19/09/2019

Webperlen: Nikolaus Blome, warum Twitter immer stabiler wird und Print mit Zukunft

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • “Bild”-Vize wird “Spiegel”-Vize: Wolfgang Büchner holt Nikolaus Blome
  • Mimimi mit Memes: Rechtliche Probleme mit viralen Witzen im Netz
  • OER-Studie: Urheberrecht ist keine Hürde für mehr offene Bildungsmaterialien
  • So deaktiviert man jede Werbung auf YouTube
  • Essl-Kurator Hoffer über eine von Facebook-Fans kuratierte Ausstellung
  • New Tweets per second record, and how!
  • Twitter und Politik – eine erfolgreiche Koalition
  • Wie gedruckte Magazine auch in Zukunft erfolgreich sein können

Der Personalumbau beim Hamburger Nachrichtenmagazin Spiegel geht weiter: Wie der Mediendienst kressreport berichtet, hat der designierte Chefredakteur Wolfgang Büchner jetzt Nikolaus Blome von der Bildzeitung an Land gezogen:

Nach mittlerweile offiziell bestätigten kress-Infos verlässt Blome die Boulevardzeitung und wird im Dezember stellvertretender “Spiegel”-Chefredakteur sowie Leiter des Hauptstadtbüros.

Für den spektakulären Transfer dürfte Wolfgang Büchner verantwortlich sein, der designierte Chefredakteur des Nachrichtenmagazins.

Dass das Urheberrecht auch in den sozialen Netzwerken gilt, sollte eigentlich bekannt sein. Dass das auch für Memes gilt, ist vielen Deutschen jedoch nicht bewusst, t3n erklärt daher in “Mimimi mit Memes: Rechtliche Probleme mit viralen Witzen im Netz” die Rechtslage:

Während man in den 90ern noch einen Raab benötigte, um Kurioses in Massenphänomene zu verwandeln, werden in Zeiten von Social Media unfreiwillige Stars durch Meme gekürt. Welche rechtlichen Fallstricke dabei auftauchen können, skizziert Markus Kompa.

Dafür stellt das Urheberrecht jetzt keine Hürde für mehr offene Bildungsmaterialien dar:

Offene Lehr- und Lernmaterialien können schon jetzt auf der Basis des geltenden Urheberrechts umgesetzt werden, neue gesetzliche Regelungen sind für diesen Zweck nicht nötig. Das ist eines der Ergebnisse der Studie „Open Educational Resources (OER), Open Content und Urheberrecht”. Till Kreutzer von iRights.Law hat sie im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erstellt.

Auf der gleichen Internetseite – also t3n – wird zudem erklärt, wie man YouTube erfolgreich von jeglicher Werbung befreit:

Wer kennt das nicht? Man findet einen vielversprechenden Link zu einem Video, klickt auf Play und bekommt zuerst einmal Werbung auf YouTube präsentiert. Mit Hilfe eines einfachen Kniffs, kann man aber derzeit alle Werbung auf YouTube deaktivieren.

Das soziale Medien jedoch nicht nur für Memes und lustige Videos taugen, stellt das Essl Museums bei Wien unter Beweis. In Monopol, dem Magazin für Kunst und Leben, ist jetzt ein Interview mit dem Essl-Kurator Hoffer erschienen, in der er u.a. über eine von Facebook-Fans kuratierte Ausstellung berichtet:

Welches Konzept steht hinter der Ausstellung “Like It”?
Aus einem Pool von 100 Arbeiten aus insgesamt 7000 Sammlungswerken wird zehn Tage lang gevotet. Da 7000 Stücke zu viel gewesen wären, haben wir gesagt: Werke von Künstlern unter 40 Jahren, die in den letzten Jahren eingekauft worden sind. Am Schluss werden die Favoriten der Facebook-Fans im Essl Museum ausgestellt.

