19/09/2019

Kontensicherheit bei Twitter, Facebook und Google

Immer wieder machen Meldung, dass Nutzer-Accounts gehackt worden, in den Medien die Runde – zuletzt traf es mehr als 50 Millionen Facebook-Nutzer.

Was in den meisten Fällen schon gegen das Hacken hilft, ist die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung, die mittlerweile von fast jedem gößeren Internet-Dienst angeboten wird.

Der Vorteil dieser Prozedur liegt auf der Hand: Will ein Account gekapert werden, muss der Hacker nicht nur das Passwort knacken, sondern auch im Besitz des Mobiltelefons sein, was praktisch unmöglich ist. Da viele Nutzer bei ihren Mailkonten und ihrem Twitteraccount das selbe Passwort benutzen, bestände bei einer alternativen Verifizierung per Mail zudem die Gefahr, dass das Konto zuvor auch übernommen wurde, weshalb die Lösung mit dem Mobiltelefon schon wirklich Sinnn ergibt. Der Nachteil liegt jedoch auch auf der Hand, die Prozedur ist ziemlich umständlich. Problematisch ist hierbei nicht nur das “normale” Anmelden, sondern auch der Zugriff von Drittanbieter-Apps auf den Twitter-Account.

Genutzt werden dürfte der Anmeldeprozess in zwei Stufen daher vermutlich nur von “wichtigen” Accounts, alle anderen dürfte der Aufwand zu hoch sein – wenn man mal die notorischen Sicherheitsfanatiker außer Acht lässt. Noch ist die Funktion in Deutschland nicht eingeführt, es ist aber davon auszugehen, dass die Angabe der Mobilfunknummer nicht nur für den Anmeldeprozess in zwei Stufen genutzt wird, sondern auch, um eventuell gekaperte Accounts wieder ihrem ursprünglichen Besitzer zuordnen zu können, denkbar wäre es zudem, dass jede Passwortänderung per SMS-Code bestätigt werden muss, da Hacker auf diese Weise nicht ein neues Passwort festsetzen können, um den Account auch wirklich zu kapern.

FacebookSecurity

Sicherheitseinstellungen bei Facebook

 

Es bietet sich also an, die eigene Telefonnumer an Twitter herauszurücken, wenn Twitter danach fragt. Gleiches gilt für Facebook und Google, die eine ähnliche Funktion schon vor Monaten implementiert haben und unwillige Nutzer jetzt immer wieder mit der Frage nach der Mobiltelefonnummer nerven. Natürlich besteht die Gefahr, dass irgendwann die Datenbanken von Google und Facebook gehackt werden, und die Mobiltelefonnummer dadurch in falsche Hände gerät – die Chance hierfür ist jedoch sehr gering, jedenfalls deutlich geringer als die Chance, dass der eigene Facebook- oder Google-Account gehackt wird. Und ein gehackter Account ist alles andere als ein Spaß, wenn man den Account jahrelang gepflegt hat und ihn auch für geschäftliche Zwecke (PR, Marketing, Werbung) nutzt.

Security

Sicherheitseinstellungen bei Google

Überhaupt bieten Google und Facebook den Nutzern deutlich mehr Sicherheitsoptionen, als den meisten Nutzern bekannt ist. Die Einstellungen hierfür können bei Google unter https://www.google.com/settings/security und bei Facebook unter https://www.facebook.com/settings?tab=security&section=notifications&view vorgenommen werden.

Welche Sicherheitseinstellungen am besten sind, darüber muss jeder Nutzer selbst entscheiden. In der Regel zieht eine bessere Sicherheit auch immer einen Mehraufwand nach sich, also sollte jeder abwägen, was für ihn die ideale Lösung ist. Im Zweifelsfall geht die Sicherheit jedoch vor – gerade wenn es sich nicht um den eigenen Account, sondern um Projekte auf Kundenseite handelt.

Passwort und Drittanbieter-Apps

Das dürfte eigentlich selbstverständlich sein, ist es jedoch leider nicht: Das am häufigsten genutzte Passwort im deutschsprachigen Internet ist noch immer “Passwort”. Dabei weisen Verbraucherschützer und auch Webseitenbetreiber seit Jahren darauf hin, dass individuelle Passwörter gewählt werden sollten, die schwer zu knacken sind. Und das bedeutet zum einen, dass es sich nicht um Wörter im eigentlichen Sinn handelt, sondern um sinnfreie Buchstabenkombinationen. Außerdem sollten immer auch Zahlen und Sonderzeichen verwendet werden. Also niemals “Schalke04″ wählen, auch wenn das Passwort damit Buchstaben und Zahlen enthält, sondern Passwörter wie etwa “dfO76Hf_2″. Die kann man sich zwar schwieriger merken, aber Sicherheit geht bekanntlich vor.

