22/08/2019

Webperlen: Datenschutz bei WhatsApp, Immobilien PR, Hamburg mit neuem CCH-Hotel und Informatik in der Schule

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • WhatsApp-Backup speichert Klartext bei Apple
  • Immobilien PR und Social Media auf der Expo Real
  • Spektakulärer Plan in Hamburg: Zweites Kongresshotel am CCH
  • Reality Check: Informatikdarstellung in der Schule
  • Enterprise-Social-Networks in der Übersicht: Von Stackfield bis Yammer
  • Zinssenkung: Das Leid der Sparer
  • Der Euro begünstigt den deutschen Außenhandel in der Währungsunion
  • Internet-IPOs: Was wäre aus 1.000 Dollar geworden
  • Die Zukunft des Papierverleihs
  • Götz George über Schimanski: “In den Puffs von Duisburg wurden wir gefeiert”

Datenschutz und kein Ende: Offensichtlich nimmt es WhatsApp mit der Sicherheit nicht so genau, zumindest beim Backup-Service. Wie “heise online” jetzt berichtet (via), speichert das WhatsApp-Backup die Nachrichten als Klartext bei Apple:

Dabei sichert die iPhone-App alle Gespräche in Apples iCloud – einschließlich aller Bilder. Das ist zwar ganz praktisch, um die Daten auf einem anderen Gerät wieder herstellen zu können. Allerdings legt WhatsApp die Daten völlig ungesichert im Klartext ab. Das heißt, dass jeder, der sich Zugang zum Apple-Konto des Anwenders verschaffen kann, dort auch dessen gesicherte WhatsApp-Daten abrufen kann.

Annzahl der Tweets pro Tag, die mit dem Hashtag #ExpoReal versehen sind. Die Grafik wurde mit dem Social-Media-Tool "Topsy" (www.topsy.com) erstellt.

Anzahl der Tweets pro Tag, die mit dem Hashtag #ExpoReal versehen sind. Die Grafik wurde mit dem Social-Media-Tool “Topsy” (www.topsy.com) erstellt.

Zu konservativ, zu wenig Interesse an echter Transparenz? Dass Immobilien PR beim digitalen Wandel nicht gerade als Early Adopter fungiert, ist alles andere als überraschend, im Vergleich mit dem klassischen Immobilien Marketing steckt die PR bekanntlich noch immer in den Kinderschuhen. Wie sehr, haben wir in einer Studie ermittelt, in der die Social-Media-Nutzung auf der EXPO REAL 2013 untersucht wurde:

Insgesamt wirken die meisten Social-Media-Aktivitäten der auf der EXPO REAL vertretenen Unternehmen noch wie “lästige Pflichtaufgaben”, die irgendwie „abgewickelt“ werden müssen. Mehr Mut, neue Wege zu gehen, mehr Interaktion und Aktivität würden fast jedem Immobilien-Unternehmen bei der Präsentation in den sozialen Netzwerken weiterbringen.

Wo wir schon beim Thema Immobilien wären: Ein spektakuläres Hotel Projekt zeichnet sich in Hamburg am Congress Center ab, und zwar sind die Vorbereitungen für ein zweites Kongresshotel am CCH anscheinend bereits deutlich fortgeschritten:

Der Senat prüft eine Überbauung der Marseiller Straße mit einem 250-Zimmer-Haus. Die Stadt könnte die Einnahmen in eine Renovierung des Congress Centers stecken.

Dass die Zukunft digital sein wird, dürfte mittlerweile fast jeder verstanden haben. Umso unverständlicher ist es, wenn Schulen bereits beim Bewerben des Informatikunterrichts so ziemlich alles geben, um die Schüler eben davon abzuschrecken. “404 not found” hat (via) die Informatikdarstellung in der Schule einem Reality Check unterzogen:

Wer Freude haben möchte, etwas gemeinsam mit anderen machen möchte, kreativ sein möchte und mal ‘ne Exkursion machen möchte – ab zur Musik! Da hat sogar eine Lehrperson “Willkommen!” unter die Beschreibung geschrieben! Informatik? Hier ist willkommen, wer die “richtige” Denke eh schon mitbringt, sonst kann das mit den abiturrelevanten Prüfungsleistungen ja nichts werden.

