3. December 2020

Public Relations (PR) – unterschätzt und wenig wertgeschätzt

Was ist PR (Kurzform für Public Relations)? Was macht und leistet eine PR-Agentur, ein PR-Berater? Görs Communications gibt im Folgenden einen kurzen PR-Einblick.

Für den Begriff der Public Relations (PR) hat sich im deutschsprachigen Bereich der Terminus „Öffentlichkeitsarbeit“ etabliert. Mit PR sind leider viele Missverständnisse, Mythen und Vorurteile verbunden. Oft ist „PR“ negativ konnotiert, etwa bei Sätzen wie „Das ist doch nur ein PR-Gag“, „das ist eine schäbige PR-Kampagne“, „die macht das doch nur der PR wegen“, „das ist nicht echt, das ist PR“ etc. pp. Auch die Begriffe Propaganda und Promotion werden mitunter mit PR gleichgesetzt. 

PR wird heute leider auch immer noch als Pressearbeit oder Medienarbeit aufgefasst. Entsprechend sind die „Pressefuzzis“ oder „Presseheinis“ in den Köpfen Vieler lediglich „Pressetexter“ und Journalisten-Kontakter. Dabei ist der Bereich der Media Relations lediglich ein – in Zeiten des Medienumbruchs durch die Digitalisierung und durch das stark veränderte Mediennutzungsverhalten immer kleiner / unbedeutender werdender – Bereich der Public Relations. PR kann – und leistet – aber viel viel viel mehr!

Hartnäckig hält sich auch das Missverständnis, dass PR kostenlose Werbung sei. Leider haben das auch viele Agenturen und Berater aktiv kommuniziert. „Mit PR müssen Sie keine teuren Werbeanzeigen schalten“, „PR ist die kostenneutrale Alternative zur teuren Werbung“, PR ist günstig etc. pp. Deswegen wird PR auch geringer geschätzt als Hochglanzwerbung. Deswegen sind Werbeagenturen höher angesehen als PR-Agenturen und können höhere Stundensätze abrechnen. Fakt ist: Gute PR gibt es nicht umsonst und das Geld mehr als wert! 

PR ist umfassendes Kommunikations- und Medienmanagement. Und PR ist der Experte für die Erstellung und Verbreitung von Inhalten, neudeutsch: „Content“. Public Relations kümmert sich also um Content Creation, Content Distribution und Content Marketing. Dies sind in der heutigen Zeit und Medienlandschaft (digitale und „klassische“ Medien) immer wichtiger werdende (Kommunikations-)Bereiche.

Public Relations und /vs. Marketing

Hier scheiden sich die Geister: Viele sagen, dass PR Teil des Marketings ist, andere dass PR und Marketing getrennt voneinander zu betrachten sind und einige, dass Public Relations dem Marketing übergeordnet sind. Das kommt immer auf den Background, die kommunikative Aufgabe und Betrachter an. Viele Unternehmen subsumieren PR und Marketing in Begriffen für Kommunikationsabteilungen wie „Corporate Communications“ (CorpComm) oder „Marketing Communications“ (MarComm). Diese Diskussion PR vs. Marketing gab es schon immer und wird es auch immer geben. Die Kontroverse füllt ganze Bücher. Fakt ist aber in der Kommunikationspraxis, dass die Grenzen zwischen PR und Marketing (oft) nicht trennscharf sind. Und es kommen ständig neue Formate und Maßnahmen hinzu – beispielsweise Online-PR, Digital Relations, Blogger Relations, Contentmarketing, Sponsored Postings, Native Advertising, Social Media, Messenger, Videos etc. pp. Und letztlich ist dem PR- und/oder Marketingtreibenden ohnehin nur der Erfolg in der Praxis wichtig.