Auch sollte man sich zweimal überlegen, welchen Apps man Zugriff gewährt. Häufig machen gerade auf Twitter kleine nette Spielereien die Runde, denen man aber Zugriff auf das Konto ermöglichen muss. Handelt es sich nicht um einen 100% vertrauenswürdigen Anbieter, sollte man hierauf verzichten. Zudem empfiehlt es sich, regelmäßig auf https://twitter.com/settings/applications zu überprüfen, welchen Apps man auf Twitter Zugriff gewährt hat – nicht, dass man irgendwann wie von Geisterhand zum Spam-Versender mutiert und alle Follower verliert.

 

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Social Media-Management: Im Haus, aber mit externem Backup?

Kein Vergleich mehr mit der Situation von vor fünf Jahren: Betrachtet man den Umgang und die Nutzung von Unternehmen mit Social Media (bzw. dem Web 2.0), dann fällt auf, dass sich einiges getan hat. Zumindest hier in Hamburg gehört die Nutzung von Xing, Twitter, Facebook und Co. für die meisten Unternehmen bereits wie selbstverständlich zur Kommunikations- bzw. Human Resources-Strategie. Dabei kann man nach Ansicht von Görs Communications verschiedene Phasen unterscheiden, die häufig in folgender Reihenfolge ablaufen:

1. Abwarten

Für die Verantwortlichen im Unternehmen ist Social Media ein Thema, aber man schreckt doch noch vor der Nutzung zurück. Die Gründe hiefür sind vielfältig. Man scheut den Ressourcenaufwand, hat Angst, Fehler zu machen, weiß nicht, wie man die Zielgruppe über soziale Medien erreichen soll, sieht sich in der klassischen Werbung bzw. der klassischen PR besser aufgestellt oder man schiebt die Entscheidung einfach immer weiter auf. Aufgrund der Kosten-Nutzen-Analyse sind Unternehmen, die Konsumgüter (oder entsprechende Dienstleistungen) verkaufen in der Regel deutlich früher in den sozialen Netzwerken präsent als Unternehmen, die im B2B-Bereich tätig sind.

2. Die Stunde der Social Media-Berater

Das Unternehmen entschließt sich, Social Media zu nutzen. Während Xing recht früh von den Personalern (und später auch vom Vertrieb) im Betrieb genutzt wurde, greifen viele Unternehmen bei ihren ersten Schritten im Web 2.0 häufig auf Externe zurück. Beauftragt werden je nach Budget Freie oder ganze Agenturen, die für das Unternehmen die ersten Schritte bei Facebook & Co. machen. Meist beschränkt man sich dabei auch auf ein oder zwei relevante Plattformen, alle anderen werden zunächst außer Acht gelassen.

3. Das können wir selbst

Bei der dritten Phase, bei der die Social Media-Aktivitäten zurück in das eigene Haus geholt werden, laufen zwei Entwicklungen zusammen: Zum einen steigt die Bedeutung von Social Media innerhalb der gesamten Unternehmenskommunikation, zum anderen ist die erste Scheu überwunden, Social Media kommt einem nicht mehr wie Rocket Science vor. Wahlweise wird die Aufgabe von der Marketing- oder der PR-Abteilung übernommen, nicht wenige Unternehmen stellen zudem für diesen Zweck Social Media-Berater ein, die sich ausschließlich um die sozialen Netzwerke kümmern können/sollen.

4. Von der Masse erschlagen

Vielen Unternehmen reicht es nicht, “nur” auf ausgewählten Social Media-Plattformen präsent zu sein, man will möglichst viele Plattformen bespielen. LinkedIn, Tumblr, YouTube, Google+, RebelMouse, Storify, MySpace, Instagram, Pinterest lassen grüßen. Und ein eigenes Blog soll natürlich auch noch her. Im Idealfall schafft man es sogar, dass alle Kanäle gut orchestriert agieren, man verlinkt von einer Plattform auf die andere, bindet die Elemente untereinander ein und nutzt die Stärken und Schwächen individuell aus.

