20. April 2024

Was zeichnet PR-Texte, PR-Artikel und Pressetexte aus? Ein Leitfaden (Teil 1)

Viele Unternehmen, die sich über den Einsatz von Public Relations (PR) Gedanken machen, sind sich der vielen Facetten (und damit Möglichkeiten) der PR-Arbeit nicht bewusst – und das häufig im Gegensatz zu klassischer Werbung, von der die meisten ein ziemliches genaues Bild im Kopf haben. Werbung lässt man erst für Geld gestalten, dann schaltet man sie für Geld, dann erscheint sie. Ein relativ einfacher Vorgang, der aber nun einmal Geld kostet.

Public Relations: „Die bessere Werbung“

PR-Arbeit hingegen funktioniert anders, da im Regelfall kein Geld an Dritte für das Schalten gezahlt werden muss. Das hat natürlich Vor- und Nachteile, der große Vorteil ist natürlich der, dass keine Kosten bei der Mediaschaltung anfallen, der Nachteil besteht darin, dass das Erscheinen der PR-Texte nicht erzwungen werden kann, eine Veröffentlichungsgarantie wie bei vertraglich vereinbarten Werbeschaltungen gibt es nicht. Deshalb schrecken Unternehmen häufig vor PR zurück, da immer eine gewisse Ungewissheit bleibt – werden die Journalisten das PR-Material positiv aufnehmen, werden sie positiv berichten, kommt die Botschaft am Ende bei den (Neu-)Kunden an? Im Idealfall spart das Unternehmen durch PR eine Menge Geld ein und erreicht deutlich mehr Menschen, als es durch Werbung der Fall wäre, im schlechten Fall versandet die Botschaft irgendwo zwischen Unternehmen, PR-Agentur, Medienhäusern und Kunden.

Die Ungewissheit über das Eintreffen des Erfolgs wird durch die Unkenntnis des Handwerkzeugs von einer hoffentlich guten PR-Beratung verstärkt – fast jedes Unternehmen kennt Pressemitteilungen, weiß aber etwa nicht, dass man PR auch für die Suchmaschinenoptimierung (SEO) einsetzen kann. Um dieser Unkenntnis etwas entgegenzusetzen, informieren wir – die PR-Agentur Görs Communications aus Hamburg – in dieser Blog-Serie über PR-Texte, PR-Artikel und Pressetexte.

PR-Texte wirken sich auf Image und Bekanntheit aus

Grundsätzlich gilt, dass PR-Texte und PR-Artikel in positiver oder negativer Form in Erscheinung treten können. Durch positiv formulierte PR-Artikel wird versucht, ein bestimmtes Image auf- oder auszubauen oder umzugestalten. Negativ formulierte PR-Artikel versuchen hingegen, ein bestehendes positives Image zu beeinträchtigen oder zu zerstören. Letzteres – also das Schlechtmachen der Konkurrenz – wird in Deutschland fast ausschließlich beim sogenannten „Negative Campaigning“ in der Politik betrieben, im gewerblichen Sektor kommt es nur sehr selten dazu. Im Normalfall wird PR hierzulande von Unternehmen betrieben, um ihr eigenes Image zu verbessern, nicht, um die Konkurrenz  schlecht dastehen zu lassen. Und natürlich, um die Bekanntheit des Unternehmens zu verbessern.

Zudem wird darin unterschieden, an ob die Kommunikation extern oder intern erfolgen soll. Extern gerichtete PR-Artikel können etwa Pressemitteilungen, Themenbeiträge, Beantworten von Presseanfragen, Interviews, Pressespiegel, Geschäftsberichte, Broschüren, Flyer, (versteckte) Anzeigen (Advertorials), Newsletter, Internet-Seiten allgemein, Landingpages, Blogs, Social Media Postings, Online-Magazine, Online-Campaigning sein. Interne gerichtete PR-Artikel sind hingegen etwa Mitarbeiterzeitschriften, Newsletter im Intranet, Intranetbetreuung allgemein, Wording, Themenwebsites.