Digital ist besser: “t3n” hat (via) eine praktische Übersicht über Enterprise-Social-Networks von Stackfield bis Yammer erstellt:

Für Dienste wie Yammer gibt es viele Namen: „Collaboration-Plattform“ oder „Enterprise-Social-Network“ sind wohl die populärsten Bezeichnungen – der ein oder andere nennt sie auch gerne „Social-Intranet“-Dienste. So unterschiedlich die Bezeichnungen sein können, so eindeutig ist der Sinn und Zweck dieser Services: Enterprise-Social-Networks helfen Teams, die interne Unternehmenskommunikation effektiv abzuwickeln.

Gestern hat die Europäische Zentralbank den Leitzins überraschend auf 0,25 Prozent gesenkt. Eine Entscheidung, die nicht überall Freude ausgelöst hat, laut dem “Handelsblatt” (via) werden vor allem die Sparer leiden:

Mit der erneuten Zinssenkung – die Europäische Zentralbank hat den Leitzins für die Euro-Zone überraschend auf 0,25 Prozent gesenkt – wird es noch schlimmer. Noch nie war dieser Satz so niedrig. Zinsen sind damit so gut wie abgeschafft. Zinssenkungen werden erfahrungsgemäß ziemlich schnell an die Kunden weitergereicht.

Um beim Euro zu bleiben: Laut dem Blog “Wirtschaftliche Freiheit” (via) begünstigt die europäische Währung den deutschen Export-Boom:

Neben der traditionellen Exportstärke Deutschlands aufgrund der Produktion innovativer Investitionsgüter hat der Übergang zu einer einheitlichen Währung im Jahre 1999 dazu geführt, dass die Preiswettbewerbsfähigkeit und die einkommensbedingten Exporte (weiter) gestiegen sind.

Angesichts des Twitter-Börsenganges hat “Deutsche Startups” (via) eine Info-Grafik von “statista” verlinkt, in der der aktuelle Wert eines 1000$-Investments in IPOs ausgewählter Internet-Unternehmen dargestellt wird, unter “Internet-IPOs: Was wäre aus 1.000 Dollar geworden” erfährt man etwa folgendes:

“Doch nicht immer wirft der Hype auch unmittelbar Rendite ab. Anleger die bei Facebooks IPO im letzten Jahr 1.000 US-Dollar investierten haben beispielsweise aktuell noch kaum Gewinn gemacht”, berichtet statista. Wird aber vielleicht noch! Wer etwa beim Amazon-IPO mit 1.000 US-Dollar dabei war, dessen Aktien sind heute rund 239.000 US-Dollar wert.

Was wird aus den Bibliotheken, wenn erst einmal alles jederzeit digital zu haben ist? Kathrin Passig hat in der ZEIT einen spannenden, leicht provokanten Kommentar geschrieben, der im Netz eifrig (etwa hier, hier und hier) diskutiert wird. Und malt sie unter der Überschrift “Die Zukunft des Papierverleihs” eine alles andere als rosige Zukunft für die Bibiotheken an die Wand:

Bibliotheken sind Papiermuseen. Wenn sie sich nicht bald grundsätzlich wandeln, haben sie kaum noch eine Existenzberechtigung. Was sie können, kann das Internet besser.

Und zum Abschluss der Webschau in diesem Blog noch leicht verdaulicher Lesestoff. Auf “Spiegel Online” (via) findet sich ein Interview mit Götz George, in dem dieser in gewohnter Manier kein Blatt vor dem Mund nimmt:

Wir sind Oldies, allerdings noch gut dabei. Als wir eine Szene auf einem Schulhof drehten, wussten die Kids gar nicht, was da los ist. Schimanski? In den Achtzigern war das anders. Wo wir anrückten, wurden wir gefeiert. Sogar in den Puffs von Duisburg.

