16. September 2021

Search Results for: webperlen

Webperlen: Datenschutz bei WhatsApp, Immobilien PR, Hamburg mit neuem CCH-Hotel und Informatik in der Schule

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • WhatsApp-Backup speichert Klartext bei Apple
  • Immobilien PR und Social Media auf der Expo Real
  • Spektakulärer Plan in Hamburg: Zweites Kongresshotel am CCH
  • Reality Check: Informatikdarstellung in der Schule
  • Enterprise-Social-Networks in der Übersicht: Von Stackfield bis Yammer
  • Zinssenkung: Das Leid der Sparer
  • Der Euro begünstigt den deutschen Außenhandel in der Währungsunion
  • Internet-IPOs: Was wäre aus 1.000 Dollar geworden
  • Die Zukunft des Papierverleihs
  • Götz George über Schimanski: „In den Puffs von Duisburg wurden wir gefeiert“

Datenschutz und kein Ende: Offensichtlich nimmt es WhatsApp mit der Sicherheit nicht so genau, zumindest beim Backup-Service. Wie „heise online“ jetzt berichtet (via), speichert das WhatsApp-Backup die Nachrichten als Klartext bei Apple:

Dabei sichert die iPhone-App alle Gespräche in Apples iCloud – einschließlich aller Bilder. Das ist zwar ganz praktisch, um die Daten auf einem anderen Gerät wieder herstellen zu können. Allerdings legt WhatsApp die Daten völlig ungesichert im Klartext ab. Das heißt, dass jeder, der sich Zugang zum Apple-Konto des Anwenders verschaffen kann, dort auch dessen gesicherte WhatsApp-Daten abrufen kann.

Annzahl der Tweets pro Tag, die mit dem Hashtag #ExpoReal versehen sind. Die Grafik wurde mit dem Social-Media-Tool "Topsy" (www.topsy.com) erstellt.

Anzahl der Tweets pro Tag, die mit dem Hashtag #ExpoReal versehen sind. Die Grafik wurde mit dem Social-Media-Tool „Topsy“ (www.topsy.com) erstellt.

Zu konservativ, zu wenig Interesse an echter Transparenz? Dass Immobilien PR beim digitalen Wandel nicht gerade als Early Adopter fungiert, ist alles andere als überraschend, im Vergleich mit dem klassischen Immobilien Marketing steckt die PR bekanntlich noch immer in den Kinderschuhen. Wie sehr, haben wir in einer Studie ermittelt, in der die Social-Media-Nutzung auf der EXPO REAL 2013 untersucht wurde:

Insgesamt wirken die meisten Social-Media-Aktivitäten der auf der EXPO REAL vertretenen Unternehmen noch wie “lästige Pflichtaufgaben”, die irgendwie „abgewickelt“ werden müssen. Mehr Mut, neue Wege zu gehen, mehr Interaktion und Aktivität würden fast jedem Immobilien-Unternehmen bei der Präsentation in den sozialen Netzwerken weiterbringen.

Wo wir schon beim Thema Immobilien wären: Ein spektakuläres Hotel Projekt zeichnet sich in Hamburg am Congress Center ab, und zwar sind die Vorbereitungen für ein zweites Kongresshotel am CCH anscheinend bereits deutlich fortgeschritten:

Der Senat prüft eine Überbauung der Marseiller Straße mit einem 250-Zimmer-Haus. Die Stadt könnte die Einnahmen in eine Renovierung des Congress Centers stecken.

Dass die Zukunft digital sein wird, dürfte mittlerweile fast jeder verstanden haben. Umso unverständlicher ist es, wenn Schulen bereits beim Bewerben des Informatikunterrichts so ziemlich alles geben, um die Schüler eben davon abzuschrecken. „404 not found“ hat (via) die Informatikdarstellung in der Schule einem Reality Check unterzogen:

Wer Freude haben möchte, etwas gemeinsam mit anderen machen möchte, kreativ sein möchte und mal ‘ne Exkursion machen möchte – ab zur Musik! Da hat sogar eine Lehrperson “Willkommen!” unter die Beschreibung geschrieben! Informatik? Hier ist willkommen, wer die “richtige” Denke eh schon mitbringt, sonst kann das mit den abiturrelevanten Prüfungsleistungen ja nichts werden.