Der Grund für die Masse an Social Media-Kanälen ist neben dem Acting in Concert leicht erklärt: Zum einen erreicht man mehr Leute, zum anderen ist Social Media ein schnelllebiges Geschäft. Nicht wenige Unternehmen haben sehr viel Aufwand in die StudiVZ-Netzwerke oder MySpace gesteckt und dort auch jede Menge Follower akquiriert, die jedoch jetzt nur noch den Wert von Karteileichen haben. Niemand kann heute sagen, welches Netzwerk in fünf Jahren noch bedeutend ist, deshalb versucht man, überall präsent zu sein – und den Kontakt mit dem Zielpublikum auf möglichst vielen Plattformen zu halten. Außerdem baut sich ein Netzwerk auch deutlich schneller auf, wenn man schon mehrere tausend Follower auf Twitter hat.

Im Haus, aber mit externem Backup?

Die Social Media-Kanäle im Haus, statt von Externen betreuen zu lassen, hat einen großen Vorteil: Man ist schlichtweg näher dran. Man weiß, was für Themen gerade heiß laufen, Abstimmungsprozesse lassen sich auf dem kurzen Dienstweg erledigen. Als Nachteil wird dagegen häufig dreierlei genannt: Zum Ersten ist man vom Arbeitsaufwand überrascht. Nicht wenige denken, dass “ein, zwei Facebookposts doch nebenher” gemacht sind – was aber nur stimmt, wenn man an private Einträge (“Das Eis schmeckt hier voll lecker, einself!”) denkt. Müssen aber mehrere Kanäle (sinnvoll!) bespielt werden, dann summiert sich der Aufwand unter’m Strich aber doch ganz schön, statt es “nebenher” zu erledigen, ist es eine Vollzeitbeschäftigung geworden, die wahlweise von einem Mitarbeiter der PR- oder der Marketingabteilung erledigt wird.

Zum Zweiten steigt natürlich die Betriebsblindheit, ein gewisser Tunnelblick stellt sich ein. Unternehmen stellen deutlich schneller auf Autopilot als Agenturen, der Blick von außen fehlt. Dabei sollten Social Media Berater eigentlich beraten, und nicht zu einer bestimmten Phase sämtliche Social Media-Aktivitäten übernehmen. Dazu kommt, drittens, dass die Social Media-Aktivitäten im Unternehmen (Konzerne ausgenommen) häufig auf einer Schulter ruhen. Ist der Mitarbeiter krank, fällt die Aktivität aus. Ist er im Urlaub, gibt es Post, die vorher terminiert wurden, Interaktivität findet also nicht mehr statt. Gehen dem Mitarbeiter die Ideen aus, bleibt der Social Media-Auftritt entsprechend blass.

Angesichts der jeweiligen Vor- und Nachteile von internen und externen Lösungen dürfte eine Kombination in den meisten Fällen am sinnvollsten sein. Die Social Media-Aktivitäten finden primär im Unternehmen statt, aber mit Unterstützung von außen. Zum einen als Backup, falls der zuständige Mitarbeiter oder die zuständigen Mitarbeiter ausfallen, zum anderen aber auch als Ideen-Lieferant. Der Social Media Berater wäre wieder das, was seine “Berufsbezeichnung” eigentlich aussagt, er berät und greift unterstützend ein.

 

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Wildfire von Google

Bei einer PR-Beratung wurden wir von Görs Communications gefragt, was es mit Wildfire von Google auf sich hat – und ob es Sinn ergibt, den Dienst zu nutzen. Da die Frage durchaus berechtigt ist – Wildfire ist einer der mächstigsten Dienste für die Organisation und Optimierung der verschiedenen Social-Media-Aktivitäten – posten wir hier im Blog ein paar grundsätzliche Überlegungen zu Wildfire.

Wildfire

Die Geschichte von Wildfire Die Geschichte von Wildfire liest sich wie eine klassische amerikanische Startup-Geschichte, auch wenn der Gründer Alain Chuard ein gebürtiger Schweizer ist. Laut der schweizer Handelszeitung wollte dieser für sein vorheriges Unternehmen “eine Reise auf Facebook verlosen, fand aber die Software zu mühsam und wollte selbst eine bessere Alternative schaffen.” Das ist ihm mit so einem Erfolg gelungen, dass er sich  mit Wildfire nur noch den sozialen Netzwerken widmete und immer mehr Apps für die Nutzung von Social-Media-Plattformen und die Schaltung von Werbung entwickelte.