Webperlen: Google Shop-in-Shop in Hamburg, Twitter an die Börse und Apples Fingerabdruck

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • Erster Google Shop-in-Shop in Hamburg
  • Erste ISSN für Blogs von de.hypotheses vergeben
  • Wer eine Meinung hat, ignoriert die Fakten
  • Vererbter Geschmack – Warum wir die Musik unserer Eltern mögen
  • Akademisches Karussell: Nichtwählen ist keine Heldentat!
  • Wikimedia: Wie die zur Bundestagswahl antretenden Parteien auf unsere Fragen antworten und damit neue aufwerfen
  • Kurznachrichtendienst: Twitter will an die Börse
  • Lang lebe Retweet, zur Hölle mit Favorite
  • Danke, Apple

Raus aus dem Internet, rein ins “real life”: Google hat jetzt den ersten Shop-in-Shop eröffnet. Und das natürlich in Hamburg. Was es dort zu sehen gibt, wissen die “mobile geeks”:

Gut 100qm ist die Google-Fläche im Markt groß und neben der Google-Hardware werden dort auch die Dienste des Unternehmens präsentiert und von Google-Experten erklärt [...]. Als Highlight wird die Liquid Galaxy genannt, eine Google Earth Großbildleinwand, über die man wie daheim virtuell durch die Welt reisen kann.

Und es gibt eine weitere Premiere zu feiern, die Deutsche Nationalbibliothek ist im digitalen Zeitalter angekommen und vergibt jetzt auch ISSN für Blogs:

Heute ist ein guter Tag für die deutschsprachige Wissenschaftsblogosphäre: Die ersten Blogs von de.hypotheses haben eine ISSN verliehen bekommen. Das kann gefeiert werden, denn in Deutschland ist das neu. Während in Frankreich die BnF schon seit 2011 ISSN für Blogs verleiht, hatte die Deutsche Nationalbibliothek mit Bezug auf ihren Beschluss von 2002 bisher davon abgesehen.

Und wo wir schon bei der Wissenschaft sind: In der SZ (via) ist ein guter Bericht über die “Psychologie des Starrkopfs” erschienen, der dem Phänomen nachgeht, dass Menschen auch dann bei ihrer Meinung bleiben, wenn sie wissen, dass sie falsch ist:

Selbst wenn jemand weiß und verstanden hat, dass eine Geschichte falsch und nichts als eine Lüge ist, neigt er dazu, trotzdem daran zu glauben. Psychologen nennen dieses Phänomen “Belief Perseverance”, und Greitemeyer demonstriert diesen Effekt nun im Fachmagazin Psychonomic Bulletin & Review.

Eine weitere Studie beschäftigt sich mit dem Musikgeschmack. Genauer: Mit dem Phänomen, dass der Musikgeschmack der Eltern offenbar vererbt wird:

Die Musik aus der Jugend zaubert Erwachsenen weiterhin ein Lächeln ins Gesicht. Auch deshalb, weil sie Erinnerungen weckt, an Urlaube, Partys oder verflossene Lieben. Doch die musikalische Zeitreise wird nicht nur von unseren eigenen Erlebnissen beeinflusst – sondern auch vom Geschmack unserer Eltern.

Prominente, die öffentlich damit hausieren gehen, dass sie nicht zur Bundestagswahl gehen: Auf Publikative.org findet sich ein guter Kommentar, warum natürlich jeder das Recht hat, nicht zur Wahl zu gehen, aber die Haltung der Prominenten alles andere als lobenswert ist:

Nebenbei darf man bei all dem revolutionären Habitus, den sich die prominenten Nichtwähler/innen in jüngster Zeit gern geben, eines nicht vergessen: Denn während der/die Wähler/in partizipieren will und sich für eine Partei entscheidet, ist der/die Nichtwähler/in vordergründig unzufrieden und gibt vor, den Parteien seine Stimme, vielleicht aus Protest, zu verweigern.

Und noch ein weiterer Blogbeitrag zur Bundestagswahl: Wikimedia hat den Parteien bei netzpolitischen Fragen auf den Zahn gefühlt:

Auf dem Schreibtisch von Wikimedia Deutschland liegen zehn an der Grenze zur Lesbarkeit eng bedruckte Seiten mit 80.000 Zeichen Wahlprüfsteinantworten. Das Format, das WMDE erstmals vor vier Jahren erprobte, wird mittlerweile recht routiniert gehandhabt. Insgesamt haben uns 11 zur Wahl zugelassene Parteien geantwortet, eine sehr erfreuliche Rücklaufquote.

