürfte das Interesse doch eher gering sein, sich freiwillig in die “geschlossen Welt von Facebook” zu begeben, wenn kein echter Mehrwert zu erkennen ist. Auch stellt sich die Frage, welchen Grund es geben sollte, sich einen Startbildschirm zu installieren, der einen permanent mit Facebook-Meldungen überflutet, selbst bei der ansonsten zurückhaltenden Tagesschau wird nicht ohne Grund bereits von der “aufdringlichen App” gesprochen.

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

Webperlen: Der Postillon, Monitoring-Tools, Flickr mit Hashtags und ein Smartphone im Kochtopf

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • Der Postillon über das Ende vom Google Reader
  • Kostenlose Social-Media-Monitoring-Tools
  • Profilbild-Vorlagen für alle wichtigen sozialen Netzwerke
  • Twitter als Nachrichteninstrument: Deutschland ist Schlusslicht
  • Flickr führt Hashtags ein
  • Google Keep: Evernote-Konkurrent von Google zeigt sich
  • Legacy Media – analoger Wein in digitalen Schläuchen
  • Exklusive Qatar-Dream-Football-League-Geschichte war exklusiv erfunden
  • Sony Xperia Z überlebt auch den Kochtopf (Video)

Jetzt greift auch die Satire-Seite Der Postillon das Ende vom Google Reader auf, unter “Google stellt Suchmaschine zum 1. Juli 2013 ein” heißt es:

Mountain View (dpo) – Das Unternehmen Google hat angekündigt, zum 1. Juli 2013 die inzwischen nur noch stiefmütterlich geführte Suchmaschine gleichen Namens abzuschalten. Im Zuge des jährlichen Frühjahrsputzes (“spring cleaning”) kündigte der Konzern in einem offiziellen Blog-Beitrag an, sich künftig auf wichtigere Produkte wie nerdige Brillen, selbstlenkende Autos, ein kaum genutztes soziales Netzwerk und sprechende Schuhe konzentrieren zu wollen.

Eine ziemlich Fleißarbeit, von der aber alle profitieren können, die sich professionell mit dem Thema Social Media beschäftigen. Onlinemarketing Praxis hat eine Aufstellung von allen praktischen und kostenlosen Diensten gemacht, die einem beim Social-Media-Monitoring nützlich sein könnten. Neben bekannten Diensten wie Topsy, Klout und hootsuite sind in dem Beitrag “Kostenlose Social-Media-Monitoring-Tools” auch etliche Tools genannt, die einem wenig sagen, die man aber trotzdem – oder gerade deshalb – ruhig mal ausprobieren sollte:

Beim Social-Media-Monitoring werden soziale Medien nach Informationen und Nutzerprofilen durchsucht, die für ein Unternehmen relevant sind. Zum Einstieg ins Social-Media-Monitoring bieten sich kostenlose Social-Media-Monitoring-Tools an. Markus Mattscheck hat hier eine Auswahl an Tools für unterschiedliche soziale Medien und für verschiedene Einsatzzwecke zusammgengestellt.

Wo wir schon bei praktischen Diensten für Social Media sind: t3n stellt den Social Media Image Maker vor, ein kostenloser Webdienst, der das Erstellen von Pfofilbildern deutlich erleichtert:

Er bietet Vorlagen für alle wichtigen sozialen Netzwerke – darunter Facebook, Google+ und YouTube. Unterstützt werden auch weniger oft benutzte Portale wie Gravatar, Slideshare und About.me. Nutzer können das Bild nach Belieben beschneiden und drehen, mit 14 Filtern den passenden Look verleihen und Details wie Schärfe und Rauschen bestimmen.

Mehr auf t3n unter “Profilbild-Vorlagen für alle wichtigen sozialen Netzwerke“.

