17/11/2019

Pressearbeit mit Google Ads flankieren?

Rund 90 Prozent aller Suchmaschinenanfragen gehen in Deutschland an Google. Eine absolut dominierende Stellung auf dem deutschen Markt, nicht einmal im amerikanischen Heimatmarkt erreicht der Suchmaschinen-Gigant eine ähnlich hohe Abdeckung.

Aufgrund der de-facto-Monopolstellung beziehen sich SEO (Search Engine Optimization, Suchmaschinenoptimierung) und SEA (Search Engine Advertising, Suchmaschinenwerbung) in Deutschland fast ausschließlich auf Google. Während Suchmaschinenoptimierung – also die gezielte Verbesserung bei den Google-Platzierungen – eher eine langfristige Angelegenheit ist, kann man bei der Suchmaschinenwerbung – also der Schaltung von Textanzeigen via Google Ads (früher: “Google AdWords”) bei bestimmten Suchbegriffen – von null auf hundert durchstarten. So es denn das Budget zulässt.

Faktor Google: wie deutsche Unternehmen Google einsetzen (Screenshot)

Faktor Google: wie deutsche Unternehmen Google einsetzen (Screenshot)

Und Google Ads hat mittlerweile in fast allen Unternehmen einen festen Platz im Werbebudget. Neben der marktbeherrschenden Stellung von Google – man muss sich nur mit Google Ads beschäftigen und deckt 95,9 Prozent aller Suchanfragen ab – ist vor allem der geringe Streuverlust für die Beliebtheit bei Marketing- und Vertriebsexperten verantwortlich. Jemand, der bei Google einen Suchbegriff eingibt, sucht nach etwas – einem Produkt, einer Produktgruppe oder Informationen.

Pressearbeit/PR bei Messen/Events mit Google Adwords flankieren?
In der Regel wird Google Ads hauptsächlich für Vertriebs- und Marketingzwecken eingesetzt, PR-, Presse- und klassische Öffentlichkeitsarbeit bleiben häufig außen vor. Auf den ersten Blick erscheint das sogar logisch: Google Ads lässt sich schließlich nicht auf Berufsgruppen (Journalisten!) einschränken. Ein Grund auch, warum Google Ads – noch! – im reinen B2B-Bereich unterdurchschnittlich eingesetzt wird. Auf den zweiten Bick hingegen verwundert der geringe Google Adwords-Einsatz von PR-Verantwortlichen dagegen schon, da die Grenzen zwischen Werbung, Marketing, PR, Digital Relations, SEO usw. immer stärker zerfließen. Wo bitte fängt im digitalen Zeitalter Werbung an und hört PR auf?

Noch verwunderlicher ist der geringe Google-Ads-Einsatz bei der Öffentlichkeitsarbeit, wenn verschiedene Bereiche bereits zusammen agieren, etwa bei Messen und/oder Events. Natürlich kann man in der Theorie noch behaupten, dass jeder “seinen” Bereich hat, in der Praxis jedoch zeichnet sich ein guter Messeauftritt dadurch aus, dass die einzelnen Bereiche möglichst gut und eng verzahnt zusammenarbeiten. Ein PR-Mitarbeiter, der sich ausschließlich nur für “seine” Pressekonferenz interessiert und der übrigen Messevorbereitung und -durchführung mit Gleichgültigkeit begegnet, ist schlichtweg kein guter Mitarbeiter.

Gute klassische Pressearbeit bei Messen/Events beinhaltet in der Regel neben der eigentlichen Pressearbeit vor Ort auch immer eine intensive Vor- und Nachbereitung. Pressekontakte müssen gepflegt werden, der Messeauftritt bzw. das Event muss mit Pressemitteilungen flankiert werden, häufig werden zudem auf Messen/Events Produktneuheiten vorgestellt, die zusätzlich – teilweise vertriebsunterstützend – “beworben” werden müssen. Sei es durch Werbeschaltungen, sei es durch PR-Arbeit.

Hinzu kommt, dass die Vor- und Nachbereitung auch im Internet stattfindet. Immer häufiger wird für jeden Messeauftritt eine eigene Seite – die gleichzeitig schon eine gute Landing Page mit Response-Elementen darstellt – auf der Homepage des Unternehmens erstellt, die Pressemitteilungen werden online distribuiert und auf der Webseite eingestellt, im Idealfall wird das sogar mit gezielten SEO-Maßnahmen flankiert.

Trotz des Aufwandes ist aber häufig “kein Geld mehr im Budget” für Google Adwords vorhanden. Aus Sicht von Görs Communications eindeutig ein Fehler: Rechnet man sämtliche Kosten zusammen, die ein Messeauftritt verursacht, ergibt sich in der Regel eine sehr hohe Summe. Natürlich muss die Standmiete, die klassischen Give-Aways, externe Dienstleister/Agenturen, die Manpower vor Ort einkalkuliert werden, aber auch der gesamte Arbeitsaufwand im Vorfeld der Messe bzw. des Events. Selbst “Kleinkram” wie Abstimmungen und Freigabeprozesse summieren sich am Ende zu einer beachtlichen Bindung von wertvoller Arbeitszeit.

