16/07/2019

Fachbeitrag Immobilienwirtschaft: Auswertung der Social-Media-Kommunikation auf der Expo Real – PR der Immobilienunternehmen reagiert nur zögerlich auf den digitalen Wandel

Fokussieren die Unternehmen der Immobilien- und Wohnungswirtschaft ihre Kommunikationsmaßnahmen und -budgets trotz des Medienwandels weiterhin auf klassische Werbemaßnahmen? Eine Frage, mit der sich die Hamburger PR-Agentur Görs Communications, die über jahrelange Erfahrung in den Bereichen Public Relations, Digital Relations, Immobilienmarketing und Social Media, verfügt, anlässlich der EXPO REAL 2013 einmal mehr auseinandergesetzt hat.

Im Mittelpunkt dieser Untersuchung stand die Frage, wie sehr die Immobilienbranche mittlerweile auf Social Media als kostengünstigen und effizienten Kommunikationskanal setzt. Wer twittert, wer nutzt Facebook, wer arbeitet bei der Vernetzung der Social-Media-Aktivitäten mit Video- oder Bild-Plattformen  wie Instagram oder vine? Und wo steckt steckt Verbesserungspotenzial, was können die Immobilien-Unternehmen bei ihrem nächsten Messeauftritt besser machen?

Für die Fachzeitschrift “Immobilienwirtschaft”, eine der führenden Fachmagazine der Immobilienbranche, hat Agentur-Gründer und Immobilienmarketing-Experte Daniel Görs einen Fachbeitrag geschrieben,  in dem der PR-Profi die wichtigsten Erkenntnisse der Studie zusammenfasst. Der vollständige Artikel der “Immobilienwirtschaft” kann hier als PDF-Dokument heruntergeladen werden oder gleich im Folgenden gelesen werden:

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Auswertung der Social-Media-Kommunikation auf der Expo Real – PR der Immobilienunternehmen reagiert nur zögerlich auf den digitalen Wandel

Welche Social-Media-Plattformen nutzen die Unternehmen der Immobilienbranche? Wo liegen die Stärken, wo die Schwächen? Eine Studie der PR Agentur Görs Communications (www.goers-communications.de) gibt Auskunft über die Social-Media-Aktivitäten auf der Expo Real 2013.
Verschlafen die Unternehmen der Immobilienbranche den Medienwandel? Eine bewusst provokante Frage, die der auf Immobilien-PR und Immobilienmarketing spezialisierte Inhaber der PR-Agentur Görs Communications, Daniel Görs, weder mit einem entschiedenen „ja“ noch „nein“ beantworten würde: „In der aktuellen Studie haben wir die Social-Media-Nutzung rund um die Immobilienmesse Expo Real 2013 untersucht. Dabei hat sich eindeutig gezeigt, dass viele Unternehmen bereits deutlich offener gegenüber Twitter & Co. sind, als es in der Vergangenheit der Fall war. Insgesamt muss man aber feststellen, dass das Engagement immer noch zu schwach ist und Potenziale leichtfertig verschenkt werden.“

Für die Studie hat die Agentur die Social-Media-Aktivitäten der auf der Expo Real 2013 vertretenen Immobilien-Firmen und -Dienstleister untersucht, darunter alleine 1.435 Tweets auf dem Micro-Blogging-Dienst Twitter. Insgesamt waren auf der Expo Real, die vom 7. bis 9. Oktober 2013 in München stattfand, rund 1.700 Unternehmen aus der Immobilienbranche vertreten. Dabei zeigten die PR- und Marketing-Verantwortlichen eindeutige Präferenzen, was die Nutzung der sozialen Netzwerke betrifft: Am stärksten wurde Twitter genutzt, danach folgten mit einigem Abstand Facebook und Xing. Plattformen wie Instagram oder vine, auf denen Bilder bzw. Videos eingestellt werden können, wurden nur selten eingebunden. Scribd und Slideshare, die beiden für die B2B-Kommunikation geeigneten Social-Media-Dienste für Präsentationen, Vorträge, Broschüren und Fachinformationen wurden überhaupt nicht in der Messe PR und Kommunikation eingesetzt.

Durchschnittlich alle 3 Minuten ein Tweet direkt auf der Immobilien Messe

Grafik: Tweets mit dem Hashtag #ExpoReal. Erstellt mit Hilfe des Social-Media-Tools www.topsy.com

Grafik: Tweets mit dem Hashtag #ExpoReal. Erstellt mit Hilfe des Social-Media-Tools www.topsy.com

Im zeitlichen Verlauf zeigen die untersuchten 1.435 Tweets eine extreme Kurvenform. Während in den letzten vier Wochen vor der Expo Real durchschnittlich rund 10 Tweets pro Tag abgesetzt wurden, explodiert die Zahl der Tweets mit der Eröffnung der Messe. Im Laufe der ersten 20 Stunden der EXPO REAL wurden 454 Tweets abgesetzt, das sind rund 19 Tweets pro Stunde, im Durchschnitt wurde also alle 3 Minuten ein Tweet mit dem zugehörigen Hashtag #ExpoReal versendet.

Wie erwartet, findet der stärkste Social-Media-Einsatz während der Öffnungszeiten der Messe statt. Während tagsüber teilweise Tweets im Minutentakt versendet werden, fällt die Rate nachts auf 1 Tweet pro Stunde zurück. Die Tweets werden dabei hauptsächlich von Unternehmens-Accounts abgesetzt. Im Gegensatz zu Publikumsmessen wird die Timeline des zugehörigen Hashtags nicht von „normalen Besuchern“, sondern von PR/Marketing-Accounts dominiert. Dafür, dass die Expo Real in Deutschland stattfindet, ist der Anteil der deutschsprachigen Tweets mit rund einem Drittel jedoch eher gering. Neben den englischsprachigen Tweets fielen vor allem die vielen Tweets in der holländischen und französischen Sprache auf – ein deutliches Zeichen dafür, dass in diesen Nachbarländern Social Media bereits stärker bei den Immobilienunternehmen verankert ist.