Jede Menge #Catcontent und anderer witziger Kram, aber kaum Verweise auf Nachrichtenseiten. Laut einer Studie sind deutsche Nachrichtenseiten bei Twitter massiv unterrepräsentiert, was aber auch mit der stiefmütterlichen Behandlung des Kurznachrichtendienstes durch eben jene Nachrichtenseiten zu tun haben könnte:

Eine Spitzenposition hat Deutschland nur in einem Kriterium: dem Einsatz automatisierter News Feeds wie Twitterfeed, die keine oder nur eine geringe Interaktion mit dem User erfordern. Diese automatisierten Linkschleudern sind sonst nur noch in Brasilien so beliebt. Einen deutlichen geringeren Wert weist Deutschland im Einsatz mobiler Twitter-Anwendungen auf.

Mehr in dem Focus-Artikel “Twitter als Nachrichteninstrument: Deutschland ist Schlusslicht“.

Wie sehr die verschiedenen Social Media-Plattformen voneinander abschauen, wird mal wieder unter Beweis gestellt. Flickr, ehemals der Platzhirsch bei den Bilder-Diensten, übernimmt jetzt auch Hashtags, eine “Innovation”, die bei Instagram und Twitter abgeschaut wurde:

Die neue Version 2.11.820 von Flickrs iOS-App für das iPhone führt nun auch Hashtags überall dort ein, wo Text eingegeben werden darf, also zum Beispiel im Titel. Diese speziellen Schlagwörter mit der Raute am Anfang (zum Beispiel #berlin) führen beim Anklicken eine systemweite Suche bei Flickr aus, was besonders bei mobilen Anwendungen den Vorteil hat, dass der Anwender keine Texte mehr eintippen muss, um gleichartig verschlagwortete Inhalte zu finden.

golem.de titelt dementsprechend auch gleich “Instagram als Vorbild: Flickr führt Hashtags ein“. Außerdem hat Google offenbar eine Antwort auf Evernote gefunden, erste Screenshots sieht man unter “Google Keep: Evernote-Konkurrent von Google zeigt sich“.

Ein weiterer guter Artikel zur Zukunft des Journalismus im digitalen Zeitalter: Im Artikel “Legacy Media – analoger Wein in digitalen Schläuchen” wird sich mit der Frage auseinandergesetzt, ob es ausreicht, den (alten) Printjournlaismus einfach nur ins Netz zu übertragen. Die Antwort lautet, kaum verwunderlich, nein:

Wir optimieren die Verbreitungswege, kümmern uns aber nicht genug um die Inhalte. Vieles von dem, was wir (jetzt über Dutzende Kanäle) aussenden, ist lieblos aus irgendwelchen Agenturen zusammenkopiert und mit einem 0815-Schmuckbild versehen. Solche Inhalte versenden sich in der Regel – ob im Fernsehen oder bei Facebook, spielt am Ende keine Rolle. Analoger Wein in digitalen Schläuchen.

Hoax

Wie man es auf keinen Fall machen soll, hat jetzt die doch altehrwürdige The Times vorgemacht. Das bitische Blatt hat einen vermeintlichen Scoop gebracht, der sich kurze Zeit später als absolute Luftnummer entpuppte:

Vier Tage hat es gedauert. Es brauchte einen kleinen Shitstorm auf Twitter und wenige hartnäckige Blogger, um die vermeintliche Exklusivgeschichte der Londoner Times als das zu entlarven, was sie ist:
Bullshit.

Die Chronologie und die unterirdische Krisenkommunikation kann auf “The Times: Exklusive Qatar-Dream-Football-League-Geschichte war exklusiv erfunden” nachgelesen werden.

