01/07/2016

Webperlen: Kunst per “Gefällt mir”-Klick, Netz & Journalismus und WordPress 3.7

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • “Like it” im Essl-Museum bei Wien: Kunst per “Gefällt mir”-Klick
  • Nicht das Netz gefährdet den Journalismus, sondern die Arroganz der Macher
  • WordPress 3.7 „Basie“ ist fertig
  • Google Standortverlauf: Hier sehen Android-Nutzer zurückgelegte Strecken
  • Techcrunch-Gründer: “Google sollte Twitter vor dem Börsengang kaufen”
  • LinkedIn: Unterschätzter Gigant

Kunst per “Gefällt mir”: Das österreichische Essl-Museum hat ein spannendes Experiment gewagt:

Was passiert, wenn ein Museum seine Facebook-Fans bestimmen lässt, was in die nächste Ausstellung kommt? Das Essl-Museum in Klosterneuburg bei Wien hat diesen Versuch gewagt – und wurde von den Ergebnissen teilweise überrascht.

Und ein weiterer Debattenbeitrag zur Zukunft des Journalismus. Florian Blaschke meint, dass nicht das Netz den Journalismus gefährdet, sondern vor allem die Arroganz der Macher die eigentliche Gefahr darstellt:

Dieses Elite-Denken, diese Arroganz, ist im Journalismus über Jahrhunderte zementiert worden und entsprechend schwer aus den Köpfen herauszubekommen. Dabei gäbe es genügend Vorbilder außerhalb der Branche – in der Startup-Szene etwa. Flache Hierarchien, der weitgehende Verzicht auf Bürokratie, das Erkennen von Fehlern als Chance und Türöffner und vor allem das Vertrauen in die Fähigkeiten des Teams erfordern zwar Mut, oft aber zahlt der sich aus.

Eine gute Nachricht für viele Blogger: Die neueste WordPress-Version 3.7 „Basie“ ist jetzt endlich fertig:

WordPress 3.7 „Basie“ wurde veröffentlicht! Diese Version ist dem Jazz-Pianisten Count Basie gewidmet. Die offiziellen deutsch- und englischsprachigen Ausgaben findet ihr auf der Download-Seite. Auch die deutschsprachige Version, die über die automatische Aktualisierung ausgeliefert wird, ist ab sofort verfügbar.

Da wird so manch einer erstaunt sein: mobiFlip.de erklärt, wie Android-Nutzer ihre zurückgelegte Strecken auswerten können:

In einer Karte eingezeichnet und mit Entfernungsdaten versehen, wird einem dabei schon mal etwas mulmig, zumal die wenigsten wirklich jeden Hinweis bei der Einrichtung eines Android-Gerätes durchlesen dürften. Der durchschnittliche Techblog-Leser weiß sicher wie der Hase läuft, alle anderen auch?

Und noch ein spannender Beitrag zu Google, Michael Arrington, der Gründer und frühere Chefredakteur von Techcrunch, empfiehlt dem Suchmaschinenkonzern, Twitter noch vor dem Börsengang zu kaufen:

Der Techcrunch-Gründer rät Google zu einer schnellen Übernahme von Twitter. Google+ habe zwar hohe Nutzerzahlen, aber Google dränge jedem einen Account auf und Twitter würde viel intensiver genutzt. Die Twitter-Aktie sei zudem billig.

Weltweit eine große Nummer, in Deutschland dank Xing eher mittelmäßig: LinkedIn. Martin Weigert, leitender Redakteur von netzwertig.com, sieht in dem Unternehmen einen schlafenden Giganten, der über enormes Potenzial verfügt:

Manche Webunternehmen entwickeln sich zu Giganten, indem sie alles um sich herum niederwalzen, Nutzer magnetisch anziehen und ihre Expansion mit hochtrabenden Visionen garnieren. Facebook fällt in diese Kategorie. Eine andere Art von Onlinedienst dagegen wächst langsamer, schleicht sich regelrecht heran und sorgt dafür, dass die in Wirklichkeit nicht minder ambitionierten Ziele erst sukzessive zu Tage treten. LinkedIn ist ein derartiger Kandidat.

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