Es geht nicht darum, bei Google Adwords sämtliche Geld-Schleusen zu öffnen, etwa indem man schlichtweg den Messenamen als Keyword verwendet und sämtliche Konkurrenten erbarmungslos überbietet. Sondern darum, dass man seine Keywords gezielt (und damit kostengünstig) setzt. Und da wundert man sich immer wieder, wie günstig man bei größeren Messen an Keywords wie “Presseinformationen” oder “Pressekonferenz” in Kombination mit dem Messenahmen kommt. Das gilt insbesondere für den B2B-Bereich, bei großen Publikumsmagneten wie der Cebit oder der ITB sieht das hingegen schon anders aus.

Der Grund hierfür ist denkbar simpel: Google Adwords arbeitet bekanntermaßen mit einem Auktionsverfahren. Die Werbeeinblendungen werden versteigert. Schläft die Konkurrenz (was im B2B-Bereich offensichtlich häufig vorkommt), dann sind die Keywords billig, setzen hingegen viele Unternehmen auf die selben Keywords – etwa “ITB” und “Presseinformationen” – wird’s teuer. Wichtig ist vor allem, dass man die “Sucher abgreift”, die spezifische Anfragen stellen, etwa über die Kombination mit bestimmten Produktgruppen, da diese “Sucher” besonders relevant sind.

Setzt man die niedrigen Google Adwords-Kosten nun in Relation zu den gesamten Messe-/Eventkosten, dann ergibt die Berücksichtigung im Gesamtbudget durchaus Sinn. Eine Maßnahme, die die klassische PR-Aktivität zwar nicht ersetzen, aber sehr gut flankieren kann. Selbst bei kleinen Events kann man zur Not noch immer auf die Pressemitteilung verlinken, statt eine Landing Page anzulegen. Bei größeren Events hingegen kann man die Landing Page zu einer digitalen Visitenkarte ausbauen, um schon im Vorfeld (und auch bei der Nachbereitung) potenzielle Käufer/Jounalisten/Multiplikatoren an sich zu binden. Im Zweifel ist es schlichtweg besser, die Schwäche der Konkurrenz bei Google Adwords auszunutzen, als der hunderste Messestand zu sein, der mit Give Aways um sich schmeißt – eine Priorisierung, die das Controlling sicher auch versteht (so es nicht im 20 Jahrhundert stehen geblieben ist).

 

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Mediaplanung 2016: Crossmedia-Mix macht’s

Bei den meisten Media- und Werbeagenturen sowie Unternehmen steht im letzten Quartal des Jahres die Budget- und Mediaplanung für das kommende Jahr auf dem Plan. Gibt’s Veränderungen im Budget, worauf soll sich im kommenden Jahr fokussiert werden, welche Kampagnen sollen gefahren werden?

Da das “Bauchgefühl” gerne überbewertet wird, sollte die Mediaplanung immer bei dem Ist-Zustand ansetzen. Welche Werbeschaltung war im laufenden Jahr besonders erfolgreich, welche Werbemaßnahmen haben gefloppt, welche Kampagne zeichnete sich im Kosten-Nutzen-Verhältnis wirklich aus? Natürlich lassen sich diese Fragen (insbesondere, wenn es um weiche Faktoren wie etwa dem Image geht) nicht hundertprozentig genau beantworten, aber eine möglichst präzise Aufstellung aller bisher Mediaschaltungen sollte immer die Basis für die Mediaplanung bilden. Gerade bei Online-Werbung haben sich die Auswertungsinstrumente unter dem Strich in den letzten Jahren deutlich verbessert, auch wenn die Botschaft längst noch nicht bei allen Fachmedien angekommen ist.

Eingetretene Pfade und Betriebsblindheit bei der Mediaplanung

Natürlich sollte die Auswertung der erfolgten Mediaschaltungen nur ein erster Schritt sein – viele Media- und Werbeagenturen belassen es jedoch dabei. Die Werbung im kommenden Jahr wird dort geschaltet, wo bereits im Vorjahr Erfolge erzielt wurden, ergänzt um einzelne Ideen (“… könnte man nicht auch bei XY schalten, ich habe gehört”). Das ist zwar verständlich, aber alles andere als optimal. Beschränkt ein Unternehmen sich nur auf erprobte Werbeplätze, ist es zwar halbwegs auf der sicheren Seite (da erprobt), es verschenkt jedoch enorme Potenziale, um Bekanntheit, Aufmerksamkeit und Umsatz zu erhöhen. Stattdessen sollte jedes Unternehmen, insbesondere, wenn es budgetbewusst handelt oder auch nur einen kleinen Werbebudget hat, beide Wege beschreiten. Also die erfolgreichen Mediaschaltungen weiterführen, aber gleichzeitig neue Wege ausprobieren – und das insbesondere im rasant wachsenden Online-Markt.

