01/10/2016

Webperlen: Aufmerksamkeit für Organspende erzeugen, Blogparade über Blogparaden und eierlegende Wollmilch-PR

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • Mit #catchthekidney Schaffung von Aufmerksamkeit für das Thema Organspende
  • Blogparade über Blogparaden: Die besten Tipps #Auswertung
  • I Forgot My Phone
  • “Fünf Journalisten/innen über ihre Arbeit im Internet” – Eine Mini-Doku über Journalismus im digitalen Wandel
  • Funktioniert Crowdfunding? Eine erste Bilanz
  • Der digitale Newsroom: eierlegende Wollmilch-PR

O tempora, o mores: Dass Blogs und Social Media eigentlich nur eine reine Zeitverschwendung sind, die allenfalls zum Tauschen von Katzenbildern nützlich sind, ist mittlerweile fester Bestandteil des kulturkritischen Lamentos. Dabei können diese wirklich sinnvolle Dinge leisten, wie Lars Fischer bewies, der mit #catchthekidney für die Schaffung von Aufmerksamkeit für das Thema Organspende sorgte:

Es fing ganz undramatisch an, indem Lars über seine geplante Nierentransplantation genauso twitterte, wie über das übliche, also über Wacken, Wissenschaft, Bier und Seegurkenpenisse. Und dann bekam das Ganze plötzlich ein Eigenleben, das in einer unfreiwilligen Kampagne endete, an deren Ende etliche davon überzeugt waren, sich endlich einen Spenderausweis zuzulegen.

Ergeben Blogparaden Sinn? Ja, auf jeden Fall, wenn man diese Auswertung über die Blogparade über Blogparaden zugrunde legt:

In einem Punkt sind sich die meisten Teilnehmer einig: Blogparaden bedeuten zwar viel Arbeit, lohnen sich allerdings. Wenn Veranstalter den Schwerpunkt auf das Thema und den daraus resultierenden Mehrwert – und nicht auf Sichtbarkeit und Werbewirkung – legen, kann eine Blogparade eine Bereicherung für alle Beteiligten sein.

Der ewige Wegbegleiter Smartphone: Wie stark die Alleskönner mittlerweile den Alltag dominieren, bringt der Blogbeitrag “I Forgot My Phone” (via) und ein kurzes YouTube-Video auf den Punkt:

Ich interagiere zwar mit vielen Menschen, doch diese stecken zumeist in einem kleinen Smartphone. Auch wenn ich im realen Leben unter Menschen bin, greife ich oft zum Smartphone “um mal eben kurz zu checken, was so los ist”.

Und ein weiterer spannender Beitrag (via) zum Thema Medienwandel, eine Mini-Doku über Journalismus im digitalen Wandel zeigt auf kurze, zum Teil amüsante Art und Weise auf, dass schlichte Schwarz-Weiß-Malerei nicht angebracht ist:

Dass der Journalismus dem digitalen Wandel nicht hilflos gegenüber steht, zeigt die Mini-Doku “Fünf Journalisten/innen über ihre Arbeit im Internet” von Jonathan Schmitt und Mario Chavarria. Zu Wort kommen Carolin Neumann, Daniel Bröckerhoff, Martin Giesler, Tilo Jung und Thomas Wiegold, die allesamt von ihrem Tun berichten und erklären, welche Rolle das Social Web dabei für sie spielt.

NDR Info startet zudem eine neue Serie über die Zukunft des Journalismus. Als Auftakt wurde eine erste Bilanz gezogen, ob Crowdfunding funktioniert:

Der freie NDR Fernsehjournalist und Eins-Plus-Moderator Daniel Bröckerhoff kritisiert, dass viele Journalisten ihre Crowdfunding-Projekte zu niedrig veranschlagen und etwa keine Honorare einrechnen.

Und zum Abschluss der Webschau in diesem Blog ein verwandtes Thema: Was wird eigentlich von einem digitalen Newsroom in Zeiten des digitalen Wandels erwartet? Offensichtlich sehr viel, denn er soll so etwas wie “eierlegende Wollmilch-PR” sein:

PR-News sollten in Suchmaschinen auffindbar, auf Social-Media-Plattformen teilbar und auf mobilen Geräten verfügbar sein. Der Newsroom sollte also ohne Zugangshürden daher kommen. Denn passwortgeschützte Pressebereiche sperren Google und interessierte Leser aus.

Speak Your Mind

Impressum .