21/07/2019

In Hamburg bei der Agentur Görs Communications zu Gast: Das ARD-Mittagsmagazin für einen Beitrag zum Thema “Online Reputation Management”

Für einen Beitrag rund um das Thema “Online Reputation Management” war heute Morgen das ARD-Mittagsmagazin mit einem Fernsehteam in unserer PR-Agentur hier in Hamburg zu Gast. Und zwar hat das Fernsehteam vom Mittagsmagazin Daniel Görs interviewt. Thema des Interviews war die Frage, was man – also als Privatperson – machen kann, wenn sich im Internet Einträge über einen finden lassen, die alles andere als schmeichelhaft sind.

Das Team vom Mittagsmagazin mit Daniel Görs vor der Agentur

Das Team vom Mittagsmagazin mit Daniel Görs vor der Agentur

Dass sich das ARD-Mittagsmagazin gerade jetzt für ein Thema interessiert, das früher nur einigen wenigen unter dem etwas sperrigen Begriff “Online Reputation Management” bekannt war, ist alles andere als ein Zufall. Seit dem EuGH-Urteil, dass Google unter bestimmten Voraussetzungen Links löschen muss – Stichwort “Recht auf Vergessen” – ist das Thema in der breiten Öffentlichkeit angekommen. Nicht wenige setzen sich zum ersten Mal damit auseinander, was über sie im Internet geschrieben steht – und beim Googeln wird häufig Schlimmes entdeckt.

Das Fernsehteam vom Mittagsmagazin beim Filmen in der Agentur

Das Fernsehteam vom Mittagsmagazin beim Filmen in der Agentur

Dass das Löschen – bzw. den Antrag aufs Löschen stellen – der Links bei Google allein nicht hilft, wurde auch im Mittagsmagazin-Interview mit dem Online-Reputation-Experten Daniel Görs deutlich. Die Inhalte befinden sich schließlich noch weiter im Netz, sie werden halt nur nicht mehr über Google gefunden. Aber Google ist bekanntlich nicht die einzige Suchmaschine, technisch versierte Nutzer – darunter fallen auch immer öfter Personalverantwortliche – finden immer Wege und Mittel, um Verborgenes wieder ans Tageslicht zu fördern. Die hiesige (also etwa nicht die amerikanische!) Google-Suche vergisst zwar, aber das Internet nicht, egal, wie oft das “Recht auf Vergessen” eingefordert wird.

Online-Reputation-Experte Daniel Görs im Mittagsmagazin-Interview.

Online-Reputation-Experte Daniel Görs im Mittagsmagazin-Interview

Da eben das Stichwort “Personalverantwortliche” fiel: Natürlich ist eine anständige Onlinereputation bei einem Jobwechsel oder gar dem Start ins Berufsleben wichtig. Bewerber werden im 21. Jahrhundert nun mal gegoogelt, ob man das will oder nicht. Aber die Onlinereputation ist auch in anderen Zusammenhängen wichtig, wie Daniel Görs auch in dem Mittagsmagazin-Beitrag betont hat. Mittlerweile ist es vollkommen “normal”, nach Leuten zu googeln, und schon so manches Date fiel ins Wasser, weil Google Sachen ans Licht gefördert hat, die alles andere als einladend waren, um es milde auszudrücken.

Kann man sich zudem sicher sein, dass der Neuvermieter einen nicht googelt? Und was ist mit den ganzen geschäftlichen Treffen, bei denen man zunächst nur den Namen kennt? Hand aufs Herz, wie oft haben Sie eigentlich schon nach jemandem gegoogelt, mit dem Sie geschäftlich oder privat zu tun haben? Und wie würden Sie reagieren, wenn dort – fälschlicherweise! – steht, dass es sich um einen Tierquäler oder Nazi handelt?

Das Mittagsmagazin schaut der Agentur über die Schulter

Das Mittagsmagazin schaut der Agentur über die Schulter

Deshalb ist es mittlerweile unheimlich wichtig, eine gute Online-Reputation zu haben. Und das bedeutet, dass auf den ersten Google-Seiten bei der Suche nach dem jeweiligen Namen nur positive oder neutrale Treffer zu finden sind. Falls sich auf den ersten drei Google-Seiten problematische Treffer finden, dann wird es definitiv Zeit, sich mit dem Thema Online Reputation Management näher auseinanderzusetzen und gegebenenfalls eine Agentur zu beauftragen.

