16/07/2019

Business-to-Business Content Marketing (B2B Contentmarketing)

Im vorherigen Blogpost Business-to-Business PR (B2B PR) haben wir uns damit auseinandergesetzt, was zeitgemäße B2B PR leisten muss. Ein Thema haben wir jedoch aufgrund der Komplexität noch außen vor gelassen – den Medienwandel und der Siegeszug des Internets. Welche Chancen und Herausforderungen darin liegen, wollen wir mit diesem Beitrag über Business-to-Business Content Marketing (B2B Contentmarketing) erläutern.

Dadurch, dass das Internet mehr und mehr die klassischen Medien verdrängt und zur zentralen Informationsquelle im privaten wie im beruflichen Bereich wird, muss die PR-Arbeit im B2B-Bereich den Wandel anizipieren – und entsprechende Antworten finden, wie aus der veränderten Mediennutzung Kapital geschlagen werden kann. Vom Medienwandel sind schließlich nicht nur die “großen” Publikumszeitungen und -zeitschriften betroffen, sondern auch die Fachmedien, die es sich bisher in ihrer spezifischen Nische recht gemütlich gemacht haben. PR-Berater oder Kommunikationsverantwortliche, die ihre Zielgruppe bisher vor allem über diese Medien angesprochen haben – sei es durch redaktionelle (Vor-)Leistungen oder Anzeigenschaltungen – verlieren mit dem schleichenden Bedeutungsverlust dieser Medien ihren bisherigen Zugang zu der Zielgruppe, die sich zunehmend über die Abermillionen Anlaufstellen im Internet informiert.

Entscheidend für erfolgreiche PR-Arbeit im digitalen Zeitalter muss deshalb die erfolgreiche Beantwortung der Frage sein, wie man es schafft, dass der (zukünftige) Kunde, Multiplikator oder Stakeholder unter den Abermillionen Anlaufstellen im Internet dort aufschlägt, wo die eigenen Informationen platziert sind. Salopp gesagt: Ihre Nadel muss die sein, die im digitalen Heuhaufen gefunden wird.

Content wird immer bedeutender

Ein Anlaufpunkt bleiben trotz Medienwandel die Fachmedien, die ihre Online-Auftritte immer weiter ausbauen. Trotz des Rückgangs ihrer Bedeutung sind sie für die Zielgruppe noch immer ein Anlaufpunkt. Zwar einer unter vielen, aber immerhin. Wer jedoch meint, dass geschaltete Online-Werbung ausreicht, liegt falsch – ohne guten Content kämpft man mit seinen tollen bunten Bannern auf verlorenem Posten. Schließlich steht bei der B2B PR immer der Inhalt und die Information im Vordergrund, interessant ist daher der redaktionelle Bereich, den man durch gute Case-Storys, Whitepapers und anderem interessanten Content gewinnt.

Doch die Online-Auftritte der Fachmedien sind nur ein Einstieg – wichtig sollte den PR- und Marketingverantwortlichen immer sein, dass der Nutzer anschließend zur eigenen (!) Webpräsenz gelangt. Gute PR schafft es, dass der Content so interessant ist, dass der Nutzer/Leser sich anschließend genauer informieren möchte und zu Ihrer Webseite wechselt.

Content Marketing

Landet ein (potenzieller) Kunde auf der Unternehmens-Webseite, so muss er die Inhalte und Informationen, die er sucht, so schnell wie möglich finden. Niemand hat Zeit und Lust, sich durch tausende Unterseiten zu wühlen, um die relevanten Information zu finden. Deshalb gilt auch hier: Content is king. Schließlich ist eine Webseite 2015 mehr als eine digitale Visitenkarte, auf ihr müssen sich die relevanten Informationen finden, mit denen (Neu)Kunden gewonnen werden. Und zwar so, dass die unterschiedlichen Interessen zielgenau – etwa durch spezielle Kampagnenseiten oder Landingpages – bedient werden.

Womit wir uns so langsam dem eigentlichen Kern des Business-to-Business Content Marketing (B2B Contentmarketing) annähern: Gutes Content-Marketing ist nicht nur passiv gut (in dem Sinne, dass es dem Leser zusagt & informiert), es ist auch aktiv gut; gutes Content-Marketing generiert neue (Webseiten)Besucher und sorgt dafür, dass Ihre Webseite die Nadel im digitalen Heuhaufen ist, die (zukünftige) Kunden, Multiplikatoren und Stakeholder finden.

