14/10/2019

Schaden ausgehende Links dem Suchmaschinenranking?

Schadet es dem eigenen Suchmaschinenranking, wenn man andere Seiten verlinkt? Eine Frage, die jüngst erst wieder durch die Blogs geisterte, nachdem sich Google etwas zweideutig geäußert hat – und sich mit einem klaren “Nein!” mit bestimmten Einschränkungen beantworten lässt.

Aber der Reihe nach: Das Ranking bei Google (mit einem Marktanteil von mehr als 90% in Deutschland der Quasi-Suchmaschinen-Monopolist) setzt sich aus hunderten von Faktoren zusammen, die unterschiedlich stark gewichtet werden. Und zu den wirklich wichtigen Faktoren gehören die Links, die von anderen Webseiten gesetzt werden. Dabei gilt jedoch nicht nur die Grundregel, dass viele Links viel im Suchmaschinenranking bringen, sondern es zählt auch, von welcher Seite die Links kommen.

Google-Suchergebnisse zu den Suchbegriffen PR Hamburg

Google-Suchergebnisse zu den Suchbegriffen PR Hamburg

Wird die Seite, von der man verlinkt wird, selbst häufig verlinkt, dann zählt der Link deutlich mehr, als wenn die verlinkende Webseite selbst kaum verlinkt wird. Auf gut Deutsch würde man vermutlich “Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen” sagen. Der Sinn dahinter ist relativ einfach: Google will das Ranking möglichst zielführend machen, also so, dass die wirklich relevanten Seiten möglichst früh angezeigt werden. Und als relevant sieht Google Webseiten an, auf die oft verlinkt werden – wäre der Inhalt nicht interessant, würden schließlich nicht so viele Links gesetzt werden. Und bei der “Qualität” der Links setzt Google auch auf dieses Prinzip, die ausgehenden Links von stark verlinkten Webseiten werden daher deutlich stärker gewichtet.

Ganz praktisch gesprochen: Da auf SPIEGEL ONLINE jeden Tag tausendfach verlinkt wird, zählt ein Link von SPIEGEL ONLINE mehr als ein Link von www.goers-communications.de oder von einer anderen PR-Agentur. In diesem Zusammhang hat es sich eingebürgert, vom Prinzip der Vererbung zu sprechen. Durch einen Link “vererben” Seiten praktisch einen Teil ihrer Stärke im Suchmaschinenranking. Verlinkt eine Seite, die hoch im Suchmaschinenranking steht, auf eine andere Seite, so steigt auch diese Seite im Suchmaschinenranking auf.

“Vererbung” ist zum Teil irreführend

Der Begriff der “Vererbung” ist jedoch auch irreführend, wenn man ihn wie in der “analogen Welt” verwendet, in der Sachen den Eigentümer wechseln, wenn man sie “vererbt”. Bei Google jedoch wird das “Vererben” anders verstanden, ein Link vererbt zwar Teile des Rankings, diese Vererbung wird jedoch nicht von der verlinkenden Seite abgezogen. Durch einen Link profitiert also die verlinkte Seite, die verlinkende Seite verliert jedoch nicht.

Damit wäre die Frage “Schaden ausgehende Links dem Suchmaschinenranking?” eigentlich beantwortet. Nein, ein ausgehender Link schadet dem Suchmaschinenranking nicht. Trotzdem hat sich jedoch ein regelrechter Linkgeiz breit gemacht, der aus guten Gründen kritisiert wird. Der einzige Grund, dem Linkgeiz eine gewisse Berechtigung zuzusprechen, liegt in der Einschränkung, die man dem “Nein!” bei der Frage, ob ausgehende Links dem Suchmaschinenranking schaden, hinzufügen muss.