PR und SEO (Suchmaschinenoptimierung) – das synergetische Dreamteam

Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization, SEO) ist ein spezieller PR vs. Marketing Fall. Denn Journalisten starten ihre Recherchen mittlerweile natürlich auch immer über eine Google-Suche bzw. über andere Suchmaschinen wie Bing. Der Zeitdruck und Personalmangel in den Redaktionen führt dazu, dass oft nur auf der ersten Suchergebnisseite (Search Engine Listing oder Suchergebnisseite, SEL) von Google & Co. recherchiert wird – nach Inhalten, Ansprechpartnern, Experten, Kontakten etc. Wer also durch reaktive PR reüssieren will und von den Medien und Journalisten angefragt / angerufen / angemailt werden möchte, um dann als Experte ein Interview zu geben, der muss auf der ersten Seite von Google & Co. zu finden sein. Das kann aber nur durch intensive und kontinuierliche Suchmaschinenoptimierung (SEO) gelingen. Grob vereinfacht gesagt, sind heute für eine gute Google-Positionierung gute, lesenswerte und einzigartige Inhalte („unique content“) sowie die Anzahl und Qualität der auf die eigenen Inhalte verweisen Webseiten (Backlinks) entscheidend. Beides kann PR perfekt ermöglichen! Wenn zum Beispiel ein Bericht in einem bekannten Medium wie WELT oder FAZ (B2C) oder einem Fachmagazin (B2B) erscheint, in dem auf die eigenen Inhalte / Angebote / Website verlinkt wird, ist das „Gold wert“, denn diese Backlinks werden von Google & Co. extrem gut bewertet und gerankt. Wer SEO betreibt, sollte also unbedingt auch PR betreiben – und vice versa. Dann erst wird das komplette Potenzial ausgeschöpft (und beides ist günstiger als klassische Werbung).

Public Relations sollten aufgrund ihrer Leistungsfähigkeit in der modernen Unternehmens- und Organisationskommunikation („Corporate Communications“) die zentrale Rolle spielen. Budgets sollten daher von der klassischen, unwirksamen und störenden Werbung hin zur PR umgeschichtet werden. Wie die Planung, das Konzeptionieren, die Durchführung und das Management der Public Relations optimal gestaltet werden kann, zeigen die Beiträge auf der der Görs Communications Webseite. Für weitere Informationen und Beratungen kontaktieren Sie uns einfach per E-Mail an info (at) goers-communications.de

Moin und herzlich willkommen auf dem Görs Communications Blog!

Hier gibt es Blogbeiträge aus den Themenbereichen Public Relations (PR), Content, Marketing, Online- und klassische -Werbung, Blogs / Bloggen, Social Media, Digitalisierung, Medien, Kommunikation und vieles mehr.

Im Görs Communications Blog gibt es einzelne Beiträge zu den unterschiedlichsten Themen sowie längere Blogbeitragsserien, die sich mit zentralen Themen wie Onlinemarketing, Social Media, Content Marketing oder Public Relations (PR) / Öffentlichkeitsarbeit ausführlicher befassen. Wir vermitteln auch einen Blick hinter die Kulissen einer PR-, Marketing- und Digital-Agentur und -Beratung wie Görs Communications. Da die ursprüngliche Agentur-Website www.goers-communications.de immer mehr zur Wissens- und Beratungsplattform aus Expertensicht ausgebaut wird, sind auch Analysen, Rezensionen und Zusammenfassungen von sowie Empfehlungen und Tipps zu relevanten Büchern, Artikeln, Medien, Filmen, Sendungen und sonstigen Veröffentlichungen aus den Themenbereichen Public Relations (PR), Content, Marketing, Werbung, Blogs / Bloggen, Social Media, Digitalisierung, Medien etc. im Blog zu finden.

Die Kommentarfunktion ist im Blog leider aufgrund des Spams deaktiviert. Wir freuen uns aber über jede Erwähnung / Empfehlung / Verlinkung sowie Feedback via E-Mail an info (at) goers-communications.de sowie über die Görs Communications Social Media Accounts. Bei Interesse an einem (Gast-)Beitrag, einer Kooperation und/oder Werbung / Mediaschaltungen haben, lassen Sie es uns bitte ebenfalls per E-Mail an info (at) goers-communications.de wissen. Wir freuen uns auch über Themenvorschläge / Themenwünsche für den Görs Communications Blog.

Viel Spaß beim Lesen der Blogpostings und viel Erfolg in der Umsetzung. 

Erfolgreich durch fragenbasiertes Blogging und Contentmarketing

Die PR- und Marketingberatung Görs Communications erklärt, wie durch Blogs und Content-Marketing gerade auch in Krisenzeiten erfolgreich kommuniziert und Onlinemarketing betrieben werden kann.

Die Zentrale Ihres (Content)Marketings bilden nach wir vor Ihre Website und Ihr Blog!

