26/03/2019

Brand Journalism – Journalismus aus dem eigenen Haus

Zu den wohl nervigsten Dingen in der Kommunikation – egal, ob klassische Werbung, Marketing oder PR – gehört die Begriffsschwemme und das monatliche (wöchentliche?) Ausrufen eines neuen Hypes. Eine Branche, die sicherlich beste Voraussetzungen fürs Bullshit-Bingo-Spielen mit sich bringt – und das zu 99% mit Begriffen, die aus dem Englischen stammen.

Und zu den gehypten Begriffen gehört seit einiger Zeit auch “Brand Journalism” – also auf Deutsch “Marken-Journalismus” bzw. “Markenjournalismus”. Wie so viele andere Trends (im Marketing, in der Werbung, bei der PR … ) stammt der Begriff aus Amerika und hat von dort aus den Siegeszug angetreten. Dabei steht Brand Journalism eigentlich für etwas Banales: Journalismus von Marken über Marken – man schreibt also journalistisch über sich selbst.

Doch selbst wenn Brand Journalism ziemlich gehypt wird und eigentlich etwas sehr Banales ausdrückt, so bedeutet das nicht, dass Unternehmen/Kommunikationsexperten/Marketing- und PR-Verantwortliche einfach auf Durchzug stellen sollten, wenn Sie “Brand Journalism” hören. Schließlich gibt es gute Gründe, warum Brand Journalism derzeit angesagt ist – sehr gute Gründe sogar.

Medienwandel und abgestumpfte Werbeslogans treiben Brand Journalism

Als Deutscher denkt man bei Brand Journalism vermutlich als erstes an “mobil”, das Magazin der Deutschen Bahn. Fast jeder hat es schon mal in der Hand gehalten, fast jeder kennt die Mischung aus journalistischer Arbeit und den “Unternehmensinformationen”, die sich in dem Magazin finden. In der Regel fühlt sich der Leser informiert – und hat anschließend ein besseres Bild (im doppelten Sinne!) von der Bahn.

Aber das Magazin der Deutschen Bahn ist sicher nicht repräsentativ für Brand Journalism, da a) die wenigsten Unternehmen so viel Geld wie die Deutsche Bahn in die Hand nehmen können und b) die gleiche Möglichkeit haben, ihre journalistischen Erzeugnisse unter den Mann zu bringen – also die Magazine an Orten auszulegen, wo sie auch gelesen werden.

Vielmehr findet Brand Journalism vor allem im Internet statt – und eben nicht mehr auf Papier, so wie man es vom Magazin der Deutschen Bahn kennt. Dank des Internets können Unternehmen die klassischen “Gatekeeper” der PR – also die Journalisten bei Zeitungen, Zeitschriften, Fernsehen und Radio – umgehen und direkt die (potenziellen) Kunden mit Informationen versorgen. Der klassische PR-Weg, den Journalisten Pressemitteilungen etc. zu schicken, damit diese anschließend über das Unternehmen berichten, wird abgekürzt. Statt Journalisten mit Informationen zu versorgen wird man (also das Unternehmen/ die Kommunikationsabteilung des Unternehmens / die PR Agentur der Unternehmens) selbst zum Journalisten und hat 100% Hoheit über das, was geschrieben wird.

Und das nicht ohne Grund, die größten Treiber für Brand Journalism sind der Medienwandel und das Abstumpfen bei der klassischen Werbung.  Wenn es die Journalisten dank Medienwandel schon in das Internet zieht – warum dann nicht gleich eigenen Journalismus – also den “Markenjournalismus” – machen? Zudem ist es immer schwieriger, die (potenzielle) Kundschaft durch Werbung zu erreichen; durch jahrzehntelange Berieselung haben sich Abstumpfungseffekte eingestellt, mit toll klingenden Slogans und tollen bunten Bildern erreicht man immer weniger Leute.