Kann man sich auf die Kunstexpertise eines Facebook-Fans verlassen?
Nein. Das ist ein Wagnis.

twitterzh

Früher gehörte er zu Twitter einfach dazu, der sogenannte “fail whale”, den man immer dann sah, wenn Twitter gerade abgestürzt war. Heute dagegen funktioniert Twitter erstaunlich stabil, und das trotz ständig neuer Rekorde, warum dem so ist, erklärt Twitter in dem Blogeintrag “New Tweets per second record, and how!“:

After that experience, we determined we needed to step back. We then determined we needed to re-architect the site to support the continued growth of Twitter and to keep it running smoothly. Since then we’ve worked hard to make sure that the service is resilient to the world’s impulses. We’re now able to withstand events like Castle in the Sky viewings, the Super Bowl, and the global New Year’s Eve celebration.

Der deutsche Ableger von Twitter startet derweil eine Discover-Page und einen extra Account zur Bundestagswahl:

Damit Ihr keine Informationen rund um die Bundestagswahl 2013 verpasst und immer auf dem Laufenden seid, haben wir einige Extras für Euch zusammengestellt. Einen Überblick zur Bundestagswahl 2013 auf Twitter findet ihr auf unserer extra eingerichteten Discover-Page
Hier findet Ihr die wichtigsten Accounts aller Bundestagsparteien und Verlinkungen zu Kandidaten und und Abgeordnetenlisten. Außerdem bietet die Discover Page einen Überblick der Akteure aus TV, Print und Online. Zudem starten wir extra zur Wahl einen neuen Twitter-Account: @twitter_politik. Auf diesem Account werden Best-Practice-Beispiele sowie Hinweise zu interessanten Aktionen und Entwicklungen rund um die Wahl kommuniziert.

Und zum Abschluss der Webschau wieder ein Debattenbeitrag zur Zukunft des Journalismus im Medienwandel, Luca Caracciolo zeigt auf, wie gedruckte Magazine auch in Zukunft erfolgreich sein können:

Print lebt und wird auch in Zukunft ein Medium sein, das mit journalistischen Inhalten bedruckt wird. Die Branche verändert sich aufgrund des Webs stark, klar. Traditionsreiche Publikationen und Verlage geraten ins Wanken, müssen sich neu aufstellen. Aber deshalb die Print-Branche für tot zu erklären, ist Unsinn.

 

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

Webperlen: 61 Jahre BILD, 40 Jahre Internet und Catcontent ohne Ende

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • 61 Jahre BILD
  • 40 Jahre Internet
  • Infografik: Die Welt des Content Marketing
  • Was zeichnet eine gute PR-Beratung aus?
  • Preisübersicht: Dauerkarten 1. und 2. Fußball-Bundesliga 2013/2014
  • Leistungsschutzrecht: Einverständniserklärung zur weiteren Aufnahme in den Google News nötig
  • Leistungsschutzrecht für Verleger – Wohin geht die Reise?
  • Leistungsschutzrecht tritt in Kraft, ist bereits tot
  • Katzen befreien sich von der Idolatrie im Netz durch Selbstportraits
  • Google-Play-Geschenkkarten in Kürze bei Media Markt und Saturn
  • Kabel Deutschland – Vodafone vor Übernahme
  • Was sagen Sie zu den zwei Grimme Online Awards für den Postillon?

Die einen lieben sie, die anderen hassen sie, aber bei der Bedeutung für die deutsche Medienlandschaft sind sich vermutlich alle einig – die einen im positiven, die anderen im negativen Sinne: Heute vor 61 Jahren erschien die erste Bildzeitung, Wikipedia weiß mehr:

Die erste Ausgabe der Bild-Zeitung erschien am 24. Juni 1952 mit einer Gesamtauflage von 455 000 Exemplaren. Die erste Ausgabe hatte vier Seiten und wurde kostenlos verteilt, danach kostete das Blatt 10 Pfennig. Inhaltlich gab es auf der Titel- und Rückseite ausschließlich aktuelle Fotos des Weltgeschehens im Großformat, dazu längere Bildunterschriften und drei Comic-Strips.