Gezeigt wird der Beitrag im morgigen Mittagsmagazin ab 13:00 Uhr – die Agentur Görs Communications würde sich natürlich freuen, wenn Sie einschalten!

Daniel_Goers_ARD_Mittagsmagazin_Online_Reputation_Management

UPDATE (29.8.2014): Der Beitrag kann jetzt auch in der Mittagsmagazin-Mediathek angeschaut werden –> Vergessen im Internet

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

Viel mehr als Social Media: Digitale Kommunikationsstrategien in der Immobilienbranche

Für die Fachzeitschrift “Immobilienwirtschaft”, eines der führenden Fachmagazine der Immobilienbranche, hat Immobilienmarketing-Experte Daniel Görs einen Fachbeitrag über den Sinn und Unsinn von Social Media in der Immobilienwirtschaft geschrieben.

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Viel mehr als Social Media: Digitale Kommunikationsstrategien in der Immobilienbranche

Soziale Medien sind zu Recht beliebt, weil sie die menschlich Grundbedürfnisse nach Kommunikation und Interaktion befriedigen. Aber Social Media ist auch ein riesiger Hype, bei dem jeder mit dabei sein will, auch Immobilienunternehmen. Doch ist dabei sein im „Mitmach-Netz“ wirklich alles? Und zu welchem Preis? Langsam kehrt Ernüchterung ein; „Social Media Berater“ gilt vielen bereits als Schimpfwort, wird gefrotzelt. Bunte Präsentationen und Fachkauderwelsch werden nicht mehr kritiklos aufgenommen. Immobilien-, PR- und Marketingmanager stellen zunehmend Fragen nach Ergebnissen und wirtschaftlichem Nutzen des „Heilsbringers“ Social Media. Return on Investment (ROI) und Return on Communication (ROC) rücken in den Fokus. Denn Hand aufs Herz: Wer hat denn tatsächlich schon einmal über Facebook oder Twitter eine Immobilie oder einen Fonds an die Fans und Follower gebracht? Es ist Zeit für einen nüchternen (ernüchterten) Blick auf das gehypte Füllhorn der bunten interaktiven Social Media Welt – und eine ganzheitliche digitale Kommunikationsstrategie.

 

Ohne Content(marketing), Priorisierung und Konzentration kein Erfolg im Internet

Weder Shitstorm-Ängste, noch hysterischer Mitmach-Hype noch technikfeindliches Desinteresse sollten die digitale Kommunikationsstrategie prägen. Man kann gar nicht oft genug betonen: Die klassischen Regeln der (Marketing-)Kommunikation gelten auch im Internet. Fakt ist aber auch, dass PR, Werbung und Kundenkommunikation zunehmend verschmelzen und damit die Möglichkeiten der digitalen Welt samt Social Media gleichzeitig unerschöpflich, verwirrend und verlockend wirken.

PR, Werbung und Kundenkommunikation verschmelzen zunehmend in den digitalen Welten – und die sind weit!

PR, Werbung und Kundenkommunikation verschmelzen zunehmend in den digitalen Welten – und die sind weit!

Es mangelt aber an aussagekräftigen Social Media Kennzahlen und Benchmarks. Ganz anders als beim Suchmaschinenmarketing: Von Ad Impressions über Cost per Click bis hin zum Cost per Order – hier wird alles analysiert. Search Engine Marketing (SEM) gilt daher nicht ohne Grund als „Controllers Darling“. Der zentrale Einstieg in das Internet sind nach wie vor die Suchmaschinen, allen voran Google (laut dem Statistikportal Statista.com nutzen 2014 91,2 % der deutschen Internetuser Google). Kein Wunder, dass sich die Erkenntnis durchsetzt, dass eine gute Auffindbarkeit und eine gute Position in der Suchergebnisliste (SEL) ein zentrales Ziel der digitalen Kommunikationsstrategie des Immobilienunternehmens sein muss. Dabei kann Social Media unterstützen, aber effektive und effiziente digitale Kommunikation umfasst weit mehr. „Wer die Entwicklungen der sozialen Netzwerke nicht im Blick behält oder sich professionelle Unterstützung holt, dem nützen sie wenig. Spätestens, wenn zum Beispiel der Big Player Facebook den kostenlosen Reichweitenhahn zudreht… Darum gilt in erster Linie weiterhin: persönliche Kontakte pflegen – und zwar in dem Kanal, der sich für den Kunden eignet – sowie eine anständige, endgerätneutrale Website betreiben und auf reichweitenstarke Immobilienportale wie Immonet vertrauen“, sagt Klaus Saloch, Mitglied der Geschäftsleitung der Immonet GmbH (www.immonet.de). Über soziale Netzwerke lassen sich neue Kunden gewinnen und die Beziehungen zu bestehenden intensivieren. Für den Immobilien- und Vertriebsprofi Saloch ist „der Kern von Social Media, nämlich Empfehlungsmarketing, an sich weder Novum noch Hexenwerk. Aufbau und Pflege eines soliden Netzwerkes liegen in der Natur der Immobilienbranche!“