Außerdem ist es insbesondere im B2B-Bereich wichtig, mehr als “nur” eine attraktive Marke zu haben, da das Leistungsspektrum häufig sehr breit ist und auch entsprechend breit kommuniziert werden muss. Nach dem “Das sind wir, das machen wir, das können wir auch für Sie leisten”-Motto. Und das ist eine der zentralen Merkmal von Brand Journalism, statt die (potenziellen) Kunden mit tollen Werbebotschaften und -slogans zu berieseln, wird informiert.

Fast wie “richtiger” Journalismus

Journalismus sollte klassischerweise immer unabhängig sein – was der entscheidende Unterschied zum Brand Journalism ist. Brand Journalism kann per Definition nicht unabhängig sein, da über Dinge berichtet werden, die das eigene Unternehmen (oder bei einer Agentur) betreffen. Mehr noch, Brand Journalism will das Unternehmen möglichst gut aussehen lassen, es besteht also ein ganz deutlicher Interessenkonflikt.

Ansonsten gilt für Brand Journalism aber das, was auch für normalen Journalismus gilt – ohne Nachrichtenwert und gutes Storytelling gewinnt man keine Leser/Hörer/Zuschauer. Eine Geschichte muss erzählt werden, aber so, dass sie glaubhaft, informativ und auch unterhaltend ist. Also kein (weiteres) Herunterbeten von Werbebotschaften, sondern saubere Informationen. Deshalb verwundert es auch nicht, dass Brand Journalism häufig von “echten” Journalisten als neuer Hauptberuf oder als Nebenberuf betrieben wird – gerade in Zeiten, in denen den klassischen Nachrichtenmedien aufgrund des Medienwandels immer weniger Geld zur Verfügung steht.

Brand Journalism muss den Leser/Hörer/Zuschauer erreichen

“Wo” man den Brand Journalism im Internet betreibt, liegt sicher an den individuellen Ansprüchen des Unternehmens. Möglich ist zum Beispiel eine Unterrubrik auf der eigentlichen Unternehmenswebseite, das Aufsetzen einer eigenen Medienseite oder die gezielte Nutzung von speziellen Diensten wie etwa dem derzeit abgesagten Medium. Wichtig ist jedoch, dass das Unternehmen beim Brand Journalism am Ball bleibt, mit einmaligen Aktionen – etwa bei einem Firmenjubiläum – ist wenig gewonnen.

Um Leser/Hörer/Zuschauer zu gewinnen, müssen regelmäßig neue Storys produziert werden. Und zwar so, dass sie auch auch die Zielgruppe erreichen – und von den Lesern/Hörern/Zuschauern auch geteilt werden. Idealerweise wird von Unternehmensseite auch noch flankierend nachgeholfen, indem die vorhandenen Kommunikationskanäle eingesetzt werden – und das über das gesamte Digital-Relations-Spektrum, also von Social Media bis hin zu SEO und SEM.

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Ortsbezogene Werbung bzw. Location Based Advertising (LBA)

Das Internet wird immer “lokaler”, ausgelöst wird die Entwicklung durch den Boom der Smartphones. Smartphones, die mittlerweile kaum noch ein Deutscher wird missen wollen. PCs (und, mit Abstrichen, auch Laptops) hatten früher den Nachteil gehabt, dass sie stationär sind. Der Nutzer setzt sich vor den Bildschirm, macht den Rechner an, verbindet sich mit dem Internet, surft im Internet, macht den Rechner wieder aus. Und diese Zeiten gehören dank der Smartphones der Vergangenheit an.

Einfach mal in Hamburg ein paar Minuten den Bürgersteig beobachten: Wie viele Menschen starren beim Gehen in ihr Smartphone? Und wie viele von den Menschen, die selbst beim Gehen in ihr Smartphone starren, setzen sich überhaupt noch vor dem Rechner, außer zum Arbeiten? Statt sich vor dem Bildschirm zu setzen, ist man jetzt immer mit dem Internet verbunden, man trägt es mit sich herum, und will es auch entsprechend nutzen. Und die Verkaufszahlen sprechen eine eindeutige Sprache, in Zukunft werden nur noch mehr Leute beim Gehen in ihr Smartphone starren, vielleicht braucht es irgendwann wirklich eine Smartphone-App, die beim Gehen vor Kollisionen mit anderen Smartphone-Nutzern warnt.