NeulandTweet

Neuland und kein Ende: Das von Angela Merkel in die Welt gesetzte Meme dreht im Netz immer weiter seine Runden. Durchaus auch mit produktiven Ergebnissen, bei Kroker’s Look @ IT findet sich eine spannende Infografik:

Umso passender, dass der amerikanische Webhosting-Dienstleister WhoIsHostingThis ebenfalls in der vergangenen Woche eine Infografik veröffentlicht hat, in der die 40-jährige Geschichte des Internets übersichtlich zusammengefasst ist: Los geht’s im Jahre 1969 mit dem Arpanet (Advanced Research Projects Agency Network), dem ersten dezentralen Computer-Netzwerk zwischen vier US-Universitäten.

Und noch eine tolle Infografik, die Welt des Content Marketing:

Content Marketing – was ist das eigentlich? Viele Werbetreibende wollen bei dieser Marketing-Form dabei sein, wissen aber oft gar nicht, was dabei zu tun ist und wie das aussieht. Bei Wishpond hat man einige Daten zum Content Marketing zusammengetragen und präsentiert diese in einer Infografik.

Was zeichnet eine gute PR-Beratung in Hamburg und auch anderswo aus? Da wir es hier im Blog bisher noch nicht erwähnt haben, noch ein Hinweis auf die “10 Gebote”:

Wer die Wahl hat, hat die Qual: Unternehmen, die in Hamburg auf der Suche nach einer guten PR-Beratung sind, werden vom Angebot an Hamburger PR-Agenturen, PR-Beratern und Pressebüros regelrecht erschlagen. [...]
Doch was zeichnet eine PR-Beratung aus? Worauf sollten Unternehmen achten, die eine PR-Beratung in Hamburg suchen und was unterscheidet seriöse von unseriösen PR-Beratungen?

Da steckt steckt beileibe nicht nur für ein Blogeintrag viel Arbeit drin. Der “Übersteiger” hat sich die Mühe gemacht, sämtliche Eintrittspreise der ersten und zweiten Bundesliga sinnvoll aufzubereiten:

Da bin ich wieder, nach 2011/2012 und 2012/2013 geht der Versuch eines Preisvergleichs der Dauerkarten aus 1. und 2. Fußball-Bundesliga in eine dritte Runde, dieses Mal sogar mit einer Visualisierung (siehe unten). Die Regularien bleiben die gleichen, müssen aber auch hier wieder erwähnt werden. Es gibt drei Kategorien, alle für Vollzahler, ohne Ermäßigung oder Mitgliederrabatt.

War das ganze Theater um das Leistungsschutzrecht für die Katz? Google hat offensichtlich den Spieß umgedreht, und steigt bei Google News vom Opt-out-Verfahren auf’s Opt-in-Verfahren um. Das heißt, bei den Nachrichtenseiten ist zukünftig eine Einverständniserklärung zur weiteren Aufnahme in den Google News nötig:

Wer diese Einverständniserklärung nicht abgibt, dessen Inhalte werden ab dem 1.8.2013 nicht mehr in Google News angezeigt. Google sagt, dass sie nach eingehender Prüfung davon überzeugt sind, dass Google News das Leistungsschutzrecht nicht verletzt.

Damit sagt Google den Verlagen ganz klar: Wenn ihr wollt, nehmen wir euch wieder in den Traffic-Bringer Google News auf, wir werden dafür aber sich nicht einen einzigen Cent an euch zahlen. Damit fallen auch andere Lösungen, wie etwa sie etwa in Frankreich gefunden wurden, weg:

In Frankreich hatten sich die Verlage mit Google auf eine Pauschallösung verständigt. Diese sieht vor, dass Google mit 60 Millionen Euro einen Fond zur Förderung der digitalen Innovation der Verlage speist und darüber hinaus Hilfe bei der Vermarktung der Verlegerangebote mit Onlinewerbung leistet. Aber was sind einmalig 60 Millionen vor dem Hintergrund des Milliardengeschäfts, das im Internet gemacht wird?