„Trotz Krisenzeiten, Influencer- und Social-Media-Hype: Nur auf Ihren eigenen Websites / Internetauftritten und in Ihren Blogs haben und behalten Sie die volle Kontrolle“, betont der erfahrene Marketing- und Digitalberater Daniel Görs. „Fangen Sie an zu bloggen!“ lautet daher sein dringlicher Rat an Unternehmer, Digital- und Marketingverantwortliche. Wie Unternehmen, Entscheider und Kommunikatoren geeignete Themen finden, über die dann im Blog und auf der Website lesenswerte (Fach-)Artikel geschrieben, verbreitet und promotet / geteilt werden können? Eine sehr geeignete (Content)Quelle sind Fragen. Fragen, die Ihre Zielgruppen bewegen.

Was sind die Top 10 der wichtigsten Fragen, die Ihre Kunden Ihnen stellen? Daraus können Sie schon einmal 10 Blogartikel machen – und damit sind die ersten 10 oder 20 Wochen gesichert, je nach Ihrer Blogging-Frequenz.

Danach fragen Sie Ihre Mitarbeiter / Kollegen, was denen an Fragen auf den Tisch kommt – meist via E-Mail oder Telefon, vielleicht auch über die sozialen Medien / Social Media / Social Networks. Was sind deren Ideen für Ihre Branche, Ihre Produkte und Services / Dienstleistungen? So bekommen Sie weitere Themen für Ihr Contentmarketing und Ihren Blog, vielleicht auch für Ihre Öffentlichkeitsarbeit / PR (Public Relations). Auch Interviews mit Kunden und Kollegen sind sehr gute Content-Quellen.

Eine gute weitere Content- und Inspirationsquelle sind Events und Messen – aber diese sind in den aktuellen Corona-Krisenzeiten natürlich sehr eingeschränkt. Dennoch sollten Sie darüber nachdenken, wie Sie Online-Events und Online-Messen (oft werden diese aktuell auch hybrid durchgeführt) für Ihre Kommunikation und Ihr (Content)Marketing nutzen können. Flankierende digitale Kommunikation und Werbung sollten dabei selbstverständlich sein – beispielsweise über Social Media, Online-PR und Suchmaschinenmarketing (SEM) wie Google Ads Kampagnen für Messen und Events.

Wo verfügen Sie über Themen- und Meinungsführerschaft und Know-how-/Wissensvorsprung?

Wo haben Sie mehr Wissen als Ihre Kundschaft und Konkurrenz, was macht Sie zum Fachmann? Lassen Sie Ihre Kunden an diesem Wissen teilhaben, indem Sie lokale / regionale Daten und Erfahrungswerte liefern, einen guten Überblick erstellen, z.B. über branchentypische Situationen und Zustände. Und geben Sie ruhig regelmäßig Markt-, Themen-, Branchenkommentare und -einschätzungen ab. Es bietet sich an, wenn Sie ein- bis zweimal im Monat einen Wissensartikel zu einem dieser Themen schreiben und auf Ihrer Webseite, im Blog und via Public Relations (PR) veröffentlichen.

Hybride Kunden lesen Blogs und wollen starken Content mit Mehrwert

Das Informations-, Mediennutzungs- und Kundenverhalten hatte sich bereits vor der Corona-Krise massiv verändert. Aber die Digitalisierung wirkt als Katalysator in den aktuellen Krisenzeiten während der Corona-/Covid-19-Pandemie. Digitale Medien sind heute die klare Nummer Eins der Mediennutzung. Und zwar für alle Generationen, nicht nur für „Digital Natives“ und die viel beschriebenen und umworbenen Generationen Y und Z.

„Hybride Kunden“ sind heutzutage über alles informiert und werden vom klassischen Marketing mit dessen „Unterbrecherwerbung“ (Push-Marketing) kaum mehr angezogen, geschweige denn angesprochen. Denn sie wollen Inhalte (Content), Wissen und Lösungen für ihre eigenen Probleme und Fragen. Daher sollten sich Unternehmen und Organisationen sowie deren Geschäftsführer, PR- und Marketingverantwortliche fragen: „Was sind die häufigste Fragen meiner Zielgruppe?“ und diese in Form von Blogbeiträgen und „Frequently Asked Questions“ (FAQ) sowie „Questions & Answers“ (Q&A) proaktiv beantworten und kommunizieren.

