02/07/2016

Webperlen: Springer im 21. Jahrhundert, Aktuelle Social Media Zahlen 2013 und Krisenmanagement

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • Axel Springer: Die Welt, ein großes Experiment
  • Social Media Zahlen 2013 für Xing, Linkedin, Pinterest, Facebook, Google+ und Twitter
  • Videotelefonie wird Standard
  • Chrome for Android hat nur 3 Prozent Marktanteil
  • Infografik: Die 200 Ranking-Faktoren von Google
  • Beobachtungen der Woche
  • Krisenmanagement auf Facebook – Taco Bell kämpft um Wiedergutmachung
  • PC-Hersteller schlagen zurück
  • Ich will keinen Medientrailerpark, ich will ein mediales Schlaraffenland

Ist das der Journalismus im 21. Jahrhundert? Wie Newsroom.de unter “Axel Springer: Die Welt, ein großes Experiment” berichtet, krempelt Springer nicht nur die Inhalte und die Form der Zeitungen bzw. Onlineangebote um, sondern zieht eröffnet einen völlig neuen Newsroom.

Die Ullstein-Halle, die im Jahr 2004 eingeweiht wurde und in der seitdem viele legendäre Springerfeten und glamouröse Feste (B.Z.-Kulturpreis, Die Goldene Kamera) bis in den frühen Morgen gefeiert wurden, wird das neue journalistische Zentrum von Axel Springer, die Herzkammer der journalistischen Aktiengesellschaft soll hier schlagen und im ganzen Haus zu hören sein. Auf fast 1000 Quadratmetern werden dann mindestens 100 Journalisten der überregionalen Redaktion zusammenarbeiten, weitere Redakteure sollen in “unmittelbarer Nähe” arbeiten, bestätigte eine Sprecherin von Axel Springer Newsroom.de-Informationen.

Zahlen, Zahlen, Zahlen. Unter “Social Media Zahlen 2013” erfährt man, wie sich die sozialen Netzwerke entwickelt haben. Twitter hat sich demnach folgendermaßen entwickelt:

- Weltweit gibt es ca. 500 Mio Twitterkonten (Stand: Juli 2012)
- 200 Mio monatlich aktive Nutzer (Stand: Dez. 2012)
- Deutschsprachige Twitterkonten gibt es 825.000 (Quelle: Webevangelisten)

Und weiter mit den Statistiken. Wie BITKOM berichtet, wird Videotelefonie zunehmend Standard:

Videotelefonie setzt sich allmählich durch. Fast jeder dritte Internetnutzer (31 Prozent) nutzt die entsprechenden Angebote von Skype, Facebook, Google, Apple und Co. Das sind 17 Millionen Bundesbürger, also jeder vierte (24 Prozent) aller Personen ab 14 Jahre. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbandes BITKOM. Anfang 2011 waren es noch 7 Millionen.

Eine Zahl, die Google sicher nicht erfreuen wird. Trotz der (extrem) starken Stellung, die der Suchmaschinengigant im Internet und auf den Smartphones hat, hat Chrome for Android nur 3 Prozent Marktanteil:

Auch wenn weltweit längst mehr Android- als iOS-Smartphones genutzt werden, sieht diese Statistik bei den Online-Browsern aktuell noch ganz anders aus: Apples Safari-Browser kommt auf satte 60% Marktanteil und hält den zweitplatzierten Android Browser mit “nur” 20% Marktanteil noch locker auf Abstand. Den dritten Platz belegt der Opera Mini mit einem Marktanteil von gut 10%.

Eine Grafik, die einmal mehr verdeutlicht, dass SEO mehr ist, als nur Links zu generieren. Die 200 Ranking-Faktoren von Google:

Die passende Infografik zu Deans Liste haben wir auf dem searchenginejournal gefunden. Dankeswerterweise wurden die Faktoren der Übersichtlichkeit wegen in zehn Bereiche unterteilt. Als da wären: Domain Factors, Page Factors, Site Factors, Backlink Factors, User Interaction, Special Algorithm Rules, Social Signals, Brand Signals, On-Site Webspam Factors, Off-Page Webspam Factors.

In SEO-Kreisen hat das Penguin 2.0 Update in den vergangenen Wochen für ziemliche Aufregung gesort, die sich aber nun langsam legt, wie man den “Beobachtungen der Woche” entnehmen kann:

Das Penguin 2.0 Update ist durch. Wirklich riesig war es nicht. Wer Links disavowed hatte, ohne einen Reinclusion Request zu stellen, dessen Disavow-Anordnung wurde anscheinend mit Pinguin 2.0 erst vollzogen. Dazu gibt es einen super Artikel zum Disavow Tool bei Moz. Leider denken immer noch die meisten, dass Pinguin etwas mit gekauften Links zu tun hätte.

Krisenkommunikation im 21. Jahrhundert, ein guter Beitrag darüber, wie Taco Bell auf Facebook um Wiedergutmachung kämpft:

Aktuell befindet sich Taco Bell in einer Situation, die sich kein Unternehmen wünscht. Nicht nur Facebook, sondern Twitter, viele Blogs und Nachrichtenportale zeigen ein Foto eines Mitarbeiters, welcher mehrere Tacos mit der Zunge ableckt.

Und eine weitere Alternative für den Google Reader. RSS-Reader Feedly öffnet sich für Dritt-Apps:

Das heißt, man muss nicht mehr die Feedly-App nutzen, man kann später seinen bisherigen RSS-Client nutzen. Die Feedly-Macher haben im Hintergrund bereits mit den Machern beliebter Apps wie Reeder, Press, Nextgen Reader, Newsify und gReader gearbeitet. Das sind definitiv großartige News.

Das Rennen zwischen Tablet- und PC-Herstellern kennt einen Sieger, den Verbraucher, die PC-Hersteller schlagen zurück:

Durch mobile Geräte in die Defensive gedrängte Computerhersteller und ihre Partner planen die Gegenoffensive. Die Waffen der PC-Bauer: Niedrigere Preise und ein geringerer Energieverbrauch. [...] Die Branche will das Geld von Konsumenten zurückgewinnen, in dem sie Eigenschaften von Smartphones und Tablets kopiert, für die Verbraucher zunehmend Geld ausgeben.

Und zum Abschluss der Webschau in diesem Blog gibt es noch einen Verweis auf einen sehr subjektiven, aber trotzdem äußerst lesenswerten Beitrag zur Zukunft der Medien:

Theoretisch könnten mir die “alten” Medien immer mehr egal werden, schließlich finde ich genug Substition in Blogs, internationalen Online-Medien und dank meiner diversen Timelines, die immer wieder feine Sachen heranspülen.

Praktisch bin ich aber traurig, dass es nicht noch mehr Angebote gibt und dass so viele Medienschaffende nicht die Chancen am Schopfe packen, die sich gerade ergeben.

Den ganzen Beitrag findet man unter “Ich will keinen Medientrailerpark, ich will ein mediales Schlaraffenland“.

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