14/10/2019

Webperlen: Nikolaus Blome, warum Twitter immer stabiler wird und Print mit Zukunft

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • “Bild”-Vize wird “Spiegel”-Vize: Wolfgang Büchner holt Nikolaus Blome
  • Mimimi mit Memes: Rechtliche Probleme mit viralen Witzen im Netz
  • OER-Studie: Urheberrecht ist keine Hürde für mehr offene Bildungsmaterialien
  • So deaktiviert man jede Werbung auf YouTube
  • Essl-Kurator Hoffer über eine von Facebook-Fans kuratierte Ausstellung
  • New Tweets per second record, and how!
  • Twitter und Politik – eine erfolgreiche Koalition
  • Wie gedruckte Magazine auch in Zukunft erfolgreich sein können

Der Personalumbau beim Hamburger Nachrichtenmagazin Spiegel geht weiter: Wie der Mediendienst kressreport berichtet, hat der designierte Chefredakteur Wolfgang Büchner jetzt Nikolaus Blome von der Bildzeitung an Land gezogen:

Nach mittlerweile offiziell bestätigten kress-Infos verlässt Blome die Boulevardzeitung und wird im Dezember stellvertretender “Spiegel”-Chefredakteur sowie Leiter des Hauptstadtbüros.

Für den spektakulären Transfer dürfte Wolfgang Büchner verantwortlich sein, der designierte Chefredakteur des Nachrichtenmagazins.

Dass das Urheberrecht auch in den sozialen Netzwerken gilt, sollte eigentlich bekannt sein. Dass das auch für Memes gilt, ist vielen Deutschen jedoch nicht bewusst, t3n erklärt daher in “Mimimi mit Memes: Rechtliche Probleme mit viralen Witzen im Netz” die Rechtslage:

Während man in den 90ern noch einen Raab benötigte, um Kurioses in Massenphänomene zu verwandeln, werden in Zeiten von Social Media unfreiwillige Stars durch Meme gekürt. Welche rechtlichen Fallstricke dabei auftauchen können, skizziert Markus Kompa.

Dafür stellt das Urheberrecht jetzt keine Hürde für mehr offene Bildungsmaterialien dar:

Offene Lehr- und Lernmaterialien können schon jetzt auf der Basis des geltenden Urheberrechts umgesetzt werden, neue gesetzliche Regelungen sind für diesen Zweck nicht nötig. Das ist eines der Ergebnisse der Studie „Open Educational Resources (OER), Open Content und Urheberrecht”. Till Kreutzer von iRights.Law hat sie im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erstellt.

Auf der gleichen Internetseite – also t3n – wird zudem erklärt, wie man YouTube erfolgreich von jeglicher Werbung befreit:

Wer kennt das nicht? Man findet einen vielversprechenden Link zu einem Video, klickt auf Play und bekommt zuerst einmal Werbung auf YouTube präsentiert. Mit Hilfe eines einfachen Kniffs, kann man aber derzeit alle Werbung auf YouTube deaktivieren.

Das soziale Medien jedoch nicht nur für Memes und lustige Videos taugen, stellt das Essl Museums bei Wien unter Beweis. In Monopol, dem Magazin für Kunst und Leben, ist jetzt ein Interview mit dem Essl-Kurator Hoffer erschienen, in der er u.a. über eine von Facebook-Fans kuratierte Ausstellung berichtet:

Welches Konzept steht hinter der Ausstellung “Like It”?
Aus einem Pool von 100 Arbeiten aus insgesamt 7000 Sammlungswerken wird zehn Tage lang gevotet. Da 7000 Stücke zu viel gewesen wären, haben wir gesagt: Werke von Künstlern unter 40 Jahren, die in den letzten Jahren eingekauft worden sind. Am Schluss werden die Favoriten der Facebook-Fans im Essl Museum ausgestellt.

Kann man sich auf die Kunstexpertise eines Facebook-Fans verlassen?
Nein. Das ist ein Wagnis.

twitterzh

Früher gehörte er zu Twitter einfach dazu, der sogenannte “fail whale”, den man immer dann sah, wenn Twitter gerade abgestürzt war. Heute dagegen funktioniert Twitter erstaunlich stabil, und das trotz ständig neuer Rekorde, warum dem so ist, erklärt Twitter in dem Blogeintrag “New Tweets per second record, and how!“:

After that experience, we determined we needed to step back. We then determined we needed to re-architect the site to support the continued growth of Twitter and to keep it running smoothly. Since then we’ve worked hard to make sure that the service is resilient to the world’s impulses. We’re now able to withstand events like Castle in the Sky viewings, the Super Bowl, and the global New Year’s Eve celebration.

Der deutsche Ableger von Twitter startet derweil eine Discover-Page und einen extra Account zur Bundestagswahl:

Damit Ihr keine Informationen rund um die Bundestagswahl 2013 verpasst und immer auf dem Laufenden seid, haben wir einige Extras für Euch zusammengestellt. Einen Überblick zur Bundestagswahl 2013 auf Twitter findet ihr auf unserer extra eingerichteten Discover-Page
Hier findet Ihr die wichtigsten Accounts aller Bundestagsparteien und Verlinkungen zu Kandidaten und und Abgeordnetenlisten. Außerdem bietet die Discover Page einen Überblick der Akteure aus TV, Print und Online. Zudem starten wir extra zur Wahl einen neuen Twitter-Account: @twitter_politik. Auf diesem Account werden Best-Practice-Beispiele sowie Hinweise zu interessanten Aktionen und Entwicklungen rund um die Wahl kommuniziert.

Und zum Abschluss der Webschau wieder ein Debattenbeitrag zur Zukunft des Journalismus im Medienwandel, Luca Caracciolo zeigt auf, wie gedruckte Magazine auch in Zukunft erfolgreich sein können:

Print lebt und wird auch in Zukunft ein Medium sein, das mit journalistischen Inhalten bedruckt wird. Die Branche verändert sich aufgrund des Webs stark, klar. Traditionsreiche Publikationen und Verlage geraten ins Wanken, müssen sich neu aufstellen. Aber deshalb die Print-Branche für tot zu erklären, ist Unsinn.

 

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

Trackbacks

  1. [...] on the bright side: Während es ansonsten vor allem jede Menge Häme über das Hickhack rund um die Verpflichtung von Nikolaus Blome gab, kann der Cicero dem Streit beim SPIEGEL auch positive Seiten [...]

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