Dank B2B Contentmarketing im Web gefunden werden

Durch guten Content wird man im Netz gefunden – und das insbesondere im B2B-Bereich. Guter Content informiert, fesselt und generiert die Keywords, auf die Google “anspringt”. Mit Brand Journalism bindet man die Zielgruppe an sich – und das ohne Gatekeeper, schließlich sind Sie (und kein Redakteur) auf der eigenen Webseite Herr im Haus.

Ohne SEO - hier auf PR Hamburg - geht es nicht.

Ohne SEO – hier auf PR Hamburg – geht es nicht.

Während PR bei der klassischen Medienarbeit den Kunden über den Umweg der Medien (und damit auch der Journalisten und Redaktionen) anspricht, bietet die eigene Webpräsenz die Möglichkeit, endlich ungefiltert und direkt mit dem Kunden zu kommunizieren. Man braucht nicht mehr darauf hoffen, dass möglichst viele Sätze der Pressemitteilung den Weg in das Heft finden, sondern kann endlich so schreiben, wie man es am liebsten hätte. Wobei “wie man es am liebsten hätte” natürlich auf den (Neu-)Kunden bezogen sein muss – er ist es schließlich, den man erreichen will.

Doch was macht guten Content aus – abgesehen davon, dass er bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO) hilfreich ist? Da der B2B-Bereich informationsgetrieben ist, empfehlen wir von der PR Agentur Görs Communications unseren Kunden, auf Expertenwissen zu setzen. Und zwar nicht auf Fachchinesisch, sondern so, dass er zielgruppengerecht aufgearbeitet ist. Es bringt wenig, auf Teufel komm raus neue Texte auf die Webseite zu scheffeln, die nur rudimentär etwas mit dem Kernbereich und den Stärken Ihres Unternehmens zu tun haben. Stattdessen sollte die Webpräsenz dazu genutzt werden, die eigenen Stärken – und die Stärken der Produkte – herauszuarbeiten. Und das stetig, gutes Content Marketing lebt von einem ständigen Informationsfluss und von der Relevanz der Informationen.

B2B Contentmarketing flankieren

Gutes B2B Contentmarketing sollte im Mittelpunkt der digitalen PR- und Marketingstrategien stehen – flankiert durch SEO, SEM, Werbeschaltungen und Social Media. Gerade letzteres – also Social Media – bietet gute Möglichkeiten, den Kontakt mit Kunden, Multiplikatoren und Stakeholdern zu halten und zu intensivieren, verkommt aber in vielen Agenturen und Unternehmen mehr und mehr zum Selbstzweck. Dabei zählt am Ende nicht die Follower- oder Fan-Zahl über den Erfolg oder Misserfolg Ihrer PR- und Marketingmaßnahmen, sondern allein die Steigerungen bei den Verkaufsabschlüssen.

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

Was zeichnet eine gute PR-Beratung aus?

Wer die Wahl hat, hat die Qual: Unternehmen, die in Hamburg auf der Suche nach einer guten PR-Beratung sind, werden vom Angebot an Hamburger PR-Agenturen, PR-Beratern und Pressebüros regelrecht erschlagen. Zusammen mit Düsseldorf und München ist Hamburg die deutsche Hochburg für die PR-Beratung. Die starke Stellung der PR-Beratungen in Hamburg hat unterschiedliche Gründe, wobei die Wirtschaftsstärke und die hohe Medienkonzentration in Hamburg sicherlich zuerst zu nennen sind.

Doch was zeichnet eine PR-Beratung von der anderen in Hamburg aus? Worauf sollten Unternehmen achten, die eine PR-Beratung in Hamburg suchen und was unterscheidet seriöse von unseriösen PR-Beratungen? Mit mehr als 10 Jahren Erfahrung und Erfolg in der PR-Beratung verfügen wir von Görs Communications über einen ziemlich guten Überblick über die PR-Landschaft in Hamburg, weshalb wir Unternehmen, die eine gute Agentur suchen, folgende 10 Gebote an die Hand geben würden:

1. Das PR-Einmaleins beherrschen. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, die aber nicht auf jede PR-Beratung in Hamburg zutrifft. PR-Berater ist kein staatlich geschützter Begriff, viele Quereinsteiger scheitern bereits an der Frage, welche Form eine Pressemitteilung haben sollte, damit die Wahrscheinlichkeit am höchsten ist, dass sie auch aufgegriffen wird. Der Grund hierfür ist einfach, in Hamburg wechseln viele Journalisten in den PR-Bereich mit der Vorstellung, dass es ausreicht, über Kontakte zu verfügen, dabei ist das PR-Handwerkszeug ebenso wichtig.