Print ist immer noch die Basis

Mediadaten Fachzeitschriften für B2B PR

Mediadaten Fachzeitschriften für B2B PR

Abgesänge auf die klassischen Printmedien (“totes Holz”) gibt es viele, de facto spielen jedoch insbesondere die Fachmedien im B2B-Bereich noch immer eine große Rolle. Unternehmen, die eine spitze Zielgruppe ansprechen wollen, kommen um die Fachblätter trotz veränderter Mediennutzung nicht herum, das Wälzen der Mediadaten samt TKP-Auswertung gehört auch 2015/2016 zum täglichen Geschäft. Und sei es nur, um durch vereinzelte Schaltungen den Kontakt zum Verlag nicht abbrechen zu lassen.

Das bedeutet aber nicht, dass Unternehmen im Print-Bereich einfach da weitermachen können, wo sie aufgehört haben. Die veränderte Mediennutzung hinterlässt schließlich auch bei den einzelnen Fachblättern ihre Spuren, einzelne Medien haben mit einem starken Rückgang der Leserzahlen zu kämpfen, der in der Mediaplanung natürlich berücksichtigt werden muss – Zeitschriften, die vor wenigen Jahren noch als “Platzhirsch” galten, sind heute unter ferner liefen. Eine genaue Kenntnis der Medienlandschaft ist hier natürlich hilfreich, ein Problem, das insbesondere kleine Unternehmen im Gegensatz zu den Agenturen nur schwer lösen können.

Generell sollte an der Print-Schaltung auch 2016 festgehalten werden, aber mit einem geringeren Budgetanteil – schließlich bietet der Online-Markt immer bessere (und günstigere!) Möglichkeiten für zielgerichtete Werbeschaltungen.

Print und Online verbinden

Unsere PR-Agentur in Hamburg hat die Erfahrung gemacht, dass die Fachzeitschriften (undvor allem deren Mediaberater) dem eigenen Online-Bereich eine unterschiedliche Bedeutung beimessen, die sich erheblich im Preis niederschlägt. Einige Verlage sehen im Online-Bereich die Zukunft, weshalb sie verstärkt auf Online-Werbung setzen, andere hängen noch immer in der guten alten Printwelt fest und behandeln die Online-Werbeplätze entsprechend stiefmütterlich. Eine gute Agentur setzt hier natürlich bei den Preisverhandlungen an. Die in den Mediadaten festgehaltenen Preise sind schließlich nicht in Stein gemeißelt, durch eine entsprechende Verhandlungsführung lassen sich die Preis häufig erheblich drücken (auch wenn sich viele Agenturen und Unternehmen dafür zu schade sind).

Insbesondere bei den Kombi-Angeboten aus Print und Online können bei den entsprechenden Verhandlungsführung enorme Preisnachlässe erzielt werden – je nach dem Stellenwert, den der Verlag und der Mediaberater des Verlages den einzelnen Werbeformen beimisst. Durch die Kombination von Print und Online lassen sich also deutliche Zugewinne erzielen, die sich in jeder Mediaplanung niederschlagen sollten – wer “noch” Print schaltet, sollte zumindest die dazugehörigen Online-Angebote des Verlages mitnehmen. Crossmedia macht den Unterschied, nicht nur bei den Inhalten, sondern vor allem auch beim Preis.

Online-Werbung: Erfahrung macht den Unterschied

Große Online-Portale oder Nachrichtenseiten bieten eine Vielzahl an Werbemöglichkeiten mitsamt umfangreichen Datenanalysen zu den einzelnen Werbeschaltungen – leider sind diese Seiten aufgrund des Streuverlustes für die meisten Unternehmen (zumindest im Immobilien- und Prozessindustrie-Bereich) nicht interessant. B2B-Kunden erreicht man hier kaum.

Bei den Online-Fachportalen hingegen gibt es mittlerweile auch eine Vielzahl an Werbemöglichkeiten, die dazu angebotene Datenanalyse lässt aber oft zu wünschen übrig. Und das aus zwei Gründen. Zum einen wollen viele Online-Angebote ihre Zahlen nicht herausrücken, da die Zugriffszahlen zu wünschen übrig lassen, zum anderen sind sie technisch häufig gar nicht in der Lage, die Daten zu erheben. Aus Sicht des Werbetreibenden ist dies natürlich ein Dilemma – wie lassen sich die schwarzen Schafe von den guten Werbemöglichkeiten unterscheiden? Ohne Erfahrung (und eigene Daten über den bisherigen Erfolg der einzelnen Werbeschaltungen!) muss man “auf gut Glück” schalten, was natürlich nicht Sinn oder Zweck einer vernünftigen Mediaplanung sein kann.

Unser Tipp: Beschränken Sie sich nicht auf gängige Online-Formate wie möglichst großflächige Banner, halten Sie gezielt nach attraktiven Nischen wie etwa Whitepaper Ausschau und verknüpfen Sie Paid-, Owned- und Earned-Media so gut es geht. Falls Sie die schwarzen Schafe nicht von den guten Werbemöglichkeiten unterscheiden können, können Sie uns auch jederzeit kontaktieren, wir helfen Ihnen dort gerne weiter.

