20/11/2019

Was zeichnet PR-Texte, PR-Artikel und Pressetexte aus? Ein Leitfaden (Teil 2)

Im ersten Teil unseres kleinen Leitfadens über PR-Texte – Was zeichnet PR-Texte, PR-Artikel und Pressetexte aus? Ein Leitfaden (Teil 1) – haben wir, also die Agentur Görs Communications aus Hamburg, bereits darauf hingewiesen, dass PR-Texte potenziell erheblich kosteneffizienter als Werbe/Media-Schaltungen sind. Dies jedoch nur, wenn es gelingt, Veröffentlichungen zu generieren. Und das Generieren von Veröffentlichungen steht und fällt mir einer zielgenauen Ansprache der Medien (etwa einzeln oder per Presseverteiler) und vor allem der Qualität der PR-Texte. Dauerwerbeschleifen lesen sich etwa für die Vertriebsleute im eigenen Unternehmen gut, die Chance, dass Medien sie abdrucken, geht jedoch gegen Null.

Sich die Frage nach der Qualität von PR-Texten, PR-Artikeln und Pressetexten steht und fällt nicht nur mit der Ausdrucksweise und der Orthographie (also der Rechtschreibung), sondern hängt wesentlich davon ab, ob die Texte in ein journalistisches Umfeld passen. Und dort gibt es eine Vielzahl von ungeschriebenen Regeln, die ein guter PR-Texter kennt – beziehungsweise von einem schlechten PR-Texter ignoriert werden.

Ob ein PR-Artikel gut ins redaktionelle Umfeld passt, liegt auch daran, ob sich der Texter vorher Gedanken gemacht hat, was für eine Art von Text er überhaupt produzieren will – und ob diese Textart überhaupt bei den anvisierten Medien infrage kommt. Gerade in Fachzeitschriften, die für das B2B-Geschäft sind, finden sich in der Regel kaum Kommentare, stattdessen besteht ein hohes Interesse an Interviews und Berichten.

Folgende Textformen bieten sich für PR-Texte an:

  • Die Nachricht. Hier kommt es darauf an, informativ und objektiv zu schreiben. Also möglichst sachlich formulieren, blumige Umschreibungen vermeiden, auf unnötige Längen verzichten, einen seriösen Text abliefern.
  • Der Bericht. Sachlich und interessant informieren. Mehr als “nur” Informationen aneinanderreihen, sondern eine Story erzählen; dabei aber immer seriös bleiben. Also keine Märchenstunde einlegen, sondern einen sauber gegliederten Text formulieren, der die Frage nach dem “Wer,wie, wo, warum” beantwortet. Besonders interessant für B2B-Texte.
  • Die Reportage. Erzählen in Zeitung und Zeitschrift. Im Gegensatz zum Bericht bekommt der Unterhaltungsfaktor hier eine deutlich wichtigere Funktion. Der Text sollte spannend geschrieben sein, kann dabei sogar auch witzig sein.
  • Das Feature. Anspruchsvoll und unterhaltsam informieren. Sicherlich das aufwendigste Format, gleich, ob im Journalismus oder in der PR-Arbeit. Ein gutes Feature schafft es, interessante Zusammenhänge und Informationen unterhaltsam aufzubereiten. Also nicht die Art Text, an die man sich als PR-Anfänger wagen sollte.
  • Das Porträt. Mit Texten ein Bild von Menschen malen. Der große Vorteil eines Porträts für PR-Artikel besteht darin, dass das zumeist anonyme Unternehmen auf diese Weise ein Gesicht bekommt – das Gesicht sollte dabei jedoch positiv gezeichnet sein. Vertrauenserweckend, seriös, weder verschwenderisch noch knauserig.
  • Das Interview. Menschen kommen zu Wort. Interviews werden nicht nur gerne abgedruckt und gelesen, sie bieten auch den Vorteil, dass viele verschiedene Themen in einem einzigen Interview untergebracht werden können.
  • Der Kommentar. Werten und argumentieren. Hier muss es nicht unbedingt sachlich zur Sache gehen, selbst Polemik ist erlaubt. Wichtig ist jedoch, dass über den ganzen Kommentar eine schlüssige Argumentationsstruktur gewahrt bleibt. Also nicht einfach Textbaustein an Textbaustein legen.
  • Die Glosse. Mit spitzer Feder humorvoll Kritik äußern. Eng mit dem Kommentar verwandt, aber deutlich humorvoller. PR-Texter ohne Sinn für Ironie und Witzigkeit sollten hiervon lieber die Finger lassen. Nichts ist schließlich unbefriedigender für den Leser als eine Glosse, bei der er innerlich nicht schmunzeln muss.
  • Die Schlagzeile. Die Aufmerksamkeit des Lesers gewinnen. Eine knackige Ankündigung von dem, was den Leser erwartet. Darf dabei aber auch nichts versprechen, was am Ende doch nicht eingelöst werden kann. Etwas Zuspitzung, etwas Übertreibung ist also okay, maßloses Übertreiben hingegen nicht.
  • Der Vorspann. Aller Anfang muss nicht schwer sein. Muss informieren, was später kommt, dabei aber gleichzeitig auch Lust machen. Sozusagen die Fortsetzung der Schlagzeile mit anderen Mitteln.
  • Der Bildtext. Kurzer Text – große Wirkung. Gerade für Leser interessant, die die Zeitungen, Zeitschriften und Online-Angebote nur überfliegen. Das Auge bleibt fast immer bei den Bildern und dem Bildtext hängen. Ideal, um Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Weitere Informationen darüber, was PR-Texte, PR-Artikel und Pressetexte auszeichnet, gibt es im dritten Teil unseres Leitfadens. Stay tuned!

