01/09/2014

Webperlen: Bilder, Grafiken, Amazon und Meteoriten

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • Siegerbilder vom World Press Photo Award 2013
  • 50 Years Ago: The World in 1963
  • Infografik Geschichte der Kommunikation von 6000 vor Christi bis heute
  • Amazon im Shitstorm
  • US-Studie: Amazon überholt Apple beim Ansehen
  • Verwaltungsgericht gibt Eilanträgen von Facebook statt
  • Faszinierende Videos vom Meteoritenniedergang über dem Ural
  • Eichhörnchen

Am Freitag ist der World Press Photo Award zum 56. Mal vergeben worden, laut Spiegel Online ist das “der international wichtigste Preis für Pressefotografie und der weltgrößte Wettbewerb seiner Art.” Natürlich haben fast alle deutsche Nachrichtenseiten Klickstrecken mit den Siegerfotos aufgelegt, aber am besten ist doch noch immer das Original. Auf www.worldpressphoto.org/awards/2013 findet man alle Siegerfotos – Aha-Momente garantiert!

Und wo wir schon bei den Bildern sind, hat der Atlantic hat eine wundebare Sammlung von Schwarz-Weiß-Bildern zusammengestellt: 50 Years Ago: The World in 1963.

Ebenfalls beeindruckend ist die Infografik von der Geschichte der Kommunikation von 6000 vor Christi bis heute, die Michael Kroker von der Wirtschaftswoche bei Mikogo entdeckt hat:

Los geht’s im Jahr 6000 vor Christi mit Trommeln im alten Afrika über das herkömmliche Postwesen, das um 500 vor Christi von Persien aus die Welt eroberte. Die ersten Brieftaubensysteme datieren demnach auf das 12. Jahrhundert in Ägypten – und noch im zweiten Weltkrieg setzten die Briten auf die gefiederten Postboten.

… und irgendwann begann dann der Siegeszug von Twitter, Facebook und den Smartphones. Die Grafik findet man hier: Infografik von der Geschichte der Kommunikation von 6000 vor Christi bis heute.

Auf Twitter und Facebook stürmt dagegen momentan ein “Shitstorm” wegen den Arbeitsbedingungen bei Amazon, die Süddeutsche Zeitung weiß folgendes zu berichten:

Ekelerregend, menschenverachtend, unglaublich – das sind drei Worte aus mehreren Tausend Kommentaren, die am Donnerstagmittag auf der Facebook-Seite der deutschen Niederlassung von Amazon zu finden waren. Eigentlich hatte der Onlinehändler dort zu einem Gewinnspiel geladen. Doch gaben die Kunden dort gleich Anweisungen, wie man sein Amazon-Konto löscht. Eine ARD-Dokumentation über Leiharbeiter hatte einen wahren Sturm der Entrüstung ausgelöst.

Die Verantwortlichen für die Amazon-Facebook-Seite haben derzeit vermutlich einen der schlimmsten Jobs des Landes, die Hintergründe erfährt man unter Amazon im Shitstorm.

Das sind sicher alles andere als gute Nachrichten, die Kommunikation bei Amazon hätte sicher auch besser laufen können, aber das Unternehmen wird den Shitstorm sicher aussitzen können, da Amazon in letzter Zeit ziemliche Erfolgsmeldungen verkünden konnte. Laut einer US-Studie überholt Amazon jetzt sogar Apple beim Ansehen:

Harris Interactive hat in den USA unter 14.000 Konsumenten eine Umfrage durchgeführt, um die Frage zu klären, welches Unternehmen das höchste Ansehen hat. Mit knappem Vorsprung liegt Amazon auf Platz 1, dicht gefolgt von Apple. Auf den weiteren Plätzen landen Unternehmen wie Disney oder Coca Cola.

Ein Sieg für Facebook, eine Niederlage für die Datenschützer aus Schleswig-Holstein: Das Schleswig-Holsteinische Verwaltungsgericht hat am Donnerstag entschieden, dass Facebook durchaus das Recht hat, Nutzerkonten zu sperren, wenn die Nutzer falsche Angaben über ihren Namen und/oder den Geburtstag gemacht haben:

Facebook verlangt von seinen Nutzern, dass sie bei ihrer Registrierung ihre wahren Daten (Vorname, Nachname, E-Mail-Adresse, Geschlecht und Geburtsdatum) angeben. Bei Benutzern, welche ein Konto erhalten hatten und bei der Registrierung nicht ihre korrekten Namen angegeben haben, sperrt Facebook deren Konten und macht die Entsperrung von der Vorlage der Kopie eines amtlichen Lichtbildausweises zur Identifizierung abhängig.

Vermutlich ist dort das letzte Wort auch noch nicht gesprochen worden, aber das Urteil zeigt deutlich, dass die Gerichte im Zweifel eher zugunsten der Vertragsfreiheit plädieren. Mehr darüber auf der Webseite von Schleswig-Holstein unter Verwaltungsgericht gibt Eilanträgen von Facebook statt.

Wem die x-te Auflage von Datenschützer vs. Facebook zu dröge ist, der sollte einen Blick auf die ScienceBlogs werfen. Dort werden faszinierende Videos vom Meteoritenniedergang über dem Ural vorgestellt; ein Absatz hat es jedoch aus ganz anderen Gründen in sich:

Update I: Das im Blogpost ursprünglich verlinkte Video wurde tatsächlich schon innerhalb einer Stunde von einem GEMA-Bot gesperrt, da im Autoradio des Fahrzeugs, aus dem die Aufnahmen gemacht wurden, offenbar GEMA-geschützte Musik lief. Unfassbar – Videoaufzeichnungen eines historischen astronomischen Ereignisses sind innerhalb von Stunden in der ganzen Welt verfügbar – nur in Deutschland müssen wir dank GEMA leider darauf verzichten.

Gema

Und zum Abschluss des Blog-Beitrages ein Link zu einem Eichhörnchen, das den gesamten #Catcontent in den Schatten stellt: >Klick<

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