Mit 140 Zeichen das große Geld verdienen. Twitter wird erwachsen und geht an die Börse:

Lange wurde darüber spekuliert, jetzt schafft Twitter Tatsachen: Der Kurznachrichtendienst bereitet einen Börsengang vor. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen einen Börsenprospekt bei der Aufsicht SEC eingereicht.

Ein schönes Plädoyer für das Teilen. Lang lebe Retweet, zur Hölle mit Favorite:

Bei Twitter setzt sich seit wenigen Monaten ein unerwarteter Trend durch. Selbst altgediente Nutzer teilen einen Tweet nicht mehr wie gehabt per “Retweet” unter den eigenen Followern. Nein, sie markieren einen Tweet vielmehr als “Favorite”. Bei mir hinterlässt dieses Nutzungsverhalten ein ähnliches Gefühl wie ein simpler Like bei Facebook: Nichtssagend, unemotional und nahezu ohne Viralität.

Und schließlich noch ein guter Beitrag (via) darüber, warum es vielleicht keine Gute Idee ist, dass sich das neue iPhone nur noch per Fingerabdruck entsperren lässt:

Wer die Fingerabdruck-Sperre nutzt, akzeptiert gleichzeitig eine faktische Umkehr der Beweislast, wenn sein Mobiltelefon für ein krummes Ding genutzt worden sein soll. Ein biometrisches Datum hat bei der Frage, wer das Handy genutzt hat, natürlich erst mal einen wesentlich höheren Stellenwert als ein Vierzahlen-Code.

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

Webperlen: Das Betahaus in Hamburg, Länge von Webvideos und 10 Hochzeitsfotos abseits der Norm

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • Warum Hamburg das Betahaus braucht
  • 30 schmutzige Berliner-Startup-Fakten
  • Wie lange darf es denn sein? – Über die Länge von Webvideos …
  • Einbrecher 2.0: Ich weiß, wo Du wohnst!
  • Reisegadget: Weltkarte zum Rubbeln für weit gereiste Angeber
  • Apple untersucht iPhone-Todesfall
  • Steinbrücks absurder Wahlkampf
  • 10 Hochzeitsfotos abseits der Norm

Seit das Betahaus in Hamburg – der einzig größere Co-Working-Place in der Stadt – vor kurzem Insolvenz anmelden musste, fürchtet so mancher, dass die digitale Bohème Hamburg künftig den Rücken kehren wird, da die Hansestadt immer weiter gegenüber dem ewig gehypten Berlin zurückfällt. Ein ziemlich guter Appell, warum Hamburgs Kreativwirtschaft auf das Fortbestehen des Betahauses angewiesen ist, findet sich auf Digital Media Women unter “Warum Hamburg das Betahaus braucht“:

Also: Zeit in die Hände zu spucken und den Standort selbst zu sichern. Ihr Googles und Facebooks, ihr XINGs, Qypes, Bigpoints, Innogames, Goodgames von Hamburg: Jetzt zeigt Berlin doch mal, dass es arm und unsexy ist und dass in Hamburg das Geld verdient wird. Greift euch den Think Tank/Nextmedia, die Kreativgesellschaft und Hamburg@Work, reißt euch zusammen, schließt euch zusammen und hängt euch bei einem neuen Digital Hub aus Betahaus und Internetinsel richtig mit rein. Es wird sich auszahlen.

Wo wir schon bei Hamburg vs. Berlin sind: Die Gründerszene hat 30 schmutzige Berliner-Startup-Fakten gesammelt:

Berliner Startups…

1. …speaken gerne in fancy Anglizismen, weil sie zu lazy zum Nachdenken sind und ihre Language als sozialen Code nutzen. Sie haben kein Büro, sondern ein Office, machen keine Anrufe, sondern Calls und sammeln auch kein Geld ein, sondern betreiben Fundraising. Darüber hinaus zählen diese Begriffe zu ihrem Standard-Repertoire und das zu den verbalen Eigenarten.