Es gibt also verschiedene Arten von PR- und Pressetexten, die für unterschiedliche Zwecke und Zielgruppen erstellt werden. Hier sind 20 Beispiele für PR- und Pressetexte:

  1. Pressemitteilung: Eine offizielle Mitteilung an Medienvertreter, um über Neuigkeiten, Veranstaltungen oder andere relevante Informationen zu informieren.
  2. Unternehmensprofil: Ein Text, der das Unternehmen, seine Geschichte, Mission, Werte und Leistungen beschreibt.
  3. Produktankündigung: Eine Pressemitteilung oder ein Text, der die Einführung eines neuen Produkts oder einer neuen Dienstleistung ankündigt und die damit verbundenen Funktionen und Vorteile erklärt.
  4. Fallstudie: Ein Text, der ein erfolgreiches Projekt oder einen erfolgreichen Einsatz des Produkts oder der Dienstleistung bei einem Kunden beschreibt.
  5. Fachartikel: Ein informativer Text, der Expertenwissen zu einem bestimmten Thema vermittelt und das Unternehmen als fachkundige Autorität positioniert.
  6. Interview: Ein Text, der ein Interview mit einer Führungskraft, einem Experten oder einer bekannten Persönlichkeit enthält, um deren Standpunkt zu einem bestimmten Thema darzustellen.
  7. Hintergrundinformationen: Ein umfassender Text, der Hintergrundinformationen zu einem Thema, einer Veranstaltung oder einer Initiative liefert.
  8. Meinungsartikel: Ein Text, der die Meinung des Unternehmens zu einem aktuellen Thema oder einer Debatte ausdrückt.
  9. Erfolgsgeschichte: Ein Text, der die Erfolgsgeschichte eines Kunden oder Partners erzählt und zeigt, wie das Unternehmen dazu beigetragen hat.
  10. Expertenkommentar: Ein kurzer Text, der die Meinung eines Experten des Unternehmens zu aktuellen Ereignissen oder Branchentrends wiedergibt.
  11. Whitepaper: Ein längerer Text, der ein bestimmtes Thema oder eine bestimmte Technologie detailliert erklärt und Lösungen oder Strategien aufzeigt.
  12. Jahresbericht: Ein umfassender Bericht über die Leistung des Unternehmens im vergangenen Jahr, einschließlich Finanzzahlen, Meilensteinen und zukünftigen Plänen.
  13. Veranstaltungseinladung: Ein Text, der zur Teilnahme an einer Veranstaltung, Konferenz oder einem Webinar einlädt und Informationen über den Ablauf und die Themen liefert.
  14. Mitarbeiterprofil: Ein Text, der einen Mitarbeiter des Unternehmens vorstellt, seine Rolle beschreibt und seine Erfahrungen und Fähigkeiten hervorhebt.
  15. CSR-Bericht: Ein Bericht, der die sozialen und ökologischen Initiativen des Unternehmens darstellt und über seine Corporate Social Responsibility (CSR) Aktivitäten informiert.
  16. Medienkit: Ein umfassendes Paket von Texten, Bildern und Informationen, das Journalisten und Medienvertretern zur Verfügung gestellt wird, um über das Unternehmen zu berichten.
  17. Ankündigung von Partnerschaften: Ein Text, der die Zusammenarbeit des Unternehmens mit anderen Organisationen, Partnern oder Influencern bekannt gibt.
  18. Mitarbeiternewsletter: Ein regelmäßiger Text, der interne Informationen und Neuigkeiten für die Mitarbeiter des Unternehmens enthält.
  19. Jahresvorschau: Ein Text, der einen Ausblick auf die geplanten Aktivitäten, Produkte oder Ereignisse des Unternehmens für das kommende Jahr gibt.
  20. Rückblick: Ein Text, der die wichtigsten Ereignisse, Erfolge und Meilensteine des Unternehmens in einem bestimmten Zeitraum zusammenfasst, z. B. am Ende eines Quartals oder Jahres.

Diese Aufzählung ist natürlich nicht vollständig, aber sie gibt schon mal einen guten Überblick darüber, was für Arten an PR-Texten es gibt – und das es zum Teil Überlappungen zur Werbung gibt.

Was die einzelnen PR-Texte, PR-Artikel und Pressetexte auszeichnet, erklären wir im zweiten Teil der Blog-Serie über PR-Texte, PR-Artikel und Pressetexte, der sich hier unter dem Titel „Was zeichnet PR-Texte, PR-Artikel und Pressetexte aus? Ein Leitfaden (Teil 2)“ findet.