Letztlich dreht es sich also auch in der digitalen Kommunikation um Inhalte (neudeutsch: Content), Aufmerksamkeit, Kontakte, Empfehlungen und die gute alte Mundpropaganda. Dafür benötigt man eine strategisch angelegte, kontinuierliche und authentische Kommunikation auf Augenhöhe, ein faires, zivilisiertes Verhalten(Stichwort CSR) – aber natürlich auch ein gutes Unternehmen mit guten Produkten und Dienstleistungen.

Ein Beispiel für erfolgreich konzipierte und implementierte Digitalkommunikation ist Hausmann Immobilien Makler und Beratung, ein im Jahr 1954 gegründetes mittelständisches Familienunternehmen, das in der Metropolregion Hamburg, in Schleswig-Holstein, im Rhein-Main-Gebiet und in Ostdeutschland Wohnimmobilien verkauft, vermietet und verwaltet. Wenn man sich im Internet die Aktivitäten von Thorsten Hausmann und seinen Mitarbeitern anschaut, erhält man einen guten Eindruck davon, wie umfassende Social Media Engagements in der Praxis gestaltet und gebündelt werden können. Die zentrale Website www.hausmann-makler.de bietet eine eigenständige Rubrik „Social Network“. Unter diesem Menüpunkt sind nutzerfreundlich die Accounts auf Facebook, Google+, Twitter, Xing, LinkedIn und Pinterest sowie zwei YouTube-Kanäle und mehrere Blogs aufgeführt und direkt verlinkt.

Für Thorsten Hausmann, geschäftsführender Gesellschafter der Werner Hausmann & Sohn GmbH, ist Social Media längst in die Unternehmensprozesse integriert und im täglichen Geschäft verankert. „Wir leben digitale Kommunikation, nicht nur Social Media. Hausmann Immobilien ist immer daran interessiert, wie die User – und damit Interessenten, Kunden, Geschäftspartner und sonstige Stakeholder – nicht nur heute mithilfe des Internets kommunizieren und interagieren, sondern wie der Markt in drei oder fünf Jahren aussieht.“ Dass dies keine Lippenbekenntnisse sind, lässt sich u.a. auch daran erkennen, dass die Hausmann Immobilien Website laufend überarbeitet und dieses Jahr relauncht wird – obwohl die Website erst vor drei Jahren komplett neu programmiert wurde. Die Schwerpunkte der Überarbeitung liegen dabei auf den Bereichen der mobilen Optimierung und des Contents.

Den Kunden unserer Agentur Görs Communications (www.goers-communications.de) empfehlen wir eine regelmäßige Website-Renovierung oder -Sanierung. Schließlich bedürfen Immobilien auch der regelmäßigen Pflege. Manchmal genügt ein neuer Anstrich, aber meist ist mehr Aufwand erforderlich. Ein neues, dynamisches Contentmanagementsystem (CMS), ein eigener Blog, die Integration der Social Media Accounts, die Suchmaschinenoptimierung (SEO) sowie mobile Adaptionen sind derzeit die wichtigsten Baustellen bei der Unternehmenswebsite. „Mobile Marketing“ ist in den Chefetagen angekommen: Nach dem Siegeszug der Smartphones dürfen nun auch Tablet-Computer nicht mehr in der Grundausstattung eines Immobilienprofis fehlen. Spätestens, wenn der Geschäftsführer eines Immobilienunternehmens mit seinem neuen iPad nicht auf die eigene Unternehmenswebsite zugreifen kann, weil diese im schicken Adobe Flash animiert ist (das die mobilen Geräte von Apple nicht wiedergeben), kommt „Schwung in die Bude“ und die Website steht auf dem Prüfstand.