YouTube

Allenthalben wird moniert, dass das Internet die Aufmerksamkeitsspanne abgesenkt hat – und das wohl auch mit einer gewissen Berechtigung. Stefanie Aßmann wirft auf ihrem Blog die Frage auf, wie lange ein Webvideo denn sein darf:

Ich habe nur für mich festgestellt, dass ich bis zu einer Länge von etwa 15 Minuten, mir ein Webvideo in den meisten Fällen bis zum Ende anschaue. Alles was länger dauert, muss mich inhaltlich überzeugen, quasi bei Laune halten, sonst springe ich ab. Dann lese ich lieber einen Hintergrundbericht zum Thema.

Immer wieder tauchen im Netz Behauptungen auf, dass Einbrecher gezielt Facebook und Twitter durchsuchen, um leerstehende Wohnungen ausfindig zu machen. Das ZDF-Blog “Hyperland” hat sich jetzt die Mühe gemacht, der Behauptung nachzugehen, unter “Einbrecher 2.0: Ich weiß, wo Du wohnst!” erfährt man beispielsweise:

“Bloß nicht den Briefkasten überquellen lassen”, “Am besten eine Zeitschaltuhr nutzen”, “Lasst die Rollos oben”. Pünktlich zur Urlaubssaison kriechen sie wieder hervor, die guten alten Ratschläge, die verhindern sollen, dass das Haus leer steht, wenn man von der Reise zurückkommt. Seit ein paar Jahren kommen zusätzlich noch die Verhaltensregeln für Social Media dazu – die sind durchaus sinnvoll, aber ebenso mit Vorsicht zu genießen.

Für Reiselustige (bzw. für Reise-Angeber) hat DIE WELT eine Weltkarte ausgemacht, bei der man die besuchten Länder freirubbeln kann – die Weltkarte zum Rubbeln für weit gereiste Angeber:

Ein Souvenir zum Aufhängen für all diejenigen, die gern verreisen: Zuerst ist diese Wandkarte im Format von 58,2 x 81,9 Zentimeter nichts weiter als ein riesiges Rubbellos in den Farben Gold und Weiß. Doch das ändert sich nach jeder Reise. Dann wird ein neu besuchtes Land mit einer Münze sorgfältig freigekratzt.

Die Probleme im Hause Apple scheinen sich zu häufen, jetzt kam es in China sogar zu einem Todesfall, eine junge Frau starb, als sie mit ihrem iPhone telefonieren wollte, das sich noch am Netzteil befand. Apple untersucht iPhone-Todesfall:

Laut einem Bericht der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua behaupten die Angehörigen der jungen Frau, sie sei ums Leben gekommen, als sie versucht habe, einen Anruf zu beantworten, während der Akku ihres iPhones geladen wurde. Ein Beamter des Büros für öffentliche Sicherheit erklärte am Montag, dass eine erste „grundlegende Untersuchung“ ergeben habe, dass die Frau durch einen Stromschlag gestorben sei.

Wie ein Unfall mutet derzeit auch der Wahlkampf der SPD an. Obwohl die Regierung jede Menge Steilvorlagen liefert, gelingt es der Partei nicht, auch nur irgendwie aufzuholen. In der “Post von Horn” wird das gesamte Elend unter der bezeichnenden Überschrift “Steinbrücks absurder Wahlkampf” (via) analysiert:

Steinbrücks Wahlkampf wird zunehmend absurd. Immer stärker widerspricht er der Rationalität und Lebenserfahrung, mit der normale Menschen ihren Alltag ordnen. Der Zuschauer kann nur noch staunen: Die SPD mag nicht aufhören, sich zu täuschen. Neuer Höhepunkt des Selbstbetrugs durch Selbstsuggestion: Steinbrück glaubt, die SPD könne fünf Millionen ehemalige Wähler zurückgewinnen.

Und zum Abschluss der Webschau wieder etwas Witziges: Christian Brandes hat die wohl 10 peinlichsten Hochzeitsfotos zusammengestellt:

Zwei Menschen, ein Tag, Fehler werden nicht entschuldigt. Es ist nicht zuletzt die fehlende Reproduzierbarkeit, die das Event Hochzeit so besonders macht. Jedes Foto ist ein so genanntes Once In A Lifetime Picture. Umso wichtiger ist das Gelingen der Schüsse. Oder anders herum: Umso schwerer wiegen Schüsse, die daneben gehen.