Die standortbezogenen Dienste haben längst den Status als Nischenprodukt für Nerds verlassen und beeinflussen das (Einkaufs-)Verhalten von immer mehr Menschen, Tendenz steil ansteigend.

Und natürlich muss sich die Wirtschaft – egal, ob kleiner, mittlere oder große Unternehmen – Gedanken machen, wie sich die Entwicklung auf ihr Geschäft auswirkt. Am stärksten sind zunächst einmal die Geschäfte betroffen, die auf Laufkundschaft angewiesen sind, weshalb sie auch zu den Pionieren bei der ortsbezogenen Werbung gehören. Die ortsbezogene Werbung bietet ihnen die Möglichkeit, die Zielgruppen am Point of Sale anzusprechen, und das mit immer höherer Präzision. Der Radius, in dem die Schaltung von Anzeigen erfolgt, lässt sich technisch immer besser einkreisen, betrug die Ungenauigkeit früher noch 50 bis 100 Meter, sind es heute teilweise weniger als 10 Meter. Und dabei ist es nicht nur möglich, einen Radius zu bestimmen, die Responseraten lassen sich auch erhöhen, indem die Werbeschaltung sich dynamisch ändert, je nachdem, wie weit der Smartphone-Nutzer noch vom Point of Sale entfernt ist.

Einer der Pioniere: Bereits 2011 setzte der amerikanische Fast-Food-Konzern auf ortsbezogene Werbung.

Einer der Pioniere: Bereits 2011 setzte der amerikanische Fast-Food-Konzern auf ortsbezogene Werbung.

Standortbezogene Dienste
Werbetreibende sollten sich jedoch nicht nur mit der Schaltung von Werbung, sondern auch mit den standortbezogenen Diensten (engl. Location-based Services (LBS) im weitesten Sinne beschäftigen.

Wichtig ist zunächst einmal das Angebot von Google. Wie ist das Geschäft auf Google Maps vertreten? Ist es überhaupt vertreten? Und was für Kommentare hinterlassen die Nutzer? Dabei kommt es nicht nur darauf an, dass man vertreten ist, sondern dass man das Geschehen monitort und zu seinem Gunsten beeinflusst – also Digital Relations auch bei standortbezogenen Diensten betreibt.

Das gleiche gilt für Yelp, gerne auch als “Mutter aller Empfehlungsdienste” bezeichnet. Was für Bewertungen hinterlassen die Nutzer? Was kann man gegen Bewertungen machen, die vollkommen ungerchtfertigt vorkommen? Wie kann man seine Gäste animieren, gute Bewertungen zu hinterlassen, ohne aufdringlich zu wirken?

Bei den jüngeren Smartphone-Nutzern sind Foursquare und Swarm besonders beliebt – obwohl Foursquare eigentlich gar nicht als Bewertungsportal gestartet ist, erlebt er durch die sozialen Netzwerke seinen Siegeszug. Was man hierbei auf jeden Fall beachten sollte, ist die Integration in Twitter und Facebook, die dafür sorgt, dass der ganze virtuelle Freundeskreis von einem Check in erfährt.

Noch deutlich kleiner als Yelp und Foursquare ist Plazaa. Der Dienst setzt vor allem auf die höhere Reputation von “Freunden”, statt einer Menge anonymer Kommentare sind die Empfehlungen auf die Freunde beschränkt. Sozusagen klein, aber fein.