Die weit verbreitete Skepsis bzw. das Desinteresse der Immobilienbranche hinsichtlich Social Media und Onlinekommunikation allgemein kann Thorsten Hausmann nicht nachvollziehen. „Natürlich ist niemand gezwungen, mitzumachen, aber wenn man die Entscheidung getroffen hat, den Schritt in die digitalen Fluten zu wagen, ist man Teil des Flusses. Dann muss man bewusst die Strömungen fühlen und antizipieren, wohin und wie die Fahrt weitergeht. Deshalb sind wir in unseren Planungen immer schon drei Steps weiter, als wir es mit unseren Ressourcen und Manpower überhaupt abarbeiten können.“ Der erfahrene Immobilienunternehmer bedauert es, dass manche Ideen und Projekte sich mit der Zeit selbst überleben, weil schlicht die Zeit zur adäquaten Umsetzung fehlt. Aus diesem Grund sucht Hausmann Immobilien aktuell auch neue, textstarke Mitarbeiter für die kombinierten Bereiche des Marketings, der Werbung, der Presse- und Medienarbeit und für Social Media. Denn Content (Marketing) ist bei Hausmann längst King. Wikipedia definiert Contentmarketing als „eine Marketing-Technik, die mit informierenden, beratenden und unterhaltenden Inhalten die Zielgruppe ansprechen soll, um sie vom eigenen Unternehmen und seinem Leistungsangebot oder einer eigenen Marke zu überzeugen und sie als Kunden zu gewinnen oder zu halten.“ Information, Beratung und Unterhaltung – diese Elemente sollten Immobilienprofis aus der täglichen Geschäftspraxis vertraut sein. Wer nichts Interessantes zu erzählen hat, nicht über das notwendige Know-how verfügt und seine Stakeholder langweilt, wird nicht erfolgreich sein – weder off- noch online.

Eine digitale Kommunikationsstrategie 2.0, die aus einem nüchternen (ernüchterten?) Blick auf das gehypte Füllhorn der bunten interaktiven Social Media Welt resultiert, konzentriert sich deshalb auf die aktive systematische Kommunikation und Profilierung der eigenen Person und des eigenen Unternehmens als kompetenten und vertrauenswürdigen Inhaltsproduzenten. Je nach Ausrichtung des eigenen Business – Immobilienmakler, Berater, Verwalter, Fonds, Portal, Bauträger, Projektentwickler, Agentur, Bank, Finanzdienstleister oder sonstige Organisation – muss dann die konsequente Positionierung und Kommunikation der eigenen nutzwertigen Inhalte erfolgen. Insofern muss der elementare Grundsatz der Public Relations und Öffentlichkeitsarbeit „Tue Gutes und rede darüber“ für das Social Web und für die digitale Kommunikation transformiert werden und ein Update erfahren: „Tue als Experte Gutes und demonstriere dein Wissen, deine Kompetenzen und deine Wertversprechen durch aktuelle, interessante und nutzwertige Inhalte.“ Bei uns in Norddeutschland würde man „Butter bei die Fische!“ sagen: Statt Hochglanzbroschüren, Flash-Animationsexzessen und leerer Marketingfloskeln sind Inhalte (neudeutsch „Content“) als Untermauerung und als Beweis für Behauptungen gefragt. Contentlastige Publikationsformen wie E-Books, White Papers, Checklisten, Thesen, Studien und Votings, Namens- und Fachbeiträge, (Online)-Präsentationen, Newsletter und Microsites versprechen im Informationszeitalter mehr Erfolg als plumpe Image- und Produktanzeigen. Denn im Internet ist die Konkurrenz immer nur einen Klick entfernt und die zentrale Währung Aufmerksamkeit ein äußerst rares Gut. Das weiß auch Thorsten Hausmann: „Unsere Zielrichtung ist klar: Wenn sich jemand in den Regionen, in denen wir geschäftlich aktiv sind, für Immobilien interessiert, soll er bei uns landen, nicht bei der Konkurrenz. Der Kontakt kann direkt auf unserer Website stattfinden, der Interessent kann aber auch über Suchmaschinen wie Google und Bing auf uns aufmerksam werden oder eben via Social Media. Unabhängig vom Gerät und der Situation – ob in der Bahn, auf dem Sofa oder am Schreibtisch.“