Man kann es auch drastischer sagen, das Leistungsschutzrecht tritt in Kraft, ist aber bereits tot:

Oder um es brutaler zu formulieren: Google zahlt nicht und wer auf seinem LSR besteht, fliegt raus. Eine derartige Reaktion war zu erwarten, wir hatten eine vergleichbare Situation bereits in Belgien. Dort knickten die Verlage ein und etwas ähnliches scheint sich auch in Deutschland abzuzeichnen: Einige der großen Nachrichtenseiten haben bereits bestätigt, dass sie das Opt-in nutzen werden, etwa Zeit Online, die Süddeutsche, Heise oder Golem. Spiegel Online prüft und weitere haben auch bereits zugestimmt.

Apropos für die Katz: Irgendwer hat mal behauptet, dass das Internet zur Hälfte aus Erotik, zur anderen Hälfte aus Katzenbildern bestehen würde – es gibt keine Social-Media-Plattform, auf der nicht ständig #Catcontent eingestellt wird. Als wäre das noch nicht genug, gibt es jetzt auch eine App, mit der die Katzen selbst Bilder einstellen können:

Die Android App ermöglicht es Katzen selber Schnappschüsse von sich zu machen und diese dann automatisch auf dem eigenen Twitter, Facebook oder EyeEM Account zu posten. Wer für die Befreiung der eigenen Katze aus dem Internet-Terror der Fremdbeobachtung ist, braucht diese App.

Deutlich praktischer und sinnvoller ist dagegen die “Google-Play-Geschenkkarten in Kürze bei Media Markt und Saturn“-Ankündigung. Viele Smartphone-Nutzer haben aus Sicherheits- und Datenschutzgründen noch immer Bedenken, ihre Kreditkarte zu benutzen. Dagegen soll jetzt das neue Bezahlmodell helfen:

Denn die Guthabenkarten, die es bereits in den USA und einigen wenigen anderen Ländern gibt, kommen womöglich schon ab der nächsten Woche nach Deutschland. Unter anderem werden die beiden großen Elektronik-Ketten Saturn und Media Markt die Google-Play-Geschenkkarten im Angebot haben.

Ein Anbieter, der alles aus einer Hand liefern kann vs. Marktkonzentration: Wie DIE WELT berichtet, steht Vodafone kurz vor der Übernahme von Kabel Deutschland:

Die Kabel-Deutschland-Führungsspitze favorisiert eine Übernahme durch Vodafone, weil sie dann damit rechnen, dass die Transaktion relativ reibungslos über die Bühne geht. Vodafone könnte den deutschen Kunden mithilfe von Kabel Deutschland wettbewerbsfähigere Paketangebote für Fernsehen, schnelles Internet und Festnetz-Telefonate unterbreiten.

Letzte Woche bekam die Satire-Seite Der Postillon gleich zwei Grimme-Preise verliehen….

Ein prominentes Beispiel für den virtuosen Umgang mit Worten ist die Website “Der Postillon”, die sowohl mit dem Jurypreis in der Kategorie Information, als auch mit dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde. Über die Satireseite, auf der Stefan Sichermann täglich aktuelle Nachrichten parodiert, schreibt die Jury: “Die Ironie ist in Gefahr, in der Informationsflut zu ertrinken. Aber ‚Der Postillon‘ hat ihr ein Rettungsboot geschickt.”

… diesen Sonntag hat der Macher sich für die Preise bedankt – auf sehr schöne, selbstironische Art und Weise:

Obwohl als letzte große deutsche Tageszeitung erst 2008 ans Netz gegangen, konnte der Postillon beim diesjährigen Grimme Online Award gleich zwei der sinnlos schweren Plexiglas-Trophäen ergattern. Dabei wäre dieser Erfolg ohne Sie, liebe Leserinnen und Leser, doch überhaupt nicht möglich gewesen, denn immerhin… blabla… schleim… Jedenfalls: Was Sie von diesem Ergebnis halten, will der Preisillon (unterstützt vom Meinungsforschungsinstitut Ogrimmion Control) heute von Ihnen wissen:

Die Meinung kann unter “Was sagen Sie zu den zwei Grimme Online Awards für den Postillon?” abgegeben werden.