Verschenkte Potenziale im B2B- und Immobilien-Marketing

„Bei 1.700 Ausstellern sind auch 1.435 Tweets noch zu wenig. Außerdem wurde die Mehrzahl der Tweets während der ersten beiden Messetage abgesetzt, eine Vor- oder Nachbegleitung durch Twitter fand praktisch nicht statt“, moniert PR-Profi Görs. Besonders stößt dem Immobilienmarketing Experten auf, dass keine Präsentationen auf Scribd oder SlideShare eingestellt wurden: „Sämtliche PR- und Marketingmaßnahmen sollten immer unter dem Kosten-Nutzen-Verhältnis betrachtet werden. Da für die Expo Real hunderte Präsentationen, teils mit großem Arbeitsaufwand, erarbeitet werden, stellt sich die Frage, warum kein Unternehmen auf die Idee kam, die Präsentationen, Vorträge, Messebroschüren und Presseinformationen für die kostenlose Zweitverwertung, Promotion und Dokumentation auf Scribd oder SlideShare zu nutzen?“

Ähnliches gilt laut der Social-Media-Analyse auch für Bild- und Videomaterial, das dank der modernen Smartphone-Technik innerhalb von ein paar Minuten ohne weitere Kosten erstellt werden kann. Dabei wirken Bilder und Videos in den sozialen Netzwerken wie ein „Eye-Catcher“, mit denen die Unternehmen sich kosteneffizient von der Konkurrenz absetzen können. Auf der Expo Real wurde dieses Mittel jedoch kaum eingesetzt; eine Chance, die sich netzaffine Unternehmen der Immobilienbranche bei ihrem nächsten Messeauftritt nicht entgehen lassen sollten.

Mangelhafte Kommunikation vor und nach dem Messeauftritt

Als weiteren Schwachpunkt macht die Studie die mangelnde Nachbereitung aus, die in den sozialen Medien praktisch nicht stattfindet. So wurden etwa im nachfolgenden November 2013 nur 13 Tweets mit dem Hashtag #ExpoReal abgesetzt, im Dezember 3 und im Januar 2014 kein einziger Tweet. Dabei kann die Zeit nach der Messe genutzt werden, um bestehende Kontakte zu intensivieren und neue Kontakte zu gewinnen. Trotz des hohen Wertes der einzelnen Kontakte im B2B-Bereich (Leads) kommunizieren nur wenige Unternehmen ihr eigenes Messe-Fazit. Dabei könnte dies ideal mit einem Ausblick auf die kommende Expo Real 2014 verbunden werden. Die fehlende Vor- und Nachberichterstattung sowie PR und Promotion vor und nach der Messe sind ein weit verbreitetes grundsätzliches Problem bereits in der klassischen Messekommunikation. Oft fehlte schlicht ein integriertes “360 Grad” Messe Kommunikationskonzept, das Vertrieb-, PR- und Marketing-Ziele und -Maßnahmen verbindet. Doch wer nur “ein Feuerwerk am Stand abfackeln” und möglichst viele Visitenkarten einsammeln möchte, verbrennt letztlich Geld. Mit nur etwas crossmedialer Planung kann der Kommunikationserfolg maximiert und über das ganze Jahr ausgedehnt werden.

Nach der Expo Real ist deshalb vor der Expo Real, wie PR Berater Görs betont: „Vorausschauende Immobilien-Unternehmen buchen ihre Hotelzimmer für die kommende Expo Real bereits in der Woche nach der absolvierten Expo Real. Ein Vorgehen, an dem sich auch die PR- und Marketing-Verantwortlichen ein Beispiel nehmen sollten. Idealerweise beginnt die Messekommunikation für das neue Jahr bereits mit der Nachbereitung der vergangenen Expo Real.“

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Checkliste für Social Media Messekommunikation

  • Regelmäßige Statusmeldungen / Updates schon im Vorfeld der Messe?
  • Social Media Verantwortlichkeit (Person oder Team)?
  • Social Media Guidelines und Konzept – was kann wer über welche Kanäle wann kommunizieren?
  • Durchgehendes Verwenden der offiziellen Hashtags?
  • Cross-Promotion der verschiedenen Kommunikationskanäle?
  • Einbinden von Bild- und Videomaterial auf relevanten Plattformen?
  • (Online-Pressemitteilungen) über Social Media gezielt bewerben?
  • Mit anderen Messeteilnehmern im Netz interagieren?
  • Im „Real Life“ am Stand auf Online-Aktivitäten verweisen?
  • Social-Media-Monitoring nach relevanten Themen/Schlagworten?
  • Statusmeldungen für Randzeiten/Nächte vorterminieren?
  • Präsentationen auf Scribd und SlideShare einstellen?
  • Nachbereitung der Messe, Fazit und Ausblick via sämtlicher Kommunikationskanäle?

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Die vollständige Studie kann kostenlos bei Görs Communications angefordert werden:

Kontakt:

Görs Communications
Königstraße 1
22767 Hamburg
+49 40 88238519

www.goers-communications.de
info[at]goers-communications.de

www.twitter.com/PR_Hamburg
www.facebook.com/Goers.Communications

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