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  2. Zielgruppenanalyse: Durch eine enge Zusammenarbeit mit der PR-Beratung können Unternehmen ihre Zielgruppen besser verstehen und effektiver ansprechen.
  3. Krisenmanagement: Eine PR-Beratung als Sparringspartner kann bei der Entwicklung von Krisenkommunikationsplänen unterstützen und in Krisensituationen schnelle und angemessene Reaktionen bieten.
  4. Medienbeziehungen: Die PR-Beratung kann dabei helfen, Beziehungen zu Journalisten und Medien aufzubauen und zu pflegen.
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  6. Reputation Management: Durch die Zusammenarbeit mit einer PR-SEO-Beratung können Unternehmen ihre Reputation stärken und den Aufbau eines positiven Images unterstützen.
  7. Social-Media-Strategie: Eine PR-SEO-Beratung als Sparringspartner kann bei der Entwicklung einer effektiven Social-Media-Strategie helfen und Tipps für den Umgang mit den verschiedenen Plattformen geben.
  8. Content-Entwicklung: Eine PR-SEO-Beratung kann bei der Erstellung von qualitativ hochwertigem Content für verschiedene Kanäle unterstützen, um die Reichweite und Sichtbarkeit zu erhöhen.
  9. Event-Management: Die PR-Beratung kann bei der Planung und Durchführung von Events helfen, um eine maximale Medienpräsenz und Teilnehmerzahl zu erreichen.
  10. Interne Kommunikation: Eine PR-Beratung als Sparringspartner kann Unternehmen dabei unterstützen, eine effektive interne Kommunikationsstrategie zu entwickeln und umzusetzen.
  11. Markenpositionierung: Die PR-SEO-Beratung kann Unternehmen dabei helfen, ihre Marke klar zu positionieren und das Alleinstellungsmerkmal zu kommunizieren.
  12. Influencer-Partnerschaften: Eine PR-SEO-Beratung kann bei der Identifizierung und Zusammenarbeit mit relevanten Influencern und Meinungsführern helfen, um die Reichweite und Glaubwürdigkeit zu steigern.
  13. Monitoring und Analyse: Eine PR-SEO-Beratung kann bei der Überwachung der Medienberichterstattung und der Analyse von Ergebnissen helfen, um die Kommunikationsstrategie kontinuierlich zu verbessern.
  14. Stakeholder-Management: Durch die Zusammenarbeit mit einer PR-Beratung können Unternehmen ihre Beziehungen zu relevanten Stakeholdern wie Kunden, Partnern und Investoren effektiver managen.
  15. Expertise und Branchenkenntnisse: Eine PR-SEO-Beratung als Sparringspartner bringt Fachwissen und Erfahrung in der PR- und SEO-Branche mit und kann Unternehmen somit wertvolle Einblicke und Empfehlungen geben.

Diese Beispiele zeigen, wie eine PR-SEO-Beratung als Sparringspartner helfen kann, die Kommunikationsstrategie eines Unternehmens oder einer Organisation zu verbessern und den Erfolg in der Öffentlichkeit zu steigern.

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Immobilien Marketing: Fallstricke bei Interviews

Im Fachmagazin “AIZ | Das Immobilienmagazin” erklärt Autor Daniel Görs, welche Fallstricke bei Interviews lauern – und wie informative Interviews Immobilienabieter zu gefragten Gesprächspartnern machen.

Link zum Beitrag: Vorsicht – Fallstricke bei Interviews

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit auf dünnem Eis? Foto Copyright www.goers-communications.de

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit auf dünnem Eis? Foto Copyright www.goers-communications.de

 

 

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Deutsche Public Relations Gesellschaft (DPRG): Arbeitskreis für neue Friends & Follower

Das Fachmagazin für Entscheider in Kommunikation, PR, Marketing und Werbung “Kommunikationsmanager″ im März 2010 über den DPRG-Arbeitskreis Digital Relations://Social Media, der von Daniel Görs initiiert und geleitet wurde.

Link zum Beitrag: Arbeitskreis für neue Friends & Follower

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Arbeitskreis für neue Friends & Follower

Der Paradigmenwechsel in der Kommunikation und der Umbruch der Mediennutzung durch die Digitalisierung und die neuen „sozialen Medien“ stellen auch die PR-Zunft vor enorme Herausforderungen. Der DPRG-Arbeitskreis Digital Relations://Social Media stellt sich ihnen.