Es klappt, aber trotzdem sollte man es nach Meinung vom Görs Communications Blog tunlichst nicht selbst ausprobieren. Das neue Smartphone von Sony im Stresstest (via):

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

Webperlen: Google+/FB-Neuerung, SEO & Spam, Tablets schlagen Smartphones und Google greift Amazon an

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • Überraschende Neuerungen bei Google+ Profilseiten
  • Google leitet Picasa Web Albums auf Google+ Photos um
  • Facebook testet neue Share Funktion
  • Wie Googles Mitarbeiter Spam bekämpfen
  • 10 Thesen zur Zukunft des Online-Marketing
  • Google Shopping Express: Google plant amazon Prime-Konkurrenz
  • Musikstreaming: YouTube plant kostenlosen Spotify-Konkurrenten
  • US-Studie: Twitter hat eine eigene Meinung
  • Tablets überholen Smartphones

Bei Facebook hätte es einen riesen Aufschrei gegeben, bei Google+ interessiert ausschließlich die Profis: Google hat ohne Zeit mit Ankündigungen zu verlieren die Göße des Headerbildes verändert:

GooglePlus

Darüber, wie man das Headerbild am besten anpasst, klärt Martin Mißfeldt unter der Überschrift “Überraschende Neuerungen bei Google+ Profilseiten” auf:

Das gewaltige Headerbild muss kann nun im Format 16:9 vorliegen [...], zum Beispiel 1920 x 1080 Pixel. Die maximale Auflösung beträgt wohl 2120 x 1192 Pixel. Man sollte darauf achten, dass sich die Position der Elemente etwas verschoben hat. Das Bild skaliert sich in Abhängigkeit zur Browser-Auflösung dynamisch in die vorliegende Breite ein (die mobil-Ansicht habe ich noch nicht getestet). Im unteren Bereich, dort, wo die Info-Elemente sitzen, wird das Bild fließend etwas abgedunkelt.

Apropos Google und Google+: Der Suchmaschinenkonzern hat schon länger die Lust an seinem Dienst Picasa Web Albums verloren, jetzt will er offensichtlich zwei Fliegen mit einer Klatsche schlagen und die Nutzer von Picasa zu dem immer stärker gepushten Google+ zu lotsen. Google leitet Picasa Web Albums auf Google+ Photos um:

Google versucht offenkundig, Nutzer von Picasa Web Albums auf Google+ Photos umzuziehen. Der unabhängige Blog Google Operating System berichtet, dass das Unternehmen neuerdings Aufrufe von picasaweb.google.com auf den Fotodienst seines Sozialen Netzes umlenkt. Wer die Web-Alben von Picasa tatsächlich besuchen möchte, muss die URL picasaweb.google.com/lh/myphotos?noredirect=1 nutzen.

Facebook, bei den sozialen Netzwerken (zumindest von der Masse her) noch immer das Maß aller Dinge, schraubt weiter munter an Design und Funktionen herum. Als nächstes steht eine überarbeitete Share-Funktion an, allfacebook.de weiß unter “Facebook testet neue Share Funktion” folgendes zu berichten:

Anstatt dass die Auswahl, wo etwas geteilt werden soll in einem Dropdown Menü hinterlegt ist, gibt es nun alle fünf Möglichkeiten auf einen Blick. Es sind keine hinzugekommen und keine verloren gegangen.

Das dürfte vor allem für SMM-Interessierte: Schlechtes SEO zieht so manche Webseite nach unten, neben den Algorithmen setzt Google in immer stärkerem Maße auf manuelle Eingriffe, um den schwarzen Schafen das Geschäft zu vermiesen:

Wo die Betreiber der Suchmaschine Google früher stets beteuert haben, niemals manuell in das Ranking der Ergebnisse einzugreifen, scheint dieses mittlerweile Gang und Gebe zu sein. Googles oberster Spam-Fighter Matt Cutts erklärt in seinem neuen Webmaster Help Video, wie genau und unter welchen Umständen einzelne Webseiten als Spam klassifiziert bzw. aus dem Index entfernt werden.

Die wichtigen Punkte hierzu werden auf dem Blog von SEO-united unter “Wie Googles Mitarbeiter Spam bekämpfen” aufgeführt.

Eine mehr als gruselige Vorstellung für alle Onlinevergleichsportale:

Ob Unterhaltungselektronik, Flüge oder Hotels: noch sind Preissuchmaschinen der unterschiedlichsten Produktkategorien große Werbungtreibende auf der Google-Suche. Nach und nach wird Google aber besser als diese Spezialisten und liefert nicht mehr Clicks aus seinen Suchergebnissen, sondern sehr qualifizierte Leads – entweder an die Aggregatoren oder direkt an die bislang nachgelagerten Shops.

