20/11/2019

Twitter: Sind Tweet-Aggregatoren wie RebelMouse, Paper.li und Scoop.it sinnvoll?

Kommunikationsverantwortliche in Unternehmen und PR-Agenturen, die Social Media für die Unternehmens- und Kundenkommunikation nutzen, kennen das Problem nur zur Genüge. Mit dem Siegeszug der Social-Media-Riesen Facebook, Twitter und Co. stieg auch die Anzahl der Tools, die “man unbedingt nutzen muss”. Nahezu jeder Social-Media-Berater schwört auf einen der unzähligen Dienste wie Hootsuite, Untweeps oder Klout.

Doch welche Tools sind wirklich sinnvoll? Sollten PR-Verantwortliche wirklich alle Tools ausprobieren oder gar nutzen? Welche Tools ergeben wirklich Sinn, welche sind eigentlich nur Zeitverschwendung?

Angesichts der Vielzahl der Social-Media-Plattformen und der dazugehörigen Tools lässt sich dies nicht ohne weiteres beantworten – eine weitere Eingrenzung ist notwendig. Da wir von der Hamburger PR-Agentur Görs Communications am häufigsten und intensivsten unseren Twitter-Account PR Agentur Hamburg nutzen, wollen wir die Frage allein auf Twitter beschränken. Und dort auf die Frage, ob Dienste wie RebelMouse, Paper.li, Scoop.it und Co. sinnvoll sind, die (halb-)automatisch die Tweets für einen aggregieren.

Was bringen Tweet-Aggregatoren wie RebelMouse, Paper.li und Scoop.it?

Es gibt für Twitter diverse Tweet-Aggregatoren, die (halbautomatisch) die Tweets vom eigenen Account sammeln und auf ihrer Seite anzeigen – beispielsweise RebelMouse, ein Dienst, für den wir bereits eine detaillierte Anleitung verfasst haben. Der Dienst sammelt also die Tweets und bereitet sie in optisch ansprechender Weise auf, wie auch unschwer auf dem RebelMouse-Account PR Agentur Hamburg zu sehen ist.

PR Agentur Hamburg auf RebelMouse

PR Agentur Hamburg auf RebelMouse

Der Gedanke hinter diesen Diensten ist relativ einfach, das Anschauen einer reinen Twitter-Timeline ist in der Regel wenig informativ und kaum übersichtlich, durch ein graphisch ansprechendes Aufbereiten der gesammelten Tweets sieht es dagegen deutlich attraktiver und informativer aus. Die Dienste zielen also darauf, dass sie statt Twitter angesurft werden, um sich die Tweets anzuschauen. Sicherlich eine gute Idee, in der Praxis hält sich der Traffic auf diesen Diensten jedoch in Grenzen, da Twitter für Tweets bei allen optischen Nachteilen immer noch die erste Anlaufstelle für alle ist, die sich Tweets durchlesen wollen.

Zudem haben alle diese Dienste einen bestimmten Fokus. Während RebelMouse etwa alle Tweets sammelt, fokussiert sich Paper.li auf Nachrichten, der Dienst aggregiert Tweets mit (vermeintlich) spannenden Links.  Ähnliches gilt auch für Scoop.it und The Tweeted Times, auch hier werden die Tweets wie eine Zeitung aufbereitet.

Zudem gibt es noch etliche Plattformen wie about.me oder favstar.fm, wo einzelne Profilseiten angelegt werden können und einzelne Tweets (etwa die erfolgreichsten oder die neuesten) angezeigt werden. Kurz, es gibt eine Vielzahl an Diensten, die aber alle nicht wahnsinnig viel Traffic generieren, nur wenige User nutzen sie wirklich wie beabsichtigt, um sich dort auch tatsächlich die Tweets anzuschauen.

Für den Social-Media-Verantwortlichen haben diese Dienste jedoch einen großen Vorteil, und das ist der geringe Arbeitsaufwand. Einmal angelegt, ziehen die Dienste ihren Content ganz von allein, alles ist automatisiert, der Arbeitsaufwand tendiert gegen Null.

Tweet-Aggregatoren wie RebelMouse, Paper.li und Scoop.it nutzen?

Damit dürften die Vor- und Nachteile recht klar sein. Tweet-Aggregatoren wie RebelMouse, Paper.li und Scoop.it verursachen so gut wie keine Arbeit, generieren aber auch nur sehr wenig Traffic; Aufwand und Nutzen sind also gleichermaßen limitiert.