Google rankt nicht nur die Seiten, Google registriert auch “schwarze Schafe”, also Webseiten, die mit illegalen Maßnahmen ihr Ranking steigern – in der Regel sind dies Spam-Netzwerke. Und diese “schwarzen Schafe” werden von Google natürlich abgestraft. Verlinkt man nun ständig auf irgendwelche Spam-Seiten, ordnet Google die eigene Webseite diesen Spam-Netzen zu und wertet die eigene Webseite ebenfalls ab.

Da es jedoch keinen Grund gibt, warum man ausgerechnet auf Spam-Netzwerke ständig verlinken sollte, kann diese Einschränkung in der Praxis ignoriert werden. Mit Links auf normalen, seriösen Seiten ist man immer auf der sicheren Seite, man “stärkt” zwar die empfangende Seite, verliert aber selbst nicht beim Suchmaschinenranking.

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

Webperlen: PR Hamburg, Hotspot-City, Fake-Accounts bei Tumblr, Sprachpanscher und Sprachpinscher

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • Beste PR-Foto wird in Hamburg ausgezeichnet
  • Hamburg wird “Hotspot-City”
  • Ausgehende Links schaden nicht!
  • Tumblr: Massives Problem mit Fake-Accounts?
  • Wir sind die 0,01 Prozent: Die Second-Screen-Twitter-Blase
  • Big business outsources innovation to startups
  • Sprachpanscher und Sprachpinscher
  • All The Great Mad Men Era Volkswagen Ads

Ein weiterer Event in der (heimlichen?) PR-Hauptstadt Hamburg, im November wird das PR-Foto des Jahres 2013 ausgezeichnet:

Die nominierten Fotos für das beste PR-Bild des Jahres 2013 bieten ein breites Spektrum an Themen und ungewöhnlichen Szenen, von der Hamburger Hochbahn bis Mercedes-Benz, von Umweltschützern bis zu politischen NGOs. Auch Sie können mit darüber abstimmen, welches Bild als das PR-Foto des Jahres gelten soll.

Auch sonst ist Hamburg mal wieder spitze, die Hansestadt Hamburg wird “Hotspot-City”:

Tolle Nachricht für alle Internetsurfer in Hamburg. Die Telekom hat heute angekündigt, dass Hamburg zur “Hotspot-City” werden soll. Ab sofort wird man in Hamburg eine Stunde kostenlos surfen können und die Telekom will die Hotspots weiter ausbauen. Hamburg wird laut Telekom-Angaben als erste deutsche Stadt großflächig mit WLAN-Technologie ausgerüstet.

Trotz aller Dementis von Google hält sich noch immer in Deutschland das Gerücht, dass ausgehende Links auf andere Seiten (also das, was wir von Görs Communications nicht nur in der Webschau und im Blog ständig machen) dem Google Ranking schaden. Da das Gerücht dazu führt, dass immer weniger verlinkt wird – was ursprünglich eine Stärke der Blogosphäre war – empfehlen wir den Artikel “Ausgehende Links schaden nicht“:

Solange man nicht sinnlos auf Spamseiten verlinkt, kann gar nicht passieren. Wenn der Inhalt der Seite gut ist, und der Link für die User Sinn ergibt, ist alles in bester Ordnung. Wer also unsicher ist, ob es schaden könnte, auf andere Seiten zu verlinken, dem sei gesagt: man verliert nichts, wenn man auf andere verlinkt.

Tumblr hat offenbar doch weniger aktive Nutzer, als allgemein angenommen wird, anscheinend gibt es sogar ein massives Problem mit Fake-Accounts (via):

Denn neben Querelen mit Porno-Inhalten kämpft Tumblr hinter den Kulissen mit einem massiven Problem: Fake-Profile. Bis zu 90 Prozent der Blogs könnten inaktiv sein, und mit Hilfe des neuen Eigentümers Yahoo werden diese gefälschten Accounts still und heimlich nach und nach gelöscht, wie ich in Erfahrung gebracht habe.

