12. May 2021

Webperlen: German Angst, das Marktvolumen von Amazon und Microsofts Neugier

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • Anti-AdblockPlus-Kampagne ging nach hinten los
  • Die German Angst vor Dauerüberwachung ist wieder da
  • Datenbrillen finden schon vor Markteinführung Interesse
  • Soziale Netzwerke in Deutschland weiterhin unbeliebter als im Rest von Europa
  • Leistungsschutzrecht tritt am 01.08.2013 in Kraft
  • Google+ erhält ein neues Layout
  • Amazon kontrolliert drei Viertel des Online-Buchhandels
  • Microsoft liest bei Skype-Nachrichten mit

Zunächst ein Nachtrag zu unseren Blogbeiträgen über die Anti-Adblock-Kampagne der Verlage. Auf BASIC thinking findet sich unter der etwas irritierenden Überschrift „Anti-AdblockPlus-Kampagne ging nach hinten los“ ein guter Artikel, der das Dilemma der Verlage ohne den sonst gerne üblichen Schaum vor’m Mund beleuchtet:

Allerdings könnte man darüber nachdenken, ob unter der Schirmherrschaft des Online-Vermarkterkreises im Bundesverband der Digitalen Wirtschaft bestimmte Werbeprofile definiert werden. Manche User wollen überhaupt keine Werbung, manche nur Text-Ads, andere können Display-Ads noch verschmerzen. Wenn der User bei der Installation von AdblockPlus gefragt wird, mit welchem Profil er surfen möchte, könnten alle davon profitieren. Eine Garantie darauf gibt es allerdings nicht.

Deutlich polemischer dagegen ist ein Artikel auf The European, der sich mit der hiesigen (Un)Sitte beschäftigt, erst einmal nur die Risiken, und nicht die Chancen zu sehen. Unter „Von wegen Glassholes: Die German Angst vor Dauerüberwachung ist wieder da“ schreibt der Autor Gunnar Sohn:

Führte das Street-View-Projekt von Google zu höchst bizarren Abwehrkämpfen von Hausfassaden, Gartenzwergen im Vorgarten und Verpixelungs-Initiativen zur Unkenntlichmachung von Jägerzäunen, wird die Brillenvariante zu einem noch größeren Sturm der Empörung beitragen: Schlagzeilen wie „Stasi-Brille belästigt Otto Normalverbraucher“ oder „Spionage-Spielzeug für Stalker und Spanner“ sind vorprogrammiert.

Dabei besteht durchaus eine Nachfrage nach Google Glass, wie der Branchenverband BITKOM jetzt ermittelt hat, finden die Datenbrillen schon vor der Einführung hierzulande Interesse:

In einer repräsentativen Umfrage des Hightech-Verbands BITKOM äußert jeder fünfte Bundesbürger (20 Prozent) sein Interesse an einem solchen Gerät, das aktuelle Informationen wie E-Mails oder Navigationshinweise direkt ins Sichtfeld einblendet und erlaubt, Fotos und Videos aus dem Blickwinkel des Trägers aufzunehmen. Dabei sind sich knapp 7 Prozent schon jetzt sicher, dass sie eine Datenbrille nutzen werden, rund jeder achte Befragte (13 Prozent) kann es sich vorstellen. Jeder Dritte (35 Prozent) ist hingegen skeptisch und will eher keine Datenbrille tragen, ein weiteres Drittel der Befragten will um die neuen Geräte einen großen Bogen machen (37 Prozent).

Und eine weitere Studie zur Nutzung von Twitter, Facebook & Co. Laut dem Marktforschungshaus eMarketer sind soziale Netzwerke in Deutschland weiterhin unbeliebter als im Rest von Europa:

Demnach loggten sich im vergangenen Jahr nur knapp 36 Prozent aller Online-Nutzer mindestens einmal pro Monat bei sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter ein.

Dagegen ist in Ländern wie den Niederlanden oder Norwegen ist die entsprechende Rate mit 65 Prozent beinahe doppelt so hoch.