Sollen PR-Berater ihren Kunden tatsächlich raten zu twittern? Macht es Sinn, Unternehmensupdates auf Xing zu veröffentlichen? Ist eine Marken-„Führung“ im „Mitmach-Web“ überhaupt noch realistisch? Und vor allem: Lohnt es sich, Zeit, Geld und sonstige Ressourcen in die digitale Beziehungspflege (Digital Relations) zu investieren? Daniel Görs, Initiator und Leiter des DPRG-Arbeitskreises Digital Relations://Social Media (AK DRSM), ist überzeugt: „Ja, es lohnt sich sogar sehr, im Internet und den Social Networks professionelle PR und Kommunikation zu betreiben. Die Frage müsste vielleicht eher lauten: Lohnt es sich noch, klassische Medienarbeit mit Fokus auf Journalisten zu betreiben?“

Digitale soziale Medienweltweit auf dem Vormarsch

Eine überspitzte These? Sicher. Aber Fakt ist: Nie zuvor verbrachten die Deutschen so viel Zeit im Internet wie heute. 80 Prozent der Menschen unter 30 sind in Social Media aktiv, rund drei Viertel der DAX-30-Unternehmen twittern und knapp zwei Drittel von ihnen stellen Videos auf YouTube ein, wie eine aktuelle Untersuchung der FH Mainz zeigt. Beim Geld hört bekanntlich die Freundschaft auf; im Social Web wird hingegen viel Geld in Friends & Follower investiert: In den kommenden fünf Jahren sollen dem Marktforscher Forrester Research zufolge die Social Media Marketing (SMM) Budgets um rund ein Drittel steigen, so dass 2014 satte 3,1 Milliarden Euro in Social Media Kampagnen fließen. Die Verweildauer in Social Networks und Blogs steigt auch hierzulande enorm, während die klassischen Medien weitere Einbrüche bei Nutzung und Budgets hinnehmen müssen. Deshalb steht für Arbeitskreisleiter Görs fest: „Die DPRG als großer Kommunikationsbranchenverband kann sich der Diskussion des Megatrends Digitalisierung nicht verschließen und muss Orientierung und Wissenstransfer bieten.“

Dass die „sozialen Medien“ bereits zu einer zentralen Säule der persönlichen, gesellschaftlichen und kommerziellen Kommunikation geworden sind, belegt eine beeindruckende Datenflut rund um die Social Networks, Foren, Blogs und Microblogs. Beispielsweise wächst das mit rund 400 Millionen Anwendern weltgrößte soziale Netzwerk Facebook auch in Deutschland rasant. Nach Angaben der Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg in der Fachzeitschrift werben & verkaufen nutzen mittlerweile 7,5 Millionen Menschen in Deutschland aktiv Facebook. 2009 waren es „nur“ rund zwei Millionen aktive Nutzer. Im Januar wurden über den Microblogging-Dienst Twitter weltweit 1,2 Milliarden „Tweets“  (Kurzmitteilungen mit maximal 140 Zeichen) kommuniziert, wie der Social Media Guide „Mashable.com“ erfasst hat. Und eine „Unique Audience“ von knapp 14 Millionen deutschen „Zuschauern“ auf YouTube (Nielsen 12/2009) lässt die öffentlich-rechtlichen wie privaten TV-Sender unisono bangend in die Zukunft blicken.