Dass Social Media unter Umständen auch von den Medien etwas überschätzt werden kann, gibt Ole Reißmann (via) in dem Blogbeitrag “Wir sind die 0,01 Prozent: Die Second-Screen-Twitter-Blase” zu bedenken, in dem er das ständige Verweisen auf Twitter während des Kanzlerduells hinterfragt:

Nun jubelt Twitter selbst, dass es zum #tvduell rund 173.000 Tweets gab. [...] Und wie viele stecken hinter den 173.000 Tweets? Nur mal angenommen, ein paar eifrige Nutzer haben das #tvduell kommentiert und alle paar Minuten einen Tweet geschrieben. Vielleicht 25 in 90 Minuten. Dann reichen schon rund 7000 Twitter-Nutzer aus, um auf 173.000 zu kommen.

Animierte Gifs zum Kanzlerduell gibt es übrigens hier (via).

Görs Communications auf Rebelmouse

Görs Communications auf Rebelmouse

Warum selbst innovativ sein, wenn man auch in Startups wie RebelMouse investieren kann? Big business outsources innovation to startups:

In recent months, investments in local companies by corporations were among the most significant overall, including a $20 million investment led by Cox Media Group and Samsung Ventures in ad-tech company Collective, and a $10.25 million series A round in social media company RebelMouse by investors that include Softbank Capital, an affiliate of Japanese telecom giant Softbank. Early in the summer, Chinese Internet giant Tencent helped bankroll $150 million for e-commerce site Fab.

Eine schöne Replik (via) auf die Sprach-Puristen vom Verein Deutsche Sprache e.V. findet sich unter “Sprachpanscher und Sprachpinscher“:

Warum Menschen, die keine Ahnung von Sprache haben, sich ausgerechnet zu einem Verein zusammenschließen, dem es um Sprache gehen soll, werde ich wohl nie verstehen. Aber wenn ich so einen Verein hätte, würde ich es genau wie der Verein Deutsche Sprache machen, und mich darauf beschränken, anderer Leute Sprachgebrauch zu kritisieren. Denn die sind dann vielleicht so beschäftigt damit, sich gegen die Kritik zu verwahren, dass sie gar nicht nachfragen, worauf diese sich eigentlich gründet.

Und zum Abschluss der Webschau was für das Auge, eine Bilderstrecke mit 50 faszinierenden Werbemotiven von Volkswagen: All The Great Mad Men Era Volkswagen Ads.

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

Webperlen: Neuland-Häme, Echtzeit-Journalismus und die abnehmende Wichtigkeit von Links bei Google

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • Die Häme über Merkels “Neuland”
  • Echtzeit-Journalismus beim Obama-Besuch
  • Acht Kurzporträts: So sehen Blogger aus
  • Google stuft die Wichtigkeit von Links herunter
  • Wie wichtig sind Links?
  • Die Website verliert an Bedeutung – es lebe der Artikel
  • Update Facebook Seitenstatistiken
  • Google, Microsoft und Facebook zahlen für Datentraffic
  • Christian Ude hält Wort

Der amerikanische Präsident war in Berlin zu Gast, und im Netz ist vor allem ein einziger Satz (bzw. ein Wort) Thema, Merkels ”Das Internet ist für uns alle Neuland.” Natürlich eroberte der Hashtag #Neuland sofort die Trending Topics bei Twitter, “So witzelt das Netz über #Neuland” wird bei Storify die Top-Story. Neben Witzen, die im Kern fast alle auf “Digital Native” vs. “Internetausdrucker” hinausliefen, gab und gibt es aber auch diverse ernstgemeinte Beiträge, die (aus Merkels Perspektive) fast alle negativ ausfielen. Das Spektrum reicht von “Warum #Neuland gefährliches Neusprech der Kanzlerin ist” über “Warum Merkels Neuland-Spruch gefährlich dämlich ist” bis hin zu “Der kleine Spruch “Das Internet ist für uns Neuland” rechtfertigt ein weiteres Massensterben von Bürgerrechten im Netz“. Die digitale Avantgarde fühlt sich übergangen, man stellt das Vorhandensein von Grips infrage, stellt Merkel als Maschinenstürmerin dar und findet es alles andere als lustig. Vereinzelt wird Merkel sogar verteidigt, etwa unter “#Neuland: die Arroganz der Digital Natives“. Die Debatte tobte (und tobt) so sehr, dass sogar der Regierungssprecher sich genötigt sah, die Worte der Kanzlerin auf Twitter zu erklären:

