23/10/2019

Webperlen: Abmahnung wegen Nutzerkommentaren, falsche Twitter-Follower und Facebook hat plötzlich 26 Millionen aktive Nutzer aus Deutschland

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • Blogbetreiber wird wegen Nutzerkommentaren abgemahnt
  • Falsche Twitter Follower: Die Preise explodieren
  • Facebook ändert Zählung aktiver Nutzer massiv und katapultiert Deutschland auf 26 Millionen aktive Nutzer
  • Suchmaschinenverteilung im Juni 2013
  • Das neue Schreiben
  • BildPlus: Wer soll das bezahlen?
  • Angriff auf Amazon: Google will eBooks verleihen
  • Riesige Android-Sicherheitslücke betrifft 99% aller Devices
  • Ladezeit optimieren mit Google Analytics und Page Speed

Abmahnungen und kein Ende (via): Weil der bloggende Rechtsanwalt Thomas Stadler über Abmahnungen berichtet hat, wird ihm jetzt selbst mit einer Abmahnung gedroht. Und zwar nicht wegen dem, was er geschrieben hat, sondern wegen den Nutzerkommentaren unter eben jenen Blogpost. Aber offensichtlich ist die abmahnende Kanzlei an den Falschen geraten, der Blogger gibt nicht klein bei und schreibt unter “Kanzlei mahnt mich als Blogbetreiber wegen Nutzerkommentaren ab“:

Darüber hinaus wurden in den Kommentaren eine Vielzahl von Wertungen vorgenommen, die von der Meinungsfreiheit gedeckt sind. Mit dem durchsichtigen Versuch, kritische Meinungsäußerungen mittels Androhung gerichtlicher Schritte aus dem Netz zu bekommen, sind die Kollegen von KSP bei mir jedenfalls an der falschen Adresse.

Meist reicht auf  Twitter schon ein einziger Blick, um zu merken, dass die Follower nur angelegt wurden, um die eigene Followerzahl in die Höhe zu treiben, da man sich dadurch wichtiger macht, als man ist:

Fake-Follower-Twitter

Aber offensichtlich werden die “Faker” nicht nur teuerer, sondern legen auch immer mehr Wert auf gute Ergebnisse, unter “Falsche Twitter Follower: Die Preise explodieren” berichtet die Chip folgendes:

Wie es hieß, sei es ein wahrer Trend unter diesen halbseidenen Anbietern, echte Profile von wirklichen Personen zu nehmen (Hintergrundfarbe, Bilder, Daten) und abzuwandeln. Mit genügend Schreibvarianten im Namen und in den sonstigen Daten versehen, ließen sich so aus einer Person schnell Tausende herstellen und diese werden dann verkauft.

Apropos künstlich veränderte Zahlen: Facebook ändert jetz die Zählung der aktiven Nutzer massiv und katapultiert sich damit in Deutschland auf 26 Millionen aktive Nutzer:

Die neuen Zahlen lassen uns jetzt rätseln. Entweder waren die alten Zahlen (jahrelang) etwa unrealistisch oder aber die neuen sind es. Eine Anfrage bei Facebook konnte leider nicht abschließend klären, worauf die neuen Schätzungen nun beruhen und wie sich diese von den alten Schätzungen unterscheiden.

Neu Zahlen von der Suchmaschinenverteilung in Deutschland gibt es auch, an der marktbeherrschenden Stellung von Google hat sich auch im letzten Monat nichts geändert, der Suchmaschinenriese hat seinen Marktanteil sogar um 0,4% auf 90,7% ausbauen können, weiß SEO-united.
Im “Journalist” ist ein schöner Text über die Zukunft des Journalismus erschienen, in dem Constantin Seibt, Reporter beim Schweizer Tagesanzeiger, unter der Überschrift “Das neue Schreiben” ein paar sehr kluge Gedanken formuliert:

Die entscheidende Qualität der Ware Zeitung war jahrzehntelang die Nicht-Enttäuschung. Solange man nicht ganz miserable Ware lieferte, blieben die Abonnenten bis zum Tod. Und heute? Journalisten und Verleger haben verlernt, was unser Publikum zur Kaufentscheidung bewegt: Begeisterung. Wagnisse. Brüche. Und das Eingeständnis von Fehlbarkeit.

