22/08/2019

Webperlen: dapd, SEO, Leistungsschutzrecht und doppelte Fotos

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • Nach dem Insolvenzantrag: Wie sich die Nachrichtenagentur dapd ändern muss
  • Wie Googles Suche funktioniert – zzgl. interessanter Einblicke
  • Onlinedienste und Startups reagieren auf “irrsinniges Gesetz”
  • Weltgrößte Computermesse startet in Hannover
  • Was eine Zwölfjährige im Netz kaufen kann
  • Mac-Software: Doppelte Fotos in iPhoto suchen und entfernen

Für die dapd wird es eng, bis morgen muss der Sanierungsplan stehen – und überzeugen. newsroom.de weiß zu berichten:

Insolvenzrechtlerin Petra Hilgers hat eine einzige Chance, die Entscheider in der Arbeitsagentur zu überzeugen. Denn nur wenn das Konzept passt, wird es einen Vorschuss geben, also Insolvenzgeld noch vor der eigentlichen Insolvenzeröffnung, um den Mitarbeitern endlich die ausstehenden Löhne zu bezahlen. Sollte die Arbeitsagentur keine Zusage erteilen, wäre dieser Entscheid das faktische Aus der Nachrichtenagentur.

Außerdem wurden sich Gedanken gemacht, was passieren muss, damit die dapd eine Zukunft hat. Mehr unter: Nach dem Insolvenzantrag: Wie sich die Nachrichtenagentur dapd ändern muss.

googleworks

Hört sich vom Titel etwas nach “Google für Dummys” an, ist aber aus SEO-Sicht ziemlich interessant: Martin Mißfeldt hat unter der Überschrift “Wie Googles Suche funktioniert – zzgl. interessanter Einblicke” Googles “Inside-Search” näher betrachtet und einige wichtige Details herausgearbeitet:

Eine interaktive Infografik ist das jüngste Produkt aus einer ganzen Serie, die die Funktionsweise der Google Suche thematisiert. Interessant scheint mir an der neuen Übersichtsseite, die sich während des Scrollens interaktiv erweitert, vor allem das, was sich hinter einigen Icons versteckt: interessante Detailinformationen, die vor allem auch für die Seo-Szene relevant sind.

Ein kleiner Nachschlag zu den Stimmen zum Leistungsschutzrecht, Netzwertig.com berichtet über Startups, die direkt betroffen sind:

Eine Gruppe, die ganz besonders unter der neuen Rechtslage leiden wird, sind junge Internetdienste, die sich direkt oder indirekt mit der automatisierten Aufbereitung von Onlineinhalten befassen und dabei zumindest gelegentlich auch Verlagscontent berücksichtigen. Die ersten Reaktionen diverser Startups und Webdienste illustrieren die Probleme, die nun auf die hiesige Onlinebranche zukommen.

Mehr unter “Onlinedienste und Startups reagieren auf “irrsinniges Gesetz””, zudem werden die Folgen aus Sicht von Suchmaschinenbetreibern hier geschildert.

Es ist doch etwas ruhiger um die Messe geworden. Vor Jahren noch das Thema schlechthin, findet die CeBIT im Vorfeld fast nur noch bei den Technik-Medien statt. Heise berichtet unter “Weltgrößte Computermesse startet in Hannover“:

Die CeBIT – für das Publikum von Dienstag bis Samstag geöffnet – steht in diesem Jahr unter dem Motto “Shareconomy” im Zeichen des Teilens im Internet. Die Veranstalter greifen damit ein Trend-Thema auf: Das Teilen von Wissen, Ressourcen, Gegenständen und Erfahrungen mit Hilfe des Internet. Es kann dabei um Wohnungen, Autos oder Rasenmäher gehen – aber auch im kooperative Arbeitsmodelle, bei denen das Netz die Entfernung überbrücken kann, und um Cloud-Anwendungen.

Was Kinder mit ihren Computern so alles im Internet machen (können), hat Martin Lutz für die “Welt am Sonntag” getestet. Und das ist durchaus erschreckend, selbst Zwölfjährige können sich mit Alkohol, Tabak und Softair-Pistolen eindecken:

Die “Welt am Sonntag” wollte es genauer wissen. Sie machte in den vergangenen Wochen selbst Testkäufe: Die Redaktion legte bei Web.de einen E-Mail-Account mit einer Privatadresse an, tippte das Geburtsdatum 9. April 2000 ein und begab sich als Zwölfjährige mit eigenem Konto auf Einkaufstour. Und auch dieses Mal war es kein Problem, Alkohol, Zigaretten und andere Artikel mit Altersbeschränkung zu erhalten.

Den ganzen Bericht kann man unter “Was eine Zwölfjährige im Netz kaufen kann” lesen.

Zum Abschluss noch ein praktischer Hinweis von den Machern des Blogs: Auf Mac-Software: Doppelte Fotos in iPhoto suchen und entfernen wird erklärt, wie man mit einer einfachen App das eigene Bildarchiv von Dubletten reinigt.