Die Fotos findet man unter “10 Hochzeitsfotos abseits der Norm“.

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

Webperlen: Ein Social Media Junkie packt aus, Zeitungen verlieren weiter Auflage und der Google-Friedhof

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • Ein Social Media Junkie packt aus
  • Zeitungen verlieren weiter Auflage
  • Der Google-Friedhof: Alle jemals beerdigten Produkte des Internet-Giganten
  • “So bloggt Deutschland”: Umfrage mit 2.344 Bloggern gibt Einblicke in die deutsche Blogosphäre
  • Und jetzt noch mal auf Deutsch
  • Das Ende von Apple – wie wir es kennen
  • 5 Tell-Tale Signs That You Don’t Have A Social Media Strategy
  • Neuigkeiten von Google Books: Buchverleih kommt, Einschränkungen für Erotik

Da sich so ziemlich die gesamte Blogosphäre um Snowden, NSA & Co. dreht, machen wir hier im Blog einen großen Bogen um das Thema und berichten lieber, was es sonst noch für Lesenswerte Artikel und Blogposts gibt.

Angefangen mit “Ein Social Media Junkie packt aus: Ich muss abschalten, um abzuschalten” bei der die Autorin ihren digitalen Alltag beschreibt:

Täglich twitterte ich. Schaute bei Facebook, was meine Freunde und Kollegen machen. Kommentierte dies und das. Teilte Interessantes und Inspirierendes. Schrieb ein Blog. Kuratierte Fotos bei Pinterest und Instagram. Auch bei Xing schaute ich ab und zu vorbei. Alles gerne zwischendurch, auch von unterwegs. Morgens, mittags, abends.

Auch wenn nicht jeder so stark online ist, wie die obige Autorin, so ist der digitale Wandel nicht aufzuhalten. Besonders schmerzlich müssen das die Zeitungsverleger spüren, die Zeitungen verlieren weiter Auflage:

Das Jahr 2012 sei im Stammgeschäft nicht erfreulich gewesen, erklärte der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) am Dienstag in Berlin. Die Tages- und Wochenzeitungen verloren knapp 4 Prozent ihrer Auflage, die nun bei täglich im Durchschnitt 22,23 Millionen Exemplaren liege.

Die vollständigen Zahlen der Zeitungsverleger finden sich übrigens hier. Und wo wir beim unabwendbaren Wandel sind, ein Verweis auf eine (sehr gute) Infografik über den Google-Friedhof mit allen jemals beerdigten Produkte des Internet-Giganten:

Das amerikanische Online-Marketing-Unternehmen WordStream hat in einer Infografik ebenjenen Google-Friedhof aller jemals eingestellten Produkte des Internet-Giganten zusammengestellt: Angefangen bei Google Answers, eingestellt bereits im Dezember 2006, über den sagenumwobenen sozialen Dienst Google Buzz, beerdigt Ende 2011, bis eben zum Google Reader.

Apropos gestorben: Seit Jahren wird lamentiert, dass Twitter, Facebook & Co. dem klassischen Blogging den Todesstoß versetzen würden. Dass dem nicht so ist, zeigt “So bloggt Deutschland” – Umfrage mit 2.344 Bloggern gibt Einblicke in die deutsche Blogosphäre:

Hingegen kaum erstaunlich: Fast jeder fünfte Blogger arbeitet als Journalist; 15,1 Prozent haben zumindest eine journalistische Ausbildung. Die große Masse ist zudem davon überzeugt, dass Blogs in Zukunft eine größere Rolle in der Medienlandschaft spielen werden – ein Ziel, das auch Initiativen wie Blognetz verfolgen.

Was den durchschnittlichen Blogger jedoch vom Feuilletonisten unterscheidet, ist seine Sprache. Der Blogger will verstanden werden, was man von den Feuilletonisten nicht immer behaupten kann, unter “Und jetzt noch mal auf Deutsch” findet sich eine wunderbare Polemik:

Gewisse Kultur-Redaktoren unterstreichen ihre intellektuelle Brillanz gerne durch eine besonders gewählte, syntaktisch komplizierte und mit Fremdwörtern durchsetzte Sprache. Bei genauer Betrachtung bekommt man allerdings oft den Eindruck, dass dieser prätentiöse Stil bloss dem Kaschieren des schwachen Inhalts dient. Oder nach Karl Kraus: «Keinen Gedanken haben und ihn ausdrücken können: Das macht den Journalisten.»

