12/11/2019

Webperlen: Datenjournalismus, Onlinejournalismus, Blogs und Nerdkram

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • Fortschritt durch Daten?
  • Warum Online-Journalist inzwischen ein Traumberuf ist
  • Blogbeiträge vs. Fachartikel
  • Blogs, die noch fehlen
  • Beugehaft gegen Onlineredakteur
  • Was es mit Mate und Club-Mate auf sich hat
  • 50 Life Hacks to Simplify your World

Die Trendblogger setzten sich mit den Möglichkeiten und Grenzen des Datenjournalismus auseinander. Interessant ist der Blogpost “Fortschritt durch Daten?” vor allem, da er zeigt, dass Onlinejournalismus weit mehr zu bieten hat, als nur den klassischen Journalismus 1 zu 1 in das Internet zu übertragen:

Die Redaktion sammelt Daten, wertet diese aus und stellt sie dann geographisch dar. Doch verschiedene Zoomfaktoren (die Lupe mal ausgenommen), Verlinkungen oder Bearbeitungsmöglichkeiten (beispielsweise das Eintragen eigener Kreditzinsen) durch den Leser sind in Papierform unmöglich. [...] Die Einbindung des Lesers als Nutzer ist in interaktiven Statistiken noch um ein Vielfaches höher als in simplen Bildergalerien oder Videos, in denen er lediglich über vor und zurück bestimmt.

Wo wir schon beim Thema Onlinejournalismus sind: Die Klagen über den Niedergang des Journalismus hört man in den Zeiten des “Zeitungssterbens” ständig, prekäre Arbeitsverhältnisse würden reguläre Jobs ersetzen, Copy & Paste ersetzt die Recherche. Dass dem nicht unbedingt so ist, schildert ein “Betroffener” im Artikel “Warum Online-Journalist inzwischen ein Traumberuf ist“:

Das Schöne am Journalismus im Netz ist die große Freiheit und Vielfalt, die er bieten kann. Ich bin nicht auf eine Form wie Text oder Ton oder Bild beschränkt. Wer will und kann, probiert und kombiniert. Es gibt keinerlei Beschränkungen dafür, wie lang oder kurz ein Inhalt ist. Gibt es beispielsweise viele gute Bilder, kann man sie alle zeigen. Es existiert in der Regel kein Redaktionsschluss und Inhalte können fließend erweitert und aktualisiert werden, sofern notwendig.

Auch wenn es keine Beschränkung für die Länge gibt, so stellt sich doch häufig die Frage, ob man einen guten Beitrag in einem Artikel veröffentlicht, oder ihn in besser mehrere Teile aufsplittet. Die Blogger von SEO-United betrachten dies – naturgemäß – eher unter SEO-Gesichtspunkten, am Ende des Artikels “Blogbeiträge vs. Fachartikel” fragen die Autoren sogar, ob die Deutschen das Bloggen verlernt haben:

Schaut man sich in der SEO-Szene um, so scheinen viele das eigentliche Bloggen schlichtweg `verlernt´ zu haben! Anstatt wie früher regelmäßig einfach draufloszuschreiben und sich dadurch langfristig zu einer echten Bloginstanz zu entwickeln, wird krampfhaft versucht, sich mit einmaligen Riesenartikeln gegenseitig in Tweets und Likes zu übertrumpfen.

Apropos Blogs: Angeblich gibt es ja Blogs wie Sand am Meer, jedes noch so kleine Nischenthema sei besetzt. Von wegen: Schmalenstroer.net hat eine hübsche Liste von Blogs zusammengestellt, die in der deutschen Blogosphäre noch fehlen – bzw. diese wunderbar ergänzen würden. Besonders gut hat uns bei “Blogs, die noch fehlen” das Wanderblog gefallen:

Das Wanderblog
Der offizielle Twitter-Account von Schweden wechselt jede Woche seinen Besitzer und es darf dann ein neuer Bürger des Landes twittern. Ohne inhaltliche Vorgaben, ohne Zensur, aber mit 67.000 Followern. Warum nicht mal ein Blog gründen, in dem sich jede Woche/jeden Monat eine neue Person austoben darf?

Weniger witzig ist dagegen die Geschichte, über die Thomas Stadler bei Internet-Law berichtet. Und zwar wurde gegen einen Redakteuer Beugehaft angeordnet, da er nicht die Daten einer Nutzerin an die Justiz weitergeben will, gegen die wegen Verleumdung ermittelt wird. Beugehaft gegen Onlineredakteur:

Hintergrund ist eine Strafanzeige einer Therapeutin der Rehaklinik Bad Hamm wegen übler Nachrede durch eine anonyme Bewertung auf Klinikbewertungen.de. Der beanstandete Beitrag wurde von dem Portal bereits 2011 gelöscht, der Portalbetreiber bzw. der zuständige Onlineredakteur verweigern gegenüber Staatsanwaltschaft und Polizei aber die Preisgabe der Nutzerdaten.

ClubMate
Und zum Abschluss noch zwei nerdige Klicks: Ole Reißmann hat in “Was es mit Mate und Club-Mate auf sich hat: Eine Geschichte in 23 Bildern” eine wunderbare Bilderstrecke über das Kult-Getränk zusammengestellt. Noch mehr Nerkram, noch mehr Bilder finden sich auf “50 Life Hacks to Simplify your World“, wo extrem dämliche, extrem überflüssige und ein paar geniale Tipps vorgestellt werden. Lacher garantiert!

 

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

Impressum und Datenschutzerklärung .