Vor Monaten war das Leistungsschutzrecht noch das große Thema im Netz, jetzt interessiert es kaum noch einen, obwohl das Leistungsschutzrecht am 01.08.2013 in Kraft tritt:

Das Urheberrechtsänderungsgesetz durch das ein Leistungsschutzrecht für Presserzeugnisse eingeführt wird, wurde gestern im Bundesgesetzblatt verkündet und tritt am 1. August in Kraft.

Eine Reaktion auf die verhaltene Nutzung? Google+ erhält ein neues Layout:

Google wird auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz I/O am heutigen Mittwoch ein umfangreiches Update fuer sein soziales Netzwerk Google+ vorstellen, welches nicht nur das Layout optimiert, sondern auch eine verbesserte Usability erzeugen soll. Der Hangout Messenger wird dazu noch mit einer neuen Groupchat-Funktion versehen.

Eine beängstigende Marktmacht, laut dem Verband der Versandbuchhändler kontrolliert Amazon drei Viertel des Online-Buchhandels:

Anknüpfend an die buchreport-Schätzung (hier mehr) taxiert der Verband den Buchumsatz von Amazon im vergangenen Jahr auf 1,6 Mrd Euro (Gesamtumsatz von amazon.de: 6,5 Mrd Euro). Dies ergibt laut Verband einen Anteil am gesamten Online-Buchhandel von 74%.

Auch ein anderer Branchenriese macht Schlagzeilen, wenn auch negative. Laut dem Focus liest Microsoft bei Skype-Nachrichten mit:

Wer das Programm Skype von Microsoft zum Chatten nutzt, muss sein Einverständnis geben, dass Microsoft alles lesen darf. Ein Sicherheitsportal hat nun Hinweise, dass der Computerriese diese Erlaubnis auch tatsächlich nutzt.

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

Webperlen: Google+/FB-Neuerung, SEO & Spam, Tablets schlagen Smartphones und Google greift Amazon an

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • Überraschende Neuerungen bei Google+ Profilseiten
  • Google leitet Picasa Web Albums auf Google+ Photos um
  • Facebook testet neue Share Funktion
  • Wie Googles Mitarbeiter Spam bekämpfen
  • 10 Thesen zur Zukunft des Online-Marketing
  • Google Shopping Express: Google plant amazon Prime-Konkurrenz
  • Musikstreaming: YouTube plant kostenlosen Spotify-Konkurrenten
  • US-Studie: Twitter hat eine eigene Meinung
  • Tablets überholen Smartphones

Bei Facebook hätte es einen riesen Aufschrei gegeben, bei Google+ interessiert ausschließlich die Profis: Google hat ohne Zeit mit Ankündigungen zu verlieren die Göße des Headerbildes verändert:

GooglePlus

Darüber, wie man das Headerbild am besten anpasst, klärt Martin Mißfeldt unter der Überschrift „Überraschende Neuerungen bei Google+ Profilseiten“ auf:

Das gewaltige Headerbild muss kann nun im Format 16:9 vorliegen […], zum Beispiel 1920 x 1080 Pixel. Die maximale Auflösung beträgt wohl 2120 x 1192 Pixel. Man sollte darauf achten, dass sich die Position der Elemente etwas verschoben hat. Das Bild skaliert sich in Abhängigkeit zur Browser-Auflösung dynamisch in die vorliegende Breite ein (die mobil-Ansicht habe ich noch nicht getestet). Im unteren Bereich, dort, wo die Info-Elemente sitzen, wird das Bild fließend etwas abgedunkelt.

Apropos Google und Google+: Der Suchmaschinenkonzern hat schon länger die Lust an seinem Dienst Picasa Web Albums verloren, jetzt will er offensichtlich zwei Fliegen mit einer Klatsche schlagen und die Nutzer von Picasa zu dem immer stärker gepushten Google+ zu lotsen. Google leitet Picasa Web Albums auf Google+ Photos um:

Google versucht offenkundig, Nutzer von Picasa Web Albums auf Google+ Photos umzuziehen. Der unabhängige Blog Google Operating System berichtet, dass das Unternehmen neuerdings Aufrufe von picasaweb.google.com auf den Fotodienst seines Sozialen Netzes umlenkt. Wer die Web-Alben von Picasa tatsächlich besuchen möchte, muss die URL picasaweb.google.com/lh/myphotos?noredirect=1 nutzen.