Werbung bei Suchmaschinen im Budget berücksichtigen

Einen wichtigen Platz in der Mediaplanung eines jeden Unternehmens – also egal, ob Konsumgüterhersteller, B2B-Bereich oder auch der Immobilienbranche – sollte immer Google AdWords einnehmen. Mit der nötigen Erfahrung lassen sich über die Suchmaschinen-Werbung Ergebnisse erzielen, die im Preis-Leistungs-Verhältnis deutlich besser als andere Online-Werbemöglichkeiten sind. Deshalb sollte ein Teil des Werbebudgets immer für Google reserviert werden – der natürlich je nach Branche und Zielgruppe.

Zudem bietet Google mit AdWords das, was viele (kleine) Portale nicht bieten: Daten. Wer eine AdWords-Anzeige aufgibt, bezahlt erst dann, wenn ein Nutzer auf die Anzeige klickt – und nicht, wenn sie nur erscheint. Zudem lässt sich das eigene Budget, das man pro Tag für eine Anzeige ausgeben will, leicht eingrenzen. Ist dies verbraucht, wird die Anzeige nicht mehr ausgespielt. Das macht Google AdWords zu einem steuerbaren und sehr effizienten Instrument, ganz gleich, in welcher Branche.

Xing, Twitter & Co.: Social-Media-Werbung in die Mediaplanung aufnehmen

Last but not least sollte natürlich auch die Werbung in den sozialen Netzwerken in der Mediaplanung berücksichtigt werden. Nicht, “weil alle es machen”, sondern weil gezielte Social-Media-Werbung Sinn ergibt. Wobei die Betonung auf “gezielt” liegt. Bei welchem sozialen Netzwerk Werbung geschaltet wird, hängt natürlich von den Branche und der Anzeigenart ab – während Konsumgüterhersteller für ihre Image-Kampagnen vermutlich Facebook wählen, dürfte für die HR-Abteilung eines B2B-Unternehmens Werbung auf Xing deutlich interessanter sein. Außerdem gibt es ja auch noch die Werbeschaltungen auf Twitter; der Kurznachrichtendienst hat zwar deutlich weniger Nutzer als Facebook, aber eine deutlich interessantere Zielgruppe.

Auf mehreren Hochzeiten tanzen

Natürlich gibt es in der Mediaplanung 2016 noch viele weitere Werbe-Plattformen zu beachten, aber der Punkt, den wir mit diesem Blogbeitrag machen wollten, dürfte mittlerweile klar sein: Jede gute Mediaplanung muss mittlerweile diverse Kanäle abdecken. Von Print- über Online- und Suchmaschinenwerbung bis hin zu den Werbeschaltungen auf den beliebten Social-Media-Plattformen. Nicht, weil das Dabeisein alles ist, sondern um ein möglichst gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zu erzielen. Das ist zwar alles andere als bequem und erfordert Erfahrung, aber nichts ist schlimmer als sinnlos verbratenes Geld. Schließlich geht es um Bekanntheit, Aufmerksamkeit und Umsatz.

 

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Social-Media-Werbeschaltungen – Werbung auf Xing

Da immer mehr Unternehmen und PR- bzw. Werbe-Agenturen vermehrt auf  Werbeschaltungen bei den Social-Media-Plattformen setzen, stellen wir die einzelnen Dienste und die jeweiligen Werbemöglichkeiten hier im Blog von Görs Communications schrittweise vor. Nachdem wir bereits das Schalten von Werbung auf Twitter mit den sogenannten “Twitter-Ads” vorgestellt haben, möchten wir uns jetzt dem einzig wirklich erfolgreichen deutschen Social-Media-Plattform zuwenden: XING.

XING hat gegenüber anderen Netzwerken den großen Vorteil, dass hier Beruf und Karriere im Vordergrund stehen – und nicht Katzenbilder und witzige YouTube-Filme. Das macht das Netzwerk besonders interessant für den B2B-Bereich, mit XING-Werbung lassen sich sogar die Entscheider (verhältnismäßig) direkt ansprechen. XING bietet Werbekunden drei verschiedene Möglichkeite, Werbung zu schalten, “Anzeigen im XING-Layout”, “Display-Anzeigen” und “Exklusive Kooperationen”:

Werbung auf XING: "Anzeigen im XING-Layout", "Display-Anzeigen" und "Exklusive Kooperationen".

Werbung auf XING: “Anzeigen im XING-Layout”, “Display-Anzeigen” und “Exklusive Kooperationen”.

In unserem Beispiel werden wir uns auf die erste Option, also “Anzeigen im XING-Layout”, beschränken. Zum einen, weil wir die “Display-Anzeigen” bei XING bereits in einem älteren Post erklärt haben, zum anderen jedoch auch vor allem aus Budget-Gründen. Bei “Anzeigen im XING-Layout” ist es möglich, ab 2 Euro im Monat Werbung auf Xing zu schalten – weshalb die Option besonders interessant für kleine und mittlere Unternehmen beispielweise aus dem B2B-Bereich und der Immobilienbranche macht. Zudem raten wir den Kunden unserer Agentur immer, Werbeschaltungen auf Social-Media-Kanälen mit kleinen Budgets zu testen. Das Budget kann später schließlich immer noch (zusammen mit dem Feintuning) hochgefahren werden.