Ach ja, und Qype gibt es auch noch. Trotz der Konkurrenz von Yelp und Foursquare kann der deutsche Dienst sich noch immer behaupten, viele Nutzer schätzen es, wenn sie auf die Menge an deutschprachigen Kommentaren zurückgreifen können, die über die Jahre – also vor dem Siegeszug der Smartphones – entstanden sind.

 

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Pressearbeit mit Google Ads flankieren?

Rund 90 Prozent aller Suchmaschinenanfragen gehen in Deutschland an Google. Eine absolut dominierende Stellung auf dem deutschen Markt, nicht einmal im amerikanischen Heimatmarkt erreicht der Suchmaschinen-Gigant eine ähnlich hohe Abdeckung.

Aufgrund der de-facto-Monopolstellung beziehen sich SEO (Search Engine Optimization, Suchmaschinenoptimierung) und SEA (Search Engine Advertising, Suchmaschinenwerbung) in Deutschland fast ausschließlich auf Google. Während Suchmaschinenoptimierung – also die gezielte Verbesserung bei den Google-Platzierungen – eher eine langfristige Angelegenheit ist, kann man bei der Suchmaschinenwerbung – also der Schaltung von Textanzeigen via Google Ads (früher: “Google AdWords”) bei bestimmten Suchbegriffen – von null auf hundert durchstarten. So es denn das Budget zulässt.

Faktor Google: wie deutsche Unternehmen Google einsetzen (Screenshot)

Faktor Google: wie deutsche Unternehmen Google einsetzen (Screenshot)

Und Google Ads hat mittlerweile in fast allen Unternehmen einen festen Platz im Werbebudget. Neben der marktbeherrschenden Stellung von Google – man muss sich nur mit Google Ads beschäftigen und deckt 95,9 Prozent aller Suchanfragen ab – ist vor allem der geringe Streuverlust für die Beliebtheit bei Marketing- und Vertriebsexperten verantwortlich. Jemand, der bei Google einen Suchbegriff eingibt, sucht nach etwas – einem Produkt, einer Produktgruppe oder Informationen.

Pressearbeit/PR bei Messen/Events mit Google Adwords flankieren?
In der Regel wird Google Ads hauptsächlich für Vertriebs- und Marketingzwecken eingesetzt, PR-, Presse- und klassische Öffentlichkeitsarbeit bleiben häufig außen vor. Auf den ersten Blick erscheint das sogar logisch: Google Ads lässt sich schließlich nicht auf Berufsgruppen (Journalisten!) einschränken. Ein Grund auch, warum Google Ads – noch! – im reinen B2B-Bereich unterdurchschnittlich eingesetzt wird. Auf den zweiten Bick hingegen verwundert der geringe Google Adwords-Einsatz von PR-Verantwortlichen dagegen schon, da die Grenzen zwischen Werbung, Marketing, PR, Digital Relations, SEO usw. immer stärker zerfließen. Wo bitte fängt im digitalen Zeitalter Werbung an und hört PR auf?

Noch verwunderlicher ist der geringe Google-Ads-Einsatz bei der Öffentlichkeitsarbeit, wenn verschiedene Bereiche bereits zusammen agieren, etwa bei Messen und/oder Events. Natürlich kann man in der Theorie noch behaupten, dass jeder “seinen” Bereich hat, in der Praxis jedoch zeichnet sich ein guter Messeauftritt dadurch aus, dass die einzelnen Bereiche möglichst gut und eng verzahnt zusammenarbeiten. Ein PR-Mitarbeiter, der sich ausschließlich nur für “seine” Pressekonferenz interessiert und der übrigen Messevorbereitung und -durchführung mit Gleichgültigkeit begegnet, ist schlichtweg kein guter Mitarbeiter.

Gute klassische Pressearbeit bei Messen/Events beinhaltet in der Regel neben der eigentlichen Pressearbeit vor Ort auch immer eine intensive Vor- und Nachbereitung. Pressekontakte müssen gepflegt werden, der Messeauftritt bzw. das Event muss mit Pressemitteilungen flankiert werden, häufig werden zudem auf Messen/Events Produktneuheiten vorgestellt, die zusätzlich – teilweise vertriebsunterstützend – “beworben” werden müssen. Sei es durch Werbeschaltungen, sei es durch PR-Arbeit.