Facebook, bei den sozialen Netzwerken (zumindest von der Masse her) noch immer das Maß aller Dinge, schraubt weiter munter an Design und Funktionen herum. Als nächstes steht eine überarbeitete Share-Funktion an, allfacebook.de weiß unter „Facebook testet neue Share Funktion“ folgendes zu berichten:

Anstatt dass die Auswahl, wo etwas geteilt werden soll in einem Dropdown Menü hinterlegt ist, gibt es nun alle fünf Möglichkeiten auf einen Blick. Es sind keine hinzugekommen und keine verloren gegangen.

Das dürfte vor allem für SMM-Interessierte: Schlechtes SEO zieht so manche Webseite nach unten, neben den Algorithmen setzt Google in immer stärkerem Maße auf manuelle Eingriffe, um den schwarzen Schafen das Geschäft zu vermiesen:

Wo die Betreiber der Suchmaschine Google früher stets beteuert haben, niemals manuell in das Ranking der Ergebnisse einzugreifen, scheint dieses mittlerweile Gang und Gebe zu sein. Googles oberster Spam-Fighter Matt Cutts erklärt in seinem neuen Webmaster Help Video, wie genau und unter welchen Umständen einzelne Webseiten als Spam klassifiziert bzw. aus dem Index entfernt werden.

Die wichtigen Punkte hierzu werden auf dem Blog von SEO-united unter „Wie Googles Mitarbeiter Spam bekämpfen“ aufgeführt.

Eine mehr als gruselige Vorstellung für alle Onlinevergleichsportale:

Ob Unterhaltungselektronik, Flüge oder Hotels: noch sind Preissuchmaschinen der unterschiedlichsten Produktkategorien große Werbungtreibende auf der Google-Suche. Nach und nach wird Google aber besser als diese Spezialisten und liefert nicht mehr Clicks aus seinen Suchergebnissen, sondern sehr qualifizierte Leads – entweder an die Aggregatoren oder direkt an die bislang nachgelagerten Shops.

So Ralf Scharnhorst in seinen 10 Thesen zur Zukunft des Online-Marketing, die er zur derzeit stattfindenden Cebit aufgestellt hat. Dass das alles andere als weltfremde Spinnereien sind, unterfüttert das GoogleWatchBlog, anscheinend nimmt es der Suchmaschinenkonzern jetzt sogar mit Amazon auf:

Im letzten Jahr hat Google einige Investitionen in Richtung eCommerce getan: Es wurde BufferBox (Paketboxen), Channel Intelligence (Referal-Systeme), Incentive Targeting (Coupons) und einige weitere kleine Anbieter übernommen. Außerdem wurde Google Shopping relauncht und das Google Trusted Store Badge eingeführt. Aus all diesen Puzzleteilen könnte nun schon bald die erwartete offene Versandplattform werden.

Mehr hierzu findet sich unter „Google Shopping Express: Google plant Amazon Prime-Konkurrenz„.

Wie die Konzernmutter (Google), so auch die Tochter (YouTube): Statt nur die eigenen Funktionen zu verbessern, werden die Geschäftsbereiche immer weiter ausgeweitet. Angst vor etablierten Wettbewerbern hat man dabei offensichtlich nicht, jetzt greift YouTube Spotify an, unter „Musikstreaming: YouTube plant kostenlosen Spotify-Konkurrenten“ erfährt man folgendes:

Laut dem Bericht soll man den Dienst kostenlos nutzen können, er wird wie YouTube selbst im Wesentlichen über Werbung refinanziert. Es soll aber auch eine Bezahlvariante geben, mit der man die Werbung los wird und eventuell weitere Features bekommt. Fortune beruft sich auf anonyme Informanten aus der Musikindustrie und von Google. Ein Sprecher von YouTube wollte den Bericht nicht bestätigen, erklärte aber vielsagend, dass sich einige Inhalteanbieter von einem Abomodell zusätzlich zur Werbung mehr Einnahmen versprechen.