XING-Werbung für jedes Budget

Werbung auf XING schalten: Anzeigen im XING-Layout

Werbung auf XING schalten: Anzeigen im XING-Layout

Der Vorteil dieser Werbe-Option beschränkt sich jedoch nicht darauf, dass der Werbeschaltende bereits mit einem geringen Budget werben kann, sondern es bietet mehrere Optionen, durch die sich die Werbung sehr gut auf die unterschiedlichen Anforderungen zuschneiden lässt. XING ermöglicht es Werbetreibenden, “Ihr XING-Profil”, “Ihr Unternehmensprofil”, “Ihre Stellenanzeige”, “Ihre XING-Gruppe”, “Ihr XING-Event” und “Ihre Website” zu bewerben. Da die ersten Optionen vor allem interessant sind, um die eigene Präsenz auf XING zu steigern, fokussieren wir uns auf die letzte Option, das Bewerben einer Webseite. In unserem Beispiel http://www.goers-communications.de/:

Werbung auf Xing schalten: Webseite bewerben

Werbung auf XING schalten: Webseite bewerben

Hat der Werbetreibende die entsprechende Option ausgewählt, wird als erstes die Zielgruppe definiert – und das anhand von Region, Alter, Geschlecht, Karrierestufen und Branche. Bei der regionalen Eingrenzung lässt sich zwischen den deutschen Bundesländern sowie Österreich und Schweiz wählen. Da wir eine Hamburger PR-Agentur bewerben wollen, beschränken wir uns in diesem Beispiel auf Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Niedersachen. Also dem näheren Umkreis (und selbstverständlich ohne Österreich und die Schweiz):

Werbung auf Xing schalten: Zielgruppe nach Region eingrenzen

Werbung auf XING schalten: Zielgruppe nach Region eingrenzen

Weiter geht es mit dem Alter, dem Geschlecht und den sogenannten Karrierestufen. Beim Alter streuen wir mit 25 bis 65 Jahren vergleichweise breit (Entscheider ist meist älter), beim Geschlecht erscheint uns eine Auswahl in diesem Fall nicht interessant und bei den Karrierestufen wählen wir Manager, Direktor und Geschäftsführer; wir wenden uns also vor allem dem Führungspersonal zu:

Werbung auf XING schalten: Zielgruppe nach Alter, Geschlecht und Karrierestufe

Werbung auf XING schalten: Zielgruppe nach Alter, Geschlecht und Karrierestufe

Und als letzte Option bei der Definierung der Zielgruppe lässt sich noch die Branche festlegen, wobei die Auswahl aus unserer Sicht noch verbesserungswürdig ist, da die einzelnen Branchen nicht spezifisch genug sind. Für unser Beispiel – also dem Bewerben einer PR-Agentur aus Hamburg – haben wir Handel, Baugewerbe, Produktion und Industrie ausgewählt:

Werbung auf XING schalten: Zielgruppe nach Branche

Werbung auf XING schalten: Zielgruppe nach Branche

Mit unserer Auswahl erreichen wir nach XING-Angabe (“Potenzielle Reichweite ~ 15.000″) rund 15.000 Nutzer des Netzwerkes. Damit ist die Reichweite schon sehr gut eingegrenzt, der Streuverlust hält sich noch einigermaßen in Grenzen, während die Reichweite auch noch groß genug ist, dass keine überzogenen Preise gezahlt werden müssen.

Das Budget anpassen

Die Kosten bestimmen sich ähnlich wie bei Google Adwords nach dem Auktions-Prinzip. Es wird ein Gebot abgegeben, ist das Gebot höher als das von konkurrierenden Unternehmen oder Agenturen, wird die Werbung von XING geschaltet, wird es überboten, so erscheint die Anzeige nicht. Generell lässt sich sagen, dass bei einer großen Zielgruppe ein geringes Gebot ausreicht, während bei einer sehr kleinen Zielgruppe – gerade bei der Fokussierung auf Entscheider – ein vergleichsweise hohes Gebot abgegeben werden muss. Bei unserem Beispiel sieht es dann folgendermaßen aus:

Werbung auf XING schalten: Budget & Gebotskriterien

Werbung auf XING schalten: Budget & Gebotskriterien

Das Gesamtbudget beschränken wir zunächst auf 1.000 Euro, das Tagesbudget auf 18 Euro. Das ist natürlich ein vergleichsweise geringes Budget, das uns aber die Möglichkeit gibt, das Budget nach den ersten Erfolgen und Misserfolgen anzupassen. Danach folgt die Frage, ob nach “Bezahlung pro Klick” oder “Bezahlung pro 1.000 Einblendungen” abgerechnet werden soll. Wir haben uns für “Bezahlung pro Klick” entschieden, wobei auch hier ausprobiert werden sollte, was am effizientesten wirkt. Als Angebot schlägt XING “Empfehlung: 3,40 – 26,80 €” vor; wir werden es erst einmal mit 6 Euro versuchen, also im unteren Bereich der Preisspanne ansetzen. Den Zeitraum schließlich weiten wir bis zum Ende des Jahres aus. Das war’s beim Budget, mehr Angaben werden zunächst nicht benötigt, dafür sollte man hier nach ein paar Tagen (also mit den ersten Erfolgen und/oder Misserfolgen) beim Anpassen Arbeit investieren, da unnötig verschenktes Geld bekanntlich jeden schmerzt.