Hinzu kommt, dass die Vor- und Nachbereitung auch im Internet stattfindet. Immer häufiger wird für jeden Messeauftritt eine eigene Seite – die gleichzeitig schon eine gute Landing Page mit Response-Elementen darstellt – auf der Homepage des Unternehmens erstellt, die Pressemitteilungen werden online distribuiert und auf der Webseite eingestellt, im Idealfall wird das sogar mit gezielten SEO-Maßnahmen flankiert.

Trotz des Aufwandes ist aber häufig “kein Geld mehr im Budget” für Google Adwords vorhanden. Aus Sicht von Görs Communications eindeutig ein Fehler: Rechnet man sämtliche Kosten zusammen, die ein Messeauftritt verursacht, ergibt sich in der Regel eine sehr hohe Summe. Natürlich muss die Standmiete, die klassischen Give-Aways, externe Dienstleister/Agenturen, die Manpower vor Ort einkalkuliert werden, aber auch der gesamte Arbeitsaufwand im Vorfeld der Messe bzw. des Events. Selbst “Kleinkram” wie Abstimmungen und Freigabeprozesse summieren sich am Ende zu einer beachtlichen Bindung von wertvoller Arbeitszeit.

Es geht nicht darum, bei Google Adwords sämtliche Geld-Schleusen zu öffnen, etwa indem man schlichtweg den Messenamen als Keyword verwendet und sämtliche Konkurrenten erbarmungslos überbietet. Sondern darum, dass man seine Keywords gezielt (und damit kostengünstig) setzt. Und da wundert man sich immer wieder, wie günstig man bei größeren Messen an Keywords wie “Presseinformationen” oder “Pressekonferenz” in Kombination mit dem Messenahmen kommt. Das gilt insbesondere für den B2B-Bereich, bei großen Publikumsmagneten wie der Cebit oder der ITB sieht das hingegen schon anders aus.

Der Grund hierfür ist denkbar simpel: Google Adwords arbeitet bekanntermaßen mit einem Auktionsverfahren. Die Werbeeinblendungen werden versteigert. Schläft die Konkurrenz (was im B2B-Bereich offensichtlich häufig vorkommt), dann sind die Keywords billig, setzen hingegen viele Unternehmen auf die selben Keywords – etwa “ITB” und “Presseinformationen” – wird’s teuer. Wichtig ist vor allem, dass man die “Sucher abgreift”, die spezifische Anfragen stellen, etwa über die Kombination mit bestimmten Produktgruppen, da diese “Sucher” besonders relevant sind.

Setzt man die niedrigen Google Adwords-Kosten nun in Relation zu den gesamten Messe-/Eventkosten, dann ergibt die Berücksichtigung im Gesamtbudget durchaus Sinn. Eine Maßnahme, die die klassische PR-Aktivität zwar nicht ersetzen, aber sehr gut flankieren kann. Selbst bei kleinen Events kann man zur Not noch immer auf die Pressemitteilung verlinken, statt eine Landing Page anzulegen. Bei größeren Events hingegen kann man die Landing Page zu einer digitalen Visitenkarte ausbauen, um schon im Vorfeld (und auch bei der Nachbereitung) potenzielle Käufer/Jounalisten/Multiplikatoren an sich zu binden. Im Zweifel ist es schlichtweg besser, die Schwäche der Konkurrenz bei Google Adwords auszunutzen, als der hunderste Messestand zu sein, der mit Give Aways um sich schmeißt – eine Priorisierung, die das Controlling sicher auch versteht (so es nicht im 20 Jahrhundert stehen geblieben ist).

 

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Ortsbezogene Werbung statt Branchenbucheintrag und Schweinebauchwerbung?