2. Persönliche Kontakte. Obwohl Medienlandschaft und PR-Beratung in Hamburg in engster Nachbarschaft zusammen liegen, verfügt nicht jeder PR-Berater über die notwendigen Kontakte in die relevanten Medien. Dabei meint guter Kontakt nicht, dass man sich nach Feierabend in einer Bar trifft, sondern dass ein Vertrauensverhältnis zwischen Journalist und PR-Berater besteht.

3. Vertrauen. Der amerikanische Bundesrichter Potter Stewart hat einmal über die Definition von Pornographie “I know it when I see it” gesagt. Gleiches gilt auch für die PR-Beratung, wenn jemand das Gefühl hat, dass es in manchen Agenturen in Hamburg “halbseiden” zugeht, dann sollte man die Finger von der PR-Beratung lassen. Am Ende kann nichts den persönlichen Eindruck ersetzen – und ein hanseatisches Verständnis von Geschäftsbeziehungen, von denen immer beide Partner profitieren.

4. Aufschneider meiden. Viele PR-Beratungen in Hamburg versprechen Neukunden erstmal alles – von reichweitenstarken Auflagen in sämtlichen Regionalzeitungen über Fernsehbeiträge bis hin zu großen Storys im SPIEGEL. Unser Tipp: Vergessen Sie die Aufschneider, fragen Sie auch explizit, was die PR-Beratung nicht kann, denn langfristig zahlt sich Ehrlichkeit aus, nicht leere, vollmundige Versprechen.

5. Vernünftige Kostenstruktur. Natürlich macht es sehr viel her, wenn eine PR-Beratung nicht nur repräsentative Räume an einer der teuersten Straßen in Hamburg hat, sondern auch über den entsprechenden Fuhrpark verfügt. Nur – wer zahlt hierfür eigentlich letzten Endes die Rechnung?

6. Die Trennung zwischen alten und neuen Medien. Viele PR-Beratungen in Hamburg hängen noch der Sichtweise an, dass sich die klassische PR und Digital Relations im Internet trennen lassen. Dabei ist die Grenze zwischen Print- und Onlinejournalismus längst aufgehoben, die Bereiche kann man gar nicht mehr getrennt voneinander “beackern”, Crossmedia schafft zudem erhebliche Kostenvorteile.

7. Die Größe der Agentur berücksichtigen. Natürlich wirkt eine PR-Beratung, die auch für die wirklich großen Markenartikler in Hamburg arbeitet, zunächst anziehender. Aber neben den “großen” Kunden der PR-Beratung sind Sie dann auch nur ein weiterer, kleiner Kunde, entsprechend wichtig sind Sie denen dann auch nur. Unser Tipp: Suchen Sie sich eine Agentur, die der Größe Ihres Unternehmens entspricht und für die Sie auch wirklich wichtig sind.

8. Praktikanten sollen etwas lernen, nicht Mitarbeiter ersetzen. Eine Unsitte in Hamburger PR-Agenturen, und das auch schon seit Jahren: Trotz teilweise happigen Stundensätzen von über 150 Euro wird die eigentliche Arbeit am Ende von Praktikanten geleistet, die mit 300 Euro im Monat abgespeist werden. Da jubelt natürlich die Buchhaltung und das Controlling, aber die Praktikanten und auch die Kunden sind die Leidtragenden. Bei einem Praktikum sollen die künftigen PR-Berater etwas lernen, nicht die Arbeit der gesamten Agentur übernehmen.

9. Vertriebslastige Agenturen meiden. Manche PR-Beratung in Hamburg scheint ihre Kommunikationskünste vor allem dazu einzusetzen, den Kunden immer wieder neue, zusätzliche Leistungen aufzuschwatzen. Unser Tipp: Verhandeln Sie ein Budget, und wenn das regelmäßig überzogen wird, dann sollten Sie sich überlegen, ob eine andere Hamburger PR-Beratung nicht eine bessere, weil günstigere, Alternative darstellt.

10. Inhabergeführte PR-Beratung. Suchen Sie sich nicht nur eine PR-Beratung, die inhabergeführt ist, sondern in der der Chef Sie persönlich berät, und nicht irgendein Mitarbeiter, der nicht nur weniger Erfahrung, sondern auch keine Entscheidungsmacht hat.