Seibert

Der vielleicht beste, weil sachlichste Beitrag zum Thema findet sich jedoch auf dem Blog Basic Thinking, wo es unter “Das Internet bleibt #Neuland: Warum Merkel gar nicht so Unrecht hat” heißt:

Denn Friedemann Karig hat völlig Recht: Die Internetlandschaft verändert sich rasend schnell, sodass sich selbst vermeintliche Experten kaum trauen, einen Blick in die Glaskugel zu werfen. Und dabei gibt es so viele Felder, bei denen man Orakel spielen könnte: An der Datenschutzreform werkelt die EU schon seit gut drei Jahren herum – „ihr Realisierungszeitpunkt“ ist laut Wikipedia dennoch „nicht absehbar“.

Während sich die sozialen Medien auf Neuland stürzten, tickerten die etablierten Medien, was das Zeug hielt. Dass es dabei zum Teil auch ziemlich banal zuging, war zu erwarten, aber teilweise wurden Belanglosigkeiten aufgeblasen, wie man es sonst nur von königlichen Hochzeiten kannte. Die FAZ, nicht gerade als Leitmedium des Livetickers bekannt, hat unter der Überschrift “Echtzeit-Journalismus beim Obama-Besuch – Auf der Damentoilette wurde ein Ring gefunden” eine schöne Abrechnung mit den Belanglosigkeiten im Ticker geschrieben:

Wenn Journalisten solche Dinge für erwähnenswert halten, dann ist es offensichtlich, dass sie ihre Aufgabe, die vor allem im Filtern und Werten besteht, nur noch am Rande wahrnehmen. Sie können auch gar nicht mehr anders, jeden Moment muss sich ja die nächste Banalität ereignen: ein Auto, das vorfährt, ein Windstoß, der ein Kleid oder eine Frisur in Unordnung bringt, ein Gesichtszug, der für einen Moment entgleitet, der Bissen Spargel, der nun allen Ernstes verzehrt wird – das muss alles haarklein berichtet werden, im Netz ist ja Platz genug.

Ein kleiner, aber feiner Einblick in das Blogger-Universum. Spiegel Online hat acht Kurzportraits über unterschiedliche Blogger-Persönlichkeiten aus den unterschiedlichen Themengebieten zusammengestellt:

Im Netz zu Hause: Acht deutsche Blogger haben uns verraten, was sie antreibt, wie viel Zeit sie investieren und wie sie mit fiesen Kommentaren umgehen. Manche haben internationale Trends gesetzt, viele im Netz Freunde gewonnen – und einer kann vom Bloggen gut leben.

Und immer wieder die Google-Algorithmen. Basierte das Google-Ranking früher vor allem auf Links, nimmt die Bedeutung ständig ab, jetzt ist es wohl mal wieder soweit, Google stuft die Wichtigkeit von Links herunter:

Wie Barry Schwartz in seinem soeben auf searchengineland.com veröffentlichten Artikel `Google Changes Ranking Advice´ zeigt, hat Google auf der WMT-Hilfeseite zum Thema `Ranking´ eine kleine aber feine Änderung vorgenommen. Wurde bis vor Kurzem dort noch erklärt, dass man das Ranking einer Webseite explizit auch durch Links von anderen Seiten steigern kann, wurde entsprechende Passage nun geändert.