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

Webperlen: 10 Jahre WordPress, 4,8 Millionen Tweets und 3,2 Milliarden Smartphones

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • 10 Jahre WordPress: Wie ein Blogsystem die Medienwelt auf den Kopf stellte
  • 10 Jahre WordPress: Infografiken
  • 4,8 Millionen Tweets zum Champions League Finale
  • Béla Réthy, sagen Sie jetzt nichts!
  • 90elf. Der Abschied.
  • Wo das Herz von Twitter schlägt
  • Bis 2017 rund 3,2 Milliarden Smartphones im Einsatz – doppelt so viele wie PCs
  • Privacy-Problem im Facebook Seitenmanager
  • Wenn der Briefträger das Essen nach Hause bringt
  • Wer die „Bild“ im Internet lesen will, muss künftig zahlen – teilweise
  • The Story of Axel Springer’s Famous Garage

Herzlichen Glückwunsch! WordPress, das Blogsystem, auf dem auch dieser Blog basiert, ist zehn Jahre alte geworden. Eine Würdigung von Netzwertig.com:

WordPress allerdings bleibt für viele leicht zu benutzen, so flexibel und umfangreich wie gewünscht und wartet bei Problemfällen mit einer riesigen Community im Rücken auf. Die Bedeutung von WordPress für die Medienlandschaft ist nicht zu unterschätzen. Das System hat vielen einzelnen Bloggern oder ganzen Unternehmen in den vergangenen zehn Jahren die Möglichkeit gegeben, dynamischen Content so einfach wie nie zu veröffentlichen und ihn zu monetarisieren.

Und die passenden Grafiken zum Geburtstag liefert Statista: 10 Jahre WordPress

Twitter als Second Screen: Nach Twitter-Auswertungen wurden während des Finales der Champions League mehr als 4,8 Millionen Tweets allein unter dem Hashtag #UCLFinal abgesetzt:

Bei den Höhepunkten des Spiels sind natürlich auch die größten Ausschläge zu erkennen. Dabei ist der Abpfiff mit 117.601 Tweets in der Minute knapp vor dem Siegtor von Arjen Robben mit 107.229 Tweets gelandet. Zudem verzeichnete Robben an diesem Abend mehr als 1 Million Tweets mit seinem Namen und war damit der meist erwähnte Spieler auf Twitter.

Nicht wenige der deutschsprachigen Tweets haben sich mit der “Leistung” der Fernsehmoderatoren befasst, ein Blogger hat sich auf “Béla Réthy, sagen Sie jetzt nichts!” sogar die Mühe gemacht, jeden einzelnen Satz der “Reporterlegende” aufzuschreiben:

Bei meiner Arbeit stieß ich dann doch wieder auf ein paar Hinweise, die darauf schließen lassen, dass wir am Samstag tatsächlich Béla Réthy zugehört haben. Und noch etwas ist mir aufgefallen: Sportkommentatoren können richtig poetisch sein.

Und nochmal Fußball: Da andere für die Rechte mehr geboten haben, wird das bei Fans (aus guten Gründen) beliebte Projekt 90elf eingestellt. Ein (traurig stimmender) Beitrag von einem Mitarbeiter der ersten Stunde:

Seit 2008 bin ich bei 90elf. Von Sendestart an quasi. Das kleine Team wurde nach und nach immer größer. Die Website wurde im Laufe der Jahre mehrmals gerelauncht, wurde besser, stabiler, schneller. Die 90elf-App wurde auf immer mehr Plattformen verfügbar. Wir haben auf DAB+ gesetzt und eigene Endgeräte auf den Markt gebracht. Wir haben neue Ideen umgesetzt, das Programm immer weiter ausgebaut, Live-Rechte für den Europa-Pokal eingekauft, interaktive Sendungen konzipiert. Wir haben schließlich dafür den Deutschen Radiopreis 2011 erhalten.