Das Aussehen der Anzeige anpassen

Schließlich muss die Anzeige noch optisch angepasst werden; im Besipiel beschränken wir uns auf die Essentials, also das Logo und den Inhalten PR, Content Marketing sowie Agentur und Hamburg. Da XING nach dem WYSIWYG-Prinzip arbeitet, kann man da wunderbar dran schrauben:

Werbung auf XING schalten: Aussehen der Anzeige anpassen

Werbung auf XING schalten: Aussehen der Anzeige anpassen

Damit ist die Werbung auf XING fertig, man muss nur noch die Abbuchungsdetails angeben und die Werbung geht online. Die Werbung ist recht schnell erstellt; hat man erst einmal ein paar Erfahrungen gesammelt, geht es wirklich flott. Wobei jedes Unternehmen und jede Agentur deutlich mehr Zeit für das Anpassen der Anzeige als für das erste Erstellen einplanen sollte, um eine möglichst gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zu erzielen.

Wo jedoch noch Verbesserungsbedarf (XING! Bitte mitschreiben!) besteht, ist bei der Abbuchung der Kosten. Leider ist es nicht möglich, dass die Rechnungen (wie etwa bei Facebook) automatisch und bequem über eine Kreditkarte abgebucht werden. Stattdessen muss bei XING jede Rechnung einzeln überwiesen werden, was die Buchhaltung der Unternehmen/Agenturen nicht gerade in Freude versetzt. Ein (Arbeits-)Mehraufwand, den man sich auch sparen kann.

Ist Werbung auf XING das Geld wert?

Auf die Frage, ob Werbung auf XING das Geld auch wirklich wert ist, gibt es leider nur eine einzige Antwort: Jein. Sinn und Unsinn einer jeden XING-Werbung hängt von individuellen Faktoren ab, wobei die Bestimmung der Zielgruppe vermutlich das wichtigste Kriterium ist. Ganz praktisch: 6 Euro pro Klick – wie bei unserem Beispiel – sind herausgeschmissenes Geld, wenn ein “Cut & Go”-Frisör neue Kundschaft sucht. Handelt es sich jedoch um ein B2B-Unternehmen (etwa im Maschinenbau), das die Zielgruppe genau eingrenzen kann, dann sind 6 Euro eine wirklich sinnvolle Investition.

Der beste Tipp: Einfach mit kleinem Budget testen, ob XING-Werbung den erhofften Erfolg bringt – bei Fragen können Sie uns gerne kontaktieren!

 

 

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Webperlen: Blogs, Content und eine umstrittene Werbeaktion

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • Warum sollte ich als Wissenschaftler/in bloggen?
  • Nutzer wollen Online-Videos – “Text-only”-Zeiten sind vorbei
  • Erfolgreicher Journalismus hängt nicht am Papier
  • Jede Zeitung braucht einen Nerd vom Dienst!
  • Das Fußball-Radio 90elf wird eingestampft
  • Von Love Brand vs. Tütensuppe bis Relevanz vor Reichweite
  • This is how I work
  • Bundestags-ePetition für den Erhalt der Netzneutralität gestartet
  • Sächsische Imagekampagne – Teurer Spaß ohne Spaß
  • Das Märchen vom guten Content
  • Video: Kleiner Fußballer ganz groß

In Amerika ist es gang und gäbe, selbst Nobelpreisträger wie Paul Krugman bloggen, aber in Deutschland machen Wissenschaftler noch einen großen Bogen um die Blogosphäre. Warum es dennoch für Wissenschaftler 10 gute Gründe gibt, mit dem Bloggen zu starten, führt das Redaktionsblatt auf:

Wir Menschen benötigen für unsere Arbeit einen Sinn. Die Sinnhaftigkeit erzeugt in uns die Energie, die wir benötigen, Aufgaben zuverlässig und mit einer positiven Stimmung anzugehen. Genauso ist es mit dem Bloggen. Worin liegt hier der Sinn? Der befürchtete Zeitaufwand – denn die Artikel fallen nicht fertig vom Himmel – muss sich für uns lohnen. Dieser Artikel möchte aufzeigen, welchen Sinn bloggen haben kann und auch welchen Nutzen ein Blogger aus seiner Tätigkeit ziehen kann.

Was für Content verlangt der durchschnittliche Internetuser? Im Auftrag der Nachrichtenagentur AP befragten GfK und Deloitte jeweils 1.500 Probanden in UK, Spanien und Deutschland über ihre Mediengewohnheiten. Das Ergebnis fiel recht eindeutig aus, Nutzer wollen Online-Videos – “Text-only”-Zeiten sind vorbei:

Besonders beliebt sind Videos bei Besitzern von Smartphones und Tablets: 77 Prozent der deutschen Tablet-Nutzer schauen Online-Videos. Je mehr iPhone, iPad & Co. also eine Rolle in unserem Leben übernehmen, desto relevanter wird es, Content in Form von Videos bereit zu stellen, der auf mobilen Geräten verfügbar ist.