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

Twitter: Sind Tweet-Aggregatoren wie RebelMouse, Paper.li und Scoop.it sinnvoll?

Kommunikationsverantwortliche in Unternehmen und PR-Agenturen, die Social Media für die Unternehmens- und Kundenkommunikation nutzen, kennen das Problem nur zur Genüge. Mit dem Siegeszug der Social-Media-Riesen Facebook, Twitter und Co. stieg auch die Anzahl der Tools, die “man unbedingt nutzen muss”. Nahezu jeder Social-Media-Berater schwört auf einen der unzähligen Dienste wie Hootsuite, Untweeps oder Klout.

Doch welche Tools sind wirklich sinnvoll? Sollten PR-Verantwortliche wirklich alle Tools ausprobieren oder gar nutzen? Welche Tools ergeben wirklich Sinn, welche sind eigentlich nur Zeitverschwendung?

Angesichts der Vielzahl der Social-Media-Plattformen und der dazugehörigen Tools lässt sich dies nicht ohne weiteres beantworten – eine weitere Eingrenzung ist notwendig. Da wir von der Hamburger PR-Agentur Görs Communications am häufigsten und intensivsten unseren Twitter-Account PR Agentur Hamburg nutzen, wollen wir die Frage allein auf Twitter beschränken. Und dort auf die Frage, ob Dienste wie RebelMouse, Paper.li, Scoop.it und Co. sinnvoll sind, die (halb-)automatisch die Tweets für einen aggregieren.

Was bringen Tweet-Aggregatoren wie RebelMouse, Paper.li und Scoop.it?

Es gibt für Twitter diverse Tweet-Aggregatoren, die (halbautomatisch) die Tweets vom eigenen Account sammeln und auf ihrer Seite anzeigen – beispielsweise RebelMouse, ein Dienst, für den wir bereits eine detaillierte Anleitung verfasst haben. Der Dienst sammelt also die Tweets und bereitet sie in optisch ansprechender Weise auf, wie auch unschwer auf dem RebelMouse-Account PR Agentur Hamburg zu sehen ist.

PR Agentur Hamburg auf RebelMouse

PR Agentur Hamburg auf RebelMouse

Der Gedanke hinter diesen Diensten ist relativ einfach, das Anschauen einer reinen Twitter-Timeline ist in der Regel wenig informativ und kaum übersichtlich, durch ein graphisch ansprechendes Aufbereiten der gesammelten Tweets sieht es dagegen deutlich attraktiver und informativer aus. Die Dienste zielen also darauf, dass sie statt Twitter angesurft werden, um sich die Tweets anzuschauen. Sicherlich eine gute Idee, in der Praxis hält sich der Traffic auf diesen Diensten jedoch in Grenzen, da Twitter für Tweets bei allen optischen Nachteilen immer noch die erste Anlaufstelle für alle ist, die sich Tweets durchlesen wollen.

Zudem haben alle diese Dienste einen bestimmten Fokus. Während RebelMouse etwa alle Tweets sammelt, fokussiert sich Paper.li auf Nachrichten, der Dienst aggregiert Tweets mit (vermeintlich) spannenden Links.  Ähnliches gilt auch für Scoop.it und The Tweeted Times, auch hier werden die Tweets wie eine Zeitung aufbereitet.

Zudem gibt es noch etliche Plattformen wie about.me oder favstar.fm, wo einzelne Profilseiten angelegt werden können und einzelne Tweets (etwa die erfolgreichsten oder die neuesten) angezeigt werden. Kurz, es gibt eine Vielzahl an Diensten, die aber alle nicht wahnsinnig viel Traffic generieren, nur wenige User nutzen sie wirklich wie beabsichtigt, um sich dort auch tatsächlich die Tweets anzuschauen.

Für den Social-Media-Verantwortlichen haben diese Dienste jedoch einen großen Vorteil, und das ist der geringe Arbeitsaufwand. Einmal angelegt, ziehen die Dienste ihren Content ganz von allein, alles ist automatisiert, der Arbeitsaufwand tendiert gegen Null.

Tweet-Aggregatoren wie RebelMouse, Paper.li und Scoop.it nutzen?

Damit dürften die Vor- und Nachteile recht klar sein. Tweet-Aggregatoren wie RebelMouse, Paper.li und Scoop.it verursachen so gut wie keine Arbeit, generieren aber auch nur sehr wenig Traffic; Aufwand und Nutzen sind also gleichermaßen limitiert.