Da die Dienste – zumindest in der Baisversion – kostenlos sind, empfehlen wir trotzdem den Nutzen. Die Accounts sind schnell angelegt, Tweets müssen eh geschrieben werden, also kann der Traffic – bzw. das Hintergrundrauschen – auch mitgenommen werden. Anders sieht es aus, wenn für die Dienste auch noch Geld bezahlt werden muss, dann stehen Aufwand und Ertrag kaum noch im Verhältnis.

Automatisierte Tweets sind nur in Maßen OK

Einige dieser Dienste bieten auch automatisierte Tweets an, um die Follower über neue Nachrichten zu informieren – bei Paper.li heißt es etwa regelmäßig “PR & Digital Relations Hamburg is out! http://paper.li/PR_Hamburg/1361887752 Stories via @Goers. Das ist ein nettes Feature, Social-Media-Verantwortliche sollten es jedoch zurückhaltend nutzen. Viele User machen hier den Fehler, dass sie aus Bequemlichkeit oder aus Sendungsbewusstsein ständig automatisierte Tweets schalten lassen. Das wirkt jedoch abschreckend auf die Follower, schließlich ist niemand auf Twitter, um sich ständig wiederholende und automatisierte Tweets durchzulesen. Unser Tipp: Mal sind diese automatisierten Tweets OK, mehr als ein automatisierter Tweet pro Tag hingegen ist Spam, das sollte man lassen.

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

Tool: Inaktive Twitter-User automatisch finden und entfolgen

Ein kleines, praktisches Tool für das Social Media-Management: Mit UnTweeps kann man sich automatisch alle Twitter-User anzeigen lassen, denen man zwar folgt, die aber in der letzten Zeit keinerlei Tweets mehr gesendet haben.

Wozu inaktive User entfolgen?

Normalerweise haben wir bei Görs Communications für die Twitter-Accounts – u.a. @PR_Hamburg, @immobilie und @Goers – einen sehr legeren Umgang mit dem Folgen von anderen Twitter-Usern. Jemand, der interessant sein könnte, wird gefolgt. Außerdem folgen wir in der Regel auch immer zurück – Sie können uns also gerne folgen, ohne Angst zu haben, dass wir Sie ignorieren. Aussortiert werden meist nur Spammer, die die Timeline mit schlechten Tweets überfluten, Porno- und Nazi-Accounts.

Dadurch sammeln sich im Laufe der Zeit ziemlich viele inaktive Accounts an, denen man zwar folgt, die aber längst zu einer Twitter-Karteileiche mutiert sind. Da diese einem nichts mehr mitzuteilen haben und nur die Follow-Ratio hochtreiben, haben sie keinen weiteren Nutzen mehr, nur die Identifizierung ist in der Regel arbeitsaufwendig, man müsste eigentlich sämtliche Accounts durchgehen, um diese User zu finden – und zu entfolgen.

UnTweeps nutzen

UnTweeps ist ein Tool, das in der – vollkommen ausreichenden – Basisversion kostenlos genutzt werden kann, um inaktive Twitter-User zu finden, denen man folgt. Dazu meldet man sich (“Sign in with Twitter”) einfach mit seinem Twitter-Account unter www.untweeps.com an:

untweeps

Daraufhin wird man von UnTweeps aufgefordert, die Zeitspanne zu wählen, in denen der Account nicht genutzt wurde. Standardmäßig werden 30 Tage vorgeschlagen, das ist aber etwas niedrig, da es sich dabei auch nur um einen Urlaub, Sommerauszeit etc. handeln kann. Deutlich besser ist ein Zeitraum von 90 Tagen, da man damit einigermaßen sicher sein kann, dass der Nutzer die Freude am Twittern verloren hat und wahrscheinlich auch nicht zurückkehrt:
untweeps2

Danach muss man nur noch die User ankreuzen, die automatisch entfolgt werden sollen, mit dem Klick auf “Unfollow Selected Tweeps” erledigt das Tool dann den Rest automatisch über die Twitter-API:

untweeps3

Insgesamt ein zwar sehr limitiertes Tool, aber ein äußerst praktisches, wenn man mehrere Accounts hat und nicht Stunden mit der manuellen Pflege verbringen will.

 

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