 

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

Webperlen: Datenjournalismus, Onlinejournalismus, Blogs und Nerdkram

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • Fortschritt durch Daten?
  • Warum Online-Journalist inzwischen ein Traumberuf ist
  • Blogbeiträge vs. Fachartikel
  • Blogs, die noch fehlen
  • Beugehaft gegen Onlineredakteur
  • Was es mit Mate und Club-Mate auf sich hat
  • 50 Life Hacks to Simplify your World

Die Trendblogger setzten sich mit den Möglichkeiten und Grenzen des Datenjournalismus auseinander. Interessant ist der Blogpost “Fortschritt durch Daten?” vor allem, da er zeigt, dass Onlinejournalismus weit mehr zu bieten hat, als nur den klassischen Journalismus 1 zu 1 in das Internet zu übertragen:

Die Redaktion sammelt Daten, wertet diese aus und stellt sie dann geographisch dar. Doch verschiedene Zoomfaktoren (die Lupe mal ausgenommen), Verlinkungen oder Bearbeitungsmöglichkeiten (beispielsweise das Eintragen eigener Kreditzinsen) durch den Leser sind in Papierform unmöglich. [...] Die Einbindung des Lesers als Nutzer ist in interaktiven Statistiken noch um ein Vielfaches höher als in simplen Bildergalerien oder Videos, in denen er lediglich über vor und zurück bestimmt.

Wo wir schon beim Thema Onlinejournalismus sind: Die Klagen über den Niedergang des Journalismus hört man in den Zeiten des “Zeitungssterbens” ständig, prekäre Arbeitsverhältnisse würden reguläre Jobs ersetzen, Copy & Paste ersetzt die Recherche. Dass dem nicht unbedingt so ist, schildert ein “Betroffener” im Artikel “Warum Online-Journalist inzwischen ein Traumberuf ist“:

Das Schöne am Journalismus im Netz ist die große Freiheit und Vielfalt, die er bieten kann. Ich bin nicht auf eine Form wie Text oder Ton oder Bild beschränkt. Wer will und kann, probiert und kombiniert. Es gibt keinerlei Beschränkungen dafür, wie lang oder kurz ein Inhalt ist. Gibt es beispielsweise viele gute Bilder, kann man sie alle zeigen. Es existiert in der Regel kein Redaktionsschluss und Inhalte können fließend erweitert und aktualisiert werden, sofern notwendig.

Auch wenn es keine Beschränkung für die Länge gibt, so stellt sich doch häufig die Frage, ob man einen guten Beitrag in einem Artikel veröffentlicht, oder ihn in besser mehrere Teile aufsplittet. Die Blogger von SEO-United betrachten dies – naturgemäß – eher unter SEO-Gesichtspunkten, am Ende des Artikels “Blogbeiträge vs. Fachartikel” fragen die Autoren sogar, ob die Deutschen das Bloggen verlernt haben:

Schaut man sich in der SEO-Szene um, so scheinen viele das eigentliche Bloggen schlichtweg `verlernt´ zu haben! Anstatt wie früher regelmäßig einfach draufloszuschreiben und sich dadurch langfristig zu einer echten Bloginstanz zu entwickeln, wird krampfhaft versucht, sich mit einmaligen Riesenartikeln gegenseitig in Tweets und Likes zu übertrumpfen.

Apropos Blogs: Angeblich gibt es ja Blogs wie Sand am Meer, jedes noch so kleine Nischenthema sei besetzt. Von wegen: Schmalenstroer.net hat eine hübsche Liste von Blogs zusammengestellt, die in der deutschen Blogosphäre noch fehlen – bzw. diese wunderbar ergänzen würden. Besonders gut hat uns bei “Blogs, die noch fehlen” das Wanderblog gefallen:

Das Wanderblog
Der offizielle Twitter-Account von Schweden wechselt jede Woche seinen Besitzer und es darf dann ein neuer Bürger des Landes twittern. Ohne inhaltliche Vorgaben, ohne Zensur, aber mit 67.000 Followern. Warum nicht mal ein Blog gründen, in dem sich jede Woche/jeden Monat eine neue Person austoben darf?

Weniger witzig ist dagegen die Geschichte, über die Thomas Stadler bei Internet-Law berichtet. Und zwar wurde gegen einen Redakteuer Beugehaft angeordnet, da er nicht die Daten einer Nutzerin an die Justiz weitergeben will, gegen die wegen Verleumdung ermittelt wird. Beugehaft gegen Onlineredakteur:

Hintergrund ist eine Strafanzeige einer Therapeutin der Rehaklinik Bad Hamm wegen übler Nachrede durch eine anonyme Bewertung auf Klinikbewertungen.de. Der beanstandete Beitrag wurde von dem Portal bereits 2011 gelöscht, der Portalbetreiber bzw. der zuständige Onlineredakteur verweigern gegenüber Staatsanwaltschaft und Polizei aber die Preisgabe der Nutzerdaten.

ClubMate
Und zum Abschluss noch zwei nerdige Klicks: Ole Reißmann hat in “Was es mit Mate und Club-Mate auf sich hat: Eine Geschichte in 23 Bildern” eine wunderbare Bilderstrecke über das Kult-Getränk zusammengestellt. Noch mehr Nerkram, noch mehr Bilder finden sich auf “50 Life Hacks to Simplify your World“, wo extrem dämliche, extrem überflüssige und ein paar geniale Tipps vorgestellt werden. Lacher garantiert!

 

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

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