“taz”-Interview: Daniel Görs über Datenlöschung im Netz

Ein Thema, das vom Nischen- und Nerdthema zum großen Medienthema geworden ist: Nachdem im vergangenen Jahr bereits das ARD-Mittagsmagazin für einen Beitrag zum Thema “Online Reputation Management” hier in Hamburg in der Agentur war, hat sich jetzt die alternative Tageszeitung “taz” beim Agenturgründer Daniel Görs übers Online Reputation Management informiert. Wobei der Fokus des Interviews vor allem darauf lag, wie man negative – also unvorteilhafte – Sucherergebnisse aus den Ergebnislisten der Suchmaschinen “kegelt”.

taz-Interview mit Daniel Görs über Datenlöschung im Netz:  „Es werden Maulkörbe verteilt“

taz-Interview mit Daniel Görs über Datenlöschung im Netz:
„Es werden Maulkörbe verteilt“

Hintergrund: Das Internet vergisst bekanntlich nicht, eine Eigenschaft, die für viele Personen und Unternehmen zunehmend zum Problem wird. Schließlich ist es mittlerweile vollkommen gängig, dass Personalverantwortliche potenzielle Mitarbeiter erst einmal “googeln” – und fünf Jahre alte Einträge über alkohollastige Feiern machen sich da bekanntlich alles andere als gut. Auf Unternehmensseite macht es sich hingegen nicht gut, wenn ausgerechnet ein ehemaliger Mitarbeiter seinen Frust über den “miesen” Arbeitgeber so im Internet abließ, dass alle potenziellen Bewerber sofort drauf stoßen. Wobei schlechte Fundstücke im Internet nicht nur den Bereich Human Resources betreffen, sondern alle Geschäftsbereiche. Ein Bericht in einer eigentlich bedeutungslosen Lokalzeitung über einen kleinen, aber leider verpfuschten Auftrag kann noch nach Jahren Neukunden im B2B-Geschäft abschrecken, wenn er bei Google ganz oben erscheint.

Aber genug der Vorrede, hier ein paar der wichtigsten Stellen aus dem Interview:

taz: Welche Rolle spielen Agenturen wie Ihre bei dem Löschvorgang?

Daniel Görs: Wenn jemand zu uns kommt und einen Eintrag aus dem Internet löschen lassen, schlagen wir folgende Maßnahmen vor: Einmal, dass man sich selbst um seine Online-Reputation kümmert und stetig kontrolliert, wo es negative Inhalte, Verlinkungen, Fotos, Videos über einen gibt. Da empfehlen wir, dass man gegebenenfalls mit dem Webmaster, also demjenigen, der im Impressum als Webseiten-Betreiber genannt wird, Kontakt aufnimmt und ihn bittet, Dinge, die nicht stimmen, zu löschen. Oft lassen die mit sich reden, besonders bei älteren Informationen. Der zweite Schritt wäre die Suchmaschinen-Optimierung. Das heißt, man sorgt dafür, dass problematische Links in der Trefferliste der Suchmaschine möglichst auf einer der hinteren Seiten erscheinen, die die meisten gar nicht ansehen.