Da die Dienste – zumindest in der Baisversion – kostenlos sind, empfehlen wir trotzdem den Nutzen. Die Accounts sind schnell angelegt, Tweets müssen eh geschrieben werden, also kann der Traffic – bzw. das Hintergrundrauschen – auch mitgenommen werden. Anders sieht es aus, wenn für die Dienste auch noch Geld bezahlt werden muss, dann stehen Aufwand und Ertrag kaum noch im Verhältnis.

Automatisierte Tweets sind nur in Maßen OK

Einige dieser Dienste bieten auch automatisierte Tweets an, um die Follower über neue Nachrichten zu informieren – bei Paper.li heißt es etwa regelmäßig “PR & Digital Relations Hamburg is out! http://paper.li/PR_Hamburg/1361887752 Stories via @Goers. Das ist ein nettes Feature, Social-Media-Verantwortliche sollten es jedoch zurückhaltend nutzen. Viele User machen hier den Fehler, dass sie aus Bequemlichkeit oder aus Sendungsbewusstsein ständig automatisierte Tweets schalten lassen. Das wirkt jedoch abschreckend auf die Follower, schließlich ist niemand auf Twitter, um sich ständig wiederholende und automatisierte Tweets durchzulesen. Unser Tipp: Mal sind diese automatisierten Tweets OK, mehr als ein automatisierter Tweet pro Tag hingegen ist Spam, das sollte man lassen.

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

PR für E-Commerce

In dem letzten Beitrag hier im Blog haben wir uns mit der Frage auseinandergesetzt, was PR für die Suchmaschinenoptimierung bzw. SEO leisten kann. Dabei kamen wir zu dem Fazit, dass sich im Zeitalter des Internets die einzelnen Bereiche der Kommunikation nicht mehr trennscharf voneinander trennen lassen, in der Praxis lassen sich die besten Gewinne (bzw. die besten Kosten-Nutzen-Verhältnisse) erzielen, wenn die einzelnen Maßnahmen möglichst eng miteinander verschränkt werden. Das Stichwort für die PR lautet hierbei Crossmedia, durch das Bespielen der klassischen Printmedien und der digitalen Welt lassen sich enorme Synergieeffekte erzielen.

Für PR-Agenturen, die noch aus dem klassischen Print-Bereich kommen, bedeutet dies, dass sie sich den Digital Relations zuwenden müssen, um überleben zu können – ein einfaches “weiter so” auf bewährten Pfaden gibt es nicht. Und auch die Unternehmen, denen es bisher reichte, in den klassischen Printmedien mit PR-Beiträgen und Werbung vertreten zu sein, müssen sich zwangsläufig auf die Wandlung in der Mediennutzung umstellen, auch für sie ist ein “weiter, so, das haben wir bisher immer so gemacht” alles andere als zielführend.

E-Commerce: Die “Digital Natives” unter den Unternehmen

Gänzlich anders stellt sich die Situation dar, wenn man die ganzen E-Commerce-Unternehmen betrachtet, die mittlerweile auch in Deutschland wie Pilze aus dem Boden sprießen. Die Unternehmen sind im Internet “zu Hause”, die meisten beherrschen Online-Marketing (bzw. “Web-Marketing” oder “Internet-Marketing”), Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Suchmaschinenwerbung (SEA) wie aus dem Effeff. Dabei zeigen sich durchaus Parallelen zum Generationenkonflikt zwischen den “Digital Natives” der jungen Generation und der älteren Generation, die sich von den “Internetbewohnern” Ausrücke wie “Internetausdrucker” oder “Totholzleser” anhören muss.

Kaum etwas ist bei Google so umkämpft wie Suchbegriffe wie "E-Commcerce günstigster Anbieter"

Kaum etwas ist bei Google so umkämpft wie Suchbegriffe wie “E-Commcerce günstigster Anbieter”

Unternehmen, die im Internet gestartet sind, haben einfach ein ganz anderes Verhältnis zum Internet, als Unternehmen, die sich nur aus der Not heraus dem digitalen Wandel öffnen. Deshalb stellt sich hier natürlich die Frage, ob – und was – PR für E-Commerce-Unternehmen leisten kann. Und ob es überhaupt sinnvoll ist, für E-Commerce-Unternehmen auf PR-Agenturen zu setzen, da sie sich doch selbst im Internet so gut auskennen.