Außerdem gibt es im Focus eine Prognose, die wir von Görs Communications für doch eher gewagt halten. Unter “Das Ende von Apple – wie wir es kennen” wird argumentiert, dass der Druck von Google mittlerweile so groß ist, dass Apple auch das Billigsegment erschließen muss:

Aber erst ab Herbst wird Cook das neue Apple zeigen. Und das könnte radikal anders aussehen. „Bunt und billig“ könnte eine Antwort auf die Konkurrenten Samsung und Google lauten. Neue iPhones oder gar ein Phablet, in verschiedenen Farben und Größen, gelten als wahrscheinlich. Für 99 Dollar wäre das Einsteigermodell aus Plastik schon zu haben, lautet das wildeste Gerücht, was aber wohl einen zu radikalen Kurswechsel bedeuten würde.

Immerhin hat Apple eine Strategie, was man bei den Social-Media-Aktivitäten von so manchem Unternehmen nicht sagen kann. 5 Tell-Tale Signs That You Don’t Have A Social Media Strategy:

Having moved over to work across multiple accounts, each at varying stages in their quest to ‘do’ social media, it suddenly struck me how many companies are, well, just doing without thinking. After spending hours analysing brands across varying markets it’s astounding to see so many large household names still clearly working without a social media strategy.

Und zum Abschluss eine gute Nachricht für alle eBooks-Liebhaber, es gibt Neuigkeiten von Google Books: Buchverleih kommt, Einschränkungen für Erotik:

In Zukunft bevorzugt Google das ePub-Format, und zwar ePub 2 und ePub 3, auch mit festem Layout. PDF wird noch immer akzeptiert, aber nur, wenn ePub nicht zur Verfügung steht.

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

Webperlen: Apple Entwicklerkonferenz WWDC, Google Compare und SEO Agenturen

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • WWDC: Kontroverse Gerüchte, wenig Fakten
  • Das iPhone bekommt eine frische Software verpasst
  • Kampf um Kunden Google wird Versicherungsmakler
  • Google übernimmt Social-Navi App Waze für 1,3 Milliarden Dollar
  • SEO Agenturen – Wie gut geht es ihnen
  • Libri unterstützt Bepado zum Start mit großem Buchsortiment
  • 30 Minuten Social Media pro Tag reichen
  • Fangates sind sowas von 2012

Die Tech Blogs stehen heute – man kennt es ja bereits – ganz im Zeichen der Apple Entwicklerkonferenz WWDC, auf der der amerikanische Konzern fast schon traditionell die Neuheiten – u.a. bekommt das iPhone eine frische Software verpasst – vorstellt. Und da zeigt sich einmal mehr, wie viel Apple von guter PR versteht. Wie bei jeder Entwicklerkonferenz zeigt Apple sich im Vorfeld äußerst verschlossen, es machen aber wieder etliche Gerüchte die Runde, die das Interesse der Medien und Blogger anheizen. Dabei kann man weder sagen, ob die Gerüchte über neue Produkte frei erfunden sind, ob sie aus dem als äußerst verschwiegen geltenden Konzern durchgesickert sind oder ob sie bewusst von PR-Fachleuten “durchgestochen” werden. 24 Stunden vor der WWDC – Kontroverse Gerüchte, wenig Fakten:

Vielleicht kommt aber auch alles ganz anders? Ein Kommentar von Apple-Kenner und Programmierer John Gruber, der für seine guten Beziehungen zu Apple bekannt ist, fördert die Spannung vor dem morgigen Tag. In seinem Podcast gab Gruber zu Protokoll, dass er seit 2007, dem Jahr der Vorstellung des ersten iPhone, nicht mehr so ahnungslos hinsichtlich der Inhalte der morgigen Keynote gewesen sei. Er wisse schlichtweg gar nichts und habe zudem noch die Information erhalten, dass alles, was bisher vermeintlich durchgesickert ist schlichtweg falsch sei.