Eine gute (und ausführliche) Antwort auf diesen Artikel findet sich zudem hier, unter anderem heißt es dort:

Google weiß selbst am besten, wie viele einzelne Faktoren in den Suchergebnissen berücksichtigt werden. Daher fällt hier auf, wie ähnlich sich doch Google und die SEO-Agenturen am Ende wieder einmal sind: beide benutzen den Konjunktiv, um sich sowohl rechtlich als auch empfehlungstechnisch abzusichern. Es kann wohl niemand ganz genau sagen, wie man unter die Top 3 der Suchergebnisse kommt.

Ein paar intelligente Überlegungen unter “Die Website verliert an Bedeutung – es lebe der Artikel” darüber, wie Webseiten-Betreiber darauf reagieren sollen, dass sich das Surf-Verhalten insofern geändert hat, als dass immer mehr User via Social Media auf einzelnen Artikeln, und eben nicht der Startseite landen:

Tatsächlich wird seit einiger Zeit schon der langsame Tod der Homepage diskutiert – weil es immer mehr Nebeneingänge zum Content statt des einen zentralen Portals gibt, durch das alle kommen. Wer zum Beispiel einer Artikelempfehlung auf Facebook folgt, ist schon mitten drin im Angebot und nimmt die schöne Homepage gar nicht wahr. Die einfache Schlussfolgerung:
This makes it more important than ever for websites to treat every page as if it’s the homepage.

Werbetreibende und Social Media Manager wird es freuen, mit dem Update der Facebook Seitenstatistiken werden die Statistiken endlich aussagekräftiger:

Die Insights haben nicht nur genauere Informationen, sondern sie werden auch übersichtlicher aufbereitet. Durch eine stärkere Gewichtung von Klicks, zeigt Facebook Marken auch auf, dass nicht nur Kommentare, Gefällt mir angaben und Shares den EdgeRank beeinflussen. Jeder Klick, sei es auf einen Link, oder ein Foto, hat Auswirkungen auf den EdgeRank.

Kein gutes Zeichen für die Netzneutralität: Wie Golem.de berichtet, zahlen Google, Microsoft und Facebook bereits für Datentraffic:

Google, Microsoft und Facebook zahlen in den USA an Telekommunikationsbetreiber für die bevorzugte Durchleitung von Daten. Das berichtet das Wall Street Journal aus informierten Kreisen. Die Zahlungen sind jedoch nicht besonders hoch.

Und zum Abschluss der Webschau ein Hinweis auf ein sehr schönes und vor allem witziges Tumblr. Auf Ude Holding Things macht man sich auf äußerst kreative Weise über das vollkommen missglückte Wahlplakat von Christian Ude lustig.

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

Webperlen: Datenjournalismus, Onlinejournalismus, Blogs und Nerdkram

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • Fortschritt durch Daten?
  • Warum Online-Journalist inzwischen ein Traumberuf ist
  • Blogbeiträge vs. Fachartikel
  • Blogs, die noch fehlen
  • Beugehaft gegen Onlineredakteur
  • Was es mit Mate und Club-Mate auf sich hat
  • 50 Life Hacks to Simplify your World

Die Trendblogger setzten sich mit den Möglichkeiten und Grenzen des Datenjournalismus auseinander. Interessant ist der Blogpost “Fortschritt durch Daten?” vor allem, da er zeigt, dass Onlinejournalismus weit mehr zu bieten hat, als nur den klassischen Journalismus 1 zu 1 in das Internet zu übertragen:

Die Redaktion sammelt Daten, wertet diese aus und stellt sie dann geographisch dar. Doch verschiedene Zoomfaktoren (die Lupe mal ausgenommen), Verlinkungen oder Bearbeitungsmöglichkeiten (beispielsweise das Eintragen eigener Kreditzinsen) durch den Leser sind in Papierform unmöglich. [...] Die Einbindung des Lesers als Nutzer ist in interaktiven Statistiken noch um ein Vielfaches höher als in simplen Bildergalerien oder Videos, in denen er lediglich über vor und zurück bestimmt.