Wunsch und Wirklichkeitprofessioneller Kommunikation im Web 2.0

Ein solcher Paradigmenwechsel in der Kommunikation und der Umbruch der Mediennutzung durch die Digitalisierung und Social Media konfrontiert auch die PR-Zunft mit großen Veränderungen, die aber auch enorme Chancen bieten. Doch wie können die schönen neuen Online-Welten effektiv und effizient in die professionellen Corporate Communications eingebunden werden? Derzeit stehen viele PR-Profis und Kommunikationsverantwortliche vor der Herausforderung, die neuen Kanäle, Tools, Multiplikatoren und Meinungsmärkte in ihre Gesamtstrategie, Budget- und Ressourcenplanung sinnvoll zu integrieren – und dass, wie immer in der Kommunikationsbranche, meist unter großem Zeitdruck. „Kein einfaches Unterfangen, wie die bisherigen Veranstaltungen und Diskussionen im Arbeitskreis gezeigt haben“, sagt Görs, der als Leiter Corporate Communications bei Axel Springers Immobilienportal Immonet.de Social Media bereits vor zwei Jahren fest in den Kommunikationsmix integriert hatte. Viele Unternehmen und PR-Verantwortliche befänden sich nach einer ersten Informations-, Implementierungs- und Screeningphase im Social Web nun in einer Bewertungs- und Optimierungsphase. Abseits des Hype werden Stimmen lauter, die nicht in die „Heilsbringer-Choräle“ der vermeintlichen „Social-Media-Gurus“ einstimmen, wonach die neuen Tools und Kanäle sämtliche Kommunikations- und Dialogprobleme zwischen Sender und Empfänger auch auf professioneller Ebene lösen könnten – und dies sogar kostenlos. Vielmehr macht sich die Erkenntnis breit, dass Social Media Kommunikation bei Unternehmen keinen Sinn macht, wenn sich dessen Zielgruppen weder online noch im Web 2.0 darstellen und austauschen. Auch wenn dieser Teil der Bevölkerung sicher immer kleiner wird.

Einigkeit in der professionellen Kommunikationsanalyse herrsche auf jeden Fall darin, dass das altbekannte „Gießkannenprinzip“, bei dem möglichst viele Presseinformationen möglichst oft an einen möglichst großen Verteiler gestreut werden – auch und gerade im Social Web – zum Scheitern verurteilt ist. Wer versuchte, sämtliche Social Media Tools zu bedienen, würde dies ohnehin zeitlich nicht bewerkstelligen können. Denn allein rund um den Microbloggingdienst „Twitter“ entstehen pro Tag zirka 20 neue eigenständige Dienste aus den Bereichen Monitoring, Empfehlungen und Onlinemarketing. Auch wenn dabei interessante und möglicherweise sogar relevante Services mit dabei wären – wer soll das eigentliche Tagespensum noch schaffen?

Austausch, Networking, Analyse,Ideenfindung und Bewertung im AK DRSM

PR_Hamburg_Twitter

Görs Communications auf Twitter

Visionen und gute Ideen für Digital Relations sind so zahlreich wie IP-Adressen im Web. Daniel Görs: „Woran es aber mangelt, sind praxisrelevantes Fachwissen, Fakten und Fallbeispiele bereits erfolgreicher Anwendungen und Kampagnen.“ Deren Analyse, Kommunikation und Diskussion seien daher ein wesentliches Ziel des Arbeitskreises. Zahlreiche Veranstaltungen und redaktionelle Beiträge hätten gezeigt, wie groß der Informations- und Kommunikationsbedarf zum Verhältnis und dem Wandel von Public und Social Media Relations tatsächlich sei. Auf überregionaler Ebene Kontakte knüpfen und vertiefen – Der Arbeitskreis umfasst derzeit rund 30 Mitstreiter und Interessenten, die primär virtuell, 2010 aber auch stärker im persönlichen Austausch, folgende Themenbereiche bearbeiten:

  • Argumente von Beratern/Agenturen für Social Media / Digital Relations
  • Einstieg in die Digital Relations: die wichtigsten Social Media Anwendungen
  • Anforderungen an und Profil der neuen Generation der PR 2.0-Manager /-Berater
  • Wie finde ich Follower/Friends? Aufmerksamkeit schaffen für eigene Social Media Präsenz
  • No Spam, please: Öffentlichkeitsarbeit in Foren & Gruppen
  • Googlejournalismus & PR: die neue Recherche-Wirklichkeit
  • Public Relations und Suchmaschinenoptimierung (SEO)
  • Public Relations und Social Media Optimierung (SMO)
  • Produkt-PR & vertriebsunterstützende PR im Social Web / Social Shopping
  • Blogger Relations: Kommunikation mit den neuen Meinungsmachern
  • Was bringt’s? Messbarkeit und Effizienz (inkl. KPIs)
  • Social Media & Interne Kommunikation
  • Social Media im B2B-Bereich
  • Krisen-Intervention & -kommunikation im Web 2.0