Denn es sind meist immer wieder die gleichen Fragen, die immer wieder an Sie gestellt werden. Fragen zeigen, dass ein bestimmter (Informations-, Beratungs-, Kommunikations-)Bedarf bei Ihrer Zielgruppe vorhanden ist. Diese Informations-, Beratungs-, Kommunikations- und sonstigen Defizite und Bedürfnisse sollten mithilfe mehrwerthaltiger Informationen und Content-Formate behoben beziehungsweise erfüllt werden. Warum stellen Sie also nicht die Fragen, die Ihnen am häufigsten gestellt werden, in einem zentralen PDF-Dokument zusammen und geben dort Ihre besten professionellen Antworten aufgrund Ihrer Erfahrung und Expertise? Sie können aus den Antworten heraus dann auch auf Ihre weiterführenden (Blog-)Artikel und Services verweisen und verlinken (interne Verlinkungen sind wichtig für die Google-Indizierung und Google-Rankings – Stichwort Onpage-Suchmaschinenoptimierung SEO und interne Links).

Durch die Sichtung und Analyse und das proaktive Aufgreifen häufiger Fragen / Fragestellungen schaffen es Unternehmen und Unternehmer, dass sich Informationssuchende, Interessenten und potenzielle Kunden, aber auch sonstige Stakeholder wie Journalisten / Medien oder Investoren intensiver mit Ihnen, Ihren Themen und Dienstleistungen und Produkten beschäftigen. Das Resultat durch fragenbasiertes Bloggen und Contentmarketing ist ein schnellerer und intensiver Beziehungsaufbau. Also: Was sind die häufigsten Fragen, Fehler, Missverständnisse und Informationsdefizite in Bezug auf Ihr Thema, Ihre Dienstleistungen und Produkte?

Die neuen, hybriden Kunden (insbesondere der jungen Generationen Y und Z) gewinnen Unternehmen und Organisationen daher vor allem mit eindeutigem Nutzen, informativen und unterhaltsamen Angeboten sowie Erlebnissen und Emotionen.

Bei relevanten Inhalte führt kein Weg an Content-Marketing und Blogs / Bloggen / Blogging vorbei. Doch das benötigt eine neue Denkweise. Denn Content muss im richtigen Format erstellt (Content Creation) und auf den passenden Plattformen eingesetzt und verbreitet werden (Content Distribution). Dabei stets im Zentrum: die eigene Website mit dem eigenen Weblog / Blog.

Es geht aber nicht nur um die Themen, also das „was“, sondern auch um eine gut geplante Contentmarketing- und Blog-Strategie, also das „wie“, das „wann“ und das „wo“ Inhalte / Content veröffentlicht, promotet und geteilt werden.

Content-Marketing und Blogging bringen außerdem einen langfristigen Nutzen – im Gegensatz zur traditionellen Kurzzeit-Werbung in TV, Radio und gedruckten Zeitungen und Fachzeitschriften. Ein guter Blogbeitrag und ein geeignetes Contentmarketing-Format wie Artikel, Whitepapers, E-Books, Infografiken oder Listen können auch noch Jahre später dafür sorgen, dass neue Interessenten generiert werden. Contentmarketing und Blogging sorgen darüber hinaus langfristig für gutes Google-Ranking, wertvolle Suchtreffer in den Suchergebnislisten (SEL) der Suchmaschinen wie Google und Bing (SEO) und damit für langfristig gut wirksame und erfolgreiche Customer Touch Points im Internet. Mit Contentmarketing und Blogging werden in den digitalen Kanälen die Angeln für neue Interessenten und Kunden erfolgreich, effizient und langfristig wirksam ausgeworfen. Ein TV-/Fernseh- oder Radiospot, der heute gesendet wird, aber danach nie wieder, wird solch einen langfristigen Effekt niemals erreichen können. Deshalb ist Content-Marketing auch ein relativ kostengünstiges Marketing. Wenn es denn richtig, dauerhaft, strategisch und professionell betrieben wird!

Aber Qualität kostet. Daher müssen Unternehmen und Entscheider Zeit und Geld in ihre Inhalte / ihren Content investieren. Doch der langfristige Nutzen guter Beiträge übersteigt diese Kosten bei weitem – vor allem auch in Krisenzeiten wie aktuell. Eine erfahrene professionelle Digital- und Marketingagentur wie Görs Communications steht Ihnen auch in Krisenzeiten immer zur Seite. Wir beraten Sie zum strategischen Contentmarketing und Ihrer Digitalstrategie und setzen diese auch gerne für Sie um.

Kontaktieren Sie uns: https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/kontakt, schreiben Sie uns eine E-Mail an info (at) goers-communications.de oder rufen Sie uns kostenfrei an unter 0800-GOERSCOM (0800-46377266).