Dass der Durchschnitts-Twitteruser nicht dem Durchschnittsamerikaner entspricht, dürfte angesichts der unterschiedlichen Demographie eigentlich klar sein. Trotzdem werden Meinungsbilder von Twitter gerne 1 zu 1 auf die (politische) Öffentlichkeit übertragen, was ebenfalls ein Fehler ist, wie Robert Vossen unter „US-Studie: Twitter hat eine eigene Meinung“ berichtet:

Wie das ziemlich anerkannte Pew Research Center herausgefunden hat, weicht die Meinung auf Twitter zum Teil stark von der öffentlichen Meinung ab, die sich aus traditionellen Umfragen ergibt. […]

Dabei zeigte sich, dass die Twitter-User sich häufig deutlich liberaler zeigten und linksorientierter sind als der Durchschnittsamerikaner. Der Grund: Twitter-User sind jünger und wählen tendenziell demokratisch und sind somit nicht repräsentativ für die USA.

Von welchen Geräten wird auf’s Web zugegriffen? Laut Tablets überholen Smartphones hängt Deutschland anderen westlichen Ländern in der Benutzung von Smartphones und Tablets weiter hinterher, während Großbritannien bei den Tablets einen Anteil von 12,2 Prozent erreicht, sind es in Deutschland nicht einmal halb so viele Prozentpunkte:

5,7 Prozent des Zugriffe auf die Websites stammen von den etwa neun Millionen Tablets in Deutschland, 4,3 Prozent von den 30 Millionen Smartphones. In allen untersuchten Ländern hat sich der Tablet-Traffic in den vergangenen zwölf Monaten verdoppelt. Wichtig ist auch hier zu wissen: Auf Tablets ist der Anteil der Browser-Nutzung weit höher als auf den Smartphones, auf denen die Apps wichtiger sind.

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

Webperlen: Klout-Alternativen, Google(+), Lumia 520 & 720 und der E-Book-Markt

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • Neuer Influencer-Score: 8 Klout-Alternativen
  • Koalition will Google-Steuer durchs Parlament peitschen
  • Google+: 7 Tipps, um die Kreise besser zu verwalten
  • Android: Google ist besorgt über die Dominanz von Samsung
  • Nokia stellt Lumia 520 und 720 vor
  • Anita Zielina wechselt als Managing Editor Online zum Stern
  • Neue Mega-Allianz im deutschen E-Book-Markt?
  • Catcontent, Geburtstagsausgabe

Ein Online-Dienst, um den selbst die bildungsbürgerliche ZEIT nicht herum kommt: Klout. Im vergangen Jahr hat die Hamburger Wochenzeitung den Dienst ausführlich beschrieben, für Klout-Unkundige noch immer ein guter Einstieg ins Thema:

Wenn Matthias Mehner nach neuen Kollegen sucht, bedient er sich nackter Zahlen. Das an sich ist noch nicht ungewöhnlich: Die Abiturnote, der Intelligenzquotient oder die Punktzahl im Test eines Assessment-Centers bilden schon lange ein engmaschiges Netz, mit dem Personaljäger aus dem Strom der Bewerber nur die lohnende Beute zur näheren Betrachtung herausfischen. Bloß wissen viele der potenziellen Kandidaten gar nicht, dass sie längst nach einem neuen Kriterium bewertet werden. Einem, das Leute wie Mehner ohne ihr Zutun einsehen können: »Alles ab 40 ist okay«, sagt er. Mit 35 hätten Bewerber vielleicht noch eine Chance, ab 60 habe man den Job dagegen so gut wie sicher. »Dann hat eine Meinung im Internet richtig Gewicht«, sagt Mehner.

»Klout-Score« heißt die Größe, die in der Onlinewelt inzwischen zum Standard gehört und gerade in Mehners Branche eine immer größere Bedeutung gewinnt.

Den ganzen Artikel findet man auf ZEIT ONLINE unter „Klout-Score – Der gläserne Bewerber„.