Von den Betreibern von Online-Vergleichsportalen wurde es schon lange befürchtet, jetzt macht Google offenbar Ernst und steigt in den lukrativen Vergleichs-Markt ein. Dadurch dürften die bisherigen Vergleichsportal-Betreiber nicht nur erheblich an Umsatz verlieren, sondern es wird auch jede Menge böses Blut geben. Der Grund: Das Geschäftsmodell der Betreiber hängt in nicht geringem Maße von den Suchmaschinen ab. Entsprechend viele Ressourcen werden in SEO-Maßnahmen gesteckt. Bereits in der Vergangenheit führten Abwertungen, von denen die Vergleichsportale stark betroffen waren, von Google zu ziemlichen Ärger, das dürfte in Zukunft noch brisanter werden, Stichwort unlauterer Wettbewerb.  Kampf um Kunden – Google wird Versicherungsmakler:

Was ist die für mich günstigste Autoversicherung? Der amerikanische Internetkonzern Google will darauf offenbar schon bald eine Antwort geben können. Das Unternehmen bereitet ein eigenes Preisvergleichsportal für Deutschland vor, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Spätestens im September könnte „Google Compare“ demnach lanciert werden.

Außerdem will bei den ortsbezogenen Apps mächtig aufrüsten und nimmt dafür auch nicht gerade wenig Geld in die Hand. Google übernimmt Social-Navi App Waze für 1,3 Milliarden Dollar:

Wie israelische Medien melden, ist die geplante Übernahme von Waze unter Dach und Fach. Google soll bereit sein 1,3 Milliarden Dollar für das Social-Routing StartUp auf den Tisch zu legen und hat damit die interessierten Konkurrenten Facebook und Apple ausgestochen.

Letzte Woche hat die Insolvenz von TRG – The Reach Group für einige Bestürzung in der Online-Marketing- und SEO-Branche gesorgt. Ein Grund mehr, die (niedrigen) Budgets im SEO-Bereich zu hinterfragen. SEO Agenturen – Wie gut geht es ihnen:

Auch hier seht ihr in der Grafik, dass die meisten SEO Agenturen oder Leute unter 30.000 Dollar verdient haben. Das ist echt krass und lässt mich an der Studie doch sehr zweifeln. Selbst wenn ich alleine arbeite, dann werde ich mit 30.000 Dollar UMSATZ wohl kaum hinkommen. Oder es ist wirklich in GB schon so, wie ich es für Deutschland auch befürchte. Nämlich, dass sich im Bereich SEO ein Niedriglohnsektor ausprägen wird.

Konkurrenz belebt das Geschäft, das gilt insbesondere in Märkten, die von einem großen Player bestimmt werden. Noch muss sich Amazon keine Sorgen machen, aber vielleicht entsteht jetzt doch ein Konkurrent, der das nötige Sortiment hat, um es mit dem Versand-Riesen aus Amerika aufzunehmen. Libri unterstützt Bepado zum Start mit großem Buchsortiment:

Damit verfügt Bepado vom Start weg über ein umfangreiches Grundsortiment, mit dem so gut wie jeder Online-Händler etwas anfangen kann und so relativ einfach für sich ausprobieren kann, ob sich eine Sortimentserweiterung lohnt. Zuletzt hatte u.a. der Elektronikversender Redcoon Bücher ins Sortiment genommen.

Social Media ist ein sinnvolles Marketing- und Kommunikationsinstrument (auch im B2B-Bereich), frisst aber Zeit. Angeblich würden 30 Minuten am Tag reichen, meint zumindest diese Infografik.

Und zum Abschluss der Webschau ein Blogpost, bei dem die Autoren dieses Blogs “Endlich sagt es mal einer” gesagt haben. allfacebook.de mit “Fangates sind sowas von 2012“:

Fangates und Tabs haben aber noch ein weiteres Problem: Sie sind nicht mobil. Facebook ist aber mobil. Über 50% der Nutzer verwenden Facebook am Smartphone und dort gibt es, wie wir alle wissen, keine Page-Tabs. Und ohne Tabs innerhalb von Facebook gibt es auch keine wirklichen Fangates.

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

Impressum und Datenschutzerklärung .