Austausch, Networking, Analyse, Ideenfindung und Bewertung sind wesentliche Elemente im Arbeitskreis Digital Relations://Social Media. Wie bereits im vergangenen Jahr, steht die Zusammenarbeit mit den DPRG-Landesgruppen auch 2010 wieder ganz oben auf der Agenda. So wurde gerade Ende März  mit der Landesgruppe Berlin-Brandenburg eine gemeinsame Veranstaltung zur Digitalen PR durchgeführt. Die bewährte Kooperation mit dem „PR 2.0 Forum“ (www.pr20forum.de) wird auch 2010 weiter intensiviert: am 12. und 13. April trifft sich die PR 2.0-Szene zum dritten Mal – nach Hamburg und München nun in Düsseldorf (Exklusiv für DPRG-Mitglieder: Sie erhalten durch die Kooperation des Arbeitskreises Digital Relations://Social Media einen rabattierten Eintrittspreis. Den Mitglieder-Rabattcode gibt es zeitnah in der DPRG-Bundesgeschäftsstelle).

„Der Arbeitskreis steht neuen Interessenten, Mitstreitern und Sponsoren offen, um bundesweit regelmäßige Vorträge, Workshops und vielleicht auch PR-Barcamps anbieten und organisieren zu können“, sagt Daniel Görs. „Wir müssen eine geeignete Plattform für die PR- und Kommunikationsverantwortlichen schaffen, deren Funktion immer mehr an Bedeutung innerhalb ihrer Unternehmen gewinnt. Ebenso für die Agenturen und Einzelberater, die ihren Kunden in unserer digitalisierten Medienwelt eine professionelle Beratung und zukunftsfähige Konzepte bieten wollen. Ziel ist deshalb ein geeigneter personeller und institutioneller Mix im Arbeitskreis“, so Görs. Wissen erzeugen und weitergeben ist ein weiteres Ziel des Arbeitskreises. Da Social Media eines der Schwerpunktthemen der DPRG ist, wird der Informations- und Kompetenztransfer an die Mitglieder künftig über regelmäßige Veröffentlichungen erfolgen.

„PR 2.0“: Kooperation mit undPositionierung in der Kommunikationsbranche

Der Arbeitskreis lotet auch den Austausch und die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen aus. So gibt es bereits Anknüpfungspunkte beispielsweise mit der Arbeitsgemeinschaft Social Media, die die Etablierung von Standards für die Vermessung und Erforschung von Weblogs und anderer Social Software vorantreibt sowie dem Arbeitskreis Social Media im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW), der Standards für Social Media Plattformen entwickelt. Görs: „Der Werbemarkt der Social Media wird von den beiden Organisationen bereits hinsichtlich Standards für die Nutzung, Verbreitung und Relevanz in der Vermarktung bearbeitet. Für die DPRG stehen vor allem die Chancen und das Monitoring der digitalen Öffentlichkeitsarbeit im Sinne des Werbens um öffentliches Vertrauen im Vordergrund.“

So wie die Öffentlichkeitsarbeit schon immer in Konkurrenz zum „klassischen“ Marketing stand, so müssten sich jetzt Online-PR und Digital Relations gegenüber Suchmaschinenmarketing (SEM/SEO) und Social Media Marketing (SMM) beweisen. Dies gelte in der Konzernkommunikation ebenso wie für Agenturen und Berater. „Onlinemarketing ist und bleibt ‚Controllers Liebling’. Gerade in Zeiten knapper Budgets ist eine farbenfrohe Social Media Powerpointpräsentation wenig hilfreich, wenn gleichzeitig beispielsweise Google AdWords Kampagnen centgenau auf den einzelnen Klick oder gar Abschluss analisiert und abgerechnet werden“, gibt Görs zu bedenken. Es geht letztlich auch um das Selbstverständnis und die entsprechende Positionierung der PR-Branche. Jetzt, wo zersplitterte Micro-Öffentlichkeiten die digitale Medienlandschaft prägen, böte sich eine gute Gelegenheit, das „Public“ in Public Relations stärker herauszustellen. So könnte PR ihren in der Vergangenheit oft proklamierten (aber ebenso oft belächelten) Führungsanspruch innerhalb des neuen „Kommunikationsmix 2.0“ nun doch noch durchsetzen. Auch für diesen Diskurs bietet der junge Arbeitskreis Digital Relations://Social Media eine Plattform innerhalb der DPRG. Denn Kommunikation geht weiter.

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

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