13/11/2019

Sinn und Unsinn von kostenlosen Stellenanzeigen- und Kleinanzeigenmärkten (Teil 3)

Im ersten Teil von Sinn und Unsinn von kostenlosen Stellenanzeigen- und Kleinanzeigenmärkten haben wir von Görs Communications hier im Blog die Frage aufgeworfen, ob es Sinn ergibt, die Stellenanzeigen- und Kleinanzeigenmärkte im Internet zu Kommunikationszwecken zu benutzen. Genauer: Ob es sinnvoll ist, diese Internetseiten zu nutzen, um Backlinks und Traffic sowie eine größere Bekanntheit und ein besseres Image zu schaffen.

Im zweiten Teil der Serie haben wir den Aspekt aus SEO- und Traffic-Sicht betrachtet und sind dabei zu einem durchwachsenen Fazit gekommen – ja, man kann die kostenlosen Portale nutzen, um das Suchmaschinenranking und den Traffic zu verbessern, aber der Nutzen ist begrenzt. Im dritten Teil der Mini-Serie wollen wir nun Stellenanzeigen- und Kleinanzeigenmärkte dahingehend betrachten, ob sie sich eignen, um die Bekanntheit und das Image zu verbessern.

Bekanntheitssteigerungen und Imagepflege durch kostenlose Stellenanzeigen- und Kleinanzeigenmärkte?

Um es kurz zu machen: Ja, man kann über Stellenanzeigen- und Kleinanzeigenmärkte die eigene Bekanntheit steigern. Über beide Plattformen können Menschen erstmalig von Ihrem Unternehmen oder ihrer Organisation etwas erfahren. Insbesondere bei Unternehmen, die noch relativ klein und unbekannt sind, dürfte der Effekt naturgemäß am größten sein, da der Anteil der Nutzer von Stellenanzeigen- und Kleinanzeigenmärkten, der noch nie etwas von dem Unternehmen gehört hat, ebenfalls am größten ist.

Durch eine Kleinanzeige in einem Kleinanzeigenmarkt oder eine Stellenanzeige in einem Stellenanzeigenportal “stolpern” Nutzer über Ihr Unternehmen, sind die Anzeigen auch noch entsprechend gut formuliert, dürften sie sogar einen guten Eindruck hinterlassen. Andererseits ist es insbesondere bei den Kleinanzeigenmärkten nur ein sehr kurzer Augenblick, in dem der “Kontakt” besteht, die Nutzer überfliegen häufig etliche Kleinanzeigen und werfen nur einen sehr kurzen Blick auf die einzelnen Anzeigen. Das bedeutet, dass diese zwar eventuell erstmalig von Ihrem Unternehmen erfahren, aber viel mehr auch nicht, selbst der Name dürfte nach wenigen Minuten schon verblassen. Der Impact auf den einzelnen Nutzer ist also sehr gering.

Noch beschränkter ist der Nutzen der Kleinanzeigenmärkte, wenn man diese zur Imagepflege nutzen will. Das Umfeld ist alles andere als attraktiv, außerdem lassen sich in einer Kleinanzeige kaum Inhalte unterbringen, die das Image des Unternehmens oder der Organisation nachhaltig verbessern. Der Impact ist also äußerst gering, gerade wenn man klassische Pressearbeit als Vergleich heranzieht.

Etwas besser sieht es da schon bei den Stellenanzeigen aus. Natürlich “durchkämmen” die Nutzer dieser Portale auch etliche Anzeigen, aber die Konzentration dürfte deutlich höher sein. Außerdem bietet eine Stellenanzeige deutlich mehr Möglichkeiten, sein Unternehmen positiv zu beschreiben, der Fokus beim Leser ist zudem deutlich stärker auf das Unternehmen ausgerichtet, als es bei Kleinanzeigen der Fall ist. Der Nachteil von Stellenanzeigen ist jedoch, dass die Klickzahlen geringer als bei den Kleinanzeigen ausfallen, da die Zielgruppe durch die Art des Stellenangebotes stark eingeschränkt ist.

Insgesamt fällt der Nutzen von Stellenanzeigen- und Kleinanzeigenmärkten aus PR- und Image-Sicht eher bescheiden aus. Die Portale kosten zwar nichts, der Arbeitsaufwand ist auch überschaubar, aber der Impact eben auch. An dieser Stelle sollte man sich überlegen, ob man den Arbeitsaufwand nicht lieber nutzt, um die klassische Pressearbeit zu verbessern bzw. die Online-Verteilung der Pressemitteilungen zu optimieren, da der Nutzen dort wesentlich höher ausfallen dürfte.

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

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