Aber Klout war von Anfang an alles andere als unumstritten. Zum einen bekamen Datenschützer arge Bauchschmerzen, wenn sie daran dachten, dass Klout auch die Daten von Nutzern erfasst, die bei dem Dienst nicht angemeldet sind, zum anderen ist die Klout-Score extrem intransparent und häufig nicht nachzuvollziehen. Christian Mueller von der Karriere Bibel hat sich deshalb die Mühe gemacht, acht Alternativen zu Klout vorzustellen:

Bei unserer Auswahl haben wir uns bewusst auf – zumindest in der Basis-Version – kostenlose Angebote konzentriert. Die vorgestellten Dienste ermöglichen – wie der Klout-Score – den Vergleich verschiedener Accounts und Personen. Auf kostenpflichtige Lösungen und reine Monitoring-Tools haben wir bewusst verzichtet.

Und zwar sind dies Booshaka, How Sociable, Peerindex, Trustcloud, Tweet Grader, Tweetreach, Tweet Level und Twitter Score. Die Aufstellung samt Vor- und Nachteilen findet sich unter „Neuer Influencer-Score: 8 Klout-Alternativen„.

Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Ende ohne Schrecken? Schon am Freitag soll der Bundestag das umstrittene Leistungsschutzrecht absegnen, SPIEGEL ONLINE weiß folgendes zu berichten:

Der entsprechende Tagesordnungspunkt wurde am Nachmittag auf die Agenda der laufenden Sitzungswoche gehievt. Demnach werden die Abgeordneten am Freitagmorgen um 9 Uhr den Gesetzentwurf final beraten und darüber abstimmen.
Der Termin kommt überraschend, da selbst Vertreter der schwarz-gelben Regierungskoalition zuletzt erhebliche Bedenken gegen die geplante Google-Steuer angemeldet hatten.

Ebenfalls auf SPIEGEL ONLINE kommentiert Sascha Lobo das Leistungsschutzrecht, sein Urteil fällt eher vernichtend aus: Die Eigentorheit der Verlage.

Trotz steigender Nutzerzahlen erfreut sich Google+ in Deutschland noch immer nicht annährend der Beliebtheit von Twitter und Facebook. Manchmal hat man sogar das Gefühl, dass sich da nur Social Media-Berater und Karteileichen herumtreiben. Einer der Gründe hierfür mag sein, dass viele Funktionen trotz der Schlichtheit des Google+-Designs nicht bekannt sind, als äußerst nützlich dürften sich diese 7 Tipps, um die Kreise besser zu verwalten erweisen:

Im Netz finden sich zahlreiche Tipps und Tricks zur besseren Verwaltung von Google+ Kreisen. Doch unabhängig davon welchem Grundkonzept ihr folgt: Diese sieben Tipps sorgen in eurem Google+ Stream für Übersichtlichkeit. Sie vermitteln die absoluten Grundlagen und helfen trotz kontinuierlich wachsender Einkreisungen auf Google+ den Überblick zu behalten.

Apropos Google: Der Siegeszug vom eigenen Smartphone-Betriebssystem Android verursacht dem Suchmaschinenkonzern offenbar Bauchschmerzen. Genauer: Der Siegeszug der Smartpones von Samsung, Google fürchtet mittlerweile die Marktmarkt des Smartphoneherstellers:

Die Koreaner haben mittlerweile einen Marktanteil von 40% am weltweiten Smartphone-Markt und auch wenn die Konkurrenz (HTC, Sony) derzeit wie Phoenix aus der Asche aufzuerstehen scheint, zeichnet sich ein Ende dieses Trends derzeit nicht ab. Googles Android-Betriebssystem wird dadurch zunehmend abhängig von Samsung – und das will Google um jeden Preis verhindern.

Mehr unter Android: Google ist besorgt über die Dominanz von Samsung. Derweil stellt Nokia Lumia 520 und 720 vor, um im viel zu lang vernachlässigten Smartphone-Markt längst verlorenen Boden wiedergutzumachen:

Als neues Einstiegsmodell fungiert ab sofort das Lumia 520 zum Endpreis von 199 Euro. In die Mittelklasse schiebt Nokia zudem das Lumia 720 für 379 Euro. Anders als das – von Jürgen nicht ganz zu Unrecht einst als Totgeburt bezeichnete – Lumia 610 ist das ab dem zweiten Quartal erhältliche Lumia 520 aber keine Ansammlung von Komponenten, die man noch irgendwo in einer dunklen Ecke im Lager gefunden hat.