Digital ist besser: „t3n“ hat (via) eine praktische Übersicht über Enterprise-Social-Networks von Stackfield bis Yammer erstellt:

Für Dienste wie Yammer gibt es viele Namen: „Collaboration-Plattform“ oder „Enterprise-Social-Network“ sind wohl die populärsten Bezeichnungen – der ein oder andere nennt sie auch gerne „Social-Intranet“-Dienste. So unterschiedlich die Bezeichnungen sein können, so eindeutig ist der Sinn und Zweck dieser Services: Enterprise-Social-Networks helfen Teams, die interne Unternehmenskommunikation effektiv abzuwickeln.

Gestern hat die Europäische Zentralbank den Leitzins überraschend auf 0,25 Prozent gesenkt. Eine Entscheidung, die nicht überall Freude ausgelöst hat, laut dem „Handelsblatt“ (via) werden vor allem die Sparer leiden:

Mit der erneuten Zinssenkung – die Europäische Zentralbank hat den Leitzins für die Euro-Zone überraschend auf 0,25 Prozent gesenkt – wird es noch schlimmer. Noch nie war dieser Satz so niedrig. Zinsen sind damit so gut wie abgeschafft. Zinssenkungen werden erfahrungsgemäß ziemlich schnell an die Kunden weitergereicht.

Um beim Euro zu bleiben: Laut dem Blog „Wirtschaftliche Freiheit“ (via) begünstigt die europäische Währung den deutschen Export-Boom:

Neben der traditionellen Exportstärke Deutschlands aufgrund der Produktion innovativer Investitionsgüter hat der Übergang zu einer einheitlichen Währung im Jahre 1999 dazu geführt, dass die Preiswettbewerbsfähigkeit und die einkommensbedingten Exporte (weiter) gestiegen sind.

Angesichts des Twitter-Börsenganges hat „Deutsche Startups“ (via) eine Info-Grafik von „statista“ verlinkt, in der der aktuelle Wert eines 1000$-Investments in IPOs ausgewählter Internet-Unternehmen dargestellt wird, unter „Internet-IPOs: Was wäre aus 1.000 Dollar geworden“ erfährt man etwa folgendes:

“Doch nicht immer wirft der Hype auch unmittelbar Rendite ab. Anleger die bei Facebooks IPO im letzten Jahr 1.000 US-Dollar investierten haben beispielsweise aktuell noch kaum Gewinn gemacht”, berichtet statista. Wird aber vielleicht noch! Wer etwa beim Amazon-IPO mit 1.000 US-Dollar dabei war, dessen Aktien sind heute rund 239.000 US-Dollar wert.

Was wird aus den Bibliotheken, wenn erst einmal alles jederzeit digital zu haben ist? Kathrin Passig hat in der ZEIT einen spannenden, leicht provokanten Kommentar geschrieben, der im Netz eifrig (etwa hier, hier und hier) diskutiert wird. Und malt sie unter der Überschrift „Die Zukunft des Papierverleihs“ eine alles andere als rosige Zukunft für die Bibiotheken an die Wand:

Bibliotheken sind Papiermuseen. Wenn sie sich nicht bald grundsätzlich wandeln, haben sie kaum noch eine Existenzberechtigung. Was sie können, kann das Internet besser.

Und zum Abschluss der Webschau in diesem Blog noch leicht verdaulicher Lesestoff. Auf „Spiegel Online“ (via) findet sich ein Interview mit Götz George, in dem dieser in gewohnter Manier kein Blatt vor dem Mund nimmt:

Wir sind Oldies, allerdings noch gut dabei. Als wir eine Szene auf einem Schulhof drehten, wussten die Kids gar nicht, was da los ist. Schimanski? In den Achtzigern war das anders. Wo wir anrückten, wurden wir gefeiert. Sogar in den Puffs von Duisburg.

Webperlen: AdBlocker wirkungslos, PR, Hamburg, Drosselkom und Facebook-Algorithmen

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • AdBlocker ab heute wirkungslos: Publisher gehen in die Offensive
  • PR übernimmt den Journalismus
  • Twitter: HVV-Fake bringt Hamburg zum Lachen
  • Gericht stoppt Drosselpläne der Telekom
  • Die App für die Berghain Schlange
  • Offline! Start-ups, die 2013 bereits gescheitert sind
  • Hoffnung für Text-Profis: Google versteht jetzt (vielleicht) auch Journalismus
  • Das wichtigste Foto für die Biologie des 20. Jahrhunderts
  • To-Do-Software: 10 Tools, um Aufgaben zu verwalten
  • Event, Event, die Kindheit brennt
  • Homöostasis
  • Soziale Netzwerke: Facebook weiß, ob die Partnerschaft hält