Es gibt nicht den einen „Königsweg“, wie Sie im digitalen Dschungel trommeln sollten, um Gehör zu finden. Deshalb lohnt es sich, mit Profis zusammenzuarbeiten, um praxisbewährtes Know-how und frische Ideen ins Unternehmen zu holen, mit einem kritischen wie kreativen Sparringspartner in den konzeptionellen Clinch zu gehen und die eigenen Pläne und Strategien durch eine externe, nicht betriebsblinde Brille betrachten zu lassen. Ein Strategie- und Kick-Off-Workshop sollte einen erfolgreichen Start ermöglichen. Später kann auch die Implementierung und Optimierung mit professionellem Rat und Tat begleitet werden. Aber letztlich muss immer das Unternehmen selbst durch seine Mitarbeiter authentisch kommunizieren. Immobilienunternehmen, denen es gelingt, Social Media, Mobile-, Suchmaschinen- und Contentmarketing gezielt im Rahmen ihrer internen und externen Ressourcen einsetzen, werden nachhaltig Erfolg erzielen.

Von Daniel Görs, Inhaber der Public Relations und Content Marketing Beratung Görs Communications (www.goers-communications.de).

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Der vollständige Artikel der “Immobilienwirtschaft” kann hier auch als PDF-Dokument heruntergeladen werden.

 

 

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Fachbeitrag Immobilienwirtschaft: Auswertung der Social-Media-Kommunikation auf der Expo Real – PR der Immobilienunternehmen reagiert nur zögerlich auf den digitalen Wandel

Fokussieren die Unternehmen der Immobilien- und Wohnungswirtschaft ihre Kommunikationsmaßnahmen und -budgets trotz des Medienwandels weiterhin auf klassische Werbemaßnahmen? Eine Frage, mit der sich die Hamburger PR-Agentur Görs Communications, die über jahrelange Erfahrung in den Bereichen Public Relations, Digital Relations, Immobilienmarketing und Social Media, verfügt, anlässlich der EXPO REAL 2013 einmal mehr auseinandergesetzt hat.

Im Mittelpunkt dieser Untersuchung stand die Frage, wie sehr die Immobilienbranche mittlerweile auf Social Media als kostengünstigen und effizienten Kommunikationskanal setzt. Wer twittert, wer nutzt Facebook, wer arbeitet bei der Vernetzung der Social-Media-Aktivitäten mit Video- oder Bild-Plattformen  wie Instagram oder vine? Und wo steckt steckt Verbesserungspotenzial, was können die Immobilien-Unternehmen bei ihrem nächsten Messeauftritt besser machen?

Für die Fachzeitschrift “Immobilienwirtschaft”, eine der führenden Fachmagazine der Immobilienbranche, hat Agentur-Gründer und Immobilienmarketing-Experte Daniel Görs einen Fachbeitrag geschrieben,  in dem der PR-Profi die wichtigsten Erkenntnisse der Studie zusammenfasst. Der vollständige Artikel der “Immobilienwirtschaft” kann hier als PDF-Dokument heruntergeladen werden oder gleich im Folgenden gelesen werden:

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Auswertung der Social-Media-Kommunikation auf der Expo Real – PR der Immobilienunternehmen reagiert nur zögerlich auf den digitalen Wandel

Welche Social-Media-Plattformen nutzen die Unternehmen der Immobilienbranche? Wo liegen die Stärken, wo die Schwächen? Eine Studie der PR Agentur Görs Communications (www.goers-communications.de) gibt Auskunft über die Social-Media-Aktivitäten auf der Expo Real 2013.
Verschlafen die Unternehmen der Immobilienbranche den Medienwandel? Eine bewusst provokante Frage, die der auf Immobilien-PR und Immobilienmarketing spezialisierte Inhaber der PR-Agentur Görs Communications, Daniel Görs, weder mit einem entschiedenen „ja“ noch „nein“ beantworten würde: „In der aktuellen Studie haben wir die Social-Media-Nutzung rund um die Immobilienmesse Expo Real 2013 untersucht. Dabei hat sich eindeutig gezeigt, dass viele Unternehmen bereits deutlich offener gegenüber Twitter & Co. sind, als es in der Vergangenheit der Fall war. Insgesamt muss man aber feststellen, dass das Engagement immer noch zu schwach ist und Potenziale leichtfertig verschenkt werden.“

