12/11/2019

Studie: Online-Werbemarkt übertrifft Zeitungen

Nachdem Nielsen bereits im Januar die Zahlen für den deutschen Werbemarkt 2012 vorgestellt hat, zieht nun der Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. nach. Auch wenn die komplette Studie erst Mitte März erscheint, hat der Vermarkterkreis die interessantesten Studienergebnisse jetzt schon in einer Pressemitteilung veröffentlicht.

Laut der PM, die unter dem Titel “Online-Werbemarkt durchbricht 6-Milliarden-Euro-Grenze in 2012” erschienen ist, ist der Werbemarkt im Internet um rund 13 Prozent auf 6,47 Milliarden Euro gewachsen. Ein durchaus bemerkenswerter Zuwachs, wenn man sich das geringe Wirtschaftswachstum des vergangenen Jahres vergegenwärtigt.

Insgesamt würden die Ausgaben für die Online-Werbung damit 21,8 Prozent des gesamten Werbemarktes ausmachen, eine Steigerung von 2,2 Prozentpunkte gegenüber 2011. Laut OVK ist das Internet damit das zweitstärkstes Werbemedium nach der Fernsehwerbung; eine Platzierung, die jedoch mit Vorsicht genossen werden sollte, da der OVK die Erlöse für den Zeitungs- und Zeitschriftenwerbemarkt getrennt erhebt. Die  Zeitungen kommen demnach auf 17,0 Prozent, die Zeitschriften auf 12,0 Prozent, der gesamte Printbereich würde zusammen also auf 29 Prozent kommen und damit noch (!) vor dem Online-Werbemarkt liegen. Da der Werbemarkt für Zeitungen und Zeitschriften jedoch rückläufig ist, dürfte der Online-Markt jedoch längerfristig den gesamten Printbereich überholen. Selbst der erste Platz, den das Fernsehen traditionell innehat, dürfte langfristig wackeln, noch sichert sich das Medium 38,2 Prozent der Werbeeinnahmen, der Abstand ist aber von 18,4 Prozentpunkte auf 16,4 Prozentpunkte gefallen.

Verteilung innerhalb des Online-Werbemarktes

Aufgeschlüsselt wurde die Online-Werbung vom OVK in klassische Online-Werbung, Suchwortvermarktung und Affiliate-Netzwerke. Am stärksten konnte die klassische Online-Werbung (also Bannerschaltungen etc.) zulegen, der Zuwachs betrug satte 15 Prozent. Suchwortvermarktung und Affiliate-Netzwerke hingegen legten “nur” um 10 Prozent zu. Insgesamt entfallen 3,78 Milliarden Euro auf die klassische Online-Werbung, 2,28 Milliarden Euro auf die Suchwortvermarktung und 411 Millionen Euro auf Affiliate-Netzwerke.

Studienergebnisse OVK. Quelle: www.bvdw.org

Studienergebnisse OVK. Quelle: www.bvdw.org

Die Prognosen des OVK fallen vergleichsweise verhalten aus, für das laufende Jahr wird mit einem Zuwachs des Online-Werbemarktes von rund 11 Prozent gerechnet. Eine Einschätzung, die nach Meinung von Görs Communications vermutlich eher über- als unterschritten werden dürfte. Selbst bei kleinen und mittleren Unternehmen setzt sich mittlerweile die Einschätzung durch, dass Online-Werbung effektiver als  Branchenbucheinträge und Schweinebauchwerbung ist, außerdem sorgt das Zeitungssterben nicht gerade für Vertrauen in den Printbereich.

Die gesamte Studie des OVK soll Mitte März vorgestellt werden, sobald dies geschehen ist, werden wir Blog weiter berichten.

 

 

Diesen und weitere Blog-Artikel zu Public Relations (PR), Content, Marketing, Digitalisierung und Kommunikation gibt es im Görs Communications Blog auf https://www.goers-communications.de/pr-werbung-beratung/blog

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