Das ewige Hickhack zwischen den Nachrichtenseiten und den Programmierern von Werbeblockern geht in die nächste Runde. Wie Online Marketing.de berichtet, sind AdBlocker ab heute auf bestimmten Portalen wirkungslos, die Publisher gehen in die Offensive (via):

Wer die Webseite von PC Games, PC Games Hardware oder buffed mit einem AdBlocker betritt, wird sich wundern. Auf diesen Seiten sind AdBlocker wirkungslos, die Werbeanzeigen werden regulär ausgespielt. […]
Ein deutsches Startup, welches zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genannt werden soll, steckt hinter der Technologie.

Welchen Einfluss hat PR auf die Berichterstattung? Laut dem Onlinemagazin „politropolis“ einen sehr enormen, PR übernimmt geradezu den Journalismus, was sich nicht zuletzt am Verhältnis der Journalisten zu den PR-Fachleuten (in USA) zeigen würde:

Im Jahr 1980 gab es etwa 0,45 PR-Arbeitnehmer pro 100.000 Einwohner im Vergleich zu 0,36 Journalisten. Im Jahr 2008 gab es 0,90 PR-Leute pro 100.000 im Vergleich zu 0,25 Journalisten. Das ist ein Verhältnis von mehr als drei-zu-eins. Und dabei ist PR gegenüber dem Journalismus erheblich besser ausgestattet und besser finanziert.

Wir wünschen allen Fahrgästen viel Erfolg beim Heimweg. So ein Herbstspaziergang ist was feines„: Während so mancher über den Sturm in Hamburg verzweifelte, hatte man auf Twitter jede Menge Spaß. Ganz vorne: Ein Account, der sich als Hamburger Verkehrsbetrieb ausgab und richtig schön zynische Tweets verfasste:

Wer so schlau war, sich über Twitter zu informieren, stolperte früher oder später über den Account @hvvhamburg – und hatte damit einen lustigen Abend. Jedenfalls sobald er verstanden hatte, dass hier nicht die echte Hamburger Hochbahn twitterte.

Das „sobald er verstanden hatte“ galt offenbar nicht für gewisse Politiker, wie Renate Künast von den Grünen unter Beweis gestellt hat:

KünastHumor

Ein Sieg für den Verbraucherschutz – und natürlich vor allem für die „Heavy User“. Das Kölner Landgericht hat die Drosselpläne der Telekom – im Netz als #Drosselkom verspottet – gestoppt:

Die Deutsche Telekom darf nach einer Entscheidung des Kölner Landgerichts die Surfgeschwindigkeit bei Pauschaltarifen nicht einschränken. Eine entsprechende Vertragsklausel erklärte das Kölner Landgericht am Mittwoch für unzulässig.

„There is an app for everything“, selbst für die Schlange des Berliner Szene-Clubs Berghain (via). Am Nullpunkt der Start-Up Kultur kommste immer rein:

Ihr mögt es nicht glauben, aber beim Techcrunch Hackathon in Berlin wurde ernsthaft eine App gebastelt, deren Versprechen ist: mit mir kommst du ins Berghain.

Aus der Traum, zum Unternehmertum gehört zwangsläufig auch immer das Scheitern. Eine Binsenwahrheit, die jedoch für Start-ups umso mehr zutrifft, deutsche-startups.de (via) berichtet über Start-ups, die 2013 bereits gescheitert sind:

Leider sind auch in den ersten neun Monaten dieses Jahr wieder etliche deutsche Start-ups und Online-Projekte für immer von der digitalen Bildfläche verschwunden. Zuletzt segneten unter anderem der Berliner Fotodienst 7moments, das noch junge Hotel-Start-up Hipaway und MyDryclean.de, ein Lieferdienst für Textilreinigungen, das Zeitliche.

Ein angenehmer Nebeneffekt vom neuen Google-Patent? Dank „Gibberish Scores“ könnte zukünftig das Interesse an guten Texten von Text-Profis steigen, wie „Lousy Pennies“ (via) unter „Google versteht jetzt (vielleicht) auch Journalismus“ ausführt:

Durch diese Entwicklung steigt die Chance, dass Google Webseiten hervorhebt, die nach journalistischen Maßstäben befüllt werden. Werden diese Seiten von Unternehmen erstellt, werden sie Profis für ihre Inhalte benötigen. Kurz: Journalisten und Fachautoren.