“Bild”-Chefredakteur Kai Diekmann dürfte diese Entwicklung bekannt sein, nach seinem Jahr im Silicon Valley hat er sich einiges vorgenommen, um Deutschlands meistgelesene Boulevardzeitung fit für das digitale Zeitalter zu machen. Im Handelsblatt-Interview „Erfolgreicher Journalismus hängt nicht am Papier“ äußert er sich über seine Pläne:

„Bild“ steht der größte Umbau seit Jahrzehnten bevor. Chefredakteur Kai Diekmann will das publizistische Flaggschiff des Medienkonzerns Axel Springer den digitalen Herausforderungen journalistisch und personell anpassen. „Wir müssen alle journalistischen Herangehensweisen, Konzepte, Überzeugungen und Vorstellungen überprüfen“, sagte der 48-Jährige dem Handelsblatt. „Erfolgreicher Journalismus hängt zum Glück nicht am Papier. Die Zeitung heute ist ein sehr wichtiger Teil einer Marke, die sich neu erfinden muss, weil sich die alten Konzepte und Gewohnheiten ändern”, sagte Diekmann.

Apropos Zeitung der Zukunft: Das Medienmagazin fordert, dass jede Redaktion braucht einen Nerd vom Dienst braucht!

Jeder Redaktion braucht einen Nerd vom Dienst (NvD) – das zeigt eindrucksvoll ein Zeitungartikel des Münchener Merkurs. Von der Netzgemeinde gibt es viel Häme für einen Faux-pas, den sich die Zeitung geleistet hat. Dahinter steckt aber ein wirkliches Problem. Wir haben da einen Lösungsvorschlag.

Alles andere als eine gute Nachricht für Fußballfans, das Fußball-Radio 90elf wird eingestampft:

Es ist ein bitterer Abschied: Regiocast Digital hat sich dazu entschlossen, das Fußball-Radio 90elf zum Ende der Bundesliga-Saison einzustellen. Die Geschäftsführung des 90elf-Veranstalters teilte diese Entscheidung den Mitarbeitern am Dienstag auf einer Betriebsversammlung mit. Der Sender hatte kürzlich überraschend die Verwertungsrechte für Web und Mobile, die auch die 90-minütige Berichterstattung über jedes Einzelspiel ermöglichen, an den Konkurrenten Sport1 verloren.

90elf_Zwei

90elf: Noch wird auf der Webseite die Smartphone-App beworben.

Ein guter Rückblick auf den Digital Media & Marketing Summit 2013 in Hamburg findet sich im “Wissensucher”-Blog unter der Überschrift “Von Love Brand vs. Tütensuppe bis Relevanz vor Reichweite [#d2m13]“:

Im Bereich der digitalen Kommunikation und des Social Media Marketings passiert aktuell sehr viel. Neue Buzzwords poppen schneller auf, als die alten verblassen. Das mag den einen oder anderen stören, aber ändern lässt sich das vermutlich nicht mehr. Worum es bei all den neuen digitalen Säuen genau geht, war Gegenstand einer aus meiner Sicht sehr interessanten Veranstaltung: Geschätzt 120 Social Medianer trafen sich in Hamburg zum Digital Media & Marketing Summit 2013.

Dazu gibt es noch an anderer Stelle eine passende Grafik: This is how I work.

Da sich die Piraten derzeit doch eher mit Intrigen, Machtspielchen, Meinungsmache beschäftigen, wird der Protest gegen die Drossel-Pläne der Telekom (siehe hierzu auch diesen Eintrag hier im Blog) von anderen Akteuren getragen. Wie Tobias Gillen auf dem Basic-Thinking-Blog berichtet, gibt es nun auch eine ePetition für den Erhalt der Netzneutralität:

Noch bis zum 18. Juni 2013 kann die Petition mitgezeichnet werden. 50.000 Mitzeichner werden bis dahin benötigt, damit der Fall im Petitionsausschuss diskutiert werden und der Hauptpetent, Johannes Scheller, dort sein Anliegen vortragen kann. In den Kommentaren zur Petition wird schon über die Erfolgschancen diskutiert.

 

Wenig erfolgreich hört sich, zumindest wenn man der alternativen taz glauben kann, eine Werbekampagne des Landes Sachsen an, für die nicht weniger als 32 Millionen Euro (ein Werbe-Budget, von dem so manches Unternehmen nicht einmal träumen kann) ausgegeben werden soll. Teurer Spaß ohne Spaß:

Unter dem Slogan „So geht sächsisch“ setzt der Entwurf auf Negativabgrenzungen. So spielt „Kraft ohne Hannelore“ auf Nordrhein-Westfalen an, „Elbphilharmonie ohne Verstimmung“ auf Hamburg. Das Gemälde der Sixtinischen Madonna wird als „Madonna ohne Skandale“ präsentiert, und das Foto eines Tagebausees bei Leipzig ist als „Baden ohne Württemberg“ untertitelt.