Und über die Lösch-Anträge bei Google, die zwar keine 100-prozentige Sicherheit bieten, aber ein guter Anfang sind:

taz: Und wie funktioniert die direkte Lösch-Anfrage bei Google?

Daniel Görs: Mit Hilfe des von Google im Internet bereitgestellten Formulars. Dort muss man exakt jede einzelne URL-Adresse nennen, zu der der Link gelöscht werden soll. Und man muss eine stichhaltige Begründung liefern. Es kann sein, das Google dann tatsächlich schnell löscht. Vielleicht sagen die aber auch: Das ist nicht eindeutig. Dann bleibt dem Betreffenden nur der Weg zum Rechtsanwalt.

Doch wer beauftragt eine Agentur? Wie muss man sich die Kunden beim Online Reputation Management vorstellen? In der Regel sind es ganz normale Unternehmen, schließlich kann es jeden treffen:

taz: Und was für Menschen kommen mit Lösch-Anträgen in Ihre Agentur?

Daniel Görs: Unser Kundenkreis besteht zum Großteil aus Unternehmen der Immobilien- und Finanzbranche. Bei Lösch-Anfragen geht es zum Beispiel mal um einen Bauträger, der vor zehn Jahren mit einem anderen Partner insolvent gegangen ist, dann aber weitergemacht hat. Trotzdem haftet ihm diese Insolvenz noch an, und das möchte er nicht mehr verlinkt haben.

Daniel Görs leitet seit 2012 seine eigene crossmediale Kommunikations- und PR-Agentur in Hamburg

Daniel Görs leitet seit 2012 seine eigene crossmediale Kommunikations- und PR-Agentur in Hamburg

Das vollständige Interview über die Google-Löschanträge, das Recht auf Vergessen, die Dominanz der Suchmaschinen und das vermeintliche Riesengeschäft für Agenturen kann hier bei der taz kostenlos und in ganzer Länge nachgelesen werden, zudem steht Ihnen der gesamte Artikel unter “Daniel Görs über Datenlöschung im Netz: „Es werden Maulkörbe verteilt” auch als PDF-Download zur Verfügung.

Falls Sie (oder Ihr Unternehmen) ebenfalls mit schlechten Google-Treffern zu kämpfen haben, dann können Sie sich natürlich unverbindlich an die Agentur Görs Communications wenden –> Kontakt.

 

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

 

In Hamburg bei der Agentur Görs Communications zu Gast: Das ARD-Mittagsmagazin für einen Beitrag zum Thema “Online Reputation Management”

Für einen Beitrag rund um das Thema “Online Reputation Management” war heute Morgen das ARD-Mittagsmagazin mit einem Fernsehteam in unserer PR-Agentur hier in Hamburg zu Gast. Und zwar hat das Fernsehteam vom Mittagsmagazin Daniel Görs interviewt. Thema des Interviews war die Frage, was man – also als Privatperson – machen kann, wenn sich im Internet Einträge über einen finden lassen, die alles andere als schmeichelhaft sind.

Das Team vom Mittagsmagazin mit Daniel Görs vor der Agentur

Das Team vom Mittagsmagazin mit Daniel Görs vor der Agentur

Dass sich das ARD-Mittagsmagazin gerade jetzt für ein Thema interessiert, das früher nur einigen wenigen unter dem etwas sperrigen Begriff “Online Reputation Management” bekannt war, ist alles andere als ein Zufall. Seit dem EuGH-Urteil, dass Google unter bestimmten Voraussetzungen Links löschen muss – Stichwort “Recht auf Vergessen” – ist das Thema in der breiten Öffentlichkeit angekommen. Nicht wenige setzen sich zum ersten Mal damit auseinander, was über sie im Internet geschrieben steht – und beim Googeln wird häufig Schlimmes entdeckt.