Warum Content Marketing und Native Advertising immer stärker nachgefragt werden

Die Banner-Werbung im Internet steckt in einem Teufelskreis. Die Klickzahlen sinken beständig, mittlerweile kommt im Durchschnitt auf 1.000 Einblendungen nicht einmal mehr ein Klick. Für die Webseitenbetreiber (Nachrichtenseiten etc.) bedeutet dies, dass sie noch mehr Werbeplätze zur Verfügung stellen müssen, um ihre (Werbe-)Einnahmen trotz sinkender Klickzahlen aufrechtzuerhalten. Für Werbetreibende bedeutet dies, dass sie immer aggressiver um Aufmerksamkeit buhlen müssen, um Klicks zu generieren. Zusammen führt dies dazu, dass die normalen Nutzer (also genau die, die man mit der Banner-Werbung abholen will) immer abgestumpfter von Banner-Werbung werden.

Der Fachausdruck hierfür lautet im Englischen „Banner blindness“, Wikipedia beschreibt das Phänomen folgendermaßen:

Banner blindness is a phenomenon in web usability where visitors to a website consciously or subconsciously ignore banner-like information, which can also be called ad blindness or banner noise.

The term „banner blindness“ was coined by Benway and Lane as a result of website usability tests where a majority of the test subjects either consciously or unconsciously ignored information that was presented in banners. Subjects were given tasks to search information on a website. The information that was overlooked included both external advertisement banners and internal navigational banners, e.g. quick links. The placement of the banners on a web page had little effect on whether or not the subjects noticed them. The result of the study contradicted the popular web design guideline that larger, colourful and animated elements on a website are more likely to be seen by users.

Im Grunde besagt das Phänomen, dass man mittlerweile so sehr an Banner-Werbung gewöhnt (und von ihr genervt) ist, dass das Unterbewusstsein sie so gut es eben geht ausblendet. Die als nervig und penetrant wahrgenommenen blinkenden Banner werden in der Wahrnehmung ausgeblendet, um sich auf die eigentlichen Inhalte der Webseiten konzentrieren zu können. Das Phänomen ist bei den Digital Natives naturgemäß am stärksten ausgeprägt, aber selbst ältere Mitbürger, die das Internet vielleicht 30 Minuten am Tag nutzen, sind schon darauf geeicht, Werbung zu ignorieren.

Verschärft wird das Phänomen noch durch die rasante Zunahme der Mobile-Ads. Immer mehr Menschen gehen mit Smartphones und Tablets ins Internet, weshalb immer mehr Unternehmen auf Mobile Advertising setzen. Und dort wird die Werbung als noch störender empfunden, viele Beobachter gehen davon aus, dass mehr als die Hälfte aller Klicks nur Fat-Finger-Klicks sind; beim Wischen übers Smartphone ist jemand ohne es zu wollen auf die Werbung gekommen. Kurz: Mobile-Ads sind zwar aufgrund der Nutzerzahlen angesagt, dass Dilemma mit der als nervig und überflüssig erachteten Werbung lösen sie aber auch nicht, eher verschärfen sie es noch zusätzlich. Die Reizüberflutung durch Online-Werbung wird nicht weniger, sie nimmt sogar noch zu.

Doch wie sollen Werbetreibende auf die Klickmüdigkeit reagieren?

Eine Antwort auf die Frage, wie Werbetreibende auf die Klickmüdigkeit regieren sollten, ist ein mehr an Qualität. Gute Banner zeichnen sich nicht dadurch aus, dass sie aggressiver um den letzten Klick buhlen, sondern dadurch, dass sie eine klare Botschaft transportieren, die zum Image des Unternehmens passt. Und, was niemals unterschätzt werden darf, gute Banner-Werbung zeichnet sich dadurch aus, dass sie möglichst perfekt ins Werbeumfeld passt. Das Schlimmste, was ein Unternehmen machen kann, ist, sich auf den Aggressivitäts-Wettlauf bei den Online-Bannern einzulassen und das eigene Image für ein paar Klicks mehr zu ruinieren – schließlich kann es nicht Sinn von Werbung sein, die (potenziellen) Kunden primär zu nerven. Kurz: Mehr Qualität in die Gestaltung der Banner einbringen. Der (Werbe-)Agentur etwas abfordern, es geht ja auch immer besser.

