24/11/2014

Webperlen: Das Betahaus in Hamburg, Länge von Webvideos und 10 Hochzeitsfotos abseits der Norm

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • Warum Hamburg das Betahaus braucht
  • 30 schmutzige Berliner-Startup-Fakten
  • Wie lange darf es denn sein? – Über die Länge von Webvideos …
  • Einbrecher 2.0: Ich weiß, wo Du wohnst!
  • Reisegadget: Weltkarte zum Rubbeln für weit gereiste Angeber
  • Apple untersucht iPhone-Todesfall
  • Steinbrücks absurder Wahlkampf
  • 10 Hochzeitsfotos abseits der Norm

Seit das Betahaus in Hamburg – der einzig größere Co-Working-Place in der Stadt – vor kurzem Insolvenz anmelden musste, fürchtet so mancher, dass die digitale Bohème Hamburg künftig den Rücken kehren wird, da die Hansestadt immer weiter gegenüber dem ewig gehypten Berlin zurückfällt. Ein ziemlich guter Appell, warum Hamburgs Kreativwirtschaft auf das Fortbestehen des Betahauses angewiesen ist, findet sich auf Digital Media Women unter “Warum Hamburg das Betahaus braucht“:

Also: Zeit in die Hände zu spucken und den Standort selbst zu sichern. Ihr Googles und Facebooks, ihr XINGs, Qypes, Bigpoints, Innogames, Goodgames von Hamburg: Jetzt zeigt Berlin doch mal, dass es arm und unsexy ist und dass in Hamburg das Geld verdient wird. Greift euch den Think Tank/Nextmedia, die Kreativgesellschaft und Hamburg@Work, reißt euch zusammen, schließt euch zusammen und hängt euch bei einem neuen Digital Hub aus Betahaus und Internetinsel richtig mit rein. Es wird sich auszahlen.

Wo wir schon bei Hamburg vs. Berlin sind: Die Gründerszene hat 30 schmutzige Berliner-Startup-Fakten gesammelt:

Berliner Startups…

1. …speaken gerne in fancy Anglizismen, weil sie zu lazy zum Nachdenken sind und ihre Language als sozialen Code nutzen. Sie haben kein Büro, sondern ein Office, machen keine Anrufe, sondern Calls und sammeln auch kein Geld ein, sondern betreiben Fundraising. Darüber hinaus zählen diese Begriffe zu ihrem Standard-Repertoire und das zu den verbalen Eigenarten.

YouTube

Allenthalben wird moniert, dass das Internet die Aufmerksamkeitsspanne abgesenkt hat – und das wohl auch mit einer gewissen Berechtigung. Stefanie Aßmann wirft auf ihrem Blog die Frage auf, wie lange ein Webvideo denn sein darf:

Ich habe nur für mich festgestellt, dass ich bis zu einer Länge von etwa 15 Minuten, mir ein Webvideo in den meisten Fällen bis zum Ende anschaue. Alles was länger dauert, muss mich inhaltlich überzeugen, quasi bei Laune halten, sonst springe ich ab. Dann lese ich lieber einen Hintergrundbericht zum Thema.

Immer wieder tauchen im Netz Behauptungen auf, dass Einbrecher gezielt Facebook und Twitter durchsuchen, um leerstehende Wohnungen ausfindig zu machen. Das ZDF-Blog “Hyperland” hat sich jetzt die Mühe gemacht, der Behauptung nachzugehen, unter “Einbrecher 2.0: Ich weiß, wo Du wohnst!” erfährt man beispielsweise:

“Bloß nicht den Briefkasten überquellen lassen”, “Am besten eine Zeitschaltuhr nutzen”, “Lasst die Rollos oben”. Pünktlich zur Urlaubssaison kriechen sie wieder hervor, die guten alten Ratschläge, die verhindern sollen, dass das Haus leer steht, wenn man von der Reise zurückkommt. Seit ein paar Jahren kommen zusätzlich noch die Verhaltensregeln für Social Media dazu – die sind durchaus sinnvoll, aber ebenso mit Vorsicht zu genießen.

Für Reiselustige (bzw. für Reise-Angeber) hat DIE WELT eine Weltkarte ausgemacht, bei der man die besuchten Länder freirubbeln kann – die Weltkarte zum Rubbeln für weit gereiste Angeber:

Ein Souvenir zum Aufhängen für all diejenigen, die gern verreisen: Zuerst ist diese Wandkarte im Format von 58,2 x 81,9 Zentimeter nichts weiter als ein riesiges Rubbellos in den Farben Gold und Weiß. Doch das ändert sich nach jeder Reise. Dann wird ein neu besuchtes Land mit einer Münze sorgfältig freigekratzt.

Die Probleme im Hause Apple scheinen sich zu häufen, jetzt kam es in China sogar zu einem Todesfall, eine junge Frau starb, als sie mit ihrem iPhone telefonieren wollte, das sich noch am Netzteil befand. Apple untersucht iPhone-Todesfall:

Laut einem Bericht der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua behaupten die Angehörigen der jungen Frau, sie sei ums Leben gekommen, als sie versucht habe, einen Anruf zu beantworten, während der Akku ihres iPhones geladen wurde. Ein Beamter des Büros für öffentliche Sicherheit erklärte am Montag, dass eine erste „grundlegende Untersuchung“ ergeben habe, dass die Frau durch einen Stromschlag gestorben sei.

Wie ein Unfall mutet derzeit auch der Wahlkampf der SPD an. Obwohl die Regierung jede Menge Steilvorlagen liefert, gelingt es der Partei nicht, auch nur irgendwie aufzuholen. In der “Post von Horn” wird das gesamte Elend unter der bezeichnenden Überschrift “Steinbrücks absurder Wahlkampf” (via) analysiert:

Steinbrücks Wahlkampf wird zunehmend absurd. Immer stärker widerspricht er der Rationalität und Lebenserfahrung, mit der normale Menschen ihren Alltag ordnen. Der Zuschauer kann nur noch staunen: Die SPD mag nicht aufhören, sich zu täuschen. Neuer Höhepunkt des Selbstbetrugs durch Selbstsuggestion: Steinbrück glaubt, die SPD könne fünf Millionen ehemalige Wähler zurückgewinnen.

Und zum Abschluss der Webschau wieder etwas Witziges: Christian Brandes hat die wohl 10 peinlichsten Hochzeitsfotos zusammengestellt:

Zwei Menschen, ein Tag, Fehler werden nicht entschuldigt. Es ist nicht zuletzt die fehlende Reproduzierbarkeit, die das Event Hochzeit so besonders macht. Jedes Foto ist ein so genanntes Once In A Lifetime Picture. Umso wichtiger ist das Gelingen der Schüsse. Oder anders herum: Umso schwerer wiegen Schüsse, die daneben gehen.

Die Fotos findet man unter “10 Hochzeitsfotos abseits der Norm“.

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