Bis vor ein, zwei Jahren entzündeten sich fast alle Debatten über den Siegeszug des Internets und die veränderte Mediennutzung noch hauptsächlich am “Zeitungssterben”, es wurde fast immer nur über die Auswirkungen auf Zeitungen und Zeitschriften diskutiert. Mittlerweile jedoch wird immer deutlicher, dass das ständig verfügbare Internet auch alle anderen Medien umkrempelt. Zu den beliebtesten Schlagwörtern gehört jetzt auch in Deutschland der “Second Screen”, also das Surfen auf dem Smartphone, dem Tablet oder Laptop während des Fernsehens. Die Zahlen sprechen dabei eine eindeutige Sprache, laut einer aktuellen Studie ist das Multitasking deutlich verbreiteter, als man zunächst annehmen würde:

Mehr als die Hälfte tut es beim Fernsehen: Knapp 56 Prozent der Deutschen haben während des abendlichen TV-Konsums ein zweites Gerät laufen. Führend ist hierbei das Notebook (52 Prozent), gefolgt von Smartphone (37 Prozent) und Desktop (29 Prozent).

Die Mehrheit der Deutschen kann also auch während des Fernsehens nicht die Hand vom Internet lassen, gefragt danach, was genau sie dabei machen, wurden folgende Tätigkeiten angegeben:

Fast die Hälfte der Befragten (49 Prozent) nutzt den Second Screen, um nebenher im Internet zu surfen, 47,7 Prozent lesen und schreiben Mails, 35,6 Prozent nutzen soziale Netzwerke.

Nun kann man sich lange Gedanken machen, wie sich das Fernsehverhalten dadurch ändert, entscheidend ist jedoch ein anderer Punkt. Die 56 Prozent zeigen mehr als eindrucksvoll, wie das Internet – in welcher Form auch immer – den Alltag dominiert. Der klassische “Fernsehabend”, bei dem die ganze Familie im Wohnzimmer gebannt auf den Fernseher starrt, stirbt aus. Vorbei sind die Zeiten, in denen sogar die Wohnzimmereinrichtung auf den Fernseher ausgerichtet war, in denen die Tagesschau pünktlich um 20:00 Uhr wie selbstverständlich den Abend einläutet. Stattdessen ist man jetzt immer online, ständig vernetzt.

Das Telefonbuch hat ausgedient

Wenn jeder das Internet – egal, ob auf dem Tablet, Smartphone oder Laptop – eh zur Hand hat, was passiert dann wohl, wenn der Fernseher seinen Geist aufgibt? Früher war die Sache einfach: Entweder hatte man “seinen Fernsehtechniker” (meist auch noch von dem Laden, von dem der Fernseher wie sämtliche Vorgängergeräte stammte), oder man blätterte im örtlichen Telefon/Branchenbuch, um einen Reparaturservice ausfindig zu machen. Schließlich stand ja auch in jedem Haushalt ein Telefontisch, auf dem neben dem Telefon auch ein Notizzettel und die Telefonbücher lagen.

Der ehemals als nützlich empfundene Telefontisch ist aber Vergangenheit, im Zeitalter der Smartphones geht niemand mehr zum Telefontisch, niemand blättert in Telefonbüchern. Stattdessen wird in den sozialen Netzwerken nachgefragt, wer einen guten Reparateur kennt (“Mist, jetzt ist der Fernseher abgeschmiert. Irgendwer mit einem guten Reparaturtipp? THX”), oder es wird “eben gegoogelt”. Ist der Fernseher etwa in Hamburg defekt, dann wird bei Google etwa “Reparatur Fernseher Hamburg” eingegeben. Oder, Hamburg ist schließlich groß, niemand macht gerne unnötig weite Wege, “Hamburg St. Georg Reparatur Fernseher”. Dann wird eventuell noch kurz geschaut, wie die besten Treffer bei Bewertungsportalen wie Qype abgeschnitten haben – und man hat seinen Reparaturdienst.