Die zweite Antwort lautet: Weg von der Banner-Werbung, hin zu den Inhalten. Wenn Nutzer Werbung instinktiv ausblenden, um sich auf die Inhalte zu fokussieren, muss man (also der Werbetreibende) in den Inhalten Präsenz zeigen. Dort mit seinem Produkt/Unternehmen präsent sein, wo der Nutzer einen überhaupt noch wahrnimmt.

 Native Advertising

Eine der Formen, bei den Inhalten präsent zu sein, ist das sogenannte „Native Advertising“. Also das gute alte bezahlte Advertorial aus der Print-Zeit ins Online-Zeitalter übertragen. Bezahlte Werbung erscheint nicht mehr wie Werbung, sondern wie ein redaktioneller Artikel, der nur (mehr oder weniger gut sichtbar) als „sponsored Post“, „gesponserter Inhalt“ etc. gekennzeichnet wird. Eine „Paid Media„-Form, die den Medienwandel von Print zu Online offenbar gut verkraftet hat.

Native Advertising auf der SPIEGEL-ONLINE-Tochter "bento"

Native Advertising auf der SPIEGEL-ONLINE-Tochter „bento“

Und diese Werbeform wird immer stärker nachgefragt, für die Verlage hinter den Webseiten ist es jedoch immer ein schmaler Grat, schließlich handeln sie sich dadurch schnell den Vorwurf der Schleichwerbung ein. Ein Vorwurf, den sie noch am besten dadurch entkräften können, dass die Native-Advertising-Artikel eindeutig gekennzeichnet sind.

Für Werbetreibende hat diese Form den Vorteil, dass sie vom Nutzer (und damit vom potenziellen Kunden) nicht sofort ausgeblendet wird. Es können also deutlich mehr Menschen als durch schnöde Werbebanner angesprochen werden. Zudem gibt’s häufig noch die Möglichkeit, mit den Links im Native-Advertising-Bereich der eigenen Webseite bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO) zu helfen.

Einer der Nachteile für Werbetreibende sind die Kosten. Für eine prominente Platzierung im eigenen Inhaltsbereich lassen sich die Verlage gut bezahlen, je nach Reichweite und der Zielgruppe können da schnell fünfstellige Summen zusammenkommen.

Content Marketing

Eine andere Möglichkeit, auf die Klickmüdigkeit bei klassischer Online-Werbung zu reagieren, ist das Content Marketing. Wenn Werbung nicht mehr zieht und stattdessen Inhalte gefragt sind, warum dann nicht gleich Inhalte auf der eigenen Webseite publizieren?

Für den Trend zum Content Marketing, der seit Jahren zu beobachten ist, gibt es mehrere Gründe, einer davon ist die Abstumpfung durch Werbung. Zusammen mit der immer wichtiger werdenden Bedeutung von guter SEO setzen immer mehr Unternehmen auf Content Marketing und setzen Banner-Werbung nur noch flankierend ein.

Apropos flankierend: Content Marketing und Native Advertising lassen sich wunderbar mit PR verbinden. Schließlich ist das Produzieren von Inhalten deutlich kostengünstiger, wenn die Inhalte nicht auf einem, sondern auf mehreren Kommunikationskanälen eingesetzt werden können. Wie, erklären wir in einem unserer nächsten Blogposts – oder Sie nehmen direkt mit unserer Agentur in Hamburg Kontakt auf und wir erklären es Ihnen direkt.

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

Qualitätsjournalismus als Vorbild fürs Content Marketing?

2013 war das Geschrei in Amerika groß. Jeff Bezos, Gründer von Amazon und mehrfacher Milliardär, hatte die altehrwürdige Zeitung „Washington Post“ für 250 Millionen Dollar übernommen. Das Problem: Washington Post war mal eine wirklich wichtige Zeitung in Amerika, ihre Sternstunden hatte sie in der Watergate-Affäre gehabt, in deren Folge Washington-Post-Reporter Bob Woodward und Carl Bernstein 1973 den Pulitzer-Preis bekamen. Die Washington Post war daher eine Institution, die zwar sehr schwer mit der Umstellung aufs neue Medienzeitalter zu kämpfen hatte, aber immer noch für guten Journalismus stand.