So Ralf Scharnhorst in seinen 10 Thesen zur Zukunft des Online-Marketing, die er zur derzeit stattfindenden Cebit aufgestellt hat. Dass das alles andere als weltfremde Spinnereien sind, unterfüttert das GoogleWatchBlog, anscheinend nimmt es der Suchmaschinenkonzern jetzt sogar mit Amazon auf:

Im letzten Jahr hat Google einige Investitionen in Richtung eCommerce getan: Es wurde BufferBox (Paketboxen), Channel Intelligence (Referal-Systeme), Incentive Targeting (Coupons) und einige weitere kleine Anbieter übernommen. Außerdem wurde Google Shopping relauncht und das Google Trusted Store Badge eingeführt. Aus all diesen Puzzleteilen könnte nun schon bald die erwartete offene Versandplattform werden.

Mehr hierzu findet sich unter “Google Shopping Express: Google plant Amazon Prime-Konkurrenz“.

Wie die Konzernmutter (Google), so auch die Tochter (YouTube): Statt nur die eigenen Funktionen zu verbessern, werden die Geschäftsbereiche immer weiter ausgeweitet. Angst vor etablierten Wettbewerbern hat man dabei offensichtlich nicht, jetzt greift YouTube Spotify an, unter “Musikstreaming: YouTube plant kostenlosen Spotify-Konkurrenten” erfährt man folgendes:

Laut dem Bericht soll man den Dienst kostenlos nutzen können, er wird wie YouTube selbst im Wesentlichen über Werbung refinanziert. Es soll aber auch eine Bezahlvariante geben, mit der man die Werbung los wird und eventuell weitere Features bekommt. Fortune beruft sich auf anonyme Informanten aus der Musikindustrie und von Google. Ein Sprecher von YouTube wollte den Bericht nicht bestätigen, erklärte aber vielsagend, dass sich einige Inhalteanbieter von einem Abomodell zusätzlich zur Werbung mehr Einnahmen versprechen.

Dass der Durchschnitts-Twitteruser nicht dem Durchschnittsamerikaner entspricht, dürfte angesichts der unterschiedlichen Demographie eigentlich klar sein. Trotzdem werden Meinungsbilder von Twitter gerne 1 zu 1 auf die (politische) Öffentlichkeit übertragen, was ebenfalls ein Fehler ist, wie Robert Vossen unter “US-Studie: Twitter hat eine eigene Meinung” berichtet:

Wie das ziemlich anerkannte Pew Research Center herausgefunden hat, weicht die Meinung auf Twitter zum Teil stark von der öffentlichen Meinung ab, die sich aus traditionellen Umfragen ergibt. [...]

Dabei zeigte sich, dass die Twitter-User sich häufig deutlich liberaler zeigten und linksorientierter sind als der Durchschnittsamerikaner. Der Grund: Twitter-User sind jünger und wählen tendenziell demokratisch und sind somit nicht repräsentativ für die USA.

Von welchen Geräten wird auf’s Web zugegriffen? Laut Tablets überholen Smartphones hängt Deutschland anderen westlichen Ländern in der Benutzung von Smartphones und Tablets weiter hinterher, während Großbritannien bei den Tablets einen Anteil von 12,2 Prozent erreicht, sind es in Deutschland nicht einmal halb so viele Prozentpunkte:

5,7 Prozent des Zugriffe auf die Websites stammen von den etwa neun Millionen Tablets in Deutschland, 4,3 Prozent von den 30 Millionen Smartphones. In allen untersuchten Ländern hat sich der Tablet-Traffic in den vergangenen zwölf Monaten verdoppelt. Wichtig ist auch hier zu wissen: Auf Tablets ist der Anteil der Browser-Nutzung weit höher als auf den Smartphones, auf denen die Apps wichtiger sind.

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

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