Für die Studie hat die Agentur die Social-Media-Aktivitäten der auf der Expo Real 2013 vertretenen Immobilien-Firmen und -Dienstleister untersucht, darunter alleine 1.435 Tweets auf dem Micro-Blogging-Dienst Twitter. Insgesamt waren auf der Expo Real, die vom 7. bis 9. Oktober 2013 in München stattfand, rund 1.700 Unternehmen aus der Immobilienbranche vertreten. Dabei zeigten die PR- und Marketing-Verantwortlichen eindeutige Präferenzen, was die Nutzung der sozialen Netzwerke betrifft: Am stärksten wurde Twitter genutzt, danach folgten mit einigem Abstand Facebook und Xing. Plattformen wie Instagram oder vine, auf denen Bilder bzw. Videos eingestellt werden können, wurden nur selten eingebunden. Scribd und Slideshare, die beiden für die B2B-Kommunikation geeigneten Social-Media-Dienste für Präsentationen, Vorträge, Broschüren und Fachinformationen wurden überhaupt nicht in der Messe PR und Kommunikation eingesetzt.

Durchschnittlich alle 3 Minuten ein Tweet direkt auf der Immobilien Messe

Grafik: Tweets mit dem Hashtag #ExpoReal. Erstellt mit Hilfe des Social-Media-Tools www.topsy.com

Grafik: Tweets mit dem Hashtag #ExpoReal. Erstellt mit Hilfe des Social-Media-Tools www.topsy.com

Im zeitlichen Verlauf zeigen die untersuchten 1.435 Tweets eine extreme Kurvenform. Während in den letzten vier Wochen vor der Expo Real durchschnittlich rund 10 Tweets pro Tag abgesetzt wurden, explodiert die Zahl der Tweets mit der Eröffnung der Messe. Im Laufe der ersten 20 Stunden der EXPO REAL wurden 454 Tweets abgesetzt, das sind rund 19 Tweets pro Stunde, im Durchschnitt wurde also alle 3 Minuten ein Tweet mit dem zugehörigen Hashtag #ExpoReal versendet.

Wie erwartet, findet der stärkste Social-Media-Einsatz während der Öffnungszeiten der Messe statt. Während tagsüber teilweise Tweets im Minutentakt versendet werden, fällt die Rate nachts auf 1 Tweet pro Stunde zurück. Die Tweets werden dabei hauptsächlich von Unternehmens-Accounts abgesetzt. Im Gegensatz zu Publikumsmessen wird die Timeline des zugehörigen Hashtags nicht von „normalen Besuchern“, sondern von PR/Marketing-Accounts dominiert. Dafür, dass die Expo Real in Deutschland stattfindet, ist der Anteil der deutschsprachigen Tweets mit rund einem Drittel jedoch eher gering. Neben den englischsprachigen Tweets fielen vor allem die vielen Tweets in der holländischen und französischen Sprache auf – ein deutliches Zeichen dafür, dass in diesen Nachbarländern Social Media bereits stärker bei den Immobilienunternehmen verankert ist.

Verschenkte Potenziale im B2B- und Immobilien-Marketing

„Bei 1.700 Ausstellern sind auch 1.435 Tweets noch zu wenig. Außerdem wurde die Mehrzahl der Tweets während der ersten beiden Messetage abgesetzt, eine Vor- oder Nachbegleitung durch Twitter fand praktisch nicht statt“, moniert PR-Profi Görs. Besonders stößt dem Immobilienmarketing Experten auf, dass keine Präsentationen auf Scribd oder SlideShare eingestellt wurden: „Sämtliche PR- und Marketingmaßnahmen sollten immer unter dem Kosten-Nutzen-Verhältnis betrachtet werden. Da für die Expo Real hunderte Präsentationen, teils mit großem Arbeitsaufwand, erarbeitet werden, stellt sich die Frage, warum kein Unternehmen auf die Idee kam, die Präsentationen, Vorträge, Messebroschüren und Presseinformationen für die kostenlose Zweitverwertung, Promotion und Dokumentation auf Scribd oder SlideShare zu nutzen?“

Ähnliches gilt laut der Social-Media-Analyse auch für Bild- und Videomaterial, das dank der modernen Smartphone-Technik innerhalb von ein paar Minuten ohne weitere Kosten erstellt werden kann. Dabei wirken Bilder und Videos in den sozialen Netzwerken wie ein „Eye-Catcher“, mit denen die Unternehmen sich kosteneffizient von der Konkurrenz absetzen können. Auf der Expo Real wurde dieses Mittel jedoch kaum eingesetzt; eine Chance, die sich netzaffine Unternehmen der Immobilienbranche bei ihrem nächsten Messeauftritt nicht entgehen lassen sollten.