Und als zweitletzte Webperle gibt einen Beitrag vom tagSEOBlog. Unter der Überschrift “Das Märchen vom guten Content” führt Martin Mißfeldt aus, was von Google als “guter Content” gewertet werden kann – und was eben nicht.

Google kann Qualität überhaupt nicht messen. Der Algorithmus wird immer darauf angewiesen sein, unterschiedliche Signal zu messen, zu vergleichen und zu gewichten. Es macht daher aus Seo-Sicht überhaupt keinen Sinn, sich hinter dem Begriff “guter Content” zu verstecken. Stattdessen sollte man besser wieder über die konkreten Signale nachdenken. Was können Signale sein, aus denen Google Qualität ableiten könnte?

Und zum Abschluss ein kleiner, wunderbarer YouTube Clip (via) über einen sehr kleinen Fußballer – und einfach großartigen Fans:

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Studie: Deutscher Werbemarkt 2012

Gestern hat das Informations- und Medienunternehmen Nielsen die Zahlen für den deutschen Werbemarkt 2012 vorgestellt. Insgesamt gibt es wenig Überraschungen, wobei man erwartet hätte, dass einzelne Kennziffern wegen der veränderten Mediennutzung deutlich stärker ausfallen würden. Laut Nielsen hat sich der Werbemarkt in Deutschland im vergangenen Jahr folgendermaßen entwickelt:

  • Der Bruttowerbemarkt in Deutschland ist 2012 insgesamt um 0,9 Prozent auf 26,2 Milliarden Euro gestiegen. Wenn man berücksichtigt, dass die Wirtschaft im gleichen Zeitraum nur um 0,7 Prozent gestiegen ist, dann ist der Zuwachs um 0,9 Prozent weder ein Grund zum Jubeln, noch ein Grund, das Ende der Werbewirtschaft herbeizureden – weshalb Nielsen den Werbemarkt insgesamt auch als “stabil” bezeichnet.
  • Am stärksten fiel das Wachstum im ersten Quartal 2012 aus, am schwächsten im dritten Quartal. Erfreulich: Die Werbeausgaben mit Bezug zu Weihnachten stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat im Dezember um 14,9 Prozent.
  • Wachstumsmotor war wie schon in den Vorjahren der Online-Werbemarkt, der mit einem zweistelligen Plus von 17,3 Prozent auf jetzt insgesamt 2,9 Milliarden Euro gewachsen ist. Zuwächse von 17,3 Prozent sind sicherlich beachtlich, aber wenn man berücksichtigt, welche Bedeutung das Internet mittlerweile in der Mediennutzung der Deutschen einnimmt, dann sind 2,9 Milliarden vom Gesamtkuchen 26,2 Milliarden doch eher wenig. Angesichts des Nachholbedarfs hätte man durchaus auch höhere Zuwächse erwarten können.
  • Für Smartphone-Werbung wurden nur 55,8 Millionen Euro ausgegeben. Da die Smartphone-Dichte in den letzten Jahren rasant gewachsen ist – 2012 machten die Smartphones in Deutschland rund 50 Prozent aller Mobiltelefone aus, Tendenz steigend – und die mobilen Alleskönner kaum noch aus dem Alltag wegzudenken sind, ist die Summe von 55,8 Millionen mehr als enttäuschend.
  • Das Sorgenkind bleiben die Printmedien, die einen Rückgang der Einnahmen von 5,4 Prozent hinnehmen mussten. Am stärksten wurden die Zeitungen mit einem Minus von 6,6 Prozent getroffen, die Publikumszeitschriften verloren 4,3 Prozent und am stabilsten zeigten sich noch die Fachzeitschriften, bei denen das Minus bei 0,7 Prozent lag. Da das Thema Zeitungssterben 2012 ständig in den Medien präsent war, hätte man durchaus noch schlimmere Zahlen erwartet.
  • Fernsehen und Radio konnten trotz des Internets noch Zuwächse (2,0 und 6,1 Prozent) erzielen, mit 11,3 Milliarden Euro sicherte sich das Fernsehen auch traditionell wieder das größte Stück vom Werbekuchen.
  • Totgesagte leben länger: Die Kinowirtschaft konnte die Bruttowerbeerlöse um satte 10,5 Prozent steigern.

Da die Bundesregierung die Wachstumsprognose für 2013 auf 0,5 Prozent gekürzt hat, dürften die Werbeumsätze 2013 aller Wahrscheinlichkeit nach auf dem Niveau von 2012 verharren. Die Frage wird auf jeden Fall sein, ob die knappen Budgets dazu führen werden, dass massiv ins Internet umgeschichtet werden, und ob die Rückgänge im Printgeschäft 2013 auch die Fachzeitschriften – also das klassische B2B-Geschäft – erfassen werden. Ein Thema, mit dem Görs Communications sich auch in den kommenden Monaten hier auf dem Blog beschäftigen wird.

 

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