Und ein weitere Statistik zur Twitter-Nutzung. Im Focus wird unter “Wo das Herz von Twitter schlägt” aufgeschlüsselt, wo die 400 Millionen Tweets abgeschickt werden, wo die Nutzer mit dem größten Einfluss sitzen:

Ein Blick auf die Europa-Karte zeigt deutliche Schwerpunkte der Aktivität in Großbritannien sowie den Benelux-Ländern sowie den Großstädten Paris, Madrid und Mailand. In Berlin als dem deutschen Twitter-Mekka ist schon klar weniger Aktivität zu verzeichnen. Unter den Top-20 Städten ist daher auch keine deutsche Metropole vertreten.

Und eine weiter Zahl, bei der es sich um eine (fundierte) Schätzung handelt. Bis 2017 werden rund 3,2 Milliarden Smartphones im Einsatz sein – doppelt so viele wie PCs:

Die Machtverschiebung in der IT-Industrie weg vom PC hin in Richtung Tablets und Smartphones ist im vollen Gang, wie ich hier im Blog bereits mehrfach beschrieben habe. Der Analyst Benedict Evans vom britischen Marktbeobachter Enders Analysis hat in einer kürzlich veröffentlichten Präsentation noch einmal die wichtigsten Fakten übersichtlich zusammengestellt.

Außerdem gibt es bei Facebook für Seitenbetreiber Sicherheitslücken, bzw. ein Privacy-Problem im Facebook Seitenmanager:

Der Facebook Seitenmanager erlaubt es den Admins von Facebook-Seiten auch von ihren mobilen Geräten aus zu verwalten und dort auch auf private Nachrichten von Nutzern zu antworten. AndroidPolice beschreibt ein unter Umständen ernsthaftes Problem mit dieser Funktion. Vom Admin an eine solche private Nachricht angehängte Bilder bleiben nämlich nicht privat.

Mehr über das Problem auch auf dem Blog von Henning Uhle.

Ein Markt, der sich langsamer durchsetzt, als von vielen Analysten erwartet wurde. Was jedoch auch daran liegen kann, dass bei den “Online-Supermärkten” das Angebot noch zu verwirrend ist – und die bestehenden Supermärkte abgesehen von den ländlichen Regionen eine sehr gute Abeckung haben. Unter “Wenn der Briefträger das Essen nach Hause bringt” weiß DIE WELT folgendes zu berichten:

In anderen europäischen Ländern ist dieser schon üblicher. Der britische Händler Tesco beispielsweise liefert Produkte aus dem Supermarkt quasi an jede britische und irische Adresse. Bei einer Umfrage des Marktforschers Nielsen unter 28.000 Internetnutzern in 56 Ländern gab ein Viertel von ihnen an, in der nächsten Zeit Lebensmittel im Internet kaufen zu wollen. In Deutschland lag der Wert nur bei sieben Prozent.

Apropos WELT: Nachdem das Springer-Angebot bereits vor Monaten eine Paywall eingeführt hat, zieht jetzt wohl auch die BILD nach, wer die BILD im Internet lesen will, muss künftig zahlen – teilweise:

Wenn die „Bild“-Zeitung am Montag die wichtigste Neuerung ihrer jüngsten Geschichte vorstellt, wird ihr Chefredakteur Kai Diekmann nicht dabei sein. Er verbringt gerade noch seine Zeit im kalifornischen Silicon Valley, wo er die vergangenen neun Monate im Auftrag des Axel-Springer-Verlags Ideen für die digitale Zukunft des Medienkonzerns gesammelt und entwickelt hat. Aus der Ferne aber begleitete er, wie in Berlin an einem Mammutprojekt gearbeitet wurde: an der Bezahlstrategie für die „Bild“ im Netz.

Springer

Und zum Abschluss der Webschau ein Video von, nun ja, Springer. Ein Verlag, der zwar gerne sehr viel Hass auf sich zieht, der aber auch einen wunderbaren Sinn für Selbstironie hat, wie man unter The Story of Axel Springer’s Famous Garage unschwer erkennen kann.

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

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