Auf ScienceBlogs verlinken wir hier in der Webschau viel zu selten, häufig finden sich dort spannende Themen so aufbereitet, dass auch Laien sie verstehen. Und zum Teil sogar zu Hause nachexperimentieren können, wie etwa bei „Das wichtigste Foto für die Biologie des 20. Jahrhunderts„:

Man muss die Mechanismen der Röntgenkristallographie nicht im Detail verstehen; aber bewaffnet mit einem Laserpointer und einem Kugelschreiber kann man ganz einfach selbst ein solches Helix-Kreuz erzeugen, damit ein bißchen Wissenschaftsgeschichte rekapitulieren und vielleicht sogar nachempfinden, weshalb es Watson so sehr inspirierte.

Immer alles schön der Reihe nach abarbeiten! t3n (via) stellt (ausführlich!) 10 Tools, um Aufgaben zu verwalten, vor:

Spätestens, seit David Allen seine Getting-Things-Done-Methode vorgestellt hat, sind To-Do-Listen in aller Munde. Und so gibt es im Bereich der To-Do-Software inzwischen etliche Apps, die dabei helfen sollen, solche Listen schnell und effizient abzuarbeiten. Wir haben zehn davon getestet und zeigen euch, welche Vor- und Nachteile sie haben.

Ein wunderschön zu lesender Rant! Unter Event, Event, die Kindheit brennt (via) zieht die Autorin gegen die “Ritualdiktatur” von Schulen zu Felde:

Ich würde sogar noch weiter gehen und von “Ritualdiktatur” sprechen. Moderne Grundschulkinder können keinen Schritt mehr machen ohne das zugehörige Lied, die zugehörige Geste, das zugehörige Sprüchlein. Wo früher “trenne nie st, denn es tut ihm weh” einen gewissen inhaltlichen Bezug hatte, müssen heute Pausenlieder gesungen werden, und selbst der Toilettengang wird musikalisch eingeläutet.

Und gleich noch ein weiterer, gelungener Rant: Matthias Bauer zieht unter „Homöostasis“ (via) gegen die ganzen schwachsinnigen Gesundheitstipps zu Felde:

Leider kann ich nicht so oft und so laut „Bullshit!“ schreien, wie ich gerne möchte und wie all diesen Themen angemessen wäre. Die Supermärkte und Bücherregale, die Fernsehprogramme und nicht zuletzt das Internet sind voller Selbsthilfe-Tipps, Lebensratgebern, Expertenmeinungen, und einfachen Schritt-für-Schritt-Anleitungen für irgendwelche Erfolge.

Und zum Abschluss der Webschau in diesem Blog noch ein Beitrag über Facebook. Genauer: Über die Möglichkeiten der Facebook-Algorithmen. Facebook weiß, ob die Partnerschaft hält:

Freundschaft, Partner, Clique: Bei Facebook läuft alles zusammen. Das soziale Netzwerk kann sogar vorhersagen, ob die Beziehung hält – ein neuer Algorithmus macht es möglich.

Webperlen: Kunst per „Gefällt mir“-Klick, Netz & Journalismus und WordPress 3.7

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • „Like it“ im Essl-Museum bei Wien: Kunst per „Gefällt mir“-Klick
  • Nicht das Netz gefährdet den Journalismus, sondern die Arroganz der Macher
  • WordPress 3.7 „Basie“ ist fertig
  • Google Standortverlauf: Hier sehen Android-Nutzer zurückgelegte Strecken
  • Techcrunch-Gründer: „Google sollte Twitter vor dem Börsengang kaufen“
  • LinkedIn: Unterschätzter Gigant

Kunst per „Gefällt mir“: Das österreichische Essl-Museum hat ein spannendes Experiment gewagt:

Was passiert, wenn ein Museum seine Facebook-Fans bestimmen lässt, was in die nächste Ausstellung kommt? Das Essl-Museum in Klosterneuburg bei Wien hat diesen Versuch gewagt – und wurde von den Ergebnissen teilweise überrascht.