Crossmedia ist Trumpf

Die Antwort hierauf lautet ja, und zwar vor allem aus einem Grund: Wie anfangs dargelegt wurde, lassen sich die höchsten Synergieeffekte durch Crossmedia-Strategien erzielen. Das heißt, eine PR-Agentur, die sich nur auf die digitale Welt oder auf das klassische Print-Gewerbe konzentriert, verschenkt enorme Potenziale.

Natürlich muss sich Kommunikation dem digitalen Wandel öffnen – gleiches gilt aber auch andersherum: Nur, weil man im Internet zu Hause ist, heißt das noch lange nicht, dass man sich es leisten kann, die “reale Welt” zu vernachlässigen. Gute Kommunikation muss immer ein möglichst optimales Kosten-Nutzen-Verhältnis erzielen, und da ist Crossmedia naturgemäß unschlagbar.

Print schafft Vertrauen

Ein riesen Vorteil, den auch die beste Suchmaschinenoptimierung nicht egalisieren kann, besteht darin, dass Print – oder andere “klassische Medien” wie Fernsehen oder Hörfunk” Vertrauen stiftet. Berichtet die Tageszeitung positiv über ein Unternehmen, bleibt in den Köpfen des Lesers hängen, dass das Unternehmen vertrauenswürdig ist. Und Deutsche sind – im Gegensatz zu den Amerikanern – sehr vorsichtige Menschen, was das Shoppen im Internet betrifft. Selbst wenn sie auf ein günstiges Angebot stoßen, schlagen sie nicht zu, da sie dem Anbieter nicht ohne Weiteres Vertrauen. Wer gibt schließlich schon einem Internetunternehmen die eigene Kreditkartennummer, wenn er noch nie vorher etwas von dem Unternehmen gehört hat?

Deshalb “beackert” eine erfolgreiche PR für E-Commerce-Unternehmen beide Schienen: In der klassischen Kommunikation wird dafür gesorgt, dass die Bekanntheit (und damit das Vertrauen) des Unternehmens gesteigert wird, durch Digital Relations, Social Media und Suchmaschinenoptimierung wird dafür gesorgt, dass die Leute schließlich auch zur Webseite gelangen. Und das alles crossmedial, also unter bestem Kosten-Nutzen-Verhältnis.

E-Commerce-Unternehmen haben häufig eine ganz andere SEO-Strategie als PR-Agenturen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die PR-Agenturen damit in diesem Bereich überflüssig sind, vielmehr stellen sie eine gute Ergänzung zum vorhandene Link-Mix dar. Im Idealfall wird der Linkaufbau so betrieben, dass der Link-Mix möglichst breit gestreut ist, tausende Links aus einer Ecke helfen einem bei Google & Co. nicht wirklich weiter. Generiert ein Unternehmen etwa ausschließlich Links aus den Presseportalen, dann hat die Suchmaschinenoptimierung eine Schlagseite, die negativ auf das Ranking einzahlt. Umgekehrt gilt jedoch auch, dass ein Link-Mix, der noch keine hochwertigen Links aus den Presseportalen enthält, durch Links aus eben dieser Quelle stark aufgewertet wird.

Gleiches gilt für die “Social Shares” via Twitter, Facebook, Google+, Instagram, Pinterest, Delicious, RebelMouse, Storify usw., auch hier kommt es darauf an, ein möglichst ausgewogenes Verhältnis zu gewinnen, welches zudem auch noch natürlich bzw. organisch aussehen sollte. Aber neben digitaler Pressearbeit und Social Media hat PR noch deutlich mehr zu bieten, mit denen die bisherigen SEO-Maßnahmen und das Online-Marketing wunderbar ergänzt werden können. Beispielsweise können über Blogger Relations hochwertige Links (& Traffic!) geschaffen werden, wenn man sich der Fallstricke bewusst ist. E-Commerce-Unternehmen sollten sich daher fragen, wo ihre Stärken in der (Online-)Kommunikation liegen – und wo die Schwächen liegen. Werden die klassischen Medien beackert? Ist man in den Online-Presseportalen präsent? Gibt es eine Social-Media-Strategie und wird diese auch sinnvoll und kostengünstig umgesetzt? Hält man die Verbindung zu wichtigen Multiplikatoren im digitalen Raum wie etwa den Bloggern? Wenn nicht, dann sollte die Kommunikationsstrategie überarbeitet werden – oder man sucht den Kontakt zu einer PR-Agentur.

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