So Christian Wolf auf BASIC thinking unter der Überschrift Nokia stellt Lumia 520 und 720 vor – einmal überfällig, einmal überflüssig.

Online Kompetenz aus dem Ausland: Wie der österreichische Standard meldet, verliert die Zeitung die stellvertretende Chefredakteurin von DER STANDARD und derStandard.at, Anita Zielina, an den Spiegel:

Anita Zielina, stellvertretende Chefredakteurin von DER STANDARD und derStandard.at, zieht es an den Hamburger Baumwall. Die 32-Jährige wird beim „Stern“ Managing Editor für den Bereich Online. Zielina soll als „herausragende Onlinestrategin“ den Online-Auftritt weiterentwickeln, erklärt Chefredakteur Dominik Wichmann.

Ein Umbruch steht vermutlich auch in der E-Book-Branche an. Statt Amazon immer nur hinterherzurennen, wollen Thalia, Weltbild/Hugendubel, die Deutsche Telekom sowie Bertelsmann offenbar eine Kooperation im E-Book-Bereich vorstellen:

Am kommenden Freitag (01. März) sitzen in der Hauptstadt-Repräsentanz der Deutschen Telekom drei Männer und zwei Frau an einem Tisch, die sich gewöhnlich im harten Wettbewerb zueinander befinden. Thalia-Chef Michael Busch, Weltbild-Chef Carel Halff und Hugendubel-Chefin Nina Hugendubel (beide DBH), Club-Bertelsmann-Programmchefin Anita Offel-Grohmann und Thomas Kiessling, CIO der deutschen Telekom, wollen den eingeladenen Journalisten „aktuelle Neuigkeiten” im Bereich digitales Lesen präsentieren.

Mehr unter: Neue Mega-Allianz im deutschen E-Book-Markt?

Außerdem wird der Catcontent des Tages von Johnny Cash (26. Februar 1932 – 12. September 2003) präsentiert:

 

 

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Webperlen: Bilder, Grafiken, Amazon und Meteoriten

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • Siegerbilder vom World Press Photo Award 2013
  • 50 Years Ago: The World in 1963
  • Infografik Geschichte der Kommunikation von 6000 vor Christi bis heute
  • Amazon im Shitstorm
  • US-Studie: Amazon überholt Apple beim Ansehen
  • Verwaltungsgericht gibt Eilanträgen von Facebook statt
  • Faszinierende Videos vom Meteoritenniedergang über dem Ural
  • Eichhörnchen

Am Freitag ist der World Press Photo Award zum 56. Mal vergeben worden, laut Spiegel Online ist das „der international wichtigste Preis für Pressefotografie und der weltgrößte Wettbewerb seiner Art.“ Natürlich haben fast alle deutsche Nachrichtenseiten Klickstrecken mit den Siegerfotos aufgelegt, aber am besten ist doch noch immer das Original. Auf www.worldpressphoto.org/awards/2013 findet man alle Siegerfotos – Aha-Momente garantiert!

Und wo wir schon bei den Bildern sind, hat der Atlantic hat eine wundebare Sammlung von Schwarz-Weiß-Bildern zusammengestellt: 50 Years Ago: The World in 1963.

Ebenfalls beeindruckend ist die Infografik von der Geschichte der Kommunikation von 6000 vor Christi bis heute, die Michael Kroker von der Wirtschaftswoche bei Mikogo entdeckt hat:

Los geht’s im Jahr 6000 vor Christi mit Trommeln im alten Afrika über das herkömmliche Postwesen, das um 500 vor Christi von Persien aus die Welt eroberte. Die ersten Brieftaubensysteme datieren demnach auf das 12. Jahrhundert in Ägypten – und noch im zweiten Weltkrieg setzten die Briten auf die gefiederten Postboten.