Und ein weiterer Debattenbeitrag zur Zukunft des Journalismus. Florian Blaschke meint, dass nicht das Netz den Journalismus gefährdet, sondern vor allem die Arroganz der Macher die eigentliche Gefahr darstellt:

Dieses Elite-Denken, diese Arroganz, ist im Journalismus über Jahrhunderte zementiert worden und entsprechend schwer aus den Köpfen herauszubekommen. Dabei gäbe es genügend Vorbilder außerhalb der Branche – in der Startup-Szene etwa. Flache Hierarchien, der weitgehende Verzicht auf Bürokratie, das Erkennen von Fehlern als Chance und Türöffner und vor allem das Vertrauen in die Fähigkeiten des Teams erfordern zwar Mut, oft aber zahlt der sich aus.

Eine gute Nachricht für viele Blogger: Die neueste WordPress-Version 3.7 „Basie“ ist jetzt endlich fertig:

WordPress 3.7 „Basie“ wurde veröffentlicht! Diese Version ist dem Jazz-Pianisten Count Basie gewidmet. Die offiziellen deutsch- und englischsprachigen Ausgaben findet ihr auf der Download-Seite. Auch die deutschsprachige Version, die über die automatische Aktualisierung ausgeliefert wird, ist ab sofort verfügbar.

Da wird so manch einer erstaunt sein: mobiFlip.de erklärt, wie Android-Nutzer ihre zurückgelegte Strecken auswerten können:

In einer Karte eingezeichnet und mit Entfernungsdaten versehen, wird einem dabei schon mal etwas mulmig, zumal die wenigsten wirklich jeden Hinweis bei der Einrichtung eines Android-Gerätes durchlesen dürften. Der durchschnittliche Techblog-Leser weiß sicher wie der Hase läuft, alle anderen auch?

Und noch ein spannender Beitrag zu Google, Michael Arrington, der Gründer und frühere Chefredakteur von Techcrunch, empfiehlt dem Suchmaschinenkonzern, Twitter noch vor dem Börsengang zu kaufen:

Der Techcrunch-Gründer rät Google zu einer schnellen Übernahme von Twitter. Google+ habe zwar hohe Nutzerzahlen, aber Google dränge jedem einen Account auf und Twitter würde viel intensiver genutzt. Die Twitter-Aktie sei zudem billig.

Weltweit eine große Nummer, in Deutschland dank Xing eher mittelmäßig: LinkedIn. Martin Weigert, leitender Redakteur von netzwertig.com, sieht in dem Unternehmen einen schlafenden Giganten, der über enormes Potenzial verfügt:

Manche Webunternehmen entwickeln sich zu Giganten, indem sie alles um sich herum niederwalzen, Nutzer magnetisch anziehen und ihre Expansion mit hochtrabenden Visionen garnieren. Facebook fällt in diese Kategorie. Eine andere Art von Onlinedienst dagegen wächst langsamer, schleicht sich regelrecht heran und sorgt dafür, dass die in Wirklichkeit nicht minder ambitionierten Ziele erst sukzessive zu Tage treten. LinkedIn ist ein derartiger Kandidat.

Webperlen: Abmahnrisiko bei Preisangaben, Twitter und BBC sowie das Geschäftsmodell als Schreiber

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • Abmahnrisiko bei Preisangaben: Social Media Postings, Tweets und Onlinebanner
  • Twitter und BBC machen gemeinsame Sache: #bbctrending
  • Wer fürs Schreiben bezahlt werden will, sollte es nicht umsonst tun
  • Facebook und Google+: Wer sie vergleicht, hat’s nicht verstanden
  • Google deutet auf Welle von Kirchenaustritten hin
  • Vom Buch zum Byte – die Geschichte der E-Books

Abmahn-Fallen, wohin man schaut: Die Rechtsanwaltskanzlei Schwenke erklärt, worauf man bei Social Media Postings, die Preisangaben enthalten, achten sollte:

Haben Sie sich schon mal gefragt, warum Angebote in Onlineanzeigen, Facebook-Postings oder Tweets selten konkrete Preise enthalten? Der Grund liegt darin, dass die Werbung mit Preisen automatisch eine Vielzahl an komplizerten Informationspflichten mit sich bringt.

Ach ja, da sehen ARD und ZDF wohl mal wieder etwas alt aus. Twitter und BBC machen gemeinsame Sache:

Die BBC ist bekannt dafür, schnell neue Trends zu erkennen und sie für sich zu nutzen. So scheint die angekündigte Partnerschaft von Twitter und BBC nur konsequent. Unter dem Hashtag #bbctrending wird die BBC in Zukunft kurze Video-Clips exklusiv für Twitter produzieren.