Ende vergangenen Jahres dann schlug Google zu, der Suchmaschinenriese übernahme Wildfire für geschätze 350 Millionen Euro. Und das für ein Unternehmen, das es gerade erst vier Jahre lang gab – jedoch mit ziemlichem Erfolg. Wildfire hatte zum Zeitpunkt der Übernahme rund 400 Mitarbeiter und etwa 16.000 Kunden. Dass Google bereit war, so viel Geld in die Hand zu nehmen, hat vor allem zwei Gründe gehabt. Zum einen ist Wildfire einer der großen Player, wenn es um die Schaltung von Werbung bei Facebook geht – Google hat damit erstmals eine lukrative Möglichkeit gefunden, um am Erfolg der Konkurrenz partizipieren zu können. Zum anderen ist Wildfire einer der größten Produzenten von Apps für soziale Netzwerke. Und die fehlenden Apps waren bisher ein Manko von Google+, also jenem sozialen Netzwerk, das Google fast schon verzweifelt zum Laufen bringen will.


Was kann Wildfire?
Wildfire kann das, was die anderen Social-Media-Dienste von Drittanbietern auch anbieten. Eine App, von der mehrere Netzwerke gleichzeitig bespielt werden können, individualisierbare Templates und Apps, praktische Tools für die Online-Werbeschaltung und jede Menge Analysemöglichkeiten. Im Gegensatz zu anderen Anbietern, die sich normalerweise spezialisiert haben, aus einem Haus. Statt sich mit mehreren Diensten herumzuschlagen oder Apps selbst zu entwickeln, bekommt man von Wildfire alles aus einem Guss. Dazu werden noch bestimmte Specials, wie etwa zur Weihnachtssaison, angeboten.

Die Stärke von Wildfire liegt momentan noch ziemlich eindeutig bei Facebook, hier bietet das in Kalifornien beheimatete Unternehmen so ziemlich alles an, was mittlerweile möglich ist – Fan-Gates, Apps für Verlosungen etc.. Es ist aber davon auszugehen, dass die Google-Dienste in Zukunft deutlich stärker in den Fokus gerückt werden, einen ersten Anfang machte hierbei YouTube.

Lohnt sich Wildfire?
Die Frage, ob sich Wildfire lohnt, lässt sich wederklar mit Ja oder Nein beantworten. Im Gegensatz zu anderen Anbietern ist Wildfire nicht wirklich günstig, mit einer Kombination der Apps von anderen Anbietern dürfte man vermutlich günstiger abschneiden. Andererseits verursacht dies natürlich einen Zeitaufwand, der nicht zu unterschätzen ist, gerade in Unternehmen, die noch immer der “Social Media? Das kann doch die Marketingabteilung nebenher machen”-Devise folgen. Bei Wildfire hingegen muss man sich nur in einen Dienst hineinarbeiten, der insbesondere bei den Facebook-Apps seine Stärke ausspielt.

Außerdem sollten die PR- und Marketingverantwortlichen eines immer beherzigen: Bunte Apps, tolle Tools und die tollsten Analysemöglichkeiten bringen einem in den sozialen Netzwerken wenig, wenn nicht über den notwendigen Content verfügt – und den kann man nicht bei einer Firma in Kalifornien einkaufen.

 

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Webperlen: Google+/FB-Neuerung, SEO & Spam, Tablets schlagen Smartphones und Google greift Amazon an

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • Überraschende Neuerungen bei Google+ Profilseiten
  • Google leitet Picasa Web Albums auf Google+ Photos um
  • Facebook testet neue Share Funktion
  • Wie Googles Mitarbeiter Spam bekämpfen
  • 10 Thesen zur Zukunft des Online-Marketing
  • Google Shopping Express: Google plant amazon Prime-Konkurrenz
  • Musikstreaming: YouTube plant kostenlosen Spotify-Konkurrenten
  • US-Studie: Twitter hat eine eigene Meinung
  • Tablets überholen Smartphones

Bei Facebook hätte es einen riesen Aufschrei gegeben, bei Google+ interessiert ausschließlich die Profis: Google hat ohne Zeit mit Ankündigungen zu verlieren die Göße des Headerbildes verändert:

GooglePlus

Darüber, wie man das Headerbild am besten anpasst, klärt Martin Mißfeldt unter der Überschrift “Überraschende Neuerungen bei Google+ Profilseiten” auf:

Das gewaltige Headerbild muss kann nun im Format 16:9 vorliegen [...], zum Beispiel 1920 x 1080 Pixel. Die maximale Auflösung beträgt wohl 2120 x 1192 Pixel. Man sollte darauf achten, dass sich die Position der Elemente etwas verschoben hat. Das Bild skaliert sich in Abhängigkeit zur Browser-Auflösung dynamisch in die vorliegende Breite ein (die mobil-Ansicht habe ich noch nicht getestet). Im unteren Bereich, dort, wo die Info-Elemente sitzen, wird das Bild fließend etwas abgedunkelt.

