25/09/2016

Webperlen: Ein Social Media Junkie packt aus, Zeitungen verlieren weiter Auflage und der Google-Friedhof

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • Ein Social Media Junkie packt aus
  • Zeitungen verlieren weiter Auflage
  • Der Google-Friedhof: Alle jemals beerdigten Produkte des Internet-Giganten
  • “So bloggt Deutschland”: Umfrage mit 2.344 Bloggern gibt Einblicke in die deutsche Blogosphäre
  • Und jetzt noch mal auf Deutsch
  • Das Ende von Apple – wie wir es kennen
  • 5 Tell-Tale Signs That You Don’t Have A Social Media Strategy
  • Neuigkeiten von Google Books: Buchverleih kommt, Einschränkungen für Erotik

Da sich so ziemlich die gesamte Blogosphäre um Snowden, NSA & Co. dreht, machen wir hier im Blog einen großen Bogen um das Thema und berichten lieber, was es sonst noch für Lesenswerte Artikel und Blogposts gibt.

Angefangen mit “Ein Social Media Junkie packt aus: Ich muss abschalten, um abzuschalten” bei der die Autorin ihren digitalen Alltag beschreibt:

Täglich twitterte ich. Schaute bei Facebook, was meine Freunde und Kollegen machen. Kommentierte dies und das. Teilte Interessantes und Inspirierendes. Schrieb ein Blog. Kuratierte Fotos bei Pinterest und Instagram. Auch bei Xing schaute ich ab und zu vorbei. Alles gerne zwischendurch, auch von unterwegs. Morgens, mittags, abends.

Auch wenn nicht jeder so stark online ist, wie die obige Autorin, so ist der digitale Wandel nicht aufzuhalten. Besonders schmerzlich müssen das die Zeitungsverleger spüren, die Zeitungen verlieren weiter Auflage:

Das Jahr 2012 sei im Stammgeschäft nicht erfreulich gewesen, erklärte der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) am Dienstag in Berlin. Die Tages- und Wochenzeitungen verloren knapp 4 Prozent ihrer Auflage, die nun bei täglich im Durchschnitt 22,23 Millionen Exemplaren liege.

Die vollständigen Zahlen der Zeitungsverleger finden sich übrigens hier. Und wo wir beim unabwendbaren Wandel sind, ein Verweis auf eine (sehr gute) Infografik über den Google-Friedhof mit allen jemals beerdigten Produkte des Internet-Giganten:

Das amerikanische Online-Marketing-Unternehmen WordStream hat in einer Infografik ebenjenen Google-Friedhof aller jemals eingestellten Produkte des Internet-Giganten zusammengestellt: Angefangen bei Google Answers, eingestellt bereits im Dezember 2006, über den sagenumwobenen sozialen Dienst Google Buzz, beerdigt Ende 2011, bis eben zum Google Reader.

Apropos gestorben: Seit Jahren wird lamentiert, dass Twitter, Facebook & Co. dem klassischen Blogging den Todesstoß versetzen würden. Dass dem nicht so ist, zeigt “So bloggt Deutschland” – Umfrage mit 2.344 Bloggern gibt Einblicke in die deutsche Blogosphäre:

Hingegen kaum erstaunlich: Fast jeder fünfte Blogger arbeitet als Journalist; 15,1 Prozent haben zumindest eine journalistische Ausbildung. Die große Masse ist zudem davon überzeugt, dass Blogs in Zukunft eine größere Rolle in der Medienlandschaft spielen werden – ein Ziel, das auch Initiativen wie Blognetz verfolgen.

Was den durchschnittlichen Blogger jedoch vom Feuilletonisten unterscheidet, ist seine Sprache. Der Blogger will verstanden werden, was man von den Feuilletonisten nicht immer behaupten kann, unter “Und jetzt noch mal auf Deutsch” findet sich eine wunderbare Polemik:

Gewisse Kultur-Redaktoren unterstreichen ihre intellektuelle Brillanz gerne durch eine besonders gewählte, syntaktisch komplizierte und mit Fremdwörtern durchsetzte Sprache. Bei genauer Betrachtung bekommt man allerdings oft den Eindruck, dass dieser prätentiöse Stil bloss dem Kaschieren des schwachen Inhalts dient. Oder nach Karl Kraus: «Keinen Gedanken haben und ihn ausdrücken können: Das macht den Journalisten.»

Außerdem gibt es im Focus eine Prognose, die wir von Görs Communications für doch eher gewagt halten. Unter “Das Ende von Apple – wie wir es kennen” wird argumentiert, dass der Druck von Google mittlerweile so groß ist, dass Apple auch das Billigsegment erschließen muss:

Aber erst ab Herbst wird Cook das neue Apple zeigen. Und das könnte radikal anders aussehen. „Bunt und billig“ könnte eine Antwort auf die Konkurrenten Samsung und Google lauten. Neue iPhones oder gar ein Phablet, in verschiedenen Farben und Größen, gelten als wahrscheinlich. Für 99 Dollar wäre das Einsteigermodell aus Plastik schon zu haben, lautet das wildeste Gerücht, was aber wohl einen zu radikalen Kurswechsel bedeuten würde.

Immerhin hat Apple eine Strategie, was man bei den Social-Media-Aktivitäten von so manchem Unternehmen nicht sagen kann. 5 Tell-Tale Signs That You Don’t Have A Social Media Strategy:

Having moved over to work across multiple accounts, each at varying stages in their quest to ‘do’ social media, it suddenly struck me how many companies are, well, just doing without thinking. After spending hours analysing brands across varying markets it’s astounding to see so many large household names still clearly working without a social media strategy.

Und zum Abschluss eine gute Nachricht für alle eBooks-Liebhaber, es gibt Neuigkeiten von Google Books: Buchverleih kommt, Einschränkungen für Erotik:

In Zukunft bevorzugt Google das ePub-Format, und zwar ePub 2 und ePub 3, auch mit festem Layout. PDF wird noch immer akzeptiert, aber nur, wenn ePub nicht zur Verfügung steht.

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