Journalismus ist Journalismus, und PR ist PR. Auf netzfeuilleton.de wird erklärt, warum Blogger und Journalisten, die vom Schreiben leben wollen, nicht bei Projekten wie der Huffington Post mitmachen sollten, bei denen für das Schreiben nichts bezahlt wird:

Wer fürs Schreiben bezahlt werden will, sollte es nicht umsonst tun. Das klingt nach einer Binsenweisheit, lohnt sich aber in diesen Zeiten zu wiederholen. Der Start der Huffington Post in Deutschland hat diese Diskussion neu entfacht und treibt aktuell den Streit, ob Blogger für diese schreiben dürfen, ohne dafür entlohnt zu werden.

Die ewigen Vergleich zwischen Facebook und Google+ nerven nicht nur, sie ergeben häufig auch keinen Sinn, wie Björn Tantau auf t3n unter „Facebook und Google+: Wer sie vergleicht, hat’s nicht verstanden“ (via) erklärt:

Welches Netzwerk ist besser: Facebook oder Google+? Und welches Netzwerk eignet sich für welche Zwecke? Björn Tantau geht den Fragen nach und zeigt: Eigentlich lassen sich die beiden gar nicht miteinander vergleichen. Oder doch?

Alleswisser Google, sogar in Religionsangelegenheiten: Laut „Google deutet auf Welle von Kirchenaustritten hin“ sind die Suchanfragen nach dem Begriff „Kirchenaustritt“ in die Höhe geschnellt, was vor allem für die katholische Kirche nichts gutes bedeuten wird:

Denn die Suche nach “Kirchenaustritt” ist im Angesicht der Affäre um den Limburger Bischoff Franz-Peter Tebartz van Elst massiv nach oben geschossen: Laut Google Trends hat sich das Suchvolumen seit der ersten Oktoberwoche verfünffacht.

Und, zum Abschluss der Webschau in diesem Blog, ein Hinweis auf einen Artikel, der vor allem e-Book-Freunde interessieren dürfte:

Es war ein weiter Weg vom Buch zum Byte, doch die heutigen E-Books sind noch nicht das Ende. Die dritte Phase der E-Book-Evolution beginnt bereits.

Webperlen: Fremde E-Mails veröffentlichen, Sobooks, Amazon und der Büroverkauf der FDP

Heute in der Webschau von Görs Communications:

  • Darf man fremde E-Mails im Netz veröffentlichen?
  • Wie wir mal aus Versehen für “Wetten, dass..?” gearbeitet haben
  • „Eine bessere Tiefe der Interaktion direkt im Buch”
  • So erfinden Sascha Lobo & Co. den Buchclub neu
  • Amazon zwang Diaperscom mit automatisiertem Preisdumping in die Knie
  • Telefax und Ventilatoren – Büroverkauf der FDP
  • SEO: Google-Patent berechnet den Schwafel-Score einer Website
  • Deutschland ein digitaler Bildungs-Unfall?
  • Banksy-Meisterwerke zum Schleuderpreis

Alles gar nicht so einfach: Thomas Stadler wirft auf „Internet-Law“ die Frage auf, ob es erlaubt ist, fremde E-Mails im Netz zu veröffentlichen:

Diese Frage lässt sich nicht ohne weiteres mit ja oder nein beantworten. Die Veröffentlichung von Individualkommunikation ist weder grundsätzlich verboten noch generell erlaubt.
Rechtlich stellt sich primär die Frage, ob die Veröffentlichung einer E-Mail das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Verfassers der E-Mail verletzt.

Weniger Hemmungen, sich bei anderen einfach zu bedienen, hat offenbar das ZDF (via) gehabt und sich für Wetten dass… einfach mal bei einem Blog bedient:

Aber noch schöner, liebe “Wetten, dass..?”-Redaktion, wäre es, wenn Ihr beim nächsten Mal Eure Quellen nennt. Oder wenn Ihr einfach kurz fragt, bevor Ihr Euch an unserer Arbeit bedient.

Was kann Sobooks, das neue Buchportal von Sascha Lobo und Christoph Kappes? Einen ersten Eindruck gewinnt man durch ein Interview (via) mit Christoph Kappes, in dem dieser „eine bessere Tiefe der Interaktion direkt im Buch” verspricht:

Zudem ist uns das „social reading“ besonders wichtig. Zwar bietet Soundcloud auch die Interaktion direkt in jedem Song, doch die Optionen sind dort gering, so bleibt es bei einer Mikro-Interaktion. Bei uns ist das Kommentieren und Diskutieren ein zentrales Element, und wir verknüpfen es mit den sozialen Netzwerken.