Mangelhafte Kommunikation vor und nach dem Messeauftritt

Als weiteren Schwachpunkt macht die Studie die mangelnde Nachbereitung aus, die in den sozialen Medien praktisch nicht stattfindet. So wurden etwa im nachfolgenden November 2013 nur 13 Tweets mit dem Hashtag #ExpoReal abgesetzt, im Dezember 3 und im Januar 2014 kein einziger Tweet. Dabei kann die Zeit nach der Messe genutzt werden, um bestehende Kontakte zu intensivieren und neue Kontakte zu gewinnen. Trotz des hohen Wertes der einzelnen Kontakte im B2B-Bereich (Leads) kommunizieren nur wenige Unternehmen ihr eigenes Messe-Fazit. Dabei könnte dies ideal mit einem Ausblick auf die kommende Expo Real 2014 verbunden werden. Die fehlende Vor- und Nachberichterstattung sowie PR und Promotion vor und nach der Messe sind ein weit verbreitetes grundsätzliches Problem bereits in der klassischen Messekommunikation. Oft fehlte schlicht ein integriertes “360 Grad” Messe Kommunikationskonzept, das Vertrieb-, PR- und Marketing-Ziele und -Maßnahmen verbindet. Doch wer nur “ein Feuerwerk am Stand abfackeln” und möglichst viele Visitenkarten einsammeln möchte, verbrennt letztlich Geld. Mit nur etwas crossmedialer Planung kann der Kommunikationserfolg maximiert und über das ganze Jahr ausgedehnt werden.

Nach der Expo Real ist deshalb vor der Expo Real, wie PR Berater Görs betont: „Vorausschauende Immobilien-Unternehmen buchen ihre Hotelzimmer für die kommende Expo Real bereits in der Woche nach der absolvierten Expo Real. Ein Vorgehen, an dem sich auch die PR- und Marketing-Verantwortlichen ein Beispiel nehmen sollten. Idealerweise beginnt die Messekommunikation für das neue Jahr bereits mit der Nachbereitung der vergangenen Expo Real.“

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Checkliste für Social Media Messekommunikation

  • Regelmäßige Statusmeldungen / Updates schon im Vorfeld der Messe?
  • Social Media Verantwortlichkeit (Person oder Team)?
  • Social Media Guidelines und Konzept – was kann wer über welche Kanäle wann kommunizieren?
  • Durchgehendes Verwenden der offiziellen Hashtags?
  • Cross-Promotion der verschiedenen Kommunikationskanäle?
  • Einbinden von Bild- und Videomaterial auf relevanten Plattformen?
  • (Online-Pressemitteilungen) über Social Media gezielt bewerben?
  • Mit anderen Messeteilnehmern im Netz interagieren?
  • Im „Real Life“ am Stand auf Online-Aktivitäten verweisen?
  • Social-Media-Monitoring nach relevanten Themen/Schlagworten?
  • Statusmeldungen für Randzeiten/Nächte vorterminieren?
  • Präsentationen auf Scribd und SlideShare einstellen?
  • Nachbereitung der Messe, Fazit und Ausblick via sämtlicher Kommunikationskanäle?

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Die vollständige Studie kann kostenlos bei Görs Communications angefordert werden:

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Die Agentur Görs Communications (Hamburg / Lübeck) ist Ihr vertrauensvoller und erfahrener Berater und Sparringspartner in allen Belangen der Public Relations (PR) / Pressearbeit / Öffentlichkeitsarbeit:

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Immobilien Marketing: Der Social-Media-Aktionsplan

Im Fachmagazin “AIZ | Das Immobilienmagazin” erklärt Autor Daniel Görs, wie Makler eine praktikable und erfolgsversprechende Social Media-Strategie entwickeln können, um auch in Zeiten des Medienwandels die Kommunikation und den Werbeerfolg zu optimieren.

Link zum Beitrag: Der Social-Media-Aktionsplan

 

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