25/06/2016

Webperlen: Apple Entwicklerkonferenz WWDC, Google Compare und SEO Agenturen

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • WWDC: Kontroverse Gerüchte, wenig Fakten
  • Das iPhone bekommt eine frische Software verpasst
  • Kampf um Kunden Google wird Versicherungsmakler
  • Google übernimmt Social-Navi App Waze für 1,3 Milliarden Dollar
  • SEO Agenturen – Wie gut geht es ihnen
  • Libri unterstützt Bepado zum Start mit großem Buchsortiment
  • 30 Minuten Social Media pro Tag reichen
  • Fangates sind sowas von 2012

Die Tech Blogs stehen heute – man kennt es ja bereits – ganz im Zeichen der Apple Entwicklerkonferenz WWDC, auf der der amerikanische Konzern fast schon traditionell die Neuheiten – u.a. bekommt das iPhone eine frische Software verpasst – vorstellt. Und da zeigt sich einmal mehr, wie viel Apple von guter PR versteht. Wie bei jeder Entwicklerkonferenz zeigt Apple sich im Vorfeld äußerst verschlossen, es machen aber wieder etliche Gerüchte die Runde, die das Interesse der Medien und Blogger anheizen. Dabei kann man weder sagen, ob die Gerüchte über neue Produkte frei erfunden sind, ob sie aus dem als äußerst verschwiegen geltenden Konzern durchgesickert sind oder ob sie bewusst von PR-Fachleuten “durchgestochen” werden. 24 Stunden vor der WWDC – Kontroverse Gerüchte, wenig Fakten:

Vielleicht kommt aber auch alles ganz anders? Ein Kommentar von Apple-Kenner und Programmierer John Gruber, der für seine guten Beziehungen zu Apple bekannt ist, fördert die Spannung vor dem morgigen Tag. In seinem Podcast gab Gruber zu Protokoll, dass er seit 2007, dem Jahr der Vorstellung des ersten iPhone, nicht mehr so ahnungslos hinsichtlich der Inhalte der morgigen Keynote gewesen sei. Er wisse schlichtweg gar nichts und habe zudem noch die Information erhalten, dass alles, was bisher vermeintlich durchgesickert ist schlichtweg falsch sei.

Von den Betreibern von Online-Vergleichsportalen wurde es schon lange befürchtet, jetzt macht Google offenbar Ernst und steigt in den lukrativen Vergleichs-Markt ein. Dadurch dürften die bisherigen Vergleichsportal-Betreiber nicht nur erheblich an Umsatz verlieren, sondern es wird auch jede Menge böses Blut geben. Der Grund: Das Geschäftsmodell der Betreiber hängt in nicht geringem Maße von den Suchmaschinen ab. Entsprechend viele Ressourcen werden in SEO-Maßnahmen gesteckt. Bereits in der Vergangenheit führten Abwertungen, von denen die Vergleichsportale stark betroffen waren, von Google zu ziemlichen Ärger, das dürfte in Zukunft noch brisanter werden, Stichwort unlauterer Wettbewerb.  Kampf um Kunden – Google wird Versicherungsmakler:

Was ist die für mich günstigste Autoversicherung? Der amerikanische Internetkonzern Google will darauf offenbar schon bald eine Antwort geben können. Das Unternehmen bereitet ein eigenes Preisvergleichsportal für Deutschland vor, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Spätestens im September könnte „Google Compare“ demnach lanciert werden.

Außerdem will bei den ortsbezogenen Apps mächtig aufrüsten und nimmt dafür auch nicht gerade wenig Geld in die Hand. Google übernimmt Social-Navi App Waze für 1,3 Milliarden Dollar:

Wie israelische Medien melden, ist die geplante Übernahme von Waze unter Dach und Fach. Google soll bereit sein 1,3 Milliarden Dollar für das Social-Routing StartUp auf den Tisch zu legen und hat damit die interessierten Konkurrenten Facebook und Apple ausgestochen.

Letzte Woche hat die Insolvenz von TRG – The Reach Group für einige Bestürzung in der Online-Marketing- und SEO-Branche gesorgt. Ein Grund mehr, die (niedrigen) Budgets im SEO-Bereich zu hinterfragen. SEO Agenturen – Wie gut geht es ihnen:

Auch hier seht ihr in der Grafik, dass die meisten SEO Agenturen oder Leute unter 30.000 Dollar verdient haben. Das ist echt krass und lässt mich an der Studie doch sehr zweifeln. Selbst wenn ich alleine arbeite, dann werde ich mit 30.000 Dollar UMSATZ wohl kaum hinkommen. Oder es ist wirklich in GB schon so, wie ich es für Deutschland auch befürchte. Nämlich, dass sich im Bereich SEO ein Niedriglohnsektor ausprägen wird.

Konkurrenz belebt das Geschäft, das gilt insbesondere in Märkten, die von einem großen Player bestimmt werden. Noch muss sich Amazon keine Sorgen machen, aber vielleicht entsteht jetzt doch ein Konkurrent, der das nötige Sortiment hat, um es mit dem Versand-Riesen aus Amerika aufzunehmen. Libri unterstützt Bepado zum Start mit großem Buchsortiment:

Damit verfügt Bepado vom Start weg über ein umfangreiches Grundsortiment, mit dem so gut wie jeder Online-Händler etwas anfangen kann und so relativ einfach für sich ausprobieren kann, ob sich eine Sortimentserweiterung lohnt. Zuletzt hatte u.a. der Elektronikversender Redcoon Bücher ins Sortiment genommen.

Social Media ist ein sinnvolles Marketing- und Kommunikationsinstrument (auch im B2B-Bereich), frisst aber Zeit. Angeblich würden 30 Minuten am Tag reichen, meint zumindest diese Infografik.

Und zum Abschluss der Webschau ein Blogpost, bei dem die Autoren dieses Blogs “Endlich sagt es mal einer” gesagt haben. allfacebook.de mit “Fangates sind sowas von 2012“:

Fangates und Tabs haben aber noch ein weiteres Problem: Sie sind nicht mobil. Facebook ist aber mobil. Über 50% der Nutzer verwenden Facebook am Smartphone und dort gibt es, wie wir alle wissen, keine Page-Tabs. Und ohne Tabs innerhalb von Facebook gibt es auch keine wirklichen Fangates.

Impressum .