Oder der Fernseher wird gar nicht repariert, denn kaum hat man bei Google “Reparatur Fernseher Hamburg” eingegeben, schon erscheint verlockende Werbung (“Internetfähiger LCD-Fernseher, Bildschirmdiagonale 50 Zoll, 3D-Technologie ohne Brille, keine Anzahlung, nur 24 Monatsraten à 24 Euro”) vom nächstgelegenen Elektrohändler. Oder in den sozialen Netzwerken weist jemand auf den Fernseher hin, den er vor einer Woche selbst gekauft hat (“Reparieren? Lohnt doch heutzutage kaum noch. Habe mir letzte Woche ein Schnäppchen mit 55 Zoll geschossen, kann ich nur empfehlen!”).

Und der Vorgang betrifft beileibe nicht nur einen defekten Fernseher, sondern fast alle Bereiche. Die Moderatorin im Fernsehen trug ein chices Oberteil? In den sozialen Netzwerken nachfragen, von welchem Hersteller das ist, nächstbesten Händler googeln. In dem chicen, neuen Oberteil kommt man sich leicht übergewichtig vor? Im Internet die Erfahrungsberichte über nahgelegene Fitnessstudios überfliegen. Im Fitnessstudio einen netten Mann kennengelernt? Gleich mal im Hamburger Dating-Forum nach dem romantischsten Restaurant mit Elbblick fragen.

Streuverluste minimieren

Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen, vermutlich sogar bis zum endgültigen Ende, bei dem dann von den Angehörigen nach “Beerdigungsinstitut Hamburg St. Georg” gesucht wird. Wer jedoch nicht in der Liste auftaucht, ist das Unternehmen, das für zwar für klassische Branchenbucheinträge und alle möglichen Werbemaßnahmen in Telefonbüchern sehr viel Geld ausgegeben hat, aber im Internet praktisch nicht präsent ist.

Gleiches gilt für Firmen, die auf Anzeigenbeilagen in den regionalen Zeitungen setzen, aber ebenfalls das Internet links liegen lassen. Diese als “Schweinebauchwerbung in der Totholzpresse” verschriene Anzeigenform fliegt schlimmstenfalls vom Briefkasten ins Altpapier, wird bestenfalls von den potenziellen Käufern überflogen – aber zu welchem Zeitpunkt? Wie hoch ist die Chance, dass die Schweinbauchwerbung mit den neuen Fernsehern genau in dem Moment auf dem Wohnzimmertisch liegt, wenn der Fernseher kaputt geht, selbst wenn jede Woche eine neue Anzeigenbeilage finanziert wird?

Die Streuverluste sind einfach enorm, ein Problem, das es im Internet natürlich auch gibt – aber es lässt sich deutlich effektiver minimieren. Unternehmen kommen heutzutage einfach nicht mehr um das Internet herum, sie müssen eine digitale Werbestrategie entwickeln. Es geht nicht darum, auf klassische Werbung vollkommen zu verzichten, ein guter Werbemix ist noch immer das A und O im Marketing, aber Werbetreibende müssen Antworten auf zentrale Fragen finden. Um bei dem Beispiel mit dem Fernseher zu bleiben: Ein Fernsehhändler in St. Georg muss es schaffen, dass Leute, die nach “Hamburg Fernseher St. Georg” suchen, bei ihm auf der Homepage landen. Und da ist deutlich mehr als reine Suchmaschinenoptimierung (SEO) gefragt: Von Location-Based Advertising über Social Media, Digital Relations, Online-PR, SEO, SEM, SMM, SMO bis hin zu SEO-PR.