Apropos Zukunft des Journalismus, die BildPlus ist es wohl nicht. Mein zumindest der Blogger von Zapp, dem Medienmagazin vom NDR:

Die typischen „Bild“-Inhalte eignen sich kaum als Premium-Bezahl-Content. Exklusiv-Infos erschöpfen sich bei „Bild“ meist in wenigen Zeilen, deren Kern dann von anderen Nachrichtenagenturen und anderen Medien weitergetragen wird: Kaum Anreiz für Nutzer, dann für das „Bild“-Original extra ein Abonnent abzuschließen.

Die Zukunft des Buchhandels? Die Gerüchteküche um das Buchangebot von Google brodelt weiter, unter “Angriff auf Amazon: Google will eBooks verleihen – und verbietet Erotik-Büchern die freizügige Vorschau” weiß das BASIC thinking-Blog zu berichten:

Google baut seine eCommerce-Aktivitäten aus und will nun auch in den Markt des eBook-Verleihs einsteigen. Das geht aus aktualisierten Richtlinien für Partner im Google Play-Store hervor. Wann die Funktion zur Verfügung stehen soll und wie der Dienst im Detail aussehen soll, ist derzeit allerdings noch ungewiss.

Wobei Google sich derzeit eher über Sicherheitsprobleme Gedanken machen sollte, eine riesige Android-Sicherheitslücke betrifft 99% aller Devices:

Bluebox Security hat eine verheerende Sicherheitslücke im Android-Betriebssystem aufgedeckt, von der 99 Prozent aller Android-Devices potenziell betroffen sind. Die Problemstelle würde das “unbemerkte” Aushorchen und Manipulieren der Geräte erlauben, das Ausspähen von Passwörtern und das Fernsteuern der Android-Devices als multinationales Botnetz.

Und zum Abschluss der Webschau noch ein Hinweis, der vor allem für Webmaster interessant sein dürfte. Ladezeit optimieren mit Google Analytics und Page Speed:

Google bietet mit dem Tool Page Speed ein sehr gutes Mittel, um die Ladezeit einer Website zu analysieren und optimieren. Dort kann man eine  Url eingeben und bekommt einige Tipps an die Hand, wie man genau diese Seite schneller bekommt.

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

Webperlen: Ein Social Media Junkie packt aus, Zeitungen verlieren weiter Auflage und der Google-Friedhof

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • Ein Social Media Junkie packt aus
  • Zeitungen verlieren weiter Auflage
  • Der Google-Friedhof: Alle jemals beerdigten Produkte des Internet-Giganten
  • “So bloggt Deutschland”: Umfrage mit 2.344 Bloggern gibt Einblicke in die deutsche Blogosphäre
  • Und jetzt noch mal auf Deutsch
  • Das Ende von Apple – wie wir es kennen
  • 5 Tell-Tale Signs That You Don’t Have A Social Media Strategy
  • Neuigkeiten von Google Books: Buchverleih kommt, Einschränkungen für Erotik

Da sich so ziemlich die gesamte Blogosphäre um Snowden, NSA & Co. dreht, machen wir hier im Blog einen großen Bogen um das Thema und berichten lieber, was es sonst noch für Lesenswerte Artikel und Blogposts gibt.

Angefangen mit “Ein Social Media Junkie packt aus: Ich muss abschalten, um abzuschalten” bei der die Autorin ihren digitalen Alltag beschreibt:

Täglich twitterte ich. Schaute bei Facebook, was meine Freunde und Kollegen machen. Kommentierte dies und das. Teilte Interessantes und Inspirierendes. Schrieb ein Blog. Kuratierte Fotos bei Pinterest und Instagram. Auch bei Xing schaute ich ab und zu vorbei. Alles gerne zwischendurch, auch von unterwegs. Morgens, mittags, abends.

Auch wenn nicht jeder so stark online ist, wie die obige Autorin, so ist der digitale Wandel nicht aufzuhalten. Besonders schmerzlich müssen das die Zeitungsverleger spüren, die Zeitungen verlieren weiter Auflage:

Das Jahr 2012 sei im Stammgeschäft nicht erfreulich gewesen, erklärte der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) am Dienstag in Berlin. Die Tages- und Wochenzeitungen verloren knapp 4 Prozent ihrer Auflage, die nun bei täglich im Durchschnitt 22,23 Millionen Exemplaren liege.