Wo wir schon beim Thema Onlinejournalismus sind: Die Klagen über den Niedergang des Journalismus hört man in den Zeiten des “Zeitungssterbens” ständig, prekäre Arbeitsverhältnisse würden reguläre Jobs ersetzen, Copy & Paste ersetzt die Recherche. Dass dem nicht unbedingt so ist, schildert ein “Betroffener” im Artikel “Warum Online-Journalist inzwischen ein Traumberuf ist“:

Das Schöne am Journalismus im Netz ist die große Freiheit und Vielfalt, die er bieten kann. Ich bin nicht auf eine Form wie Text oder Ton oder Bild beschränkt. Wer will und kann, probiert und kombiniert. Es gibt keinerlei Beschränkungen dafür, wie lang oder kurz ein Inhalt ist. Gibt es beispielsweise viele gute Bilder, kann man sie alle zeigen. Es existiert in der Regel kein Redaktionsschluss und Inhalte können fließend erweitert und aktualisiert werden, sofern notwendig.

Auch wenn es keine Beschränkung für die Länge gibt, so stellt sich doch häufig die Frage, ob man einen guten Beitrag in einem Artikel veröffentlicht, oder ihn in besser mehrere Teile aufsplittet. Die Blogger von SEO-United betrachten dies – naturgemäß – eher unter SEO-Gesichtspunkten, am Ende des Artikels “Blogbeiträge vs. Fachartikel” fragen die Autoren sogar, ob die Deutschen das Bloggen verlernt haben:

Schaut man sich in der SEO-Szene um, so scheinen viele das eigentliche Bloggen schlichtweg `verlernt´ zu haben! Anstatt wie früher regelmäßig einfach draufloszuschreiben und sich dadurch langfristig zu einer echten Bloginstanz zu entwickeln, wird krampfhaft versucht, sich mit einmaligen Riesenartikeln gegenseitig in Tweets und Likes zu übertrumpfen.

Apropos Blogs: Angeblich gibt es ja Blogs wie Sand am Meer, jedes noch so kleine Nischenthema sei besetzt. Von wegen: Schmalenstroer.net hat eine hübsche Liste von Blogs zusammengestellt, die in der deutschen Blogosphäre noch fehlen – bzw. diese wunderbar ergänzen würden. Besonders gut hat uns bei “Blogs, die noch fehlen” das Wanderblog gefallen:

Das Wanderblog
Der offizielle Twitter-Account von Schweden wechselt jede Woche seinen Besitzer und es darf dann ein neuer Bürger des Landes twittern. Ohne inhaltliche Vorgaben, ohne Zensur, aber mit 67.000 Followern. Warum nicht mal ein Blog gründen, in dem sich jede Woche/jeden Monat eine neue Person austoben darf?

Weniger witzig ist dagegen die Geschichte, über die Thomas Stadler bei Internet-Law berichtet. Und zwar wurde gegen einen Redakteuer Beugehaft angeordnet, da er nicht die Daten einer Nutzerin an die Justiz weitergeben will, gegen die wegen Verleumdung ermittelt wird. Beugehaft gegen Onlineredakteur:

Hintergrund ist eine Strafanzeige einer Therapeutin der Rehaklinik Bad Hamm wegen übler Nachrede durch eine anonyme Bewertung auf Klinikbewertungen.de. Der beanstandete Beitrag wurde von dem Portal bereits 2011 gelöscht, der Portalbetreiber bzw. der zuständige Onlineredakteur verweigern gegenüber Staatsanwaltschaft und Polizei aber die Preisgabe der Nutzerdaten.

ClubMate
Und zum Abschluss noch zwei nerdige Klicks: Ole Reißmann hat in “Was es mit Mate und Club-Mate auf sich hat: Eine Geschichte in 23 Bildern” eine wunderbare Bilderstrecke über das Kult-Getränk zusammengestellt. Noch mehr Nerkram, noch mehr Bilder finden sich auf “50 Life Hacks to Simplify your World“, wo extrem dämliche, extrem überflüssige und ein paar geniale Tipps vorgestellt werden. Lacher garantiert!

 

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

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