… und irgendwann begann dann der Siegeszug von Twitter, Facebook und den Smartphones. Die Grafik findet man hier: Infografik von der Geschichte der Kommunikation von 6000 vor Christi bis heute.

Auf Twitter und Facebook stürmt dagegen momentan ein „Shitstorm“ wegen den Arbeitsbedingungen bei Amazon, die Süddeutsche Zeitung weiß folgendes zu berichten:

Ekelerregend, menschenverachtend, unglaublich – das sind drei Worte aus mehreren Tausend Kommentaren, die am Donnerstagmittag auf der Facebook-Seite der deutschen Niederlassung von Amazon zu finden waren. Eigentlich hatte der Onlinehändler dort zu einem Gewinnspiel geladen. Doch gaben die Kunden dort gleich Anweisungen, wie man sein Amazon-Konto löscht. Eine ARD-Dokumentation über Leiharbeiter hatte einen wahren Sturm der Entrüstung ausgelöst.

Die Verantwortlichen für die Amazon-Facebook-Seite haben derzeit vermutlich einen der schlimmsten Jobs des Landes, die Hintergründe erfährt man unter Amazon im Shitstorm.

Das sind sicher alles andere als gute Nachrichten, die Kommunikation bei Amazon hätte sicher auch besser laufen können, aber das Unternehmen wird den Shitstorm sicher aussitzen können, da Amazon in letzter Zeit ziemliche Erfolgsmeldungen verkünden konnte. Laut einer US-Studie überholt Amazon jetzt sogar Apple beim Ansehen:

Harris Interactive hat in den USA unter 14.000 Konsumenten eine Umfrage durchgeführt, um die Frage zu klären, welches Unternehmen das höchste Ansehen hat. Mit knappem Vorsprung liegt Amazon auf Platz 1, dicht gefolgt von Apple. Auf den weiteren Plätzen landen Unternehmen wie Disney oder Coca Cola.

Ein Sieg für Facebook, eine Niederlage für die Datenschützer aus Schleswig-Holstein: Das Schleswig-Holsteinische Verwaltungsgericht hat am Donnerstag entschieden, dass Facebook durchaus das Recht hat, Nutzerkonten zu sperren, wenn die Nutzer falsche Angaben über ihren Namen und/oder den Geburtstag gemacht haben:

Facebook verlangt von seinen Nutzern, dass sie bei ihrer Registrierung ihre wahren Daten (Vorname, Nachname, E-Mail-Adresse, Geschlecht und Geburtsdatum) angeben. Bei Benutzern, welche ein Konto erhalten hatten und bei der Registrierung nicht ihre korrekten Namen angegeben haben, sperrt Facebook deren Konten und macht die Entsperrung von der Vorlage der Kopie eines amtlichen Lichtbildausweises zur Identifizierung abhängig.

Vermutlich ist dort das letzte Wort auch noch nicht gesprochen worden, aber das Urteil zeigt deutlich, dass die Gerichte im Zweifel eher zugunsten der Vertragsfreiheit plädieren. Mehr darüber auf der Webseite von Schleswig-Holstein unter Verwaltungsgericht gibt Eilanträgen von Facebook statt.

Wem die x-te Auflage von Datenschützer vs. Facebook zu dröge ist, der sollte einen Blick auf die ScienceBlogs werfen. Dort werden faszinierende Videos vom Meteoritenniedergang über dem Ural vorgestellt; ein Absatz hat es jedoch aus ganz anderen Gründen in sich:

Update I: Das im Blogpost ursprünglich verlinkte Video wurde tatsächlich schon innerhalb einer Stunde von einem GEMA-Bot gesperrt, da im Autoradio des Fahrzeugs, aus dem die Aufnahmen gemacht wurden, offenbar GEMA-geschützte Musik lief. Unfassbar – Videoaufzeichnungen eines historischen astronomischen Ereignisses sind innerhalb von Stunden in der ganzen Welt verfügbar – nur in Deutschland müssen wir dank GEMA leider darauf verzichten.

Gema

Und zum Abschluss des Blog-Beitrages ein Link zu einem Eichhörnchen, das den gesamten #Catcontent in den Schatten stellt: >Klick<

 

 

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

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