WaPo-Online

Die Online-Ausgabe der Washington Post

Mit der Übernahme der Washington Post durch Jeff Bezos verbanden sich vornehmlich zwei Befürchtungen, die für die enorm negative Presse bei der Übernahme verantwortlich waren. Zum einen hatten die Beobachter Angst, dass die Washington Post nur zu einem Spielzeug von einem gelangweilten Milliardär verkommt, der diese, sobald sie ihn langweilt, auch wieder verscheuert – und das mit dem entsprechenden Substanzverlust. Zum anderen wurde befürchtet, dass Jeff Bezos mit der Washington Post auf Teufel komm raus Geld verdienen will und diese durch schlechte, aber reißerische Bildstrecken oder Listicles und anderem Clickbaiting verramscht. Kurz: Der Milliardär würde schon dafür sorgen, dass die Zeitung nicht mehr für Qualitätsjournalismus stehen würde, sondern für Online-Ramsch.

Komischerweise geschah aber das Gegenteil. Statt die Washington Post zu verramschen, investierte Bezos in guten Journalismus. Statt Journalisten zu entlassen, stellte er zusätzliche Reporter und Programmierer für die Webseite und die Apps ein, und das mit ziemlichem Erfolg. Mittlerweile gehört die Washington Post zu den meistgelesenen Online-Nachrichtenportalen der Welt. Das Erfolgsgeheimnis dahinter lautet Technik (Datenanalyse!) und Qualitätsjournalismus. Mittlerweile heimst die Zeitung dafür jede Menge Lob ein, vom Ramsch-Modell ist keine Rede mehr, stattdessen werden ihre guten journalistischen Inhalte gelobt.

Und die Washington Post ist beileibe keine Ausnahme. War vor wenigen Jahren noch der Siegeszug von Seiten wie BuzzFeed ausgemacht, dreht sich mittlerweile das Blatt. Die New York Times verdient online so viel Geld, dass sie endlich die Verluste im Print-Geschäft ausgleichen kann, der englische Guardian erreicht eine weltweite Leserschaft und das Wirtschaftsblatt Economist mausert sich nicht trotz, sondern wegen seiner qualitativ hochwertigen Beiträge zu einem der führenden Online-Medien. Und das zeigt sich auch in Deutschland, so zeigte sich etwa der Zeit-Online-Chefredakteur Jochen Wegner selbst etwas erstaunt, dass ausgerechnet die langen und ausführlichen Artikel so viel Traffic verursachen.

Offensichtlich setzt sich auch Online mittlerweile die Qualität durch – eine Entwicklung, die vielleicht sogar noch dadurch beschleunigt wird, dass Facebook gezielt gegen Clickbaiting vorgehen will.

Hochwertiges Content Marketing

Wenn der Trend bei Online-Nachrichtenportalen so aussieht, dass Qualitätsjournalismus sich durchsetzt, sollte das dann nicht auch den Content-Marketing-Verantwortlichen in Unternehmen, PR-Agenturen und Marketing-Agenturen zu denken geben? Sollten die Verantwortlichen für die Kommunikation sich dann nicht auch die Washington Post oder die New York Times zum Vorbild nehmen?

Die Antwort darauf lautet – wie so oft – Jein. Content Marketing hat weder die Ressourcen noch das Ziel, mit wirklich hochwertigen Nachrichtenplattformen wie der New York Times zu konkurrieren. Wer auch immer das machen will, hat wenig bis gar keine Ahnung vom effizienten Einsatz eines beschränkten Budgets. Ersteller von Content-Marketing-Inhalten sollten sich auch niemals für die besseren Journalisten halten, das wäre einfach vermessen. Jedoch – und da können sich die Content-Marketing-Verantwortlichen Zeitungen wie die Washington Post zum Vorbild nehmen – sollte der Trend zu hochwertigen Inhalten auch im Content Marketing berücksichtigt werden.

Gute Inhalte sorgen bei den Online-Nachrichtenmagazinen für nachhaltigen Erfolg. Einfach nur den Klicks mit billigen Inhalten zu generieren, schafft zwar anfangs Traffic, aber wirklicher Erfolg stellt sich damit über längere Zeiträume nicht ein. Eine recht simple Wahrheit, die sich 1-zu-1 auch aufs Content Marketing übertragen lässt. Lieber mit guten und interessanten Inhalten Besucher an sich binden, als die Knickzahlen durch reißerische Überschriften und billigen Massencontent zulasten der wiederkehrenden Besucher (und der Marke!) hochzujagen. Im Zweifel ist Qualität schließlich besser als Billigware, gerade im Journalismus und im Content Marketing.

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

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