Einen zweiten Einblick verschafft der Buchreport (via), unter „So erfinden Sascha Lobo & Co. den Buchclub neu” werden die wichtigsten Fakten zusammengestellt:

Über zwei Jahre dauerte die Vorbereitungszeit des Portals, das heute von Sascha Lobo, Christoph Kappes, Oliver Wagner (Product Officer) und Oliver Köster (Technologie-Chef) entwickelt wird. Laut Kappes liegt das bisherige Investitionsvolumen im sechsstelligen Bereich, nehme man das Arbeitsvolumen hinzu, sei die Summe siebenstellig.

Bleibt nur die Frage, was der Platzhisch Amazon dazu sagt, falls das Projekt jemals das Nischendasein verlässt. Angeblich geht der US-Konzern alles andere als zimperlich mit der Konkurrenz um, unter „Amazon zwang Diaperscom mit automatisiertem Preisdumping in die Knie” (via) erfährt man, dass Amazon wohl automatisierte Rabattschlachten veranstaltet (und natürlich aufgrund der Größe gewinnt):

Amazon hat eine Abteilung, die “Competitive Intelligence”, die konkurrierende Unternehmen beobachtet und dafür massenhaft Produkte bei diesen bestellt. […] Zu diesem gehörte über Algorithmen automatisch an die Preise von Diapers.com angepasste Amazon-Preise, die jene ersteren unterboten.

Das Ende der FDP kommt äußerst profan daher. Der Verkauf von Telefax und Ventilatoren (via) dürfte so ziemlich die letzte Amtshandlung der ehemals stolzen Partei sein:

Schluss aus Ende, wer den Schaden hat braucht für den Spott nicht zu sorgen. Nachdem sich Die Partei schonmal die Büroräume der FDP ansahen muss jetzt auch der Kram den keiner mehr will raus. Was bleibt übrig bei so einem Auszug?! Die Antwort gibt Birgit Homburger. In einer Rundmail an SPD- und CDU/CSU-Kollegen verscherbelt sie ihre Büro-Habseligkeiten.

Schluss mit total sinnlosen Texten, bei denen es um Keywords und sonst nichts geht. Ein Google-Patent berechnet jetzt den Schwafel-Score einer Website (via):

Der Ruf nach qualitativ hochwertigem Content wird in SEO-Kreisen seit Jahren immer lauter. Artikel über Suchmaschinenoptimierung, die ohne das Buzzword „Contentmarketing“ auskommen, sind 2013 gar nicht mehr vorstellbar. Jetzt wurde Google ein Patent genehmigt, in dem die Methode zur Bestimmung eines „Gibberish Scores“, also dem Anteil an minderwertigem Content an einem Text, beschrieben wird.

Vor ein paar Tagen hat die Schlagzeile, dass Deutschland bei der PIAAC-Studie der OECD (dem sogenannten „Pisa für Erwachsene“), eher mittelmäßig abgeschitten hat, für einige Schlagzeilen gesorgt. Was vielen Medien jedoch entgeangen ist, ist das ganz schlechte Abschneiden in den Digitalkompetenzen, was die Frage aufwirft, ob Deutschland ein digitaler Bildungs-Unfall ist?

Noch erschreckender ist für mich aber das Ergebnis im Bereich der digitalen Problemlösungskompetenz, also der Fähigkeit, den Computer zu nutzen: Gerade mal 7% der Deutschen verfügen über eine hohe Kompetenz in diesem Bereich. 45% verfügen nur über geringe Kenntnisse. 11,6% haben in diesem Bereich gar keine Erfahrung.

Banksy

Augen auf beim Schnäppchenkauf! In New York hat Banksy jetzt Teile seiner Werke verkauft – für den unfassbaren Preis von gerade mal 60 US-Dollar:

Dem (fast) an­ony­men Stree­tart-Künst­ler Bank­sy schei­nen die Ideen wirk­lich nie aus­zu­ge­hen. Ges­tern ver­scher­be­le er seine Meis­ter­wer­ke, die ins­ge­samt über 200.000 Dol­lar wert ge­we­sen wären, für 60 Dol­lar pro Stück auf einem un­schein­ba­ren Stand im Cen­tral Park.

Impressum und Datenschutzerklärung .