Die vollständigen Zahlen der Zeitungsverleger finden sich übrigens hier. Und wo wir beim unabwendbaren Wandel sind, ein Verweis auf eine (sehr gute) Infografik über den Google-Friedhof mit allen jemals beerdigten Produkte des Internet-Giganten:

Das amerikanische Online-Marketing-Unternehmen WordStream hat in einer Infografik ebenjenen Google-Friedhof aller jemals eingestellten Produkte des Internet-Giganten zusammengestellt: Angefangen bei Google Answers, eingestellt bereits im Dezember 2006, über den sagenumwobenen sozialen Dienst Google Buzz, beerdigt Ende 2011, bis eben zum Google Reader.

Apropos gestorben: Seit Jahren wird lamentiert, dass Twitter, Facebook & Co. dem klassischen Blogging den Todesstoß versetzen würden. Dass dem nicht so ist, zeigt “So bloggt Deutschland” – Umfrage mit 2.344 Bloggern gibt Einblicke in die deutsche Blogosphäre:

Hingegen kaum erstaunlich: Fast jeder fünfte Blogger arbeitet als Journalist; 15,1 Prozent haben zumindest eine journalistische Ausbildung. Die große Masse ist zudem davon überzeugt, dass Blogs in Zukunft eine größere Rolle in der Medienlandschaft spielen werden – ein Ziel, das auch Initiativen wie Blognetz verfolgen.

Was den durchschnittlichen Blogger jedoch vom Feuilletonisten unterscheidet, ist seine Sprache. Der Blogger will verstanden werden, was man von den Feuilletonisten nicht immer behaupten kann, unter “Und jetzt noch mal auf Deutsch” findet sich eine wunderbare Polemik:

Gewisse Kultur-Redaktoren unterstreichen ihre intellektuelle Brillanz gerne durch eine besonders gewählte, syntaktisch komplizierte und mit Fremdwörtern durchsetzte Sprache. Bei genauer Betrachtung bekommt man allerdings oft den Eindruck, dass dieser prätentiöse Stil bloss dem Kaschieren des schwachen Inhalts dient. Oder nach Karl Kraus: «Keinen Gedanken haben und ihn ausdrücken können: Das macht den Journalisten.»

Außerdem gibt es im Focus eine Prognose, die wir von Görs Communications für doch eher gewagt halten. Unter “Das Ende von Apple – wie wir es kennen” wird argumentiert, dass der Druck von Google mittlerweile so groß ist, dass Apple auch das Billigsegment erschließen muss:

Aber erst ab Herbst wird Cook das neue Apple zeigen. Und das könnte radikal anders aussehen. „Bunt und billig“ könnte eine Antwort auf die Konkurrenten Samsung und Google lauten. Neue iPhones oder gar ein Phablet, in verschiedenen Farben und Größen, gelten als wahrscheinlich. Für 99 Dollar wäre das Einsteigermodell aus Plastik schon zu haben, lautet das wildeste Gerücht, was aber wohl einen zu radikalen Kurswechsel bedeuten würde.

Immerhin hat Apple eine Strategie, was man bei den Social-Media-Aktivitäten von so manchem Unternehmen nicht sagen kann. 5 Tell-Tale Signs That You Don’t Have A Social Media Strategy:

Having moved over to work across multiple accounts, each at varying stages in their quest to ‘do’ social media, it suddenly struck me how many companies are, well, just doing without thinking. After spending hours analysing brands across varying markets it’s astounding to see so many large household names still clearly working without a social media strategy.

Und zum Abschluss eine gute Nachricht für alle eBooks-Liebhaber, es gibt Neuigkeiten von Google Books: Buchverleih kommt, Einschränkungen für Erotik:

In Zukunft bevorzugt Google das ePub-Format, und zwar ePub 2 und ePub 3, auch mit festem Layout. PDF wird noch immer akzeptiert, aber nur, wenn ePub nicht zur Verfügung steht.

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

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