17/11/2019

Webperlen: Der Postillon, Monitoring-Tools, Flickr mit Hashtags und ein Smartphone im Kochtopf

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • Der Postillon über das Ende vom Google Reader
  • Kostenlose Social-Media-Monitoring-Tools
  • Profilbild-Vorlagen für alle wichtigen sozialen Netzwerke
  • Twitter als Nachrichteninstrument: Deutschland ist Schlusslicht
  • Flickr führt Hashtags ein
  • Google Keep: Evernote-Konkurrent von Google zeigt sich
  • Legacy Media – analoger Wein in digitalen Schläuchen
  • Exklusive Qatar-Dream-Football-League-Geschichte war exklusiv erfunden
  • Sony Xperia Z überlebt auch den Kochtopf (Video)

Jetzt greift auch die Satire-Seite Der Postillon das Ende vom Google Reader auf, unter “Google stellt Suchmaschine zum 1. Juli 2013 ein” heißt es:

Mountain View (dpo) – Das Unternehmen Google hat angekündigt, zum 1. Juli 2013 die inzwischen nur noch stiefmütterlich geführte Suchmaschine gleichen Namens abzuschalten. Im Zuge des jährlichen Frühjahrsputzes (“spring cleaning”) kündigte der Konzern in einem offiziellen Blog-Beitrag an, sich künftig auf wichtigere Produkte wie nerdige Brillen, selbstlenkende Autos, ein kaum genutztes soziales Netzwerk und sprechende Schuhe konzentrieren zu wollen.

Eine ziemlich Fleißarbeit, von der aber alle profitieren können, die sich professionell mit dem Thema Social Media beschäftigen. Onlinemarketing Praxis hat eine Aufstellung von allen praktischen und kostenlosen Diensten gemacht, die einem beim Social-Media-Monitoring nützlich sein könnten. Neben bekannten Diensten wie Topsy, Klout und hootsuite sind in dem Beitrag “Kostenlose Social-Media-Monitoring-Tools” auch etliche Tools genannt, die einem wenig sagen, die man aber trotzdem – oder gerade deshalb – ruhig mal ausprobieren sollte:

Beim Social-Media-Monitoring werden soziale Medien nach Informationen und Nutzerprofilen durchsucht, die für ein Unternehmen relevant sind. Zum Einstieg ins Social-Media-Monitoring bieten sich kostenlose Social-Media-Monitoring-Tools an. Markus Mattscheck hat hier eine Auswahl an Tools für unterschiedliche soziale Medien und für verschiedene Einsatzzwecke zusammgengestellt.

Wo wir schon bei praktischen Diensten für Social Media sind: t3n stellt den Social Media Image Maker vor, ein kostenloser Webdienst, der das Erstellen von Pfofilbildern deutlich erleichtert:

Er bietet Vorlagen für alle wichtigen sozialen Netzwerke – darunter Facebook, Google+ und YouTube. Unterstützt werden auch weniger oft benutzte Portale wie Gravatar, Slideshare und About.me. Nutzer können das Bild nach Belieben beschneiden und drehen, mit 14 Filtern den passenden Look verleihen und Details wie Schärfe und Rauschen bestimmen.

Mehr auf t3n unter “Profilbild-Vorlagen für alle wichtigen sozialen Netzwerke“.

Jede Menge #Catcontent und anderer witziger Kram, aber kaum Verweise auf Nachrichtenseiten. Laut einer Studie sind deutsche Nachrichtenseiten bei Twitter massiv unterrepräsentiert, was aber auch mit der stiefmütterlichen Behandlung des Kurznachrichtendienstes durch eben jene Nachrichtenseiten zu tun haben könnte:

Eine Spitzenposition hat Deutschland nur in einem Kriterium: dem Einsatz automatisierter News Feeds wie Twitterfeed, die keine oder nur eine geringe Interaktion mit dem User erfordern. Diese automatisierten Linkschleudern sind sonst nur noch in Brasilien so beliebt. Einen deutlichen geringeren Wert weist Deutschland im Einsatz mobiler Twitter-Anwendungen auf.

Mehr in dem Focus-Artikel “Twitter als Nachrichteninstrument: Deutschland ist Schlusslicht“.

Wie sehr die verschiedenen Social Media-Plattformen voneinander abschauen, wird mal wieder unter Beweis gestellt. Flickr, ehemals der Platzhirsch bei den Bilder-Diensten, übernimmt jetzt auch Hashtags, eine “Innovation”, die bei Instagram und Twitter abgeschaut wurde:

Die neue Version 2.11.820 von Flickrs iOS-App für das iPhone führt nun auch Hashtags überall dort ein, wo Text eingegeben werden darf, also zum Beispiel im Titel. Diese speziellen Schlagwörter mit der Raute am Anfang (zum Beispiel #berlin) führen beim Anklicken eine systemweite Suche bei Flickr aus, was besonders bei mobilen Anwendungen den Vorteil hat, dass der Anwender keine Texte mehr eintippen muss, um gleichartig verschlagwortete Inhalte zu finden.

golem.de titelt dementsprechend auch gleich “Instagram als Vorbild: Flickr führt Hashtags ein“. Außerdem hat Google offenbar eine Antwort auf Evernote gefunden, erste Screenshots sieht man unter “Google Keep: Evernote-Konkurrent von Google zeigt sich“.

Ein weiterer guter Artikel zur Zukunft des Journalismus im digitalen Zeitalter: Im Artikel “Legacy Media – analoger Wein in digitalen Schläuchen” wird sich mit der Frage auseinandergesetzt, ob es ausreicht, den (alten) Printjournlaismus einfach nur ins Netz zu übertragen. Die Antwort lautet, kaum verwunderlich, nein:

Wir optimieren die Verbreitungswege, kümmern uns aber nicht genug um die Inhalte. Vieles von dem, was wir (jetzt über Dutzende Kanäle) aussenden, ist lieblos aus irgendwelchen Agenturen zusammenkopiert und mit einem 0815-Schmuckbild versehen. Solche Inhalte versenden sich in der Regel – ob im Fernsehen oder bei Facebook, spielt am Ende keine Rolle. Analoger Wein in digitalen Schläuchen.

Hoax

Wie man es auf keinen Fall machen soll, hat jetzt die doch altehrwürdige The Times vorgemacht. Das bitische Blatt hat einen vermeintlichen Scoop gebracht, der sich kurze Zeit später als absolute Luftnummer entpuppte:

Vier Tage hat es gedauert. Es brauchte einen kleinen Shitstorm auf Twitter und wenige hartnäckige Blogger, um die vermeintliche Exklusivgeschichte der Londoner Times als das zu entlarven, was sie ist:
Bullshit.

Die Chronologie und die unterirdische Krisenkommunikation kann auf “The Times: Exklusive Qatar-Dream-Football-League-Geschichte war exklusiv erfunden” nachgelesen werden.

Es klappt, aber trotzdem sollte man es nach Meinung vom Görs Communications Blog tunlichst nicht selbst ausprobieren. Das neue Smartphone von Sony im Stresstest (via):

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

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