21/09/2019

Innovation in der Immobilienwirtschaft (3): Innovatives Immobilienmarketing und innovatives Marketing für PropTechs und Fintechs

Im ersten Teil unserer Blog-Reihe über Innovation in der Immobilienwirtschaft haben wir, die PR- und Content-Marketing-Agentur Görs Communications, dargestellt, dass digitale Innovationen in der Immobilienbranche nur zögerlich vorangetrieben werden. Im zweiten Teil haben wir erläutert, warum PropTechs und FinTechs in der Branche nur langsam Fuß fassen. Jetzt, im dritten Teil, wollen wir erläutern, wie innovatives Immobilienmarketing und innovatives Marketing für PropTechs und Fintechs aussehen könnte – wenn denn der Willen dafür vorhanden wäre.

Grundsätzlich sollte erst einmal anerkannt werden, dass die Immobilienbranche und die PropTechs und Fintechs aus ganz verschiedenen Richtungen kommen. Die deutsche Immobilienwirtschaft hat sich über Jahrzehnte dazu entwickelt, was sie heute ist. Ein Branche, die für Solidität und Seriosität steht. Und deshalb auch etwas konservativ ist, gerade, wenn es ums Marketing geht. PropTechs und Fintechs sind hingegen in der Startup- und Digital-Kultur zu Hause, ihnen mangelt es nicht an Innovationskraft, dafür wirken sie aber auch noch immer wie Fremdkörper in der Immobilienwirtschaft.

Entsprechend sind Immobilienunternehmen und PropTechs und Fintechs auch im Marketing aufgestellt. Unternehmen, die über Jahrzehnte in der Immobilienbranche gewachsen sind, kennen sich in der Regel sehr gut mit klassischer Werbung und klassischer PR-Arbeit aus. Sie wissen, welches Image die Werbung transportieren muss, welche Zeitungen und Zeitschriften für ihre Zielgruppe relevant sind, sie – oder ihre PR-Agentur – haben die notwendigen Kontakte für gute PR-Arbeit, um auch im redaktionellen Teil der Zeitungen und Zeitschriften zu gelangen. Digital sieht es dafür häufig sehr mager aus, viele Unternehmen beschränken sich darauf, eine Webseite zu haben und ein wenig Online-Werbung zu machen.

PropTechs und Fintechs sind, bei der Startup- und Digital-Kultur kein Wunder, sehr gut im digitalen Marketing aufgestellt. Und das ist bekanntlich mehr als nur eine bunte Webseite, sie kennen sich mit Apps, mit Location Based Advertising (LBA), mit Mobile Advertising, mit SEO, mit Digital Relations und mit Social Media  aus. Kurz, die digitale Welt ist ihre Welt, auch beim Marketing. Leider fehlt ihnen aber das Gespür für die Feinheiten der Immobilienwirtschaft, sie wissen nicht, das klassische Werbung in diesem Bereich noch immer wichtig ist, sie haben so gut wie keine Ahnung von gezielter PR-Arbeit für die Immobilienbranche.

Kurz, da wo die eine Seite gut aufgestellt ist, ist die andere Seite eher schwach – und umgekehrt. Die Immobilien-Kommunikation befindet sich 2017 im Umbruch, ohne digitale Kommunikationskonzepte geht es kaum noch. Gleichzeitig ist aber auch die klassische Kommunikation noch so entscheidend, dass auf sie nicht verzichtet werden kann. Und das wird sich auch in den nächsten Jahren nur stückweise ändern, Unternehmen der Immobilienbranche und PropTechs und Fintechs müssen auf beide Hochzeiten tanzen, wenn sie wirklich erfolgreich sein wollen.

Das Zauberwort heißt Crossover-Marketing. Wer sein Budget wirklich effizient einsetzen will, wer eine auf 2017 zugeschnittene Strategie haben will, wer wirklich innovatives Marketing betreiben will, muss klassische Kommunikation und Digitalmarketing miteinander verzahnen. Klassische PR-Arbeit muss mit Social-Media-Kanälen wie etwa @immobilie unterstützt werden, Social Media wiederum braucht eine gute Webseite, um zu wirken, eine gute Webseite braucht SEO und so weiter. Die Verzahnung ist entscheidend, wenn aus möglichst geringem Aufwand ein Maximum an Aufmerksamkeit herausgeholt werden soll.

 

Im nächsten Teil unserer Blog-Reihe über “Innovation in der Immobilienwirtschaft” werden wir uns dann mit der Frage auseinandersetzen, was eine integrierte Innovations- und Marketingberatung alles leisten muss, damit sie für die Immobilienbranche einen signifikanten Nutzen schafft.

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