Das Fernsehteam vom Mittagsmagazin beim Filmen in der Agentur

Das Fernsehteam vom Mittagsmagazin beim Filmen in der Agentur

Dass das Löschen – bzw. den Antrag aufs Löschen stellen – der Links bei Google allein nicht hilft, wurde auch im Mittagsmagazin-Interview mit dem Online-Reputation-Experten Daniel Görs deutlich. Die Inhalte befinden sich schließlich noch weiter im Netz, sie werden halt nur nicht mehr über Google gefunden. Aber Google ist bekanntlich nicht die einzige Suchmaschine, technisch versierte Nutzer – darunter fallen auch immer öfter Personalverantwortliche – finden immer Wege und Mittel, um Verborgenes wieder ans Tageslicht zu fördern. Die hiesige (also etwa nicht die amerikanische!) Google-Suche vergisst zwar, aber das Internet nicht, egal, wie oft das “Recht auf Vergessen” eingefordert wird.

Online-Reputation-Experte Daniel Görs im Mittagsmagazin-Interview.

Online-Reputation-Experte Daniel Görs im Mittagsmagazin-Interview

Da eben das Stichwort “Personalverantwortliche” fiel: Natürlich ist eine anständige Onlinereputation bei einem Jobwechsel oder gar dem Start ins Berufsleben wichtig. Bewerber werden im 21. Jahrhundert nun mal gegoogelt, ob man das will oder nicht. Aber die Onlinereputation ist auch in anderen Zusammenhängen wichtig, wie Daniel Görs auch in dem Mittagsmagazin-Beitrag betont hat. Mittlerweile ist es vollkommen “normal”, nach Leuten zu googeln, und schon so manches Date fiel ins Wasser, weil Google Sachen ans Licht gefördert hat, die alles andere als einladend waren, um es milde auszudrücken.

Kann man sich zudem sicher sein, dass der Neuvermieter einen nicht googelt? Und was ist mit den ganzen geschäftlichen Treffen, bei denen man zunächst nur den Namen kennt? Hand aufs Herz, wie oft haben Sie eigentlich schon nach jemandem gegoogelt, mit dem Sie geschäftlich oder privat zu tun haben? Und wie würden Sie reagieren, wenn dort – fälschlicherweise! – steht, dass es sich um einen Tierquäler oder Nazi handelt?

Das Mittagsmagazin schaut der Agentur über die Schulter

Das Mittagsmagazin schaut der Agentur über die Schulter

Deshalb ist es mittlerweile unheimlich wichtig, eine gute Online-Reputation zu haben. Und das bedeutet, dass auf den ersten Google-Seiten bei der Suche nach dem jeweiligen Namen nur positive oder neutrale Treffer zu finden sind. Falls sich auf den ersten drei Google-Seiten problematische Treffer finden, dann wird es definitiv Zeit, sich mit dem Thema Online Reputation Management näher auseinanderzusetzen und gegebenenfalls eine Agentur zu beauftragen.

Gezeigt wird der Beitrag im morgigen Mittagsmagazin ab 13:00 Uhr – die Agentur Görs Communications würde sich natürlich freuen, wenn Sie einschalten!

Daniel_Goers_ARD_Mittagsmagazin_Online_Reputation_Management

UPDATE (29.8.2014): Der Beitrag kann jetzt auch in der Mittagsmagazin-Mediathek angeschaut werden –> Vergessen im Internet

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

Immobilien Marketing: Online Kunden fischen

Im Fachmagazin “Immobilienwirtschaft” wird erklärt, wie Immobilienunternehmen online nach Kunden fischen können – unter anderem wird hierzu auch Daniel Görs interviewt.

Link zum Beitrag: Online Kunden fischen

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

Immobilien Marketing: Fallstricke bei Interviews

Im Fachmagazin “AIZ | Das Immobilienmagazin” erklärt Autor Daniel Görs, welche Fallstricke bei Interviews lauern – und wie informative Interviews Immobilienabieter zu gefragten Gesprächspartnern machen.

Link zum Beitrag: Vorsicht – Fallstricke bei Interviews

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit auf dünnem Eis? Foto Copyright www.goers-communications.de

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit auf dünnem Eis? Foto Copyright www.goers-communications.de

 

 

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