Hört sich furchtbar kompliziert und nach Fachchinesisch an, ist es aber nicht unbedingt. Im Blog wird Görs Communications in Zukunft einige der wichtigsten Maßnahmen erläutern. Wichtig ist vor allem, dass auch kleine und mittlere Firmen sich mit zentralen Problemen im Web auseinandersetzen. Was ist etwa, wenn man gar nicht mitbekommt, dass das eigene Unternehmen auf den Bewertungsportalen schlecht abschneidet? Was bringen einem tausende von Seitenaufrufe, wenn diese jedoch aus Süddeutschland stammen, man aber nur in Hamburg verkauft? Und wie erreiche ich meine Zielgruppe mit möglichst geringem Streuverlust, ohne als Spammer etc. wahrgenommen zu werden?

Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache
Dass der anfangs erwähnte “Second Screen” nur eine Erscheinung des tiefgreifenden Medienwandels ist, untermauern die Zahlen zur digitalen Nutzung in Deutschland: Knapp 80 Prozent der Haushalte haben einen modernen Breitbandanschluss, knapp drei Viertel aller Internetnutzer in Deutschland sind in mindestens einem sozialen Online-Netzwerk angemeldet und knapp 40 Prozent aller Deutschen besitzen ein Smartphone – Tendenz steigend.

 

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Harte Zeiten für klassische Kommunikation, PR und Werbung

Harte Zeiten für klassische Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit / Public Relations (PR) und Marketing / Werbung

Digitale Technologien und digitale Kommunikation haben sich in allen Bereichen des privaten und geschäftlichen Lebens durchgesetzt. Das Verbraucherverhalten und die Mediennutzung haben sich ebenfalls grundlegend verändert: Potenzielle Kunden und Interessenten wollen (mehr) Kontrolle, wo, wann und wie sie Inhalte („Content“) konsumieren.

Unternehmen und Unternehmer werden sich selbst und ihre Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit / Public Relations (PR) und Marketing / Werbung auf eine noch stärkere Fragmentierung einstellen müssen. Denn digitale Inhalte / Content werden nicht nur über das Internet (1.0 und 2.0), sondern vor allem auch immer stärker über mobile Endgeräte wie Smartphones, Netbooks und Tablets abgerufen. Viele Großunternehmen aller Industrien und Branchen haben bereits auf diesen Megatrend „Mobilisierung und Digitalisierung“ reagiert und ihre Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit / Public Relations (PR) sowie Marketing / Werbung entsprechend auf digitale Fundamente gestellt. Bis zu 50 Prozent ihres Gesamtetats für Kommunikation fließt mittlerweile ins Onlinemarketing und in die mobile Werbung.

Im Mittelstand und bei B2B-Unternehmen werden (vermeintliche?) Trends wie mobile / digitale Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit / Public Relations (PR) sowie Marketing / Werbung zudem traditionell eher zurückhaltend betrachtet.

Integrierte Kommunikation ist der Schlüssel zum Erfolg. Denn crossmediale Kampagnen wirken stärker, als wenn bspw. nur in der Zeitung geworben wird. Eins plus eins ergibt bei Crossmedia-Werbung schlicht mehr als zwei. Mit Crossmedia-Kampagnen wird mehr Aufmerksamkeit und mehr Abverkauf erzielt als bei Mono-Kampagnen – das beweisen alle relevanten Marktforschungsstudien (bspw. das Media Efficiency Panel der Gesellschaft für Konsumforschung GfK).

Kurz: Wenn verschiedene Medien vernetzt zusammenspielen, lässt sich die Wirkung von Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit / Public Relations (PR) sowie Marketing / Werbung deutlich steigern.

Also: Die (richtige) Mischung aus klassischer und digitaler / Online Werbung macht’s – auch im B2B Marketing

Grundsätzlich haben alle Medien (TV, Radio, Internet, Zeitung, Zeitschrift, Mobile, Außenwerbung) ihren Platz im integrierten Marketing. Wie stark aber welches Medium zum Einsatz kommt und wie hoch der jeweilige Anteil am Marketingbudget ist, hängt dabei individuell vom Ziel der einzelnen Kampagne ab – und davon, wie die jeweilige Zielgruppe am besten erreicht werden kann.

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