Apropos Google und Google+: Der Suchmaschinenkonzern hat schon länger die Lust an seinem Dienst Picasa Web Albums verloren, jetzt will er offensichtlich zwei Fliegen mit einer Klatsche schlagen und die Nutzer von Picasa zu dem immer stärker gepushten Google+ zu lotsen. Google leitet Picasa Web Albums auf Google+ Photos um:

Google versucht offenkundig, Nutzer von Picasa Web Albums auf Google+ Photos umzuziehen. Der unabhängige Blog Google Operating System berichtet, dass das Unternehmen neuerdings Aufrufe von picasaweb.google.com auf den Fotodienst seines Sozialen Netzes umlenkt. Wer die Web-Alben von Picasa tatsächlich besuchen möchte, muss die URL picasaweb.google.com/lh/myphotos?noredirect=1 nutzen.

Facebook, bei den sozialen Netzwerken (zumindest von der Masse her) noch immer das Maß aller Dinge, schraubt weiter munter an Design und Funktionen herum. Als nächstes steht eine überarbeitete Share-Funktion an, allfacebook.de weiß unter “Facebook testet neue Share Funktion” folgendes zu berichten:

Anstatt dass die Auswahl, wo etwas geteilt werden soll in einem Dropdown Menü hinterlegt ist, gibt es nun alle fünf Möglichkeiten auf einen Blick. Es sind keine hinzugekommen und keine verloren gegangen.

Das dürfte vor allem für SMM-Interessierte: Schlechtes SEO zieht so manche Webseite nach unten, neben den Algorithmen setzt Google in immer stärkerem Maße auf manuelle Eingriffe, um den schwarzen Schafen das Geschäft zu vermiesen:

Wo die Betreiber der Suchmaschine Google früher stets beteuert haben, niemals manuell in das Ranking der Ergebnisse einzugreifen, scheint dieses mittlerweile Gang und Gebe zu sein. Googles oberster Spam-Fighter Matt Cutts erklärt in seinem neuen Webmaster Help Video, wie genau und unter welchen Umständen einzelne Webseiten als Spam klassifiziert bzw. aus dem Index entfernt werden.

Die wichtigen Punkte hierzu werden auf dem Blog von SEO-united unter “Wie Googles Mitarbeiter Spam bekämpfen” aufgeführt.

Eine mehr als gruselige Vorstellung für alle Onlinevergleichsportale:

Ob Unterhaltungselektronik, Flüge oder Hotels: noch sind Preissuchmaschinen der unterschiedlichsten Produktkategorien große Werbungtreibende auf der Google-Suche. Nach und nach wird Google aber besser als diese Spezialisten und liefert nicht mehr Clicks aus seinen Suchergebnissen, sondern sehr qualifizierte Leads – entweder an die Aggregatoren oder direkt an die bislang nachgelagerten Shops.

So Ralf Scharnhorst in seinen 10 Thesen zur Zukunft des Online-Marketing, die er zur derzeit stattfindenden Cebit aufgestellt hat. Dass das alles andere als weltfremde Spinnereien sind, unterfüttert das GoogleWatchBlog, anscheinend nimmt es der Suchmaschinenkonzern jetzt sogar mit Amazon auf:

Im letzten Jahr hat Google einige Investitionen in Richtung eCommerce getan: Es wurde BufferBox (Paketboxen), Channel Intelligence (Referal-Systeme), Incentive Targeting (Coupons) und einige weitere kleine Anbieter übernommen. Außerdem wurde Google Shopping relauncht und das Google Trusted Store Badge eingeführt. Aus all diesen Puzzleteilen könnte nun schon bald die erwartete offene Versandplattform werden.

Mehr hierzu findet sich unter “Google Shopping Express: Google plant Amazon Prime-Konkurrenz“.

Wie die Konzernmutter (Google), so auch die Tochter (YouTube): Statt nur die eigenen Funktionen zu verbessern, werden die Geschäftsbereiche immer weiter ausgeweitet. Angst vor etablierten Wettbewerbern hat man dabei offensichtlich nicht, jetzt greift YouTube Spotify an, unter “Musikstreaming: YouTube plant kostenlosen Spotify-Konkurrenten” erfährt man folgendes:

Laut dem Bericht soll man den Dienst kostenlos nutzen können, er wird wie YouTube selbst im Wesentlichen über Werbung refinanziert. Es soll aber auch eine Bezahlvariante geben, mit der man die Werbung los wird und eventuell weitere Features bekommt. Fortune beruft sich auf anonyme Informanten aus der Musikindustrie und von Google. Ein Sprecher von YouTube wollte den Bericht nicht bestätigen, erklärte aber vielsagend, dass sich einige Inhalteanbieter von einem Abomodell zusätzlich zur Werbung mehr Einnahmen versprechen.

Dass der Durchschnitts-Twitteruser nicht dem Durchschnittsamerikaner entspricht, dürfte angesichts der unterschiedlichen Demographie eigentlich klar sein. Trotzdem werden Meinungsbilder von Twitter gerne 1 zu 1 auf die (politische) Öffentlichkeit übertragen, was ebenfalls ein Fehler ist, wie Robert Vossen unter “US-Studie: Twitter hat eine eigene Meinung” berichtet:

Wie das ziemlich anerkannte Pew Research Center herausgefunden hat, weicht die Meinung auf Twitter zum Teil stark von der öffentlichen Meinung ab, die sich aus traditionellen Umfragen ergibt. [...]

Dabei zeigte sich, dass die Twitter-User sich häufig deutlich liberaler zeigten und linksorientierter sind als der Durchschnittsamerikaner. Der Grund: Twitter-User sind jünger und wählen tendenziell demokratisch und sind somit nicht repräsentativ für die USA.

Von welchen Geräten wird auf’s Web zugegriffen? Laut Tablets überholen Smartphones hängt Deutschland anderen westlichen Ländern in der Benutzung von Smartphones und Tablets weiter hinterher, während Großbritannien bei den Tablets einen Anteil von 12,2 Prozent erreicht, sind es in Deutschland nicht einmal halb so viele Prozentpunkte:

5,7 Prozent des Zugriffe auf die Websites stammen von den etwa neun Millionen Tablets in Deutschland, 4,3 Prozent von den 30 Millionen Smartphones. In allen untersuchten Ländern hat sich der Tablet-Traffic in den vergangenen zwölf Monaten verdoppelt. Wichtig ist auch hier zu wissen: Auf Tablets ist der Anteil der Browser-Nutzung weit höher als auf den Smartphones, auf denen die Apps wichtiger sind.

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

Social Media im Immobilien Marketing: Neue Freunde gesucht

Soziale Netzwerke wie Facebook können auch für Immobilienunternehmen Mehrwerte schaffen – Voraussetzung ist die „richtige Kommunikation“ von Mensch zu Mensch.

Im “Blickpunkt Nord”, dem Fachmagazin des IVD Nord, wird sich mit der Rolle von Facebook, Twitter & Co. für das Immobilien Marketing auseinandergesetzt.

Unter wird in dem Artikel auch der Immobilien Markting Experte Daniel Görs zitiert:

Bei Facebook ist es für die eigene Unternehmensseite oder auch Fan-Page wichtig, dass die eigene URL eingestellt wird. „Dies geht ab 25 Fans auf der Unternehmensseite“, so Daniel Görs. Der frühere Kommunikationsleiter des Immobilienportals Immonet und heutige Geschäftsführer für Social Media spricht von Mehrwert für Immobilienunternehmen – vorausgesetzt das Konzept passe.

„Transparenz und ehrliche Motivation, über das Unternehmen Interesse zu wecken und Netzfreunde zu gewinnen“, muss nach Aussage Görs das Grundprinzip sein. Der Chef des Immobilienunternehmens „xyz“ sollte als Mensch mit Immobilienexpertise auftreten und kann als Privatperson in der Facebook- Community surfen. Beides kann mit unterschiedlichem Anspruch und Content passieren.

Eine Positionierung als innovatives Unternehmen und Sachkenntnis könnte gut über Facebook als „das einfach gestrickte Internet“ vermittelt werden, meint Görs. Seriösität und der „richtige Ton“ müssten dabei das Maß der Dinge sein. Schließlich ist das Maklerimage nach wie vor nicht das Beste in Deutschland. Wer sich als „Maklerfreund“ outet, will mehr als plumpe Verkaufsstrategie.

Der Link